Penny, Louise: Das Dorf in den roten Wäldern (der erste Fall für Gamache)

Inspector Gamaches allererster Fall in Three Pines
Rückblende: Wie ist Gamache eigentlich zu seinem Wochenendhaus in Three Pines gekommen? Als er noch nicht Polizeichef von Québec war, sondern nur Chef der Mordkommission in Montréal, führte ihn ein Fall in das charmante Dorf mitten in den kanadischen Wäldern, wo jeder jeden kennt und man auf seine Nachbarn zählen kann. Die Idylle wird jäh zerstört, als am Erntedankfest, einem leuchtend klaren Herbsttag, die Leiche von Jane Neal gefunden wird – getötet durch den Pfeil einer Armbrust. Es kann sich nur um einen Jagdunfall handeln, denn wer hätte einen Grund gehabt, die pensionierte Lehrerin umzubringen? Inspector Gamache muss die Sache aufklären, damit der Dorffrieden wiederhergestellt wird. Dabei wird er nicht nur den Mörder finden, sondern auch Freunde, wie die Buchhändlerin Myrna, die schrullige alte Dichterin Ruth oder Gabri und Olivier, das schwule Paar, das die Pension im Dorf führt. Und Gamache schließt Three Pines bei seinen Ermittlungen so sehr ins Herz, dass aus dem Tatort ein Sehnsuchtsort für ihn wird.
Die erfolgreichste Krimiserie Kanadas geht weiter – und kehrt gleichzeitig zu ihren Anfängen zurück.

 

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Kampa Verlag; Auflage: 1 (11. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 331112006X
  • ISBN-13: 978-3311120063

wäldern“Das Dorf in den roten Wäldern” wurde mir von einer Buchhändlerin emfohlen. Demnächst müsste Band 2 auf den Markt kommen, die Bücher werden nicht in der chronolgischen Reihenfolge veröffentlicht. Das war das 2. Buch, das ich aus dem Kampa Verlag gelesen hatte, dieses Exemplar stammt allerdings aus unsere Zentralbibliothek am Mailänder Platz (unser Bücherknast sollte man gesehen haben, wenn man nach Stuttgart kommt). Nach dem ich ca. 140 Seiten gelesen hatte, fragte ich die nette Buchhändlerin, ob die Handlung weiterhin etwas langatmig bleiben würde, sie schaute mich etwas verdutzt an und meinte, ihr hätte das Buch gut gefallen. Da sie mir glaubhaft versichern konnte, das es gut wäre, habe ich restlichen 350 Seiten auch noch gelesen. An dieser Stelle kann ich schon mal verraten, dass Leser/innen, die sonst temporeiche Krimis bevorzugen, hier getrost abbrechen können. Denn der Inhalt ist alles andere als temporeich, sondern ruhig und beschaulich.

Bereits auf der ersten Seite, wird das Mordopfer (Jane Neal) tot aufgefunden. Sie wurden mit einer Armbrust (und das ist eine eher ungewöhnliche Waffe) aufgefunden.  Gamache reist mit seinen Kollgen auds Quebec an. Bei seiner Kollegin Nichol musste ich die ganze Zeit an Barbara Havers denken. Beide sind halsstarig und können nicht verstehen, dass sie Fehler machen oder sich nicht anpassen können. Havers und Nichol suchen die Fehler im Umfeld. (Gamache versucht Nichol zu helfen, anstatt sie zu belehren). Jane Neal war pensionierte Lehrerin und wohnte alleine in ihrem Haus. Obwohl sie immer viel Besuch zu bekommt,  darf ihr Besuch nur in die Küche und darf nie ins Wohnzimmer.. Während des Lesens habe ich mich immer gefragt, was Jane zu verbergen hat, dieses Geheimnis wird gegen des Buches gelüftet. Jane malte ein Bild, dass sie für eine Ausstellung einreichte. Die Kuratoren waren sich nicht einig, ob sie das Bild zur Ausstellung zu lassen sollten, da es einfach nur schrecklich war.

Gamache und sein Team beginnen nun mit den Ermittlungen und treffen dabei auf viele liebenswürdige Menschen. Manche liebenswürdiger Menschen oder Menschen, die einfach nur furchtbar sind. Mit Gamache hat die Autorin einen Ermittler erschaffen, der immer sehr höflich ist und auch auf zwischenmenschlicher Ebene immer freundlich bleibt. So versucht er seiner Kollegin zu helfen, in dem er ihr Tipps gibt, anstatt sie zu maßregeln bleibt er freundlich und gelassen. Einer meiner Lieblingscharaktere war Clara, sie ist mit Peter verheiratet, der das absolute Gegenteil von ihr ist. Sie war es, die Gamache den entscheidenen Tipp gegeben hat aber auch Ruth, mit ihrer resoluten Art, mochte ich. Gamache Ermittlungen reichen weit in die Vergangenheit zurück, in eine Vergangenheit in der Jane Neal glücklich verliebt war und es einer ihrer Freundinnen war, die dieses Glück zerstört hat.

“Das Dorf in den roten Wäldern” lebt von seinem traumhaftem Setting, Qubecs Umgebung muss einfach nur traumhaft schön sein, den unterschiedlichen Bewohnern. Allerdings hat mir der Spannungsbogen gefehlt. Dies kein Buch für jemand, der gerne rasante Krimis liest. Ich habe das Gefühl, dass Krimis/ Thriller immer blutiger werden müssen und die Opfer immer entsteller. Das hat mir an dem Buch dann doch noch gefallen, dass die Autorin ohne großes Blutvergießen ausgekommen ist. Den 2. Band werde ich mir in der Bücherei ausleihen, um zu sehen, wie es mit Gamache und seinen Kollegen weiter geht.

 

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Schertenleib, Hansjörg: Die Hummerzange

Vor vier Jahren haben sich die Schweizer Kriminalpolizistin Corinna Holder und ihr Mann Michael ein Cottage auf Spruce Head Island in Maine gekauft. Hier wollten sie nicht nur ihre Ferien, sondern später auch den Ruhestand verbringen. Doch seit neun Monaten ist Michael tot, gestorben bei einem Verkehrsunfall. Als Corinna das erste Mal allein nach Maine reist, wird sie von ihren Erinnerungen eingeholt. Aber viel Zeit zum Trauern bleibt nicht, denn als sie im kalten Atlantik schwimmen gehen will, findet sie eine übel zugerichtete Leiche: Dem Mann wurde eine Hummerzange in die Augen gerammt. Corinna nimmt die Ermittlungen auf, zumal sie den Toten kannte: Es ist Norman Dunbar, und der hatte nicht wenig Feinde. Es könnte ebenso eine seiner Frauengeschichten sein, die ihm zum Verhängnis geworden ist, wie auch seine eher unrühmliche Rolle als Investor bei ominösen Geschäften auf der Insel. Oder besteht ein Zusammenhang zu der Initiative gegen die größte Lobsterfabrik auf Spruce Head Island? Als Fremde auf der Insel werden Corinna viele Steine in den Weg gelegt, aber sie lässt sich nicht beirren.

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Kampa Verlag; Auflage: 1 (6. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3311120043
  • ISBN-13: 978-3311120049

Hummerzange “Die Hummerzange” ist nun das dritte Buch, das ich aus dem Kampa Verlag gelesen habe und dieses Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, erst einmal herzlichen Dank an den Verlag. Erst einmal sammeln und dann weiterschreiben, denn es fällt mir recht schwer meine Meinung zu diesem Buch kund zu tun. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich das Buch sicher nach 100 Seiten abgebrochen aber da es mit 272 Seiten recht überschaubar ist, habe ich die restlichen Seiten dennoch zu Ende gelesen und ich kann an dieser Stelle schon mal erwähnen, dass mich das Buch so gar nicht überzeugen konnte. Dieses Mal fällt es mir nicht leicht, dass ich nicht spoilere.

In der 80 iger Jahren lief auf ARD “Mord ist ihr Hobby”, das im fiktiven Cabot Cove (Maine) spielt, als ich den Klappentext las, dass “die Hummerzange” ebenfalls in Maine spielt, musste/wollte ich das Buch unbedingt lesen. Anfangs lernen wir Corinna Holder kennen, sie ist 57 Jahre alt. Sie arbeitete bis vor Kurzem in der Schweiz als Krimalkommissarin. Nach einem vierfach Mord quittiert sie ihren Dienst um mit ihrem Mann nach Maine zu ziehen, dort haben sie und ihr Mann ein Ferienhaus. Allerdings muss sie allneine nach Maine ziehen, da ihr Mann, Michael, bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Corinna ist eine trockene Alkoholikerin, die nun süchtig nach Xanax ist, die sie hinter den Büchern Camus versteckt. Ihr Xanax bekommt sie von einem örtlichen Dealer. Corinna ist es, die Norman Dubar tot in der Buch auffindet. Mit Matt, einem Privatdektiv, macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Ihre Freundin Tracy, deren Mann (Mordopfer) hatte ein Verhältnis mit der Frau ihrer Hausangestellten. Auf der Suche nach Chad wird von eben diesen überfallen und er entführt seine Frau.

Das Mordopfer hat in der Vergangenheit Firmen aufgekauft, sie zerschlagen. In Folge dessen konnte eine Familienvater seine Hypthek nicht mehr bezahlen und erschoss zu erst sich und seine Frau. Die Kinder kamen erst in Pflegefamilien und sind nun selbst erwachsen. Parallel zur eigentlichen Handlung lernt Corinna Jack kennen.

Da ich mir das Setting so gut gefiel, habe ich mich riesig aufs Lesen gefreut und wurde dann mächtig enttäuscht. Das Setting ist einfach nur klasse und der Autor hat es geschafft, dass ich mir die Umgebung gut vorstellen kann. Allerdings hat es mich gestört, dass Corinna immer aufs Deck gegangen ist. Für mich hat der Begriff was mit Schiffen zu tun aber nicht mit Terrassen. Vielleicht ist “Deck” ja auch Schweizer Begriff Terrasse. Der Autor hat die einzelnen Szenen zum Teil völlig kaputt geschrieben. So besucht Corinna Jack in seinem Leuchtturm und kommen sich näher aber in dem der Autor beschreibt, dass die beiden nicht miteinander geschlafen hätten, “zerstört” diesen romantischen Augenblick.

Corinna nimmt eine Stelle als Kellnerin an und erfährt, wie der Mord abgelaufen sein “könnte”. Ich nutze extra den Konjunktiv, da er im Buch (an der Stelle) ebenfalls genutzt wird. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet und es noch eine Fortzsetzung geben könnte.  Während des Lesens  hatte ich nur selten das Gefühl, dass ich es mit einem Krimi zu tun haben könnte. Mir hat einfach der Spannungsbogen ein wenig gefehlt. Ich finde es gut, wenn Protagonisten ihre Ecken und Kanten haben, das macht sie menschlich und angreifbar. Corinnas Tablettensucht, sie muss stänig zu Xanax greifen oder Michaels Tod nehmen einfach zu viel Platz in der Handlung. Spätestens, wenn sie zum dritten Mal nach ihren Tabletten greift, weiss ich, dass sie ein Drogenproblem hat.

Im Gegensatz zum neuen Buch von Donna Leon konnte mich das Buch ein wenig unterhalten.

Gut gegen Nordwind (Film)

Eigentlich hatte Emmi Rothner (Nora Tschirner) bloß ein Zeitungsabonnement abbestellen wollen. Doch weil sie einen Tippfehler in der Adresszeile macht, landet die E-Mail im Postfach von Leo Leike (Alexander Fehling). Der beschäftigt sich gerade beruflich mit der Sprache von E-Mails und schreibt Emmi kurzerhand zurück, überrascht sie damit, was er daraus schließen kann, wie sie ihre E-Mail verfasst hat. Es ist der Beginn eines langen Online-Austauschs.

E-Mail für E-Mail kommen sich Leo und Emmi immer näher. Zuerst zaghaft, dann intensiver berichten sie auch von ihrem Privatleben. Leo hängt immer noch an seiner Ex-Freundin Marlene (Claudia Eisinger), während Emmi mit Bernhard (Ulrich Thomsen) verheiratet ist. Eine Chance auf eine Romanze scheint es zuerst nicht zu geben. Doch Leo und Emmi merken schnell, dass sie auch im Alltag immer öfter an den anderen denken und sich wünschen, wieder eine E-Mail im Postfach vorzufinden.

 

nordwind(Erscheint April 2020 auf DVD).

Ich gehe sehr selten ins Kino und wenn ich ins Kino gehe, suche ich mir die Filme gezielt aus. Am liebsten gehe ich in Stuttgart ins Atelier am Bollwerk oder gehe in die Innenstadtkinos in der Stadt. Cinemaxx, Ufapalast meide ich in der Regel. Seit es die beiden “Giganten” gibt, haben viele Kinos in Stuttgart geschlossen. Da ich mir aber nicht so sicher war, ob mir der Film gefallen wird, war ich bei uns im Stadtteil (Cinemaxx SI Centrum) und habe mir den Film da angeschaut. Das Cinemxx wirbt ja damit, jeder Film kostet 5,99€ (darunter leider aber auch die Filmauswahl). Was mir als Erstes auffiel war, dass das SI Centrum wie ausgestorben wirkte. Es gibt einige Restaurants und alle waren leer. Im Kino ging es dann weiter. Zeitgleich liefen zwei weitere Filme, der Eingansbereich (Kasse, Popcorn…) war aber vollkommen leer. Niemand kontrollierte, ob ich eine gültige Eintrittskarte hatte oder auch nicht. Der Film lief in einem großen Kinosaal, mit mir waren wir ungefähr zu zehnt.

“Gut gegen Nordwind” habe ich sicher schon fünfmal gelesen und ich kann es immer und immer wieder lesen. Der Film konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Die beiden Hauptdarsteller war gut ausgewählt und haben ihre Rollen auch gut umsetzen können. Im Buch haben Emma und Leo sich zwar mit Vornamen angeredet, sich aber bis zum Ende des Buch gesiezt, so war Nähe dennoch da aber auch ein gewisser Respekt. Im Film haben sie sich recht schnell gedutzt und so mit ging schon mal ein gewisser Wortwitz verloren. Die Kernidee des Buches konnte der Film an mich tranportieren aber das, was das Buch ausmacht, ging beim Film leider verloren. Leo wirkt im Buch wesentlich männlicher als im Film. Im Film wirkt er doch sehr weinerlich aber auch Emma wird im Buch deutlich kerniger als im Buch. Emmas Mann, der im Buch eher eine Nebenrolle spielt, kam mir im Film viel zu dominant rüber.

“Gut gegen Norwind” war für mich leider ein absoluter Flop. Daher bin ehrlich gesagt froh, dass ich “nur” 5,99 € Eintritt gezahlt habe und nicht 7,80€ wie in den Innenstadtkino. “Gut gegen Nordwind” sollte man sich nur anschauen, wenn man das Buch NICHT gelesen hat, so ist man geneigt Buch und Film miteinander zu vergleichen, so wie ich es getan habe und wird deshalb enttäuscht. Der Film hatte so viel Potential, das nicht genutzt werden konnte.

Letzte Woche sah ich Downtown Abby (oh, dass war ein toller Film) und da stimmte das ganze Ambiente.

Inusa, Manuela: Der zauberhafte Trödelladen

Ruby verkauft in ihrem kleinen Antiquitätenladen Trödel aus aller Welt, den sie mit liebevoller Sorgfalt restauriert. Auch wenn sie insgeheim von einem Buchladen träumt, liebt sie die Arbeit in Ruby’s Antiques, das sie von ihrer Mutter übernommen hat, und verliert sich oft in der Vergangenheit der Stücke. Und ein Leben ohne ihre Freundinnen aus der Valerie Lane kann sie sich sowieso nicht mehr vorstellen! Diese sind in diesem Frühling noch stärker für Ruby da, denn nicht nur das mit der Liebe gestaltet sich schwieriger als gedacht, sondern auch Rubys eigene Vergangenheit holt sie ein – und wird die eine oder andere Überraschung bereithalten …

 

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Originalausgabe (18. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734106257
  • ISBN-13: 978-3734106255

Trödel Vor knapp zwei Wochen habe ich mir einen “neuen” bzw. einen gebrauchten Tolino gekauft, sodass ich nun auch wieder die Onleihe unseres “Bücherknasts” nutzen kann. Ich schleiche schon seit langem um die Bücher herum und nun kann ich sie endlich auch lesen. “Der zauberhafte Trödellade ist nun das erste Buch, das ich mir in der Onleihe ausleihen konnte und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich irgendwas verpasst haben könnte. Die anderen Bände, so weit sie in der Onleihe verfügbar sind, habe ich mir nun auch vorbestellt aber es wird noch eine Weile dauern bis ich sie lesen kann aber das macht nichts.

In diesem Buch geht es um Ruby, die mit ihrem Vater zusammenlebt. Rubys Mutter starb an Krebs, sodass sie ihr Studium aufgeben musste, damit der Antiquitätenladen weitergeführt werden kann. Ihre Mutter war der Ansicht, dass der Laden, der ihr Ein und Alles war, im Familienbesitz bleiben muss. Ruby ist alles andere als glücklich, da sie eigentlich andere Pläne für ihr Leben hat aber die Freundinnen ihrer Mutter, die in der Valerie Lane ebenfalls Läden besitzen, nehmen sie wohlwollend in ihrer Mitte auf und geben ihr das Gefühl, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Rubys Vater ist seit dem Tod seiner Frau traumatisiert und hat Wochenpläne was er isst. In der einen Woche sind es Eier, dann Bananen… Rubys Laden läuft alles andere als rund und sie muss sich überlegen, ob sie den Laden aufgeben soll oder sich ein neues Konzept überlegen soll. In ihrer frühen Kindheit fand sie unter Dielenbrettern die Tagebücher von Valerie. Valerie war zu ihrer Zeit ein warmherzige Frau, die allen half, so weit sie nur konnte. Diese Tagebücher spenden Ruby Trost.

In der Valerie Lane lebt ein Obdachloser, Gary, und Ruby fühlt sich für ihn verantwortlich. Wer dieses Buch bereists gelesen hat, weiß wie sich die Handlung zwischen Gary und Ruby entwickelt.

Ohne große Erwartungen habe ich dieses Buch gelesen. Dieses Buch zu lesen war, als würde ich die Bücher von Susan Mallery lesen (damit meine ich aber nicht, dass Manuela Inusa die Idee übernommen hätte. Ich habe mit dem Lesen begonnen und es kam mir so vor als würde ich einen Spaziergang durch die Valerie Lane machen und einen Abstecher in die Chocolaterie machen. Die Autorin hat die einzelnen Charaktere so liebevoll gezeichnet, sodass ich das Gefühl hatte, die einzelnen Charaktere schon lange zu kennen. “Der zauberhafte Trödelladen” zeichnet sich nicht durch die Handlung der beiden Protagonisten aus, dafür war es zu absehbar, wie sich die Handlung entwickeln kann. “Der zauberhafte Trödelladen” ist eher ein Wohlfühlbuch, man schlägt das Buch auf und begeleitet die einzelnen Charaktere. Man kann sich in sie hineinversetzen. Da ich ein paar nette Lesestunden hatte, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Ich warte schon gespannt auf die anderen Bücher, die ich hoffentlich auch bald lesen kann.

 

Minardi, Dino: Ein Espresso für den Commissario (Pellegrinis Erster Fall)

Commissario Marco Pellegrini hatte sich auf die ersten warmen Frühlingstage gefreut. Zu gern hätte er in Ruhe den einen oder anderen caffè in der Bar des Familienbetriebs genossen, ehe die Touristenmassen an den Comer See strömen. Denn dann ist es auch bei der Polizia di Stato mit der Ruhe vorbei. Doch die Realität holt ihn früher ein als erwartet: Ein Student wird in seiner völlig verwüsteten Wohnung aufgefunden – erwürgt. Schnell zeigt sich, dass der Tote über außerordentlich viel Geld verfügte, das weder von seinen halblegalen Vermietungsgeschäften noch von seinem dubiosen Nebenjob kommen konnte. Woher hatte er so viel Geld? Und wurde er deswegen ermordet? Commissario Pellegrini übernimmt den Fall, wird bei den Ermittlungen aber nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern muss auch noch lästige Streitereien in seinem Team schlichten.

Die meisten Menschen würden sagen, dass es keine Gemeinsamkeiten zwischen einem Barista und einem Commissario gibt. Pellegrini war da anderer Meinung. Beide mussten gut zuhören können, in den Leuten das Bedürfnis wecken, reden zu wollen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Unterschiede kamen erst zum Tragen, wenn alles gesagt war. Während der Barista die Geheimnisse gleich einem Beichtvater für sich behielt, war es die Aufgabe des Commissario, sich alle Informationen für die Ermittlungen zunutze zu machen.«

 

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Kampa Verlag; Auflage: 1 (11. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3311120051
  • ISBN-13: 978-3311120056

espresso Dies ist das erste von drei Büchern, die aus diesem Verlag auf meinem SuB liegen, wovon zwei Bücher nächste Woche wieder in unseren “Bücherknast” zurück müssen. “Ein Espresso für den Commissario” ist der Auftakt einer neuen Krimireihe. Im Mittelpunkt steht Mario Pellegrini, der als Kommissar bei der Comoer (ich hoffe, dass es so korrekt ist) Kriminalpolizei. Marios Werdegang ist im Gegensatz zu vielen anderen Kriminalkommisaren nicht geradlinig verlaufen. Als Sohn eines Hoteliers hat er eine abgeschlossene Kochausbildung, nach einem Zerwürfnis mit seinem Vater hat er eine Ausbildung zum Polizisten gemacht und landete danach bei der Autobahnpolizei.

Im vorliegenden ersten Fall müssen Pellegrini und seine beiden Kollegen den Mord einem jungen Mathematikstudenten aufklären, dieser wurde erwürgt in seinem Bett aufgefunden. Obwohl er Student ist, lebt er in einer mehr als nur großzügigen Wohnung und als Lese könnte man sich die Frage stellen, wie er sich solch eine Wohnung leisten kann. Kurz vor seinem Tod kaufte er sich ein sehr teures Motorrad. Das Mordopfer arbeitete als Praktikant in einem “ökologischen” Unternehmen, dass eine neuartige Produkt zur Energiegewinnung auf den Markt bringen will. Auf den ersten Blick scheint das Opfer ein sympathischer, junger Mann gewesen zu sein, der einen großen Bekanntenkreis gehabt haben muss, am Tatort wurden Unmengen an DNA Spuren gefunden, die die Aufklärung des Falles nicht gerade einfach macht. Neben unseren aktuellen klimatischen Schwierigkeiten, spricht der Autor auch die zunehmende Fremdvermietung von dringend benötigten Wohnraum über Airbnb an.

Die Lage des Comers See eignet sich hervorragend um eine neue Krimireihe auf den Markt zu bringen. Mit Marco Pellegrini hat der Autor einen neuen unverbrauchten Kommissar ins Rennen geschickt. Ein Kommissar, der den Tod seines besten Freundes immer noch nicht verkraftet hat, der sympathisch wirkt und seinen Kollegen die nötigen Anweisungen geben kann.

Obwohl die Handlung in sich sehr stimmig war, der Schreibstil angenehm flüssig war, konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen. Es fehlte der Überraschungsmoment als der Kommissar den Täter überführt hat. Versierte Krimileser, die gerne mitraten, könnten etwas unterfordert sein. Es war zwar ein in sich stimmiger Krimi, mit sehr viel lokolalkolorit, dem leider ein bisschen der “Biss” gefehlt hat. Dennoch bin ich gespannt, wie sich der Autor im nächsten Band weiter entwickeln wird. Obwohl mich das Buch nicht so richtig überzeugen konnte, hat es bei mir ein bisschen Fernweh geweckt. Am Schreibstil, er beschreibt die örtlichen Gegebenheiten, dass der Autor schon häufiger am Comer See war und somit den Charme der Lombardei authentisch wiedergeben kann. Dennoch würde mich freuen, wenn der Autor noch ein bisschen mehr Spannung, was die Auflösung des Falles, einbauen könnte.

 

Barreau, Nicolas: Eines Abends in Paris

Jeden Mittwoch kommt eine junge Frau im roten Mantel in Alain Bonnards kleines Pariser Programmkino, und immer sitzt sie auf demselben Platz in Reihe 17. Eines Abends fasst sich Alain ein Herz und spricht sie an. Sie verbringen den Abend miteinander, doch in der Woche darauf taucht sie nicht mehr auf. Obwohl er von ihr kaum mehr als ihren Vornamen weiß, begibt sich Alain auf die Suche nach ihr und erlebt eine Geschichte, wie sie kein Film schöner erzählen könnte…

 

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: Aufl. 7 (15. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783492302463
  • ISBN-13: 978-3492302463
  • ASIN: 3492302467

abends Der September ist bisher der Monat des re-reads. Nach “Alle sieben Wellen” ist “eines Abends in Paris” ein weiteres Buch, das ich schon mal gelesen habe, dieses Mal als ebook aus der Onleihe. Das neueste Buch des Autoren habe ich bisher noch nicht gelesen. Um Nicolas Barreau kursierten ja die unterschiedlichsten Gerüchte, lange Zeit gab es die Bücher nur auf Deutsch. Da es kein neues Buch des Autoren ist, kann oder könnte ich hemmungslos spoilern. Ich lese die Bücher von Nicolas Barreau einfach zu gerne.

Unser Protagonist ist Inhaber eines kleines Programmkinos in Paris. Er zeigt hauptsächlich alte Filme und es gibt in seinem Kino kein Popcorn oder ähnliches zu kaufen.  Alain ist der Meinung, dass seine Besucher sich auf die Filme konzentrieren sollen und sich nicht nebenbei was in den Mund schieben sollen. Als Alain noch ein Kind war, gehörte dieses Kino noch seinem Onkel, der ihn in die Welt der Filme einführte. Nach dem sein Onkel sich zur Ruhe setzte, übernahm Alain diese kleine Programmkino, worüber seine Eltern alles andere als glücklich waren.

Jeden Mittwoch kommt eine junge Frau ins Kino und Alain hat sich in diese namenslose Frau unsterblich verliebt, dennoch traut er sich nicht, die Unbekannte anzusprechen. Eines Mittwochs nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und lädt sie nach der Vorstellung auf ein Glas Wein ein und ist happy, als die Einladung angenommen wird. Die Beiden verbringen einen romantischen Abend und er bringt Marie nach Hause. Alles sollte sich ändern, als in Alains Kino Dreharbeiten stattfinden sollen, plötzlich kommt die Frau im roten Mantel nicht mehr ins Kino.

Alain macht sich auf die Suche nach der Frau im roten Mantel. Währendessen finden die Dreharbeiten im Kino statt. Nach Abschluss trifft sich die Crew zu einem Abendessen und Alain schildert Allan Wood sein Problem. Allan Wood geht davon aus, dass es sich bei Melanie um seine Tochter handeln könnte. Wie Alain auf seine Traumfrau trifft, soll hier dennoch nicht verraten werden.

“Eines Abends in Paris” ist einfach ein Wohlfühlbuch, ein Buch in dessen Geschichte ich einfach nur eintauchen kann und sofort in Paris bin. Ich habe mit Alain nun schon zum 2. Mal mitgefiebert. Es gibt ein Wiedersehen mit der älteren Dame, “Dimitri bist du das?”, aus Nicolas Barreaus erstem Buch. Dies ist ein ideales Buch für einen verregneten Sonntag auf der Couch. Mir macht es einfach nur Spaß die Bücher des Autoren, auch wenn sich dahinter jemand anders verbirgt, zu lesen. Es sind einfach nur Wohlfühlbücher.

 

Leon, Donna: Ein Sohn ist uns gegeben (Commissario Brunettis 28. Fall)

Gonzalo Rodríguez de Tejeda – ursprünglich aus Spanien stammend – hat im Kunsthandel ein Vermögen gemacht. Nun verbringt er seinen Lebensabend in Venedig. Was kommt dann? Soll die rigide Familie, die mit seinem freizügigen Lebenswandel noch nie einverstanden war, seine Schätze erben? Oder wer ist der Auserwählte? Brunettis Schwiegervater fürchtet, seinem Freund Gonzalo könne Übles zustoßen. Der Commissario soll helfen – und verläuft sich beinahe in den Abgründen des menschlichen Herzens.

 

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (22. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257070608
  • ISBN-13: 978-3257070606
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,5 x 18,8 cm

sohn Ich kann jetzt schon mal sagen, dass dies der schlechteste Brunetti war, den ich je gelesen habe. Seit 1998 habe ich fast alle Bücher um den sympathischen Kommissaren gelesen und sie waren gut und mal weniger gut.  Gestern, bevor ich das Buch beendet hatte, redete ich mit einer ortsansässigen Buchhändlerin über dieses Buch und sie war vom Buch restlos begeistert (aber sie will ja die Bücher verkaufen). Sie war der Meinung, dass man die Bücher nicht mit dem Hintergrund eines Krimis lesen sollte. Diesen Ansatz fand ich doch etwas “albern”,  den Brunetti wird nun mal als Krimi gehandelt.

Am Anfang wird Brunetti von seinem Schwiegervater, der sich nichts aus Klatsch macht, ein Auge auf seinen Freund, Gonzales, werfen. Gonzales, homosexuell, will einen jungen Italiener adoptieren, sodass sein enormes Vermögen erben kann. Brunettis Schwiegervater möchte verhindern, dass sein Freund ins offene Messer rennt. Dieser verbietet sich aber sämtliche Einmischungen in sein Leben. So plätschert die Handlung vor sich hin. Gonzales (ich hoffe, es ist kein Spoiler) an einem natürlichen Tod und als seine beste Freundin nach Venedig kommt, passiert tatsächlich noch ein Mord, mit dem ich schon gar nicht mehr gerechnet habe, wer das Buch bis dahin aufmerksam gelesen hat, wird sicher schon zu diesem Zeitpunkt eine erste Ahnung haben, wer der Täter sein könnte.

Dieser Brunetti war für mich kein Krimi, sondern eher ein Familienroman, in dem zufällig ein Mord geschieht. Es ist aber ein Einblick in das Leben des Komissaren und wie sich seine Familie über die Jahre hinweg entwickelt hat. So ist Chiara mittlerweile Vegetarierin und steht dahinter. Brunettis Frau lehrt an der Uni, kocht nebenbei mehrgängige Menüs zum Essen und spült hinterher auch noch alles ab. Sie bleibt in diesem Buch etwas farblos.

Selbt mit Signora Elletra, deren Hacker-Künste, immer hochgelobt werden, bleibt dieses Mal sehr unscheinbar.

Früher habe ich die Bücher super gerne gelesen und habe mich gefreut, wenn ein neuer Brunetti auf den Buchmarkt gekommen ist aber dieses Buch war einfach nur langweilig und hatte überhaupt keinen Spannungsbogen. Nach 28. Fällen könnte Brunetti so langsam in Rente gehen.