Carey, Anna: Black Bird (Band 1)

Ein Mädchen erwacht auf den Gleisen einer U-Bahn-Station in Los Angeles. Sie weiß nicht, wer sie ist, wo sie ist, wie sie dort hinkommt. Sie hat ein Tattoo auf der Innenseite ihres rechten Handgelenks, das einen kleinen Vogel in einem Viereck zeigt. Sie erinnert sich an nichts. Nur bei einer Sache ist sie sich sicher: Jemand will sie töten. Also rennt sie um ihr Leben, versucht die Wahrheit herauszufinden. Über sich und über die Leute, die sie töten wollen. Nirgendwo ist sie sicher und niemand ist, was er zu sein scheint. Auch Ben, der Einzige, dem sie glaubte, vertrauen zu können, verbirgt etwas vor ihr. Und die Wahrheit ist noch viel verstörender, als sie es jemals für möglich gehalten hat.

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (10. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357016327X
  • ISBN-13: 978-3570163276

Black

Black Bird hatte ich mir eigentlich nur ausgeliehen, da mich das Cover angesprochen hat. Hier auf dem Bild sieht man leider nicht, dass der Seitenschnitt in der Farbe gehalten ist, wie der Vogel auf dem Cover.Doch bevor ich das Buch lesen konnte, hatte es sich meine 12 jährige Tochter geschnappt und sie hat es begeistert, an einem Nachmittag, verschlungen. Was auch kein Problem ist, da die Schrift relativ groß ist. Ich hatte zwar eine Leseprobe daheim, habe sie allerdings nicht gelesen. Mich konnte das Buch leider nicht so überzeugen.

Dabei fängt das Buch schon mal recht spannend an. Ein 16 jähriges Mädchen erwacht auf den Gleisen, kurz bevor ein Zug sie überrollen sollte, in Los Angeles. Sie hat keine Ahnung wie sie heißt, wie alt sie ist und sie vor allem hat sie keine Ahnung, wie sie auf die Gleise geraten ist. Panisch flieht sie vor der Polizei und den Rettungskräften, sie in ein Krankenhaus bringen. Sie kennt weder die Kleidung, noch den Rucksack den sie mit sich führt. Um heraus zu finden, wer sie ist, öffnet sie den Rucksack, relativ schnell bemerkt sie, dass sie von einem Mann verfolgt wird, der ihr nach dem Leben trachtet. Im Supermarkt, auf der Flucht vor der Polizei, trifft sie auf Ben, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch kann sie Ben trauen?

Nach und nach kehren Erinnerungsfetzen auf, die sie alle in einem Notizblock notiert.

Eigentlich klingt das Ganze relativ spannend und das Buch lässt es sich auch relativ flüssig lesen. Die Autorin hält den Spannungsbogen konstant oben, sodass man als Leser/in immer am Ball bleiben kann. Schließlich wollte ich wissen, ob die namenslose Protagonisten in diesem Buch mehr über sich erfährt aber ich fürchte, dass man dies erst am Ende erfährt. Die Erzählungperspektive ist etwas außergewöhnlich, denn normalerweise werden Bücher aus der 1. Person singular oder 3. Person singular beschrieben, doch in diesem Buch wird, durchgängig, der “Du” begriff verwendet. Du gehst, du siehst… Am Anfang konnte ich damit nichts anfangen aber gegen Ende habe ich mich an den Stil gewöhnt. Anfangs wusste ich nicht, dass es kein in sich abgeschlossenes Buch ist aber da am Ende noch so viele offene Handlungsstränge gibt, wusste ich, dass es eine Fortsetzung geben muss. In der Regel reden wird nicht über Bücher, die eine von uns beiden liest. Da meine Tochter das Buch vor mit gelesen hat, spoilerte sie ein bisschen, in dem sie mir vage Hinweise gab, ab wann es zu einer Wendung kommt auf wen ich besonders achten müsse…Sie konnte es nicht verstehen, dass ich mich von ihrer Begeisterung nicht anstecken lassen konnte.

Obwohl es von der Thematik her nicht schlecht war, konnte mich das Buch, im Gegensatz zu meiner Tochter, nicht überzeugen. Es werden zu viele Nebencharaktere, vor allem gegen Ende, eingeführt, die im Nebel bleiben. Sie sind zwar vorhanden, sie werden zum Teil namentlich benannt aber man erfährt nichts über sie. Das folgende Buch werde ich mir sicher wieder ausleihen, da ich wissen will, ob die Autorin es schafft, allen offenen Fäden zu einem runde Ende zusammen führen kann oder ob es weiterhin offenen Fragen geben wird. Von mir bekommt das Buch daher 2,5 von 5 Sternen.

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Außergewöhnliche Protagonisten in Büchern

Ich habe eine Schwäche für Büchern mit außergewöhnlichen Buchtiteln und Charakteren, die nicht jedem sofort ind Auge fallen, da sie sehr unscheinbar sind oder sie sich anders Verhalten, wie man es erwartet. Mit Mr. Darcy, Elisabeth Benning, Hermine Granger… gibt es viele auffällige Protagonisten in der Bücherwelt.

Meine persönlichen Lieblingsfigueren aus Büchern.

1) Rosie

Als ich das Buch im Schaufenster sah, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss obwohl ich nichts über den Inhalt wusste.Mit DonTillman hat Graeme Simsion einen außergewöhnlichen Protagonisten erschaffen, der nicht so richtig in die Gesellschaft passt. Er verfügt über sehr viel Wissen, eckt aber ziemlich oft an und kann unter anderem keinen Sarkasmus erkennen. Während des Lesens (auch beim 2. Mal) musste ich immer an Dr.Dr. Sheldon Cooper denken, der ähnlich gestrickt ist.

2) Glück

Dieses Buch habe ich mir erst gestern in der Bücherei ausgeliehen und Bartholomew Neil passt ebenso in die Liste. Mit 39 Jahren muss er, nach dem Tod seiner Mutter, alleine zu recht kommen. Als er in der Schublade seiner Mutter einen Brief von Richard Gere findet, fängt er an, ihm Briefe zu schreiben. In diesen Briefen schildert er sein Leben und das seiner Mutter,

3) hund

In dieser Reihe geht es um einen namenlosen Buchhändler aus Belfast. Er hat es auf meine Liste geschafft, da er der absolute Hyperchonder ist, der ebenfalls mit seiner Mutter unter einem Dach wohnt. Er pflegt alle Allergien gewissenhaft. Schade, dass es keinen weiteren Bücher gibt.

4) stein

Neville Longbottom mochte ich von Anfang an. Er ist weder besonders mutig, klug oder beliebt aber dennoch ist er eine interessante Figur.

5)pablo

Noch so ein klassischer Antiheld. Pablo ist fett und faul, was will man mehr? Da ich das Buch vor ein paar Jahren gelesen habe, kann ich mich nur noch Dunkel an die Handlung erinnern.

6) alex

Ein Protagonist der scher von seinem Schicksal gebeutelt wurde aber nicht aufgibt.Dieses Buch gehört zu meinen Highlights im vergangenen Jahr!

7)Ove

Mit Ove gibt es einen weiteren Kandidaten für meine Liste. Er ist einer, der wie Don Tillman keine Freunde hat und mit seinem Verhalten überall aneckt.

8) traum

Gabor Schöning darf auf dieser Liste natürlich nicht fehlen. Er ist einer, der auf den ersten Blick sehr überheblich wirkt. Mit ihm möchte man nicht nicht unbedingt befreundet sein, der aber, betrachtet man ihn, ein wunderbarer Charakter ist.

Dies sind meine Lieblingscharktere, die mir spontan eingefallen sind.

Izquierdo, Andreas: Der Club der Traumtänzer

Gabor Schöning sieht gut aus, ist erfolgreich, und die Frauen liegen ihm zu Füßen: Die Welt ist für ihn wie ein großer Süßwarenladen. Außerdem ist Gabor ein Mistkerl. Er schreckt vor nichts zurück, um seine Ziele zu erreichen. Doch dann fährt er mit dem Auto die Direktorin einer Sonderschule an. Und die kennt sich mit Schwererzieh-baren wie ihm bestens aus. Als Wiedergutmachung soll Gabor fünf Sonderschülern Tango beibringen. Das Problem ist nur, dass alle Schüler einen IQ unter 85 und eigentlich keinen Bock auf Tanzen haben. Die Sache gerät außer Kontrolle: Die Kids stellen sein Leben auf den Kopf, sein ärgster Konkurrent wittert die große Chance, ihn aus der Firma zu drängen, und zu allem Überfluss verliebt er sich in eine Frau, die ihm nicht gleich zu Füßen liegt. Als eines der Tangokids schwer erkrankt, setzt Gabor alles auf eine Karte – er wird diesen Jungen retten, egal, was er dabei aufs Spiel setzt.

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag; Auflage: 3 (8. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832162631
  • ISBN-13: 978-3832162634

traum

Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman >König von Albanien< (2007), der mit dem Sir- Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman >Apocalypsia< (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Im DuMont Buchverlag erschien von ihm >Das Glücksbüro< (2013).

” Der Club der Traumtänzer” hatte ich bereits im Oktober in der Hand und war drauf und dran es mir zu kaufen, doch dann hatte ich mich für “Tage wie Salz und Zucker” entschieden. Im Dezember konnte ich mir dann” Der Club der Traumtänzer” in der Bücherei ausleihen und ich war von der ersten Seite an im Buch gefangen. Dabei hat der Autor mit Gabor (von seinen Tanzschülern auch Gabi genannt) Schönig einen Protagonisten geschaffen, der auf den ersten Blick sehr unsympathisch ist, Gabor ist in seinem Beruf sehr erfolgreich, scheut sich dabei aber auch nicht über Leichen zu gehen. Als er bei einem Unfall die Rektorin einer Förderschule verletzt, wird er er vor die Wahl gestellt, entweder gibt er für  5 Schüler Tanzunterricht oder sie zeigt ihn an. Widerwillig nimmt er das Angebot an, als er seine Schüler zum ersten Mal sieht, trifft ihn beinahe der Schlag. Diese Schüler, zwei Mädchen und drei Jungs, soll er das Tanzen beibringen,dabei sieht es auf den ersten Blick so aus, als ginge es gar nicht als Leser kann, wenn man das Verhalten der fünf Jugendlichen so betrachtet auch nur mir dem Kopf schütteln und dem armen Gabor alles Gute wünschen, den er soll mit diesen Chaos Kids einen Tanz einstudieren, den sie auf dem Sommerfest präsentieren können und der im Gedächtnis aller Zuschauer bleiben soll.Ich habe mich während des Lesens gefragt, wie Gabor das Ganze umsetzen soll,

Widerwillig macht sich Gabor ans Werk und kommt in den ersten Stunden überhaupt nicht vorwärts. Erst können sich die Kids überhaupt nicht scheiden, welche Musik sie dafür nehmen sollen. Doch dann entscheidet sich Gabor für Tango und die Kids sind damit völlig überfordert. Jeder der Jugendlichen, die aus den unterschiedlichsten sozialen Mileus komme

hat ein individuelles Problem aber alle haben ein gemeinsames Defizit, sie haben alle einen IQ von unter 85. Anfangs hatte ich meine Probleme mit den Kids aber es gibt zu allen Jugendlichen ein Kapitel ” ein Tag aus dem Leben von…” und ab da hatten die Jugendlichen mein völliges Mitgefühl und meine Sympathien geweckt, auch Gabor konnte ich ab aus einem anderen Blickwinkel betrachten und ich mochte ihn sogar ganz gerne. So kommt Jennifer aus einem behüteten Zuhause, die Eltern machen es sich ziemlich einfach. Um ihre Tochter unter Kontrolle zu haben, verbieten sie ihr alles. Sie darf keine Süßigkeiten essen, sich nicht mit Jungs treffen… Doch dann verliebt sie sich in einen Jungen aus ihrem Reitstall und Gabor macht es möglich, dass die beiden sich treffen. Als Gabor heraus bekommt, nach dem er von der Mutter des Mädchens angezeigt wurde, dass der Junge unzüchtige Fotos gemacht und diese an seine Freunde verschickt hat, setzt er alle Hebel in Bewegung, damit diese Bilder glöscht werden.

Um seinen Schülern helfen zu können, tritt er hin und wieder mächtig ins Fettnäpfchen. Einer seiner Schüler hat es mir besonders angetan, Felix wuchs bei seinen Großeltern auf, als Felix schwer erkrankt, überlegt sich Gabor, was er tun kann, damit Felix gerettet werden kann. Doch dieser entscheidet sich gegen Gabors Vorschlag. Nach und nach wird aus diesen chaotischen Kids eine richtige Tanztruppe und ich habe mich mit ihnen gefreut, als sie die komplizierten Tanzschritte hinbekommen haben.

” Der Club der Traumtänzer” hat mich von der ersten Seite in den Bann gezogen und ich musste es, bis auf Fläschenzeiten, in einem Rutsch durchlesen. Es ging einfach nicht anders, Am Ende des Buchs, als es mit Felix zu Ende, ging, flossen bei mir die Tränen und ich habe schon lange keine Taschentücher mehr gebraucht. Die Charaktere und die Handlung konnten mich überzeugen und ich war am Ende ein bisschen traurig als ich mich von Gabor und seinen Schülern verabschieden musste.

Magnusson, Kristof: Arztroman

Anita Cornelius ist Notärztin an einem großen Berliner Krankenhaus und liebt ihren Beruf. Sich auf unerwartete Situationen einzustellen, entspricht ihrem Temperament. Auch wenn es bei ihren Einsätzen nicht immer so aufregend zugeht, wie man sich das vorstellt. Anita ist das recht. Sie kann helfen. Und ab und zu sogar jemandem etwas Gutes tun. Adrian, ihr Exmann, ist Arzt am selben Krankenhaus. Sie haben sich erst vor kurzem in bestem Einvernehmen getrennt, und Lukas, ihr vierzehnjähriger Sohn, lebt bei seinem Vater und dessen neuer Freundin Heidi. Hätte Anita Adrian nicht zufällig bewusstlos auf der Krankenhaustoilette gefunden, zugedröhnt mit einem Narkosemittel, und hätte Heidi nicht dauernd diese flotten Sprüche losgelassen, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass Arme und Kranke oft genug selbst an ihrem Zustand schuld sind, dann könnte sich Anita weiter vormachen: alles ist in bester Ordnung. Ist es aber nicht. Weder privat noch beruflich. Kristof Magnusson erzählt mit großer Kenntnis aus dem Alltag einer Notärztin und gleichzeitig aus dem Alltag ihrer Patienten. Vor allem aber erzählt er witzig und unterhaltend aus dem Leben einer Frau Anfang vierzig, die mehr will als Routine und ‘schöner Wohnen’.

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 1 (20. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888979668
  • ISBN-13: 978-3888979668

arzt

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Sein Debütroman »Zuhause« (2005) wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Roman »Das war ich nicht« war ein Bestseller. Die Verfilmung seiner Komödie »Männerhort« (mit Christoph Maria Herbst, Detlev Buck und Elyas M Barek) kommt im Oktober 2014 in die Kinos.

Als ich sah, dass es ein neues Buch von Kristof Magnuson gibt, habe ich mich wirklich gefreut, da ich seinen anderen Büchern ziemlich mochte. Doch dann begann ich mit dem Lesen und wurde bitter enttäuscht. Der Schreibstil und die Handlung, wenn man überhaupt von einer Handlung sprechen kann, waren langweilig und witzlos. Es fehlte der Charme der vorherigen Bücher.

Als Leser begleitet man Anita und Maik auf ihren Rettungseinsätzen in Berlin. Anita ist eine Frau in ihren besten Jahren. die sich von Mann und Kind getrennt, vom letzteren eher unfreiwillig aber es war die bester Lösung für alle. Ihr Exmann hat eine neue Frau, Heidi (geht es noch klischeehafter), die eine größere Wohnung hat und vor allem Zeit aber Lukas kann zwischen beiden Elternteilen pendeln. Die Einsätze werden zum Teil sehr detailliert beschrieben und für einen, der nichts mit Medizin am Hut hat, können die vielen medizinischen Begriffe und Abkürzungen sicher verwirren. In ihrer Freizeit fühlt sich die Protagonistin häufig alleine und denkt über ihre verkorkste Ehe nach. Als sie ihren Exmann bewusstlos auf der Toilette findet kommt es zum Eklat. Im Gegensatz zu Anita nutzt Heidi ihre Chance um ans Ziel zu kommen.

Obwohl sich das Buch sehr flüssig liest, kommt keine Spannung auf, Dazu wirkte die Handlung auf mich zu konstruiert, da ist der arme Patient, der an COPD leidet aber keine adäquate Hilfe bekommt, da er starker Raucher ist oder Anitas homosexueller Kollege. Bist zum Epilog habe ich das Buch gelesen und den Epilog habe ich anschließend nur noch überflogen, um zu schauen, ob am Ende des Buchs noch irgendwas spannendes passiert, tut es aber nicht. Daher war ich gegen Ende echt froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft habe, sondern es nach dem Lesen wieder in der Bücherei abgegeben konnte. Es ist ein teurer Abklatsch von den Groschenheftchen, die ich früher hin und wieder gelesen habe. Daher gibt es auch keine Leseempfehlung von mir.