Minardi, Dino: Ein Espresso für den Commissario (Pellegrinis Erster Fall)

Commissario Marco Pellegrini hatte sich auf die ersten warmen Frühlingstage gefreut. Zu gern hätte er in Ruhe den einen oder anderen caffè in der Bar des Familienbetriebs genossen, ehe die Touristenmassen an den Comer See strömen. Denn dann ist es auch bei der Polizia di Stato mit der Ruhe vorbei. Doch die Realität holt ihn früher ein als erwartet: Ein Student wird in seiner völlig verwüsteten Wohnung aufgefunden – erwürgt. Schnell zeigt sich, dass der Tote über außerordentlich viel Geld verfügte, das weder von seinen halblegalen Vermietungsgeschäften noch von seinem dubiosen Nebenjob kommen konnte. Woher hatte er so viel Geld? Und wurde er deswegen ermordet? Commissario Pellegrini übernimmt den Fall, wird bei den Ermittlungen aber nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern muss auch noch lästige Streitereien in seinem Team schlichten.

Die meisten Menschen würden sagen, dass es keine Gemeinsamkeiten zwischen einem Barista und einem Commissario gibt. Pellegrini war da anderer Meinung. Beide mussten gut zuhören können, in den Leuten das Bedürfnis wecken, reden zu wollen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Unterschiede kamen erst zum Tragen, wenn alles gesagt war. Während der Barista die Geheimnisse gleich einem Beichtvater für sich behielt, war es die Aufgabe des Commissario, sich alle Informationen für die Ermittlungen zunutze zu machen.«

 

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Kampa Verlag; Auflage: 1 (11. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3311120051
  • ISBN-13: 978-3311120056

espresso Dies ist das erste von drei Büchern, die aus diesem Verlag auf meinem SuB liegen, wovon zwei Bücher nächste Woche wieder in unseren “Bücherknast” zurück müssen. “Ein Espresso für den Commissario” ist der Auftakt einer neuen Krimireihe. Im Mittelpunkt steht Mario Pellegrini, der als Kommissar bei der Comoer (ich hoffe, dass es so korrekt ist) Kriminalpolizei. Marios Werdegang ist im Gegensatz zu vielen anderen Kriminalkommisaren nicht geradlinig verlaufen. Als Sohn eines Hoteliers hat er eine abgeschlossene Kochausbildung, nach einem Zerwürfnis mit seinem Vater hat er eine Ausbildung zum Polizisten gemacht und landete danach bei der Autobahnpolizei.

Im vorliegenden ersten Fall müssen Pellegrini und seine beiden Kollegen den Mord einem jungen Mathematikstudenten aufklären, dieser wurde erwürgt in seinem Bett aufgefunden. Obwohl er Student ist, lebt er in einer mehr als nur großzügigen Wohnung und als Lese könnte man sich die Frage stellen, wie er sich solch eine Wohnung leisten kann. Kurz vor seinem Tod kaufte er sich ein sehr teures Motorrad. Das Mordopfer arbeitete als Praktikant in einem “ökologischen” Unternehmen, dass eine neuartige Produkt zur Energiegewinnung auf den Markt bringen will. Auf den ersten Blick scheint das Opfer ein sympathischer, junger Mann gewesen zu sein, der einen großen Bekanntenkreis gehabt haben muss, am Tatort wurden Unmengen an DNA Spuren gefunden, die die Aufklärung des Falles nicht gerade einfach macht. Neben unseren aktuellen klimatischen Schwierigkeiten, spricht der Autor auch die zunehmende Fremdvermietung von dringend benötigten Wohnraum über Airbnb an.

Die Lage des Comers See eignet sich hervorragend um eine neue Krimireihe auf den Markt zu bringen. Mit Marco Pellegrini hat der Autor einen neuen unverbrauchten Kommissar ins Rennen geschickt. Ein Kommissar, der den Tod seines besten Freundes immer noch nicht verkraftet hat, der sympathisch wirkt und seinen Kollegen die nötigen Anweisungen geben kann.

Obwohl die Handlung in sich sehr stimmig war, der Schreibstil angenehm flüssig war, konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen. Es fehlte der Überraschungsmoment als der Kommissar den Täter überführt hat. Versierte Krimileser, die gerne mitraten, könnten etwas unterfordert sein. Es war zwar ein in sich stimmiger Krimi, mit sehr viel lokolalkolorit, dem leider ein bisschen der “Biss” gefehlt hat. Dennoch bin ich gespannt, wie sich der Autor im nächsten Band weiter entwickeln wird. Obwohl mich das Buch nicht so richtig überzeugen konnte, hat es bei mir ein bisschen Fernweh geweckt. Am Schreibstil, er beschreibt die örtlichen Gegebenheiten, dass der Autor schon häufiger am Comer See war und somit den Charme der Lombardei authentisch wiedergeben kann. Dennoch würde mich freuen, wenn der Autor noch ein bisschen mehr Spannung, was die Auflösung des Falles, einbauen könnte.

 

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Barreau, Nicolas: Eines Abends in Paris

Jeden Mittwoch kommt eine junge Frau im roten Mantel in Alain Bonnards kleines Pariser Programmkino, und immer sitzt sie auf demselben Platz in Reihe 17. Eines Abends fasst sich Alain ein Herz und spricht sie an. Sie verbringen den Abend miteinander, doch in der Woche darauf taucht sie nicht mehr auf. Obwohl er von ihr kaum mehr als ihren Vornamen weiß, begibt sich Alain auf die Suche nach ihr und erlebt eine Geschichte, wie sie kein Film schöner erzählen könnte…

 

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: Aufl. 7 (15. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783492302463
  • ISBN-13: 978-3492302463
  • ASIN: 3492302467

abends Der September ist bisher der Monat des re-reads. Nach “Alle sieben Wellen” ist “eines Abends in Paris” ein weiteres Buch, das ich schon mal gelesen habe, dieses Mal als ebook aus der Onleihe. Das neueste Buch des Autoren habe ich bisher noch nicht gelesen. Um Nicolas Barreau kursierten ja die unterschiedlichsten Gerüchte, lange Zeit gab es die Bücher nur auf Deutsch. Da es kein neues Buch des Autoren ist, kann oder könnte ich hemmungslos spoilern. Ich lese die Bücher von Nicolas Barreau einfach zu gerne.

Unser Protagonist ist Inhaber eines kleines Programmkinos in Paris. Er zeigt hauptsächlich alte Filme und es gibt in seinem Kino kein Popcorn oder ähnliches zu kaufen.  Alain ist der Meinung, dass seine Besucher sich auf die Filme konzentrieren sollen und sich nicht nebenbei was in den Mund schieben sollen. Als Alain noch ein Kind war, gehörte dieses Kino noch seinem Onkel, der ihn in die Welt der Filme einführte. Nach dem sein Onkel sich zur Ruhe setzte, übernahm Alain diese kleine Programmkino, worüber seine Eltern alles andere als glücklich waren.

Jeden Mittwoch kommt eine junge Frau ins Kino und Alain hat sich in diese namenslose Frau unsterblich verliebt, dennoch traut er sich nicht, die Unbekannte anzusprechen. Eines Mittwochs nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und lädt sie nach der Vorstellung auf ein Glas Wein ein und ist happy, als die Einladung angenommen wird. Die Beiden verbringen einen romantischen Abend und er bringt Marie nach Hause. Alles sollte sich ändern, als in Alains Kino Dreharbeiten stattfinden sollen, plötzlich kommt die Frau im roten Mantel nicht mehr ins Kino.

Alain macht sich auf die Suche nach der Frau im roten Mantel. Währendessen finden die Dreharbeiten im Kino statt. Nach Abschluss trifft sich die Crew zu einem Abendessen und Alain schildert Allan Wood sein Problem. Allan Wood geht davon aus, dass es sich bei Melanie um seine Tochter handeln könnte. Wie Alain auf seine Traumfrau trifft, soll hier dennoch nicht verraten werden.

“Eines Abends in Paris” ist einfach ein Wohlfühlbuch, ein Buch in dessen Geschichte ich einfach nur eintauchen kann und sofort in Paris bin. Ich habe mit Alain nun schon zum 2. Mal mitgefiebert. Es gibt ein Wiedersehen mit der älteren Dame, “Dimitri bist du das?”, aus Nicolas Barreaus erstem Buch. Dies ist ein ideales Buch für einen verregneten Sonntag auf der Couch. Mir macht es einfach nur Spaß die Bücher des Autoren, auch wenn sich dahinter jemand anders verbirgt, zu lesen. Es sind einfach nur Wohlfühlbücher.

 

Leon, Donna: Ein Sohn ist uns gegeben (Commissario Brunettis 28. Fall)

Gonzalo Rodríguez de Tejeda – ursprünglich aus Spanien stammend – hat im Kunsthandel ein Vermögen gemacht. Nun verbringt er seinen Lebensabend in Venedig. Was kommt dann? Soll die rigide Familie, die mit seinem freizügigen Lebenswandel noch nie einverstanden war, seine Schätze erben? Oder wer ist der Auserwählte? Brunettis Schwiegervater fürchtet, seinem Freund Gonzalo könne Übles zustoßen. Der Commissario soll helfen – und verläuft sich beinahe in den Abgründen des menschlichen Herzens.

 

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (22. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257070608
  • ISBN-13: 978-3257070606
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,5 x 18,8 cm

sohn Ich kann jetzt schon mal sagen, dass dies der schlechteste Brunetti war, den ich je gelesen habe. Seit 1998 habe ich fast alle Bücher um den sympathischen Kommissaren gelesen und sie waren gut und mal weniger gut.  Gestern, bevor ich das Buch beendet hatte, redete ich mit einer ortsansässigen Buchhändlerin über dieses Buch und sie war vom Buch restlos begeistert (aber sie will ja die Bücher verkaufen). Sie war der Meinung, dass man die Bücher nicht mit dem Hintergrund eines Krimis lesen sollte. Diesen Ansatz fand ich doch etwas “albern”,  den Brunetti wird nun mal als Krimi gehandelt.

Am Anfang wird Brunetti von seinem Schwiegervater, der sich nichts aus Klatsch macht, ein Auge auf seinen Freund, Gonzales, werfen. Gonzales, homosexuell, will einen jungen Italiener adoptieren, sodass sein enormes Vermögen erben kann. Brunettis Schwiegervater möchte verhindern, dass sein Freund ins offene Messer rennt. Dieser verbietet sich aber sämtliche Einmischungen in sein Leben. So plätschert die Handlung vor sich hin. Gonzales (ich hoffe, es ist kein Spoiler) an einem natürlichen Tod und als seine beste Freundin nach Venedig kommt, passiert tatsächlich noch ein Mord, mit dem ich schon gar nicht mehr gerechnet habe, wer das Buch bis dahin aufmerksam gelesen hat, wird sicher schon zu diesem Zeitpunkt eine erste Ahnung haben, wer der Täter sein könnte.

Dieser Brunetti war für mich kein Krimi, sondern eher ein Familienroman, in dem zufällig ein Mord geschieht. Es ist aber ein Einblick in das Leben des Komissaren und wie sich seine Familie über die Jahre hinweg entwickelt hat. So ist Chiara mittlerweile Vegetarierin und steht dahinter. Brunettis Frau lehrt an der Uni, kocht nebenbei mehrgängige Menüs zum Essen und spült hinterher auch noch alles ab. Sie bleibt in diesem Buch etwas farblos.

Selbt mit Signora Elletra, deren Hacker-Künste, immer hochgelobt werden, bleibt dieses Mal sehr unscheinbar.

Früher habe ich die Bücher super gerne gelesen und habe mich gefreut, wenn ein neuer Brunetti auf den Buchmarkt gekommen ist aber dieses Buch war einfach nur langweilig und hatte überhaupt keinen Spannungsbogen. Nach 28. Fällen könnte Brunetti so langsam in Rente gehen.

 

Want-to-read im September

Für diesen Monat habe ich mir mal wieder eine Leseliste geschrieben und ich bin gespannt, ob ich mich an meine Liste halten kann. Es ist eine Liste mit Büchern aus unterschiedlichen Genres.

  1. Falk, Rita- Guglhupfgeschwader: Das ist ein Überhangsbuch aus dem August. Mir fehlen noch knapp 80 Seiten. Ein typischer Eberhofer.
  2. Lauraine, Antoine- ein Tropfen vom Glück: Nach dem mich das letzte Buch von A. Lauraine überhaupt nicht überzeugen konnte, ist dieses nicht mal schlecht.
  3. Patterson, James- die 15. Täuschung (Women’s Murder Club)
  4. Minardi, Dino- Esprresso für den Commissario (Auftakt einer neuen Reihe)
  5. Penny, Louise- das Dorf in den roten Wäldern
  6. Katz, Gabriel-der Klaviespieler von Gare du Nord
  7. Dusse, Karsten- Achtsam morden
  8. Schreiber, Franziska- Inside AfD

Das sollte meine Leseliste fürs Erste sein. Was wollt ihr so im September lesen?

Lesemonat Juli und August

Hier kommt wieder ein doppelter Monatsrückblick. Ich wollte ihn vorhin bei Starbucks schreiben aber irgendwie hat die Internetverbindung nicht mitgemacht.

paris

(Quelle: hier). Im Juli habe ich sehr viel Lesezeit in Paris verbracht. Der Lesemonatbegann sehr schleppend und daher hat es mich dann doch sehr gewundert, dasss es doch so viele Bücher wurden.

  1. Rizzati, Donatella – Der Duft von Honig und Lavendel: Ein typischer Frauenroman, den ich aber sehr gerne gelesen habe. Wie alle Bücher aus diesem Genre war dieses Buch ein bisschen vorhehbar aber störte mich überhaupt nicht.
  2.  Maxian, Beate –Mord in Schönbrunn: Das war zwar der 6. Band einer Krimireihe aber ich hatte nicht das Gefühl, das mir etwas gefehlt hätte, da ich die anderen Bücher nicht gelesen. Ein spannender Krimi für zwischendurch.
  3. Orth, Stefan -Couchsurfing in China: Nach “Couchsurfin im Iran” und “Couchsurfing in Russland”, ist das nun das dritte Buch, das ich vom Autoren gelesen habe. Durch dieses Buch hat sich mein Blick auf China etwas gewandelt. Ein wirklich lesenswertes Buch.
  4. Martin, Pierre- Madame le Commissaire und der tote Liebehaber: Der mittlerweile 6. Fall für Isabelle Bonnet und gleichzeitig auch ihr emotionalster Fall, sie muss den Tod des Bürgermeisters aufklären. Ein wenig langatmig aber nicht schlecht.
  5. Slimani, Leila- All das zu verlieren : So richtig warm wurde ich mit dem Buch nicht. Ich habe geschwankt, ob ich es wirklich zu Ende lesen soll oder nicht. Da es recht dünn war, habe ich bis zum Schluss durchgehalten. Es ist wahrscheinlich kein Buch, das lange haften bleibt.
  6. Rosnay, Tatiana de- Fünf Tage in Paris: Mit diesem Buch ging es mir genauso wie mit Slimanis Buch.
  7. Schlie, Tania – die Kirschen der Madame Richard – ein nette Frauenroman für zwischendurch.
  8. Conrad, Carolina- Letzte Spur Algarve. Band 2 um Anabela Silva. Ein sehr ruhiger Krimi.
  9. Chirovici, Eugene-Das Echo der Wahrheit: Hier gibt es die Rezi.
  10. Hartlieb, Petra- Sommer in Wien: “Der Erste Weltkrieg stellt alles infrage, was bisher sicher schien …”. Dieser ist doch ein wenig irreführend, da der 1. WK erst am Ende anfängt. Dieses Buch war mein Flop des Monats. Dies ständigen Zeitsprünge haben mich während des Lesens doch sehr aus dem Lesefluss gebracht. Marie ist zwar Kindermädchen bei Arthur Schnitzler aber die Handlung könnte auch in jedem anderen Haushalt spielen. Ein eher schlechte Fortsetzung.
  11. Redondo. Dolores- Alles was ich dir geben will. Dieses Buch war mein Buch des Monats. Empfohlen wurde es mir von einer Buchhändlerin von Osiander. Anfangs war ich doch etws skeptisch, da das Buch alles andere als dünn ist aber dann habe ich das Buch förmlich verschlungen. Ein Buch, das süchtig macht.
  12. Moretti, Anna- Effi liest. Auch hier gibt es eine Rezi.

 

Der Juli war ein interessanter Lesemonat, der es in sich hatte.

Buch des Monats:

alles

Nun zum August. Dieser Monat begann doch sehr schleppend, so hatte ich bis zum 15. August gerade mal zwei Bücher gelesen und eines abgebrochen.

  1. Bloom, Amy- Meine Zeit mit Eleonor: Hier gibt es eine Rezi.
  2. Landsteiner, Anika-Leben wird aus Mut gemacht: Auch hier gibt es eine Rezi.
  3. Sosnitza, Ulrike-Orangenblütenjahr. Ein typischer Frauenroman.
  4. Musso, G.- Die junge Frau und die Nacht: Rezi
  5. Böhle, Daniela- Schmettleringe aus Marzipan: Ein Ronan, der Lust auf Marzipan und Schokolade macht.
  6. Bell, Anna- Mit dir hätte ich nicht gerechnet: Ein Buch, das ich nach zwei Kapiteln abbrechen wollte aber dann hat es mich dermaßen gepackt, dass ich weiterlesen musste. Da ich ein paar schöne Lesestunden hatte, ist mein Buch des Monats.
  7. Glattauer, Daniel- Gut gegen Nordwind: Dieses Buch läuft außer Konkurrenz, da ich es sicher schon viermal gelesen habe. “Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf”. Ich liebe diesen Satz. Obwohl ich das Buch schon so oft gelesen habe, wird es nie aber auch niemals langweilig.

Buch des Monats:

vorbereitet und natürlich:

norwind

“Gut gegen Nordwind” läuft ab 13.9 im Kino und ich bin schon sehr gespannt, ob mir der Film gefallen wird. Der Trailer ist schon mal nicht schlecht.

Musso, Guillaume: Die junge Frau und die Nacht

Nur auf Drängen seines besten Freundes Maxime kehrt der erfolgreiche Schriftsteller Thomas anlässlich einer Jubiläumsfeier ihrer alten Schule aus den USA in seine französische Heimatstadt Antibes zurück – an den Ort, an dem vor fünfundzwanzig Jahren Vinca, seine große Liebe, spurlos verschwand. Damals beging Thomas mit Maximes Hilfe aus Liebe und Verzweiflung ein grausames Verbrechen. Nun droht die Vergangenheit sie einzuholen, denn jemand ist hinter ihr Geheimnis gekommen und will nur eines: Rache. Um sich und ihre Familien zu schützen, müssen Thomas und Maxime herausfinden, warum Vinca damals das Internatsgelände verließ. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto größer wird die Gefahr …

 

  • Broschiert: 432 Seiten
  • Verlag: Pendo (4. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866124678
  • ISBN-13: 978-3866124677

nacht Als ich sah, dass es ein neues Buch von Guillaume Musso gibt, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Ich kann jetzt schon mal verraten (und es ist kein Leseexemplar, sondern ein Buch aus dem Stuttgarter Bücherknast), dass ich mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seiten völlig geflasht hat. Phasenweise habe ich zu Mr. Fogg gebeten, er möge doch mal für zwei Minuten ruhig sein im Gegensatz zu seinem Namenspaten ist er alles andere als still und zurückhaltend.. :-)). In diesem Buch nimmt der Autor (ist so nicht korrekt) seine Leser/innen mit in seine Heimatstadt Antibes. Die meisten anderen Bücher spielen ja in New York und teilweise auch in Frankreich. Doch die Handlung dieses Buches ist komplett in Frankreich angesiedelt, wobei der Protagonist, Thomas, in New York lebt und dort ein anerkannter Autor ist.

Thomas der eigentlich nur selten in seiner Heimatstadt ist, wird von seinem besten Maxime bedrängt, dass er dringend wieder nach Hause kommen soll. Ein Artikel, der in der Zeitung erschienen ist, ist für Maxime und  ihn eine tickende Zeitbombe. Das Leben, das sich die beiden Männer sorgsam aufgebaut haben, könnte in wenigen Tagen zerstört werden, wenn die Turnhalle abgerissen wird und es einen unschönen Fund geben wird. Dieser Artikel wird Thomas Leben vollkommen ändern, nun muss er sich seiner Vergangenheit stellen. “Die junge die Nacht” spielt auf zwei Zeitebnen. 1992 verschwindet Vinca Rockwell und wird nicht mehr gesehen. Doch nicht nur sie verschwindet, auch der junge Philosophielehrer Alexis verschwindet mit ihr und über die Jahre hinweg (anfangs wurde nicht richtig ermittelt) wurden immer mehr Geschichten gesponnen, dass die beiden ein Liebespaar gewesen sein könnte und ein neues Leben begonnen habe. Nach und nach kommt ans Tageslicht, was in eher Nacht passiert ist. Durch dieses Ereignis, wird das Schicksal dreier junger Menschen gezeichnet. Seit dieser verhängnisvollen Nacht wurde das Leben der drei Menschen völlig auf den Kopf gestellt.

Kehren wir aber in die Gegenwart zurück. Thomas ist wieder in Antibes und bekommt die erste Drohung, in dem im “Rache” angedroht wird. Doch nicht nur im wird gedroht auch seinem damaligen besten Freund, Maxime, wird gedroht und so machen sich die beiden Freunde auf die Suche nach dem Erpresser.

“Die junge Frau und die Nacht” hat mich von der ersten Seite angefesselt und dieser Sog hat bis zur letzten Seite angehalten. Der Autor hat mit dem Buch mehr als nur einen Thriller geschrieben, sondern zeigt, wie viel Wert familiäre Bindung hat. Er Wendungen ins Buch eingebaut, mit denen ich nie gerechnet hätte. Der Schreibstil liest sich einfach nur flüssig. Obwohl mich das Buch überzeugen konnte, kommt doch noch ein “aber”.  Die Bücher, die ich bisher von Guillaume Musso gelesen habe, sind irgend alle gleich aufgebaut. Sie spielen alle auf zwei Zeitebenen und das nimmt aus meiner Sicht, die Spannung wieder ein bisschen heraus. Dennoch schafft es der Autor mich jedes Mal aufs Neue zu verblüffen und zu denken “aha, so war das also”. So kann ich auch diesen Mussi wieder weiter empfehlen.

 

 

Bloom, Amy: Meine Zeit mit Elenor

Washington, 1932: Die junge Reporterin Lorena Hickok reist in die Hauptstadt, um in der heißen Phase des Wahlkampfs um das Präsidentenamt regelmäßig Einblicke ins Leben des Kandidaten Franklin D. Roosevelt und seiner Frau Eleanor zu liefern. Als Roosevelt wenige Monate später das Rennen für sich entscheidet, zieht „Hick“ ebenfalls ins Weiße Haus ein – und wird zur Geliebten der First Lady.
Eine wahre Geschichte über zwei besondere Frauen mitten im Machtzentrum der USA.
»Amy Bloom erweckt ein bislang unerzähltes Stück Geschichte
so bezaubernd und erschütternd zum Leben, dass es mir den Atem
geraubt hat.« Paula McLain, Autorin von Madame Hemingway

 

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Atlantik (1. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455005683
  • ISBN-13: 978-3455005684

Elenor Dieses Buch habe ich heute erst zu Ende gelesen und es hat mich mit mehr Fragezeichen zurück gelassen als mir lieb ist. Während des Lesens habe ich mir häufiger die Frage gestellt, ob ich das Buch abbrechen soll oder doch zu Ende lesen soll. Wäre es dicker gewesen, hätte ich es sicher abgebrochen, da ich mich stellenweise doch sehr durch das Buch gequält habe. Da es aber nur 272 Seiten stark war, habe ich es dann doch beendet und kann jetzt schon mal erwähnen, das es kein Buch ist, das länger in meinem Gedächtnist bleiben wird.

Anfangs lernen wir die 14 jährige Lorena kennen, die sich nach dem Tod ihrer Mutter alleine durch Leben schlagen muss. 1932 trifft sie auf Eleonor Franklin, der Frau des amerikanischen Präsidenten und verliebt sich unsterblich in sie. Daraus entwickelt sich eine On/Off Beziehung zwischen Lorena und Eleonor.

Die Autorin erwähnt in ihrem Nachwort, dass das Buch rein fiktiv ist. Sie sich aber an historischsen Begenheiten gehalten hätte. Da ich die Bücher aus dem Atlantik Verlag sehr gerne lese, dieses kein Leseexemplar ist, habe ich dieses Buch, da mich der Klappentext angesprochen hat, auch lesen “müssen”. Allerdings konnte mich die Handlung überhaupt nicht überzeugen, da mir die Handlungssprünge zu heftig waren und ich so überhaupt nicht in die Geschichte eintauchen konnte. Immerhin habe ich so ein kleines Bild von der ehemaligen First Lady bekommen. Ich hatte gehofft, dass ich eine romantische Liebesgeschichte zu lesen bekommen werden. Bekommen habe ich staubtrockene Handlung und eine etwas konfuse Erzählweise der Autorin, die Zeitsprünge haben mich etwas verwirrt. Zu mal mir die Stränge, in dem die beiden Frauen sich doch näher kommen, zu steril waren.

“Meine Zeit mit Eleonor”  gehört also nicht in die Gattung: “muss man unbedingt gelesen haben”.