Hansen, Jette: Inseltage

Der Auftakt zur erfolgreichen Spiekeroog-Reihe von Jette Hansen.

Ein Jobangebot auf einer Nordseeinsel: Versehen oder Wink des Schicksals?

Um ihrem ausgesprochen eifersüchtigen Freund zu entkommen, nimmt Franzi kurz entschlossen eine Stelle als Servicekraft auf Spiekeroog an. Erst dort wird ihr klar, auf was sie sich da eingelassen hat. Doch zum Glück nimmt ihre freundliche Vermieterin Meta sie unter ihre Fittiche.

Langsam findet Franzi sich zurecht und lernt die Insel lieben. Und nicht nur die Insel. Da ist der verheiratete Phillip mit seiner kleinen Tochter, den sie auf der Fähre kennengelernt hat. Und Tamme, der raubeinige Fischer, mit dem sie schon am ersten Tag aneinandergerät.

Nach den ersten aufregenden Wochen spürt Franzi, dass sie sich entscheiden muss zwischen ihrem alten und neuen Leben.

 

  • Taschenbuch: 282 Seiten
  • Verlag: Montlake (26. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 2496704879

inselIn unsere aktuellen Zeit ist es wichtig, dass wir Bücher lesen, die uns die Situation leichter machen und wir durchs Lesen ein wenig Lebensfreude zurück bekommen. Mr. Fogg, Mr. Cohen und ich wollten Anfang Mai für zwei Wochen nach Dänemark fahren, da dies aber nicht ging habe ich mich literarisch auf den Weg nach Spiekeroog gemacht. Dieses ebook habe ich über Netgalley zum Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt bekommen, herzlichen Dank dafür.

Anfangs lernen wir Franzi kennen. Die gelernte Zahnarzthelferin bekommt über die Agentur für Arbeit eine Stelle als Kellnerin auf Spiekeroog angeboten. Da sie sich von ihrem eifersüchtigen Freund trennen will, nimmt sie diese Stelle dankend an. Damit sie ihrem eifersüchtigen Freund, Alois, aus dem Weg gehen kann, reist sie eine Woche früher an. Da niemand mit ihrem Erscheinen gerechnet hat, ist für sie auch kein Zimmer gerichtet und sie landet bei Meta. Meta ist eine liebenswürdige ältere Frau, die ihr die Grundzüge des Kellners beibringt. Auf der Fähre trifft sie auf Philipp und seine Tochter Ann-Marie.

Nach und nach lebt sich Franzi auf der Insel ein und mit Hilfe von Tamme (Metas Neffe) findet sie schnell neue Freunde, die ihr das Einleben erleichtern. Edda, die Inhaberin des Inselbuchladens ist, muss man einfach mögen. Allerdings machen ihr Chef und ihr Exfreund Franzis Leben nicht leichter. Obwohl sie es nicht will, verliebt sie sich in den verheirateten Philipp und muss eine Entscheidung treffen.

“Inseltage” habe ich sehr gerne gelesen, allerdings fand ich es sehr befremdlich, dass die Charaktere im Buch immer noch SMS schreiben und nicht auf WhatsApp zurück greifen. Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr angenehm und ich hatte während des Lesens das Gefühl, die Nordsee in der Nase zu haben und es hat mein Fernweh gepackt. Das Buch hat ein paar Schwächen (Zeichnung der einzelnen Charaktere) aber ansonsten war es lesenswert. Es ist das ideale Buch für einen Sonntag auf dem Balkon oder im Park. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Franzi, Tamme und Meta weitergehen wird.

 

 

 

Themessl, Sebastian: Wo dein sanfter Flügel weilt – Schuberts letzte Sinfonie- (ein musikgeschichtlicher Kriminalroman)

Der junge amerikanische Musikwissenschaftler Philip Mason ist Stipendiat in Wien. Das Thema seiner Forschungsarbeit lautet “Die Verbindungen zwischen der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Wiener Klassik”. Im Zuge seiner Auseinandersetzung mit Schuberts letzter Symphonie findet er darin Chiffren und Bezüge auf Beethovens 9. Symphonie, die bislang der Öffentlichkeit vorenthalten worden sind.

Um die Hintergründe dieser geheimnisvollen Umstände zu recherchieren, begibt sich Mason weit in die Geschichte Europas zurück, in das legendäre “Sonderarchiv Moskau”. Auf einer fact finding mission in Südamerika verstrickt er sich schließlich immer mehr in krude politische Verschwörungstheorien, bis er begreift, dass seine wissenschaftliche Neugier lebensgefährlich geworden ist.

  • Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
  • Verlag: HOLLITZER Verlag (11. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 399012806X
  • ISBN-13: 978-3990128060

flügel “Wo dein sanfter Flügel weilt” wurde mir als Rezensionsexemplar angeboten und da das Buch in Wien spielt, habe ich es mir zu schicken lassen. Ich habe das Buch in meinem Rucksack gepackt um es unterwegs lesen zu können aber ich fand erst den Einstieg nicht. Dann kamen die Corona Ausgangsbeschränkungen und mein Buch fristete ein einsames Dasein in meinem Rucksack. Nun, da ich wieder häufiger unterwegs bin, habe ich dieses Buch unterwegs verschlungen. Wirft man als geneigter Leser einen Blick auf das Cover, könnte man nicht davon ausgehen, dass man einen Krimi in den Hschänden hält, denn das Cover lässt vermuten, dass wir es mit einem musikalischen Werk zu tun haben aber erst der Zusatz macht es zu einem Krimi. Einem Krimi jenseits des gängigen Mainstreams, zu mal das Buch ganz anders aufgebaut ist als klassische Krimis. In der Regel lese ich Whoduints. Am liebsten lese ich Cosy Krimis und kann mit Krimis, in den uns die Autoren Leichen präsentieren, die immer abartiger hingerichtet werden, nichts anfangen. Wo fange ich an und wo ende ich? Ist der Tod wirklich ein Wiener?

Anfangs lernen wir Philipp Mason kennen. Er ist Musikwissenschaftler und kommt als Stipendiat nach Wien. Das Thema seiner Forschungsarbeit lautet “Die Verbindung zwischen der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Wiener Klassik”. Ich muss gestehen, dass ich musikalisch so überhaupt nicht bewandert bin, da meine Tochter aber auf einer “Franz-Schubert-Grundschule” war, musste ich sie zum Thema “Franz Schubert” abfragen und kenne ein paar Eckdaten zu Franz Schubert und seinem Leben. Phils Mutter war eine bekannte Pianistin und so bezieht er bei einer alten Bekannten seiner Mutter ein Zimmer und diese ist ein Wiener Urgestein (- Ja,ja der Herr. ich weiß ja wer Sie sind. Und mich nennen S’einfach Tante Sophie… S.21). Dieses Urgestein zeigt nimmt Phil mit in die Oper und zeigt ihm auch so alle wichtigen Museen. Jemanden wie das Sopherl muss man als Leser einfach mögen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und das ist herrlich erfrischend. Als er sich eine Eintrittskarte für eine Oper, die ausverkauft zu sein scheint, lernt er Natalja kennen, die im Verlauf des Buchs noch eine wichtige Rolle spielen soll, da diese Phil in ihren Freundeskreis einführen wird.

Während seiner Recherchen fällt ihm auf, dass Schubert Mozart zitiert hat und Schuberts letzte Sinfonie nach datiert wurde. Phils Forschergeist wird geweckt und er versucht Kontakt zu einer ehemaligen Studentin aufzunehmen, deren Magisterarbeit sich mit diesem Thema beschäftigt, die aber nach Abgabe der Arbeit spurlos verschwand. Um mehr Hinweise zu finden, machen sich Natalja und er auf den Weg nach Moskau und später auf den nach Südamerika.

Dieses Buch hat mich unglaublich fasziniert, da es komplett anders war als ich es erwartet hatte. Wir begleiten unseren Protagonisten auf der Suche nach einem Dokument und lernen dabei sehr viele unterschiedliche Charaktere kennen, deren Ansichten mich zum Nachdenken animiert haben. Spielerisch leicht vermittelt der Autor musikalisches Wissen. Dieses Buch zeigte mir, dass es sich lohnt durchzuhalten und etwas zu Ende lesen, das ich sonst vielleicht abgebrochen hätte. Es ist vielleicht kein typischer Krimi aber ńach dem mich das Buch doch noch gepackt hatte, fand ich es unglaublich spannend und lesenswert, zu mal der Autor einen packenden Schreibstil hat.

Prior, Hazel: Die Saiten des Lebens

Manchmal braucht es eine zufällige Begegnung, um dem Leben eine neue Richtung zu geben.

Ellie, Hausfrau, leidenschaftliche Spaziergängerin und Hobbypoetin, stößt bei einem ihrer Streifzüge durch das Exmoor auf eine Scheune voller Harfen. Dort lebt und arbeitet Dan. Harfen zu bauen ist seine große Leidenschaft. Er liebt es, sich ganz dem Bau dieser Instrumente zu widmen und mit sich und der Welt alleine zu sein. Denn Menschen sind ihm oft ein Rätsel. Doch Ellie mag er auf Anhieb, weshalb er ihr spontan eine Harfe schenkt.
Kurze Zeit später steht sie wieder vor seiner Tür. Sie könne das Geschenk nicht annehmen. Doch geschenkt ist geschenkt, die Harfe wird immer Ellie und nie jemand anderem gehören, sagt Dan. Er schlägt ihr einen Kompromiss vor: Sie kann die Harfe bei ihm unterstellen, wenn sie lernt, darauf zu spielen …

 

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (17. Dezember 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959673426
  • ISBN-13: 978-3959673426

saiten “Die Saiten des Lebens” hat mein Mann beim Stöbern entdeckt und er war der Meinung, dass dieses Buch genau in mein Beuteschema passen würde. Es stand auf der Leseliste für den April aber im April kam ich nicht dazu, dieses Buch zu lesen. Nun habe ich es durch und bin wie ich das Buch bewerten kann, denn so richtig warm wurde ich mit der Geschichte nämlich nicht und ich war geneigt, dieses Buch abzubrechen aber dann gab es Elemente am Buch, die mich förmlich zum Weiterlesen “gezwungen” haben und ich es schlussendlich doch beendet habe.

Ellie, die Hausfrau aus Exmoor,so nennt sie sich selbst, lernt bei einem ihrer Spaziergänge Dan kennen. Dan ist Harfenbauer aber er baut Irische Harfen. Obwohl die Ellie und Dan sich überhaupt nicht kennen, schenkt Dan ihr einer seiner Harfen. Ellie nimmt sie voller Freude mit nach Hause und ist am Boden zerstört als Clive zu ihr sagt, sie müsse das Geschenk wieder abgeben. Hier zeichnet sich die Schwäche des Buchs ab. Die Charaktere sind entweder böse oder gut. Während Ellie ein herzensguter Mensch ist, der von Selbstzweifeln geprägt ist, ist ihr Mann das krasse Gegeteil von ihr. Sie ist davon überzeugt, dass Clive ihr Fels in der Brandung ist und sie die Schwache ist, die eine Schulter zum Anlehnen braucht. Doch im Verlaufs des Buch, vor allem gegen Ende, merkt sie, dass sie eigentlich die Starke ist. Ihre Mutter erkennt sie nur noch an guten Tagen.

Kommen wir aber zur Handlung zurück. Ellie trennt sich schweren Herzens von der Harfe, beschließt aber, dass Harfen spielen möchte und das muss sie heimlich machen. Dan vermittelt ihr eine Harfenlehrerin, die gleichzeitig auch seine Freundin ist auch hier haben wir zwei Figuren, die sehr konträr sind. Während mich Dan während des Lesens an “Sheldon Cooper” erinnert hat, wird Rheda als sehr egoistisch beschrieben, deren Karriere ihr wichtiger ist als ihr Sohn. Während einer Unterrichtsstunde findet sie heraus, dass Rheda einen Sohn hat. Behutsam versucht sie Dan auszufragen, ob er wüsste, dass er Vater sein könnte. Damit bringt sie einen Stein ins Rollen bis es zur Katastrophe kommt.

Ich habe eine Schwäche für Erstlingswerke und die “die Saiten meines Lebens” ist ein Erstlingswerk. Da mich das Cover und der Klappentext neugierig gemacht haben, musste ich das Buch lesen. In der Regel schreibe ich, dass das Buch in einem angenehmen Schreibstil verfasst wurde. Ich fand den Schreibtstil seitenweise sehr, sehr langatmig. Dennoch habe ich, da ich wissen wollte, wie das Buch endet, weiter gelesen und habe es nicht abgebrochen. Da ich schon schlechtere Bücher gelesen habe, kann ich nur bedingt weiterempfehlen.

 

Trommer, Michael: Totenspiel (wenn der Vorhang fällt)

Wenn dir die Vergangenheit auf der Spur ist, kannst du nicht schnell genug rennen …
Ein packender Kriminalroman für Fans von Alexander Hartung

Stadttheater Aachen, 1997: Als der Schauspieler Franz Wolf erschossen in seiner Garderobe aufgefunden wird, übernimmt Kriminalkommissar Gerd Mehrwald die Ermittlungen. Die Hinweise führen ihn weit in das Leben des erfolgreichen Schauspielers und Frauenhelds hinein. Wolfs Vergangenheit wirft jedoch einige Fragen auf und die Ermittler müssen tief graben, um den Geschehnissen im Theater auf den Grund zu gehen. Hat Wolfs Tod womöglich etwas mit seiner Flucht aus der DDR zu tun oder war es eine Tat aus Eifersucht? Und kann Mehrwald den Täter finden, bevor er für immer in der Dunkelheit verschwindet?

  • 9783960879633
    dp Verlag

totenspiel“Totenspiel” ist der Auftakt einer neuen Krimiserie. Da ich bisher keinen Krimi von Alexander Hartung gelesen habe, kann ich nicht sagen, ober der Vergleich passt aber ich habe gerade auf meinem SuB ein Buch von Alexander Hartung gefunden und werde es sicher auch zeitnah lesen. Der Klappentext klingt interessant.

Da dieses Buch vom Umfang her recht überschaubar ist, hatte ich es, bereits im April, zügig gelesen und ich bin gerade am Überlegen, ob ich meine Notizen benötige (oder auch nicht). “Totenspiel” ist ein Krimi, der auf 2. Zeitebenen spielt. Man könnte fast schon sagen, dass er ein “historischer” Krimi ist, der uns ins Jahr 1997 mit nimmt.

Wir schreiben das Jahr 1997 und der der berühmte Schauspieler,Franz Wolf wird erschossen in seiner Garderobe aufgefunden und Kommissar Gerhard Mehrwald und seine Kollegin “Kälbchen” (er nennt sie immer bei ihrem Spitznamen) nehmen die Ermittlungen auf. Bei ihrem Ermittlungen kommt schnell raus, dass der Schauspielerin seine Freundinnen sehr schnell wechselt und somit einige Frauen in Betracht kommen können, dass sie sich an Franz Wolf rächen könnten.

Parallel dazu wird die Geschichte von Jürgen erzählt. Hierfür gehen wir ins Jahr 1983 zurück. Jürgen ist Arzt (in der DDR)und ist mit den Zuständen in seinem Krankenhaus alles andere als zufrieden. An allem herrscht Mangel. Als ihm zu Ohren kommt, dass es eine Möglichkeit gibt, dass er in den Westen fliehen kann, packt er diese Gelegenheit beim Schopf und versucht zu fliehen. Allerdings geht diese Flucht schief und er landet in einem Gefängnis der Stasi. Jürgen wird dort völlig in die Mangel genommen und soll weitere Namen nennen. Während Jürgen im Gefängnis sitzt und über sein Schicksal hadert, macht Franz Wolf Karriere. Als die Mauer fällt, wird Jürgen von einem Tag auf den anderen entlassen. Da Ärzte Hände ringend gesucht werden, findet er zügig eine neue Arbeitsstelle. Obwohl er sich ein neues Leben aufgebaut hat, fragt er sich, wieso seine Flucht in den Westen scheiterte und er machst sich auf die Suche.

“Totenspiel” ist ein gelungener Auftakt einer neuen Krimi Reihe. Der Schreibstil des Autoren liest sich sehr flüssig und Merhrwald ist ein sympathischer Kommissar. Allerdings muss ich sagen, dass ich seine Kollegin “Kälbchen” authentischer fand. Sie hat eine Schwäche für schnelle Autos. Während des Lesens habe ich mich gefragt, was für einen Zusammenhang es zwischen den Männern gibt. Da das Buch nicht in der heutigen Zeit spielt, fand ich eine interessante Idee, so musste Mehrwald einer potentiellen Zeugin/Verdächtigen auf den Anrufbeantworter sprechen. Heute wäre es sicher nicht zeitgemäß, wenn er seine Mitarbeiterin bei deren Spitznamen anredet, da diese sich darüber nicht beschwert, wirkte es auf mich authentisch, da er sie immer respektvoll behandelt.

“Totenspiel” ist eher ein ruhiger Krimi, dessen Spannungsbogen immer vorhanden ist aber er kommt ohne großes Blutvergießen aus. Leser, die gerne aktionreiche Krimis lesen, könnte sich hier langweilen, zu mal erfahrene Krimileser den Mordfall sicher rect schnell lösen können. Da ich gerne Cosy Krimis lesen, kann ich “Totenspiel” weiterempfehlen. Ein weiteres Buch des Autoren würde ich sicher lesen (mein “h” will irgendwie nicht so viel ich es gerne hätte).

 

 

Maly, Rebecca: Die Krankenschwester von St. Pauli – Tage des Schicksals

Das Schicksal einer Krankenschwester im Kultviertel St. Pauli

Svantje Claasen wächst im überfüllten Gängeviertel Hamburgs auf. 1890 verliebt sich die junge Krankenschwester in den Tuchhändler Friedrich Falkenberg und kämpft für ihre gemeinsame Zukunft. Als eine verheerende Choleraepidemie ausbricht, kann sie sich endlich beweisen …

Der erste Band der aufwühlenden historischen Saga um Krankenschwester Svantje Claasen für Fans der Serien “Call the Midwife” und “Die Charité”.

 

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 1. (4. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492315615
  • ISBN-13: 978-3492315616

tage Bevor die ganzen sozialen Kontaktsperren in Kraft traten, waren Mr. Fogg, Mr. Cohen und ich in Hamburg. Da wir nicht sehr viel Zeit hatten, zieht es mich nun literarisch nach Hamburg und die Villa am Elbstrand (könnte auch Band 2) war das erste Buch, das in Hamburg spielte (zumindest in diesem Jahr)

Anfang April habe ich den ersten Teil der Hafenschwester von Melanie Metzenthin gelesen, der Bücher ebenfalls in der Elbe Stadt spielen. Da die Bücher von der Thematik her sehr ähnlich aufgebaut sind, musste ich während des Lesens aufpassen, dass ich die Bücher nicht miteinander vergleiche. Ich habe das Gefühl, dass Trilogien gerade sehr in sind. Es ist nun nach der Hebammensaga, die Hafenschwestern Sage nun die dritte Trilogie, die ich zu einem medizinischen Thema lesen.

Nach einer großen Flut können Swantje, ihre Mutter und ihr kleiner Bruder nicht mehr im Alten Land bleiben, ihr Haus ist zu schwer zerstört und so machen die Drei sich auf den Weg zu Swantje Vater, der schon seit Jahren in Hamburg lebt und arbeitet. Dort arbeitet er als Hilfsarbeiter bei  der Reederei Harkenfeld. Die Familie lebt im Gängeviertel, in dem Not und Elend an der Tagesordnung sind. Bereits am ersten Tag lernt sie und wir Leser den jungen Raik kennen. Raik ist fast wie ein Ziehsohn für Swantje Vater. Während Melanie Metzenthin in ihrem Buch das Augenmerk auf die Ausbildung ihrer Protagonistin legt, kommt es im Buch, zu einem etwas unlogischen, Zeitsprung. Als Leser erfahren wir nur, dass Swantje die Ausbildung abschließt um danach als Krankenschwester arbeiten zu können. Bevor sie ihre erste Stelle antreten kann, wird ihre Mutter ungeplant schwanger und sie muss im Haushalt der Hardenbergs mitaerbeiten. Dort trifft sie Friedrich Falkenberg und Richard Hardenberg wieder. Es entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Friedrich und diese Liebesgeschichte dominiert ca. 50 % des Buchs. Es war zwar sehr romantisch diese Liebesgeschichte miterleben zu können, für mich nahm sie aber zu viel Raum ein und dessen, weshalb ich das Buch eigentlich gelesen habe, kam erst einmal zu kurz.  Dies änderte sich als die Cholera ins Spiel kam und Swantje als Krankenschwester aktiv wurde. Diesen Teil der Geschichte fand ich sehr lesenswert. Interessant fand ich es aber auch, die Sicht der Streikenden, bessere Arbeitsbedingungen, Rentenansprüche, zu erfahren.

Dieses Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Der Haupteil wird aus Swantjes Sicht erzählt, wir Leser erfahren aber auch die Sichtweise der anderen Charaktere. So wird unter anderem Richards Sichtweise dargestellt. Er ist der Sohn des Reeders Falkenbergs und soll die Interessen der Firma vertreten aber er (und das macht ihn interessant) kann die sich in die Streikenden hinein versetzen. Richard umgibt aber auch ein Geheimnis, das möglichst nicht ans Tageslicht kommen soll.

“Die Hafenschwester von St. Pauli” ist ein gelungener Auftakt einer neuen Trilogie. Obwohl ich das Buch sehr gerne gelesen habe, fand ich die Zeitsprünge im Buch überflüssig und ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin Swanties Ausblildung näher beschrieben hätte und dafür die Liebesgeschichte zwischen ihr und Friedrich geraffter erzählt hätte. Da das Buch mit einem super fiesen Cliffhanger endet, gerade was Richard betrifft, muss ich Band 2 und 3 auch noch lesen und ich bin gespannt, ob ihm das gleiche Schicksal ereilt wie Hinnerk Nieland. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und es lässt sich daher wunderbar “weg suchten”. Die Autorin beschreibt das Gängeviertel so lebthaft, dass ich mir während des Lesens, Bilder vor Augen hatte, in was für einer Armut die meisten Menschen zu dieser Zeit ertragen mussten. So holte Raik die Verstorbenen daheim ab und ich hatte Gänsehaut als er den kleinen Karl, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte, abholen musste, damit er beerdigt werden konnte. Solche Gänsehautmomente gab es noch mehr in diesem Buch.

Da ich das Buch sehr gerne gelesen habe, kann ich es nur weiterempfehlen und ich warte nun sehnsüchtig bis Band 2 erscheint.

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley, vielen Dank hierfür, zur Verfügung gestellt. Dennoch gebe ich hier meine Meinung zum Buch, unabhängig, ob es ein Rezensionsexemplar ist oder nicht.

Fontaine, Liliane: Die Richterin und die tote Archäologien (ein Südfrankreich- Krimi)

Languedoc, Südfrankeich: ein ominöser Mord an einer Archäologin, ein toter Kapitän, ein geheimnisvolles antikes Artefakt – ein außergewöhnlicher Fall für Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt mit jeder Menge südfranzösischem Flair!

Auf dem Gelände einer archäologischen Grabung wird die Leiche der Archäologin Flavia Leone gefunden. Die Frau ist erstickt worden, und auf ihrem Gesicht liegt die Nachbildung einer antiken Totenmaske. Einige Tage später wird in Sète die Leiche von Flavias Mann entdeckt, Kapitän auf einem Cargoschiff. Bei den gerichtsmedizinischen Untersuchungen stellt sich heraus, dass das Paar auf die gleiche Art am selben Tag den Tod gefunden haben. Madame le Juge Mathilde de Boncourt, Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain von der Police Judicaire in Nîmes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen auf jede Menge Ungereimtheiten…

 

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Piper Spannungsvoll; Auflage: 66. (1. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492502180
  • ISBN-13: 978-3492502184

südfrankreich “Die Richterin und die tote Archäologin” habe ich bei Netgalley entdeckt, herzlichen Dank für die Bereitstellung des Leseexemplars”. Da mich das Cover und der Titel neugierig gemacht haben, musste ich eine Anfrage stellen und habe mich dann sehr gefreut, als ich es lesen durfte. Ich habe leider nicht darauf geachtet, dass es sich bei diesem Buch um den 2. Band eine Reihe handelt aber ich hatte während des Lesens nicht das Gefühl. dass mir irgendwelche Informationen fehlen würden. Im Verlauf der Handlung gibt es öfters Rückblenden auf den ersten Band.

Nun aber zum Buch. An einer Ausgrabungsstelle finden deutsche Touristen die Leiche von Flavia Leone Es gibt ja vielfältige Methoden, wie Menschen andere Menschen umbringen können. Die klassischen Methoden sind: Erschiessen, vergiften, erwürgen, Messerstiche, wo durch das Opfer verblutet. Flavias Todesursache ist Burking, da ich davon noch nie etwas gelesen habe, musste ich Wikipedia zur Rate ziehen. Solch einen Tod zu sterben, wünsche ich niemandem. Bei der Obduktion kommt heraus, dass die Archäologin ein Kind zur Welt gebracht haben muss. Madame le Juge Mathilde de Boncourt kannte die Tote von früher gemeinsam. Gemeinsam mit Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain von der Police Judicaire nimmt sie die Ermittlung auf. Die Wohnung der Toten ist klinisch rein, es sieht nicht so aus als würde dort jemand leben, da es keine persönlichen Gegenstände gibt. Parellel dazu macht sich Mathildes Neffe auf den Weg nach Deutschland um den Autor Martin zu besuchen. Dieser Martin muss im 1. Band den entscheidenden Hinweis zur Löung des Falls beigetragen haben, ob er in diesem Buch auch wieder mit dazu beitragen kann, wird sich zeigen.

Dieses Buch hat mich angesprochen, da die Autorin mit Südfrankreich ein Setting ausgesucht hat, das mich immer aber auch immer anspricht und ich dazu eher neige, mir das Buch kaufen zu müssen. Mit der Richterin Matilde hat sie eine sehr empathische Protagonistin geschaffen, die mit ihren Mitarbeitern sehr höflich umgeht. Es gibt ja andere Protagonisten, die eine ähnliche Funktion haben und die häufig sehr cholerisch reagieren aber auch der Rest des Ermittlungsteam harmoniert. Wobei ich mir bei Felix mehr Ecken und Kanten gewünscht hätte aber vielleicht kommt das noch. Der Schreibstil ist sehr flüssig und liest sich sehr angenehm, wobei die Handlung am Anfang sehr, sehr langsam von statten ging, wurde das Erzähltempo rasanter.  Lange Zeit habe ich mich gefragt, nach dem es einen zweiten Toten gab, wie die beiden Todesfälle miteinander zusammenhängen könnte. Nach dem es zu einem interessanten Fund an der Grabungsstelle kommt, kann der erfahrene Leser von Krimis sicher erahnen, wie sich die Handlung fortschreiten könnte. Ich fand es sehr spannend, wie es die Autorin geschafft hat, dass sich mein Augenmerk auf eine Person gelegt hat. Dies ist der ideale Krimi für einen Sonntag auf dem Balkon oder am Strand (so fern wir wieder gen Süden reisen dürfen. Er hat alles, was einen lesenswerten Krimi ausmacht.

 

Christie, Agatha: Die vergessliche Mörderin

Wie löst man einen Fall, wenn die Mörderin sich an nichts erinnern kann?

Norma Restarick ist felsenfest davon überzeugt, eine Mörderin zu sein. Das Problem ist jedoch, dass sie sich nicht daran erinnern kann, wen sie umgebracht hat und auch nicht wie sie es getan haben soll. Hercule Poirot und seine gute Freundin Ariadne Oliver erklären sich dennoch bereit, in diesem durch und durch sonderbaren Fall zu ermitteln. Lediglich ein Selbstmord hat sich in Norman Restaricks Apartmenthaus zugetragen. Könnte das der Mord sein, den die junge Frau meint begangen zu haben?

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Atlantik; Auflage: 1 (4. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455008704
  • ISBN-13: 978-3455008708

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Mit “die vergessliche Mörderin” habe ich ein weiteres ebook gelesen, welches ich von Netgalley.de zur Verfügung gestellt bekommen habe und es werde noch weitere Bücher folgen. In den letzten Wochen habe ich vermehrt ebooks gelesen und das hätte ich mir vor zehn Jahren gar nicht vorstellen können. Nach “dreizehn bei Tisch” und “Mord im Orientexpress” habe ich nun ein weiteres Poiret Buch gelesen. Ich habe fast alle Miss Marple Bücher gelesen und finde ihre Art der Ermittlung immer frisch. So nutzt sie ihre Alter aus um an Informationen zu kommen, die jemand Jüngeres wahrscheinlich bekommen hätte und sie nutzt ihren Erfahrungsschatz immer aus (dies Ereignis erinnert mich an jemanden, den ich vor vielen Jahren gekannt habe) und findet auf diesem Weg immer den Täter. Nun aber zurück zu Poiret. “Die vergessliche Mörderin” ist der 57. Krimi von Agatha Christie der 1966 unter dem Titel “the third girl” erschien. Es ist Poirets 30. Fall und Ariadne Olivers 5. Fall, wobei ich sagen muss, dass Ariadne Oliver, die in diesem als Deux ex machina Auftritt, noch nie über den Weg gelaufen ist. Sie sollte ich ich im Auge behalten, denn sie scheint als Krimiautorin den richigen Riecher zu haben.

Kommen wir aber zum Buch. Poirot sitzt mit einer heißen Tasse Kakao am Frühstückstisch, als ihm zugetragen wird, dass eine junge Frau ihn sprechen will. Poirot ist alles anders als begeistert und lässt sie warten. Nach dem er fertig ist, lässt er sie zu sich kommen als ihn die junge Dame, die der Meinung ist, dass sie einen Mord begangen hat aber nichts mehr davon weiß, sieht, flüchtet sie vor ihm, mit den Worten, er wäre zu alt. Poirot war völlig perplex darüber aber die Sache geht nicht aus seinem Kopf.

Poirot erzählt Ariadne von diesem Vorfall und sie erinnert sich, nach mehrmaligen Nachdenken, dass ihr die junge Frau bekannt vorkommen würden. Nach einem Telefonat kennt sie auch den Namen der jungen Frau, Norma Restarick. Norma Restarick wohnt mit zwei anderen Frauen in den Borodene Mansions (Wohnung 67). Während sich Poirot auf den Weg zu Normas Vater und Stiefmutter macht, besucht Ariadne Claudia Reece-Holland  und Frances Cary. Norma ist weder bei ihren Eltern, der Vater lebte viele Jahre im Ausland und wurde von einem entfernten Verwandten in dessen Haus aufgenommen, noch in der Londoner Wohnung anzutreffen. Da Poirot Mitleid mit Norma hatte, nimmt er die Ermittlungen auf. Das Verhältins zwischen Norma und ihrer Stiefmutter, Mary, ist zerrüttet, ja sie hasst ihre Stiefmutter förmlich. Als diese mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus kommt, ist Norma der Meinung, sie hätte ihre Stiefmutter vergiftet.

Während Miss Marple eher die unscheinbare ältere Dame ist, ist Poirot sehr von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt. Er ist der Meinung, er habe sich einen gewissen Ruf erarbeitet und alle Leute müssten ihn, den kleinen Belgier mit dem auffälligen Schnurrbart kennen. Poirot ärgert sich, wenn es Leute gibt, die ihn nicht kennen. Im vorliegenden Buch verdächtigt er alle Personen um dann nach Indizien zu suchen. Obwohl dieses Buch von der Dicke her recht überschaubar ist, hat sich die Handlung in die Länge gezogen und ich wurde mit der Handlung überhaupt nicht warm. Die Auflösung des Falls war auf der einen Seite logisch und nachvollziehbar aber auch völlig konfus. Poirot als Heiratsvermittler, mit wem er Norma verkuppelt hat, soll hier nicht erwähnt werden, fand ich überzogen. Für mich war es leider das schlechteste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Da mich “Ariadne Oliver” aber neugierig gemacht hat und ich gerne wissen will, wie Poirot sie kennen gelernt, werde ich sicher noch weitere Bücher um Poirot lesen.

Mein Dank geht an den Verlag, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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