Lesemonat: Januar

In den letzten Monaten gab es keinen Rückblick, da ich im November und Dezember einfach viel zu wenig gelesen habe. Seit mein jüngster Sohn in die Kita geht und dort Mittagschlaf macht, haben wir abends Party und das ist auf Dauer einfach nicht mehr tragbar. Auch der Januar war, was meinen gelesenen Bücher betrifft, alles andere als ein guter Lesemonat.

  1. Nöstlinger, Christin – Gretchen Sackmaier (aller drei Bände): Die drei Bücher habe ich zum ersten Mal gelesen, als ich ungefähr 11/12 Jahre alt war und ich kann mich erinnern, dasss ich sie förmlich verschlungen habe. Nun habe ich sie mit großem zeitlichen Abstand noch mal gelesen und ich mochte die Protagonistin immer noch.
  2. Suter, Martin -Allmen und der Koi: Ich habe alle Bücher um von Allmen gelesen und der Autor hat es geschafft, dass jedes Buch immer schlechter und oberflächlicher wird. Selten habe ich mich beim Lesen eines Buchs so gelangweilt, wie bei diesem und ich habe mich gefragt, ob Martin Suter die Ideen so langsam ausgehen.
  3. Betram, Rüdiger – Retter der verlorenen Bücher (Mission Robin Hood): Da ich den ersten Band gelesen hatte, musste ich den zweiten Band ebenfalls lesen. Die Idee ist interessant und wurde auch gut umgesetzt
  4. Rowling, J.K.- Harry Potter und die Kammer des Schreckens: Zu diesem Buch muss ich nichts schreiben
  5. Löw, Mia – das Haus der bretonischen Lügen: Oh je, selten habe ich ein Buch gelesen, das so gewollt, konstruiert auf mich wirkte. Das Thema fand ich nicht mal schlecht aber die schrifstellerische Umsetzung war gruselig schlecht.
  6. Beaton, M. C – Hamish Macbeth und das tote Flittchen: Ich lese ja gerne die Bücher um Agatha Raisin aber mit Hamish Macbeth werde ich einfach nicht warm
  7. Foenkinos, David- Natalie küsst: Dieses Buch musste ich einfach noch mal lesen und ich habe es auch dieses Mal verschlungen.
  8. Röhrig, Dorothee – Aus und vorbei: Zu diesem Buch gibt es eine Rezension

Wenn ich so meinen Lesemonat betrachte, muss ich feststellen, dass es im Januar kein besonderes Highlight gab aber drei Bücher, die zum schlechtesten Buch des Monats gekührt werden könnten. Da es aber nur einen Flop des Monats geben kann, wird es wohl:

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Röhrig, Dorothee: Aus und vorbei!

Kaum ein Mensch ist Frauen wichtiger als die beste Freundin: Sie ist Vertraute und Beraterin, Kummerkasten und Komplizin. Umso schmerzlicher empfinden wir es, wenn die Freundschaft schleichend oder unerwartet in die Brüche geht. Wie kann es sein, dass uns die vermeintliche Soul Sister plötzlich fremd wird oder verrät? Dorothee Röhrig hat viele Fallgeschichten über gescheiterte Frauenfreundschaften gesammelt und die Expertise von Psychologen eingeholt. Ihr Fazit: Wenn man anerkennt, was an der Freundschaft gut war und dass zur Weiterentwicklung auch das Loslassen gehört, kann man nach dem Ende der gemeinsamen Wegstrecke positiv und gestärkt weiterleben.

 

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Kailash; Auflage: Originalausgabe (11. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3424631876
  • ISBN-13: 978-3424631876

aus Ich habe in dem Jahr schon ein paar Bücher gelesen aber das ist das erste Buch, das ich rezensiere. Über die Testleser Plattform von Random House fand das Buch den Weg zu mir. Ich hatte mich für dieses Buch beworben und als ich es dann tatsächlich zugeschickt bekommen habe, war ich angenehm überrascht. Dieses Buch hat zur richtigen Zeit den Weg zu mir gefunden und es hat mich während des Lesens sehr zum Nachdenken angeregt, denn nichts ist so fragil wie eine Frauenfreundschaft. Wir leben in einem Zeitalter, in dem es immer mehr Plattformen, wie z.B bestefreundingesucht.de, auf der Frau ihre bessere Hälfte finden kann (gerade bei unter 20 jährigen finde ich es interessant, dass sie sich auf solchen Plattformen anmelden). Obwohl das Ende einer Frauenfreundschaft das zentrale Thema des Buches ist, soll dieses Buch ein Plädoyer für eine erwachsenene Form der Frauenfreundschaft sein. Um dieses Buch schreiben zu können, führte die Autorin sehr viele Interviews mit Frauen, deren Freundschaft in die Brüche gegangen ist.

Frauen lassen sich eher von ihren Männern scheiden, als das Ende einer Frauenfreundschaft akzeptieren zu können. So unterdrücken Frauen ihre Bedürfnisse als ohne ihre beste Freundin zu sein. So werden Kränkungen hingenommen und erst, wenn es gar nicht mehr geht, Freundschaften im Sand verlaufen oder mit einem großen Knall enden.

Die Autorin zeigt, wie Freundschaft gelingen können und welche Schwierigkeiten eine Frauenfreundschaft zum Kippen bringen kann. So zeigt sie, dass sich Frauenfreundschaften von Männerfreundschaften unterscheiden.

Für mich war es ja das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und es hat mich, überraschenderweise von der ersten Seite, fasziniert. Mir hat es klar gemacht, dass Freundschaften, die eigentlich schon vertrocknet sind, nicht lohnt, sie wieder aufleben zu lassen. Es macht Mut Freundschaften auf ehrliche Weise beeneden zu können  aber es macht Mut, sich mit seiner besten Freundin auseinander zu setzen und ehrlich miteinander umzugehen, so dass die Freundschaft nicht zerbricht. Mut seine eigenen Bedürfnisse anzusprechen ohne anzuecken. Da mich das Buch überzeugen konnte, kann ich es mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Sollte jemand an dem Buch interessiert sein, würde ich mein Buch gerne weiter reichen. Mein Dank geht an den Verlag, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

 

 

3. Advent

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Wo ist nur die Zeit geblieben? Obwohl Weihnachten kurz vor der Tür steht, komme ich nicht in eine weihnachtliche Stimmung. Dennoch wünsche ich euch allen einen besinnlichen 2. Adventssonntag ohne Hektik und Stress.

Turton, Stuart: Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Maskenball auf dem Anwesen der Familie Hardcastle. Am Ende des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so lange, bis der Mörder endlich gefasst ist.

Familie Hardcastle lädt zu einem Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Alle Gäste amüsieren sich, bis ein fataler Pistolenschuss die ausgelassene Feier beendet. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, wird tot aufgefunden. Unter den Gästen befindet sich jemand, der mehr über diesen Tod weiß, denn am selben Tag hat Aiden Bishop eine seltsame Nachricht erreicht: »Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.« Tatsächlich wird Evelyn nicht nur ein Mal sterben. Bis der Mörder entlarvt ist, wiederholt sich der dramatische Tag in Endlosschleife. Doch damit nicht genug: Immer, wenn ein neuer Tag anbricht, erwacht Aiden im Körper eines anderen Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Jemand will ihn mit allen Mitteln davon abhalten, Blackheath jemals wieder zu verlassen.

 

  • Gebundene Ausgabe: 605 Seiten
  • Verlag: Tropen; Auflage: 1. (24. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608504214
  • ISBN-13: 978-3608504217

evelyn Da mich das Cover und der Titel angesprochen hat, musste ich mir das Buch in der Bücherei vorbestellen und ausleihen. Es gehört in die Kategorie, Bücher die zu unrecht gehypt werden. Ich versuche jedes Buch zu Ende zu lesen aber  dieses Buch habe ich nach 112 Seiten zu geklappt und in die Bücherei zurück gebracht. Ich wollte noch nicht mal wissen, wie das Buch endet. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen an das Buch einfach zu hoch, mit dem Schreibstil (dabei stört mich nicht, wenn das Buch im Präsens geschrieben ist) konnte ich überhaupt nichts anfangen.

Ich hatte erwartet, dass am ersten Abend der Mord an Evelyn passiert und unser namensloser Erzähler den Mord, der jeden Abend passieren soll, aufklären muss. Nach dem am 3. Tag der Handlung immer noch nichts nennenswertes passiert ist, habe das Buch entnervt abgebrochen. Evelyn, die Namensgeberin des Titels, bleibt zu farblos und der Schreibstil fand ich zu verwirrend. Das Buch hätte so viel Potential gehabt, das der Autor einfach nicht ausschöpfen konnte.