Bellini, Pietro: Signora Commissaria und die dunklen Geister (ein Toskana Krimi)

Mördersuche zwischen Dolci, Vino und Amore:
»La Signora Commissaria« Giulia Ferrari löst ihren ersten Fall – perfekte Urlaubs-Lektüre für alle Toskana-Krimi- und Italien-Fans!

Vor Jahren hat ein dunkles Geheimnis Commissaria Giulia Ferrari gezwungen, ihr Heimatdorf Santa Croce in der Toskana zu verlassen. Doch als mitten auf der Ponte Vecchio in Florenz ein Mord geschieht und anschließend unter mysteriösen Umständen die Leiche verschwindet, wird die Sonderermittlerin vom Innenminister persönlich auf den Fall angesetzt. Giulia merkt schnell, dass sie bei den Ermittlungen allein nicht weiterkommt. Unterstützung erhält sie ausgerechnet von einem alten Bekannten: Luigi Battista, ehemaliger Commissario von Florenz und mittlerweile Gastwirt in Santa Croce. Unter den aufmerksamen Augen des gesamten Dorfes findet das ungleiche Ermittler-Paar nicht nur einen Mörder …

»La Signora Commissaria und die dunklen Geister« ist der erste Band der Toskana-Krimi-Reihe von Pietro Bellini. Zwischen malerischen Weingütern, trubeligen Piazzi und mittelalterlichen Städtchen ermittelt mit Giulia Ferrari eine Kommissarin die man nie mehr vergessen wird.

Commissaria Giulia Ferrari

arbeitet als Sonderermittlerin des Innenministers in der italienischen Hauptstadt. Doch ein ganz spezieller Fall lässt sie die römischen Gefilde verlassen und zurückkehren in ihre Heimat: Die Toskana.

Eigentlich hatte sie der Stätte ihrer Kindheit den Rücken gekehrt, wegen eines Traumas in ihrer Vergangenheit. Doch nun stellt sie sich diesen dunklen Geistern – und muss nebenbei mit ihrem neuen Team ein schreckliches Verbrechen auflösen.

  • Taschenbuch : 288 Seiten
  • ISBN-10 : 3426526042
  • ISBN-13 : 978-3426526040
  • Größe und/oder Gewicht : 12.5 x 2.1 x 19 cm
  • Herausgeber : Knaur TB; 1. Auflage (1. April 2020)
  • Sprache: : Deutsch

Bis vor ein paar Wochen gab es einen Krimitisch beim Wittwer, auf dem hauptsächlich Krimis lagen, die bei den Leser *innen Urlaubsstimmung wecken sollen und da in diesem Jahr alles anders ist, wird der Urlaub auf dem Sofa verbracht. Ich hatte das Buch dort in der Hand aber ich konnte mich irgendwie nicht zum Kauf entscheiden und das war auch gut so. Vor ein paar Tagen habe ich es in der Bücherei gesehen, gelesen und es war die pure Zeitverschwendung. Seit “Hamish McBeth und das Skelett im Moor” habe ich kein so schlechtes Buch gelesen wie dieses hier.

Anfangs lernen wir Signora Commissaria kennen, in dem sie die Bar von Luigi Basttistia betritt und ihn zwingt, in den aktiven Polizeidienst zurück zu kehren. Diesen hat er vor ein paar Jahren quittiert und seit dem betreibt er eine erfolgreiche Bar in Florenz. Das Verbrechen, das Signora Commissaria aufzuklären ist heikel. Mitten auf der Pont Vecchio geschieht ein Mord, der diensthabende Soldat wird niedergeschlagen und die Leiche verschwindet. Nach ein paar Stunden taucht die Leiche auf und kann identifiziert werden. Bei dem Opfer handelt es sich um Umberto Rossi, der beim berühmtesten Goldschmieds Florenz arbeitet. Recht schnell kommt heraus, dass es sich um einen neue Identität handelt.

Bisher klingt es nach einem typischen Krimi, er in einem der Lieblingsurlaubsziele spielt. Kommen wir nun aber auf die Charaktere: Es handelt sich eher um ein Dreier Gespann, denn Battista hatte, so kam es mir vor, eher eine untergeordnetere Rolle. Hauptsächlich ermitteln Giulla Ferrari und Enzo (dessen Nachname ich auf der Schnelle nicht finde). Enzo ist für hauptsächlich für Recherchen am PC zuständig, da er nahe zu blind ist aber ist für Gulia bei ihren Ermittlungen eine große Stütze da er die Emotionen ihrer Verdächtigen “erriechen” kann. Bei Enzo musste ich anfangs immer an Signora Eletra aus den Brunetti Krimis denken.

Selten habe ich einen Krimi gelesen, der weniger spannend war als dieser. Kommen wir nun aber zur Auflösung und ich versuche hier nicht zu spoilern und die Lösung nicht zu verraten. Aus meiner Sicht kam das Ende völlig überraschend, die Auflösung war an den Haaren herbei gezogen und es wurde dann langatmig erklärt, weshalb das Opfer sterben musste. Sprachlich ist es sehr einfach gehalten, sodass man es locker an einem Nachmittag auf dem Balkon oder Park lesen kann. Es ist kein Krimi, den man unbedingt gelesen haben muss. Ich frage mich jetzt noch, warum ich dieses Buch überhaupt zu Ende gelesen habe, da mich weder die Charaktere noch die Handlung überzeugen konnten. Dieses Buch eignet sich wirklich nur für Leser *innen, die gerne Bücher lesen, die im Mittelmeerraum spielen.

Lesemonat Juni und Juli

Diese beiden Lesemonate war nicht besonders spektakulär, denn ich habe in beiden Monaten nur sehr wenig gelesen. Besonders im Juli hatte ich eine Leseflaute und ich hoffe, dass ich diese nun im August überwinden kann. Auf meinem SuB liegen sehr viele tolle Bücher und es wäre schade, wenn sie dort liegen bleiben würden. Kaum zu glauben, dass das Jahr auch bald wieder rum ist. Wo ist die Zeit nur geblieben? Da die beiden Lesemonate schon so lange her sind, musste ich eben auf meine Liste schauen, damit ich überhaupt weiß, was ich gelesen habe. Dabei habe ich im Juni und Juli sehr, sehr wenig gelesen. Im Juni waren wir übrigens in München und im Juli war ich nach langer Zeit wieder im Kino und habe mir Madame Curie angeschaut.

Juni:

  1. Kling, Marc-Uwe- Qualityland: In den letzten Monaten hatte ich eine Marc Uwe Kling Phase. Als Qualityland auf den Markt kam, fing ich mit dem Lesen an, brach das Buch ab. Damals war einfach nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Buch. Nun habe ich das Buch in einem Rutsch weggesuchtet. Marc-Uwe Kling gehört aber auch zu den Autoren, deren Schreibstil einem liegen muss Nächsten Monat erscheint Quiltyland 2.0 und ich freue mich schon aufs Lesen.
  2. Colombani, Laetitia- das Haus der Frauen: “Das Haus der Frauen” hatte ich mir in der Bücherei ausgeliehen. Ich lese ja immer in der U-Bahn. Nach dem ich 40 Seiten des Buchs verschlungen hatte, habe ich mir in der Bahn noch den “Zopf” vorbestellt und nicht bereut. Paris ist ein Setting, das mich immer fasziniert (natürlich auch die Geschichte 🙂 )
  3. Colombani, Laetitia – der Zopf: Nach dem ich “Das Haus der Frauen” gelesen hatte, musste ich dieses Buch auch lesen und mir gefiel diesen Buch besser. Ich habe mich bis zum Ende gefragt, wie es die Autorin schafft, dass alle drei Schicksale miteinander verbunden werden. Es war ein interessantes Ende.
  4. Mey, Dolores – Einmal Menü mit Kuss, bitte: Wie gut, dass ich zu diesem Buch eine Rezension geschrieben habe. Eine gute Mischung aus Krimi und Liebesroman
  5. Laurain, Antoine- Glücklicher als gedacht: Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich sein 1. Buch gelesen habe. Mit diesem Buch wurde ich überhaupt nicht warm und ich wollte es abbrechen. Die Handlung kommt sehr, sehr langsam in Fahrt, hatte aber ein Ende mit dem ich so nicht gerechnet hatte.
  6. Garner, Mary E. – das Buch der gelöschten Wörter: Dies ist der Auftakt einer Trilogie (obwohl Band 2 auf meinem Reader ist, habe ich ihn immer noch nicht gelesen). Zu diesem Buch gab es Leserunden auf Lovelybooks, Lesejury und ich hatte nirgends Glück, sodass ich es mir als ebook gekauft habe. Ich bin gerade schwer am Überlegen, wie mir das Buch gefallen hat.
  7. Louis, Saskia – Mordsmäßig unverblümt: Dies ist der Auftakt einer neuen Krimireihe. In diesem Buch lernen wir Louisa kennen, sie ist Inhaberin eines Blumendladens und sie lässt kein Fettnäpfchen aus. Erst verursacht sie einen Auffahrunfall (ihr Unfallgegner ist auch noch Polizist) und dann findet sie den Finger einer toten Frau. Es war solider Auftakt, mit einer Protagonistin, die gerne die Wahrheit verdreht.
  8. Hilgenburg, Julie- das Mädchen aus Glas: Zu diesem Buch gibt es ebenfalls eine Rezension.

Im Juli haben ich noch weniger Bücher wie im Juni gelesen, wie gut, dass der August ein deutlich besserer Monat war. Ohne meinen Spickzettel wüsste ich nicht mehr, was ich im Juli gelesen habe. Jetzt müsste ich nur noch mein Gekritzel entziffern können und dann wäre ich glücklich.

  1. Louis, Sakia – Mordsmäßig verstrickt: Dies ist der 2. Band aus der Reihe um Louisa. Da die Bücher in sich abgeschlossen, müssen sie nicht zwangsläufig in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
  2. Stomp, Maya – wir Witwen sind ein zähes Volk: Auch zu diesem Buch gibt es eine Rezension
  3. Schlie, Tania- Der Duft von Sommerregen: Ich lese die Bücher von Tania Schlie sehr gerne, da es in diesem Buch ein Wiedersehen mit Charakteren aus einem anderen Buch (das ich ebenfalls gerne gelesen habe)
  4. Baldwin, James- Giovannis Zimmer: Ich musste eine Weile überlegen, was mein Gekritzel zu bedeuten hat aber nun habe ich das Buch vor Augen. Es war wahrlich keine leichte Kost. Blickt man auf die Zeit zurück, in der das Buch erschienen ist, hat der Autor einen ziemlichen Tabubruch begangen und ihm wurde geraten, dieses Manuskript zu verbrennen. Heute sollten wir dankbar sein, dass er es nicht getan hat. Ein farbiger Autor schreibt über eine homosexuelle Beziehung zwischen zwei weißen Männern….
  5. Kurbjuweit, Dirk – Haarmann: Dieses Buch beruht auf einer wahren Begebenheit, sodass es auf Wikipedia einen langen Artikel zu den Morden gibt. Ich habe das Buch zwar beendet aber so richtig warm wurde ich mit dem Buch nicht.
  6. Carlan, Audrey -Sanfte Hingabe (Lotus House, Band 2): Auch zu diesem Buch gibt es eine Rezension. Ich habe Band 1 und 3 hier rumliegen aber ich fürchte, die wandern ungelesen in die Bücherei zurück. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig.

Das waren die gelesenen Bücher aus dem Juni und Juli. Ein richtiges 5* Buch gab es nicht. Haarmann war das Buch, das mich am wenigsten überzeugen konnte. Ich vergebe keine Sterne mehr, da diese Bewertung aus meiner Sicht zu schwammig ist, was ist der große Unterschied zwischen einem 4* Buch und einem 3* Sterne Buch. Sina von den Glimmerfeen hat es auf den Punkt gebracht. Mittlerweile gibt es drei Kategorien: Konnte mich überhaupt nicht überzeugen (war genauso schlecht wie die Bücher von Rita Falk oder noch schlechter), war lesenswert und dann gibt es Bücher die ich verschlungen habe. Für mich ist ein besonders gutes Buch, wenn ich nur mal reinlesen will, damit ich weiß um was es geht und ruckzuck sind 100 Seiten gelesen. Es gab aber auch schon Bücher, die ich abgebrochen haben aber mich im 2. Anlauf doch noch überzeugen konnten.

Lesemonat August

Ich hinke, was meine Lesemonate betrifft, deutlich hinterher. Da ich gerade meine Liste in der Hand halte, ziehe den August einfach vor. Der August war ein durchwachsener Lesemonat. Die meisten Bücher waren gut aber es gab aber auch einen Ausreißer und dieses Buch war dermaßen schlecht, sodass ich mich wundere, es überhaupt beendet zu haben. Wäre es dicker gewesen, hätte ich es sicher nicht beendet. Ansonsten waren Mr. Fogg, Mr Cohen und ich in München. München ist irgendwie meine Stadt und ich freue mich immer, wenn ich für ein paar Stunden da sein kann. Dieses Mal waren wir im Botanischen Garten, haben uns Schloss Nymphenburg von außen angeschaut und waren im Englischen Garten. Die Jungs wollten wieder auf den tollen Spielplatz gehen. Das beste an München ist ja die Autobahn nach Stuttgart :-). Im Löwen Fanshop waren wir natürlich auch.

Anfang August wurde ich entfreundet, das klingt traurig, war es anfangs auch aber Freundschaften sind meistens fragiler als man denkt. Um aus Fehlern lernen zu können, wäre es interessant gewesen, warum ich entfreundet wurde.

Kommen wir aber nun zu meinen Büchern:

  1. Bomann, Corinna – die Farben der Schönheit: Dies ist ja der Auftakt einer neuen Trilogie gewesen. Zu der es auch eine Rezension gibt.
  2. Heck, Christina – Mal ehrlich (mein Blick hinter die Kulissen): Auch zu diesem Buch gibt es eine Rezension
  3. Dieudonné, Adeline – das wirkliche Leben : Dieses Buch müsste ich ebenfalls besprechen haben. Das wirkliche Leben gehört zu den Büchern, die mir zeigen, dass Lesen wirklich Spaß machen kann. Es gehört zu den Büchern, die ich nicht so schnell vergessen. Obwohl das Cover nicht gerade ansprechend ist.
  4. Martinez, Guillermo – Der Fall Alice im Wunderland: Dies ist das erste Buch, mit ich so gar nichts anfangen konnte. Dieses Buch entdeckte mein Mann auf Spiegel online. Da es das Buch nicht in der Zentralbibliothek am Mailänder Platz gab, stellte ich einen Kaufantrag. Ich fand die Handlung sehr langatmig, habe das Buch aber auch nur beendet, da ich wissen wollte, wie es ausgeht. Der Klappentext passt nicht ganz zum Buch und verspricht mehr Spannung als das Buch zu bieten hat. Zu mal der Autor sein Potential überhaupt nicht ausgeschöpft hat. Das Buch hätte spannender sein können.
  5. Laurent, Jean Jaques -Elsässer Intrigen: Dies ist mittlerweile der 5. Fall um den charmanten Ermittler Jules Gabin. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, muss man sie nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Dies war wieder ein Krimi mit sehr viel Lokalkolorit und ich habe es sehr gerne gelesen. Die Auflösung hat mich doch etwas überrascht. Teilweise agiert Jules Gabin etwas überhastet
  6. Feldman, Deborah – Unorthodox: Dieses Buch gehört, wie das “wirkliche Leben” zu den Büchern, die ich im August super gerne gelesen habe. Die Autorin wuchs in der chassidischen Gemeinde, diese Gemeinde unterliegt sehr strengen Regeln. Dieses Buch hat mich emotional sehr mitgenommen.
  7. Winterberg, Linda – die Hebammen Saga Band 2: Den 1. Band hatte ich im Januar oder Februar förmlich weggesuchtet aber den 2. Band fand ich doch enttäuschend. Die Geburten liefen alle nach dem selben Schema ab. Dieses Buch musste ich lesen, da ich wissen wollte, wie sich die Protagonistinnen weiter entwickelt haben.
  8. Lorenz, Janine – Der kleine Chor der großen Herzen (Willkommen in Herzbach 2): Im Mai las ich den ersten Band, der mich vollkommen geflasht hat. Nun habe ich den 2. Band gelesen. Anfangs tat mich schwer um in die Handlung eintauchen zu können. Dieses Buch wird aus der Perspektive von Sarah und Sophie erzählt. Es gehört zu den Büchern, bei denen man am Anfang weiß, wie es ausgehen kann. Dies hat mich nicht gestört.Der Schreibstil war sehr flüßig und ich findet es immer wieder schön, wenn ich auf “alte Bekannte” treffe. Ich fand es nur schade, dass die Protagonistin aus Band 1 überhaupt nicht auftaucht Der Link ist die Hörbuchvariante aber ich habe es gelesen.
  9. Lepic, Alex -Lacroix und die Toten vom Pont Neuf: Dies ist der Auftakt einer neuen Krimi. Da die Krimis in Paris spielen, habe ich mir beider Bücher ausgeliehen. Bevor ich der “Freund” von Sigrd Nunzez gelesen habe, dachte ich, dass dies der Flop des Monats werden könnte. Das Buch lebt von seinem Setting, ist aber kein sehr spannender Krimi. Lacroix ist ein spannender Protagonist. Mal sehen, ob Band 3 spannender wird und der Autor von seinem Täterschema wegkommt.
  10. Lepic, Alex- Lacroix und der Bäcker von Saint -Germain: Ich werde immer schwach, wenn Bücher in Paris spielen und mich packt dann das Fernweh. Dieses Buch fand ich spannender als das erste Buch.
  11. Nunez, Sigrid– Der Freund: Dieses Buch war das schlechteste Buch, das ich in den letzten Monaten gelesen habe. Den Einstieg ins Buch fand ich sehr holprig und das Kernthema kam mir zu kurz. Der Schreibstil sagte mir überhaupt nicht zu die Querverweise auf andere Bücher (die alles andere als spoilerfrei waren) fand ich im Verlauf des Buchs sehr anstrengend
  12. Mathieu, Nicolas – Rose Royal: Dieses Buch habe ich im Wartezimmer unserer Logopädin gelesen. Da es nur 94 Seiten stark ist, lässt es es sich zügig lesen. Über dieses Buch kann / muss man nicht viel sagen, ich fands sehr lesenswert
  13. Siegmann, Claudia- Das letzte Dornröschen (Märchenfluch Band 1): dies ist der Auftakt einer neuen Trilogie. Dieses Buch habe ich per Zufall in der Bücherei entdeckt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass ich mich nun auf Band 2 freuen.
  14. Laurent, Jean Jaques – Elsässer Verfehlungen: Dies ist der 4. Band der Jules Gabin Reihe. Ich fand ihn schwächer als Band 5.
  15. Fischer, Sarah – Zeilen ans Meer: Mr Fogg und ich waren in der Zentralbibliothek. Dort gibt es ein Regal mit Neuerscheinungen und er zog dieses Buch aus dem Regal und meinte, ich müsste es unbedingt lesen. Ich habe sicher schon häufiger erwähnt, dass Gut gegen Nordwind zu meinem absoluten Lieblingsbüchern gehört. Ohne den Inhalt des Buchs zu kennen, habe ich es mir ausgeliehen und habe es förmlich verschlungen. Es ist ähnlich aufgebaut wie “Gut gegen Nordwind” und es spielt in München. Wir begleiten Lena und Sam, wie sie sich kennen lernen und sich ineiander verlieben. Eines meiner Lieblingsbücher aus dem Monat. Lesen macht glücklich und Spaß!
  16. Dabos, Christelle- Die Spiegelreisende Band 1: Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen. Daher bin ich gespannt, wie sich die Protagonistin weiter entwickeln wird.

Das war nun mein Lesemonat August. Es kann nicht immer nur grandiose Bücher geben.

Der Flop:

Buch des Monats:

Dieudonné, Adeline: Das wirkliche Leben

»Nach kaum einer Seite wusste ich, dass ich diesen Roman lieben würde. Zart und roh, magisch und schmerzhaft, wunderschön und gleichzeitig furchterregend hässlich bildet Adeline Dieudonné ›Das wirkliche Leben‹ in all seinen Facetten ab. Ein wahres, kleines Kunstwerk.« Romy Hausmann

Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.
In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. April 2020) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3423282134 ISBN-13: 978-3423282130 Originaltitel:La Vraie Vie

“Das wirkliche Leben” habe ich letzte Woche an zwei Abenden gelesen. Ich muss gestehen, dass das Cover mich neugierig gemacht hat. Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen wie dieses. Die Autorin hat es geschafft, dass ich bereist nach wenigen Seiten komplett in die Handlung eintauchen konnte.


Anfangs lernen wir unsere namenslose Erzählerin kennen. Ihre Familie und sie (Eltern und ihr Bruder Gilles) wohnen in einer normalen Wohnsiedlung auch Demo genannt. Sie wohnen im größten und schönsten Haus der Siedlung. Nach aussen sind sie die typische Durschnittsfamilie. Zwei Kinder, der Vater arbeitet und die Mutter kümmert sich um die Kinder, Haushalt und ihre Zwergziegen. Schaut man aber genauer hin, sieht man, dass der Vater zu Gewaltausbrüchen neigt und die Mutter als Amöbe beschrieben wird. Am Anfang düften die Kinder 3 und 6 Jahre alt gewesen sein. Als unsere Protagonistin sich ein Eis mit Sahne bestellt (das darf sie aber nicht, da ihr Vater es verbietet), bekommen die beiden Kinder mit, wie der Sahnespender expoldiert und der Eismann, der die Kinder mit Mozart anlockt, stirbt. Die beiden Kinder sind durch den Vorfall immens traumatisiert aber ihre Eltern sind so mit ihrem eigenen Leben beschäftigt, dass sie sie davon nichts mitbekommen. Unsere Erzäherlin ist der Meinung, dass es ihrem Bruder wieder besser geht, wenn sie die den Vorfall rückgängig machen kann und so beschäftigt sie sich intensiv mit Naturwissenschaften und fällt dadurch in der Schule damit auf. Ihre Bruder dagegen verändert sich zu seinem Negativen, ihm macht es Spaß, wenn er Tiere quälen und töten kann.

Kommen wir aber auf den Vater zurück. Der Vater ist passionierter Jäger und im Haus gibt es das Zimmer der Kadaver. Die Kinder aber auch die Mutter erkennen mit der Zeit immer schneller, wenn der Vater zu Gewalt neigt. Anfangs war seine Frau das perfekte Opfer, da sie sich nicht wehrte. Obwohl ich Gewalt absolut verabscheue und es keine Rechtfertigung gibt, wenn Männer ihre Frauen (aber auch anders herum) verprügeln. Dennoch gab es eine Szene im Buch, da hatte ich fast schon ein wenig Mitgefühl mit dem Vater. Unsere Erzählerin erkennt nämlich ganz deutlich, dass das Innere Kind ihres Vaters gestreichelt werden wollte, sie sich aber nicht überwinden konnte. In dem Augenblick habe ich mich gefragt, welches Trauma der Vater in seiner Kindheit erlebt hat, dass aus ihm dieser Mensch wurde, der er nun ist.

Blicken wir auf die Mutter der beiden Kinder. Die Erzählerin beschreibt sie als Amöbe. Die Mutter scheint nur dann aufleben zu können, wenn sie sich um ihre Ziegen kümmern kann, die sie ihrem Mann abgetrotzt hat. Obwohl sie anfangs sehr blass wirkt, gab es einen Moment im Buch, in dem Mutter und Tochter sich sehr nahe waren. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf als der Vater etwas zu sehen bekommt, das nicht für seine Augen bestimmt ist.

“Das wirkliche Leben” ist kein Buch, das ich so schnell vergessen werde. Durch die recht kurzen Kapitel lässt es sich zügig weglesen. Dennoch sollte man das Buch auf sich wirken lassen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, so dass es sich zügig lesen lässt. Es gehört wie “das Evangelium der Aale” zu den Büchern, die ich in dem Jahr besonders gerne gelesen habe. Da mich das Buch überzeugen konnte, gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

Rating: 4.5 out of 5.

Fernsehturm Stuttgart

Hurra, seit dem 1.8 hat unser Fernsehturm wieder offen. Mr. Cohen ist ein großer Fan unseres Fernsehturm. Vor dem Lockdown, der am 14.3 begann, waren wir etwa 2-3 mal pro Woche oben. Ich sollte erwähnen, dass ich massive Höhenangst habe. Wir waren, seit wir unsere Jahreskarte haben, sicher 50 mal oben und die Fernsicht ist jedes Mal anders. So waren wir Anfang Dezember oben und der Flughafen lag unter einer geschlossenen Wolkendecke, während die Sicht auf Innenstadt frei war. An dem Tag konnten wir die Höhensonnen geniessen.

Der Stuttgarter Fernsehturm war der Erste, der auf diese Art und Weise gebaut werden. Es war geplant, dass er einen simplen Drahtgestell haben sollte, damit der Stadtteil Degerloch einen verlässlichen Fernsehanschluss hat aber der Architekt, Fritz Leonhardt wollte einen Turm planen, der auch auch touristisch genutzt werden konnte. Die enormen Baukosten konnten nach vier Jahren wieder erwirtschaftet werden. 1965 speiste Queen Elizabeth II. auf dem Turm. Zwischen 2013 und 2016 musste der Turm geschlossen werden, damit er brandschutztechnisch überholt werden konnte. Für die kleinen (aber auch großen) Besucher gibt es die sogenannte Kinderplattform. Im Zuge der Brandschutzsanierung wurde am Fusse des Turms ein Spielplatz angelegt. Unser Fernsehturm ist immer einen Ausflug wert. Wir waren vorgestern auf dem Turm und mussten eine Weile anstehen, da der Andrang enorm ist. Wie überall müssen Besucher ihre Kontaktdaten abgeben.

Unser Fernsehturm ist das Erste, das man zu sehen bekommt, wenn man nach Stuttgart kommt.

Sonderöffnungszeitenab 1. August 2020:

Donnerstag & Freitag16 – 21:30 Uhr

Samstag10 – 21:30 Uhr

Sonntag, Feiertag10 – 17 UhrLetzte Auffahrt30 min vor Schließung

EINZELPREISE

Erwachsene9,00 €

Kinder bis einschl. 5 Jahrefrei

Kinder (6-15 Jahre)5,00 €

Wir haben eine Jahreskarte und die kostet im Jahr 30€, für Kinder ab 6 Jahre kostet diese 18€

Das Copyright der oben gezeigten Bilder liegt bei mir. Öffnungszeiten und Preise habe ich der Homepage entnommen.

Hecke,Christina: Mein Blick hinter mein Leben- Mal ehrlich

Die Schauspielerin Christina Hecke beeindruckt durch ihre feinfühlige, zugewandte und zugleich intensive Art, die sie auch mittels der „Hecke-Methode: Truth in Acting“ unterrichtet. Hintergrund dieser Haltung ist die Überzeugung: Wir Menschen wissen von klein auf, dass wir miteinander und mit allem Leben verbunden sind – eine Intuition, die uns oft genug verloren geht, die aber unabdingbare Voraussetzung dafür ist, einander wirklich begegnen zu können. In „Mal ehrlich“ erzählt Christina Hecke aus ihrem Leben und schildert, wodurch ihre Erkenntnis dieser Allverbundenheit gereift ist – u.a. durch eine Nahtoderfahrung. Pointiert beschreibt sie entlang biografischer Stationen, welche Auswirkungen dieser Blick hinter unser Leben ganz konkret haben kann: privat, beruflich und global. Ein Buch, das die Leser*innen ermutigt, sich auf eine tiefe Verbundenheit mit anderen Menschen, der Mitwelt, aber auch mit sich selbst einzulassen

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten Verlag: Patmos Verlag; Auflage: 1. Auflage 2020 (10. Februar 2020) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3843612188 ISBN-13: 978-3843612180

Gestern hatten mein einen etwas hitzigen Dialog. Es ging im Prinzip darum, dass mein Mann der Meimumg ist, dass Mr. Fogg in die Fußstapfen seiner Schwester treten könnte und ebenfalls aufs gleiche Gymnasium gehen können wie Madame Grankvist. Wobei ich erwähnen sollte, dass Mr. Fogg noch nicht mal in der Schule ist und Madame Grankvist einen Abischnitt von 1,6 hat und den Scheffel-Preis gewonnen hat. Diese Fusstapfen könnten für Mr. Fogg viel zu groß sein. Warum erwähne ich das? Christine Hecke erwähnt in ihrem Buch (unter anderem), dass wir jeden Tag in sehr viele Schablonen (Falsch- Richtig) hinein gepresst, dabei spielt es keine Rolle, ob wir diese Schablone ausfüllen können oder nicht.

Bevor ich mit dem Lesen des Buchs begonnen habe, sagte mir der Name “Christina Hecke” überhaupt nichts und hier könnte man sich daher, zu recht, fragen, weshalb ich die Biografie einer Frau gelesen habe, deren Name mir völlig fremd ist. Christina Hecke war im März oder April zu Gast bei “Leute” auf SWR1. Da die Autorin sehr sympathisch wirkte, meinte mein Mann, dass ihre Biografie mir sicher geefallen würde, zu mal sie in Stuttgart zu Welt kam. Mir sagte der Name nichts, da ich seit vielen Jahren keine Fernseh mehr schaue. Bevor ihr hier weiter lest, muss/kann ich erwähnen, dass man sich auf dieses Buch einlassen muss, wer das nicht kann, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen, ansonsten ist die Entäuschung vorprogrammiert. Christina Hecke startet das Buch mit ihrer Geburt. Sie nimmt uns dann weiter in ihrem Leben mit. Als Kind muss sie sehr empathisch gewesen sein. Ihr Leben war ein einziges auf und ab-. Kurz vor der Abi wirft sie alles hin, um ihr Abiur später doch noch zu machen. Da ihr Abischnitt nicht ausreichte um Medizin studierenzu können, entschied sie sich dafür Jura zu studiren. Kur vor ihrem Abschluss stellt sie fest, dass es doch nicht ist, was sie machen will und bewirbt sich an einer Schauspielschule. Mich als Mutter würde es sicher kirre machen, wenn meine Tochter/ Sohn Jura (etc..) studiert um dann alles kurz vor Ende hinzuwerfen. Obwohl ich die Entscheidung sehr krass fand, ist sie aus Heckes Sicht nachvollziehbar.

So schildert sie auch das Leben nach einer Nahtod-Erfahrung. Seit 2018 ist sie mit ihrer Frau verheiratet. Sie beschreibt wie sie ihre Frau kennen gelernt hat und wie unterschiedlich ihre Denkweisen wäre aber sie bewahrt dennoch die Intimsphäre ihrer Frau und das ist ihr hoch anzurechnen.

Heckes Biografie lädt dazu ein, dass Leser/innen sich mit ihrem eigenen Leben auseinander zu setzen. Sie regt dazu an, dass wir nachdenken sollen, was wir unserem Körper antun, wenn wir Alkohol, Zucker und ähnliches konsumieren. Kritiker könnten sagen, dass Hecke mit ihrer Biografie Geld verdienen will. Lässt man diesen Gedanken mal beiseite, dann könnte man ihre Biografie als Leitfaden sehen. Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt und vielleicht kann ich die eine oder andere Idee mitnehmen und umsetzen.

Rating: 4 out of 5.

Bomann, Corinna: Die Farben der Schönheit- Sophias Hoffnung

Berlin, 1926. Aufgewühlt verlässt Sophia ihr Elternhaus. Ihr Vater will sie nie wiedersehen, ihre Mutter ist in Tränen aufgelöst. Erst als sie vor ihrem Geliebten steht, begreift Sophia, dass sie das gemeinsame Kind alleine aufziehen muss. Noch dazu als Unverheiratete. Verzweifelt reist sie zu einer Freundin nach Paris, wo sich ihr eine unerhörte Möglichkeit bietet. Die große Helena Rubinstein ist von Sophias Ausstrahlung und von einer ihrer selbstgemachten Cremes begeistert. Und sie bietet ihr an, in ihrem Schönheits-Imperium zu arbeiten. Sophia reist nach New York, voller Hoffnung auf ein neues Glück.

  • Broschiert: 544 Seiten
  • Verlag: Ullstein Paperback; Auflage: 1. (28. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3864931169
  • ISBN-13: 978-3864931161

Mit Corinna Bomanns Roman starte ich in den August. Manchmal frage ich mich, ob derjeniger der den Klappentext zu verantworten hat, das Buch überhaupt gelesen hat. Der Klappentext passt überhaupt nicht zu dem Buch, denn er verzerrt die Handlung ganz schön und als Leser könnte man einen falschen Eindruck bekommen. Mit “die Farben der Hoffung” startet die Autorin eine neue Trilogie, wobei ich sagen muss, ohne die anderen Bücher zu kennen, man die Handlung aller drei Bücher sicher in einem Buch unterbringen könnte aber dazu ist der Schreibstil zu ausschweifend.

Fangen wir aber von vorne an. Anfangs lernen wir unsere Protagonistin kennen. Sophia Krohn ist die einzige Tochter eines Drogistin und kann im Gegensatz zu vielen anderen Frauen, aus dieser Zeit, ihren Traum wahr machen und Chemie studieren. Seit sie ein junges Mädchen war, sie ihre erste eigene Creme für ihre unreine Haut entwickelte, war es ihr größter Wunsch, dass sie Chemie studieren kann um anschließend in die Fußstapfen ihres Vaters treten zu können. Allerdings wird sie von einem ihrer Dozenten schwanger, der keinen Skandal riskieren will und sie brüsk fallen lässt. Ihre Familie lässt sie ebenfalls brüsk fallen und so kommt sie bei ihrer Freundin, die sie seit ihrer Kindheit kennt, unter. Henny führt ein skandalöses Leben, denn sie arbeitet als Tänzerin. Damit sie über die Runden kommt, arbeitet sie als Gardobriere. Als Henny das Angebot bekommt, dass sie in Paris arbeiten kann, machen sich die beiden Frauen gemeinsam auf den Weg in die französische Haupstadt, in der Deutsche nicht unbedingt gerne gesehen werden. Hier macht sich schon die Schwäche der Autorin bemerkbar, bereits zu diesen Zeitpunkt fand ich ihren Schreibstil sehr, sehr langatmig und war froh als Sophias Schwangerschaft endlich zu Ende war. Diese endete sehr unglücklich in einem Kaiserschnitt und mit dem Tod ihres Sohnes, den Sophias nie zu sehen bekam, da sie zu diesem Zeitpunkt im Koma lag. Ihr bleibt einzig ein Zettel mit den Lebensdaten ihres Kindes. Während des Lesens hatte ich den Eindruck, dass dieser Handlungsstrang noch nicht beendet ist und wir sicher noch etwas über den Sohn zu lesen bekommen. Zu diesem Zeitpunkte hatte ich das Gefühl, dass das Krankenhaus Sophias Sohn an wohlhabende Eltern “verkauft” haben könnten. Das wäre in dieser Zeit nicht unüblich gewesen. Sophia war zu diesem Zeitpunkt sehr arm. Seien wir doch mal ehrlich, hätte Sophia die Karriere hinlegen können, wenn sie als Alleinerziehende Mutter um ein Baby hätte kümmern müssen. Diesen literarische Kniff ist der Autorin gelungen. Auf der einen Seite hat sie einen Erzählstrang, den sie im nächsten Buch verwenden kann, auf der anderen Seite gewinnt unsere Protagonistin an Sympatie. Junge unschuldige Frau wird schwanger, der Vater des ungeborenen Kind lässt sie mittellos zurück und sie muss sehen, wie sie über die Runden kommt…

Kehren wir aber zu der Handlung zurück. Um den Tod ihres Sohnes besser verarbeiten zu können, fängt Sophia wieder mit dem Mischen von Cremes an. Sie besitzt den Mut und wendet sich an Helena Rubinstein, um dieser einer ihrer Cremes zu präsentieren. Diese glaubt an ihr Talent und nimmt sie mit nach New York. In New York könnten Sophia Krohn alle Türen offen stehen, wenn sie ihr Talent richtig einsetzen kann. Vielleicht trifft sie ja dort auch den Mann ihres Lebens.. Wobei ich Sophia es gegönnt hätte, dass sie in New York auf den Mann ihrer Träume trifft. So kann man hoffen, dass sie doch noch ihr persönliches Happy End finden wird.

Da dies der Auftakt einer neuen Trilogie ist, kann ich hier schon mal erwähnen, dass das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet. Obwohl ich den Schreibstil sehr, sehr langatmig finde, hat mich die Neugier gepackt und ich werde mir auch den 2. Band in der Bücherei ausleihen, denn ich bin gespannt, wie es mit Sophia und ihrem Sohn weiter gehen können. “Die Farben der Schönheit” ist das ideale Buch für einen Tag im Park, denn man kann es lesen ohne sich großartig konzentrieren zu müssen. Man sollte beim Lesen allerdings über die Klischees, deren sich die Autorin großzügig bedient hinweg lesen können, denn dann ist es ein annehmbares Buch.

Carlan, Audrey: Lotus House (Sanfte Hingabe, Band 2)

Die zweiundzwanzigjährige Amber St. James will ihr Medizinstudium schnell beenden, um Kinderärztin zu werden. Dafür muss sie an einem Kurs zu menschlicher Sexualität teilnehmen – ein Thema, das ihr bisher aus persönlichen und religiösen Gründen fremd war. Dash Alexander ist der begehrteste Lehrer im Lotus House. Er besticht durch seinen einzigartigen Unterrichtsstil, sein ruhiges Naturell und den verdammt heißen Körper. Er will Amber helfen. Dafür muss Amber seine Partnerin in einem Tantra-Yoga-Kurs werden. Die knisternde Anziehungskraft zwischen den beiden geht weit über alles hinaus, was Dash bisher erlebt hat, nicht nur in spiritueller Hinsicht…

Audrey Carlan über die Botschaften in LOTUS HOUSE:

Wie in all meinen Büchern gibt es ermutigende Botschaften und Mantras. In Band 1 lernen die Leserinnen etwas darüber, Wurzeln zu bilden und herauszufinden, was Familie bedeutet. In Band 2 begeben sie sich auf eine sehr sinnliche und religiöse Erkundungsreise der eigenen Spiritualität. In Band 3 erfahren die Leserinnen, weshalb sich Gegensätze anziehen und was familiäre Verpflichtungen manchmal bedeuten. In Band 4 wird es sehr spannend, es geht um die wahre Geschichte einer Frau, die sich mit ihrer Scheidung und der Wiederentdeckung der Liebe auseinandersetzen muss. In Band 5, meinem persönlichen Favoriten, müssen sich die Leserinnen mit Verlust und einer ungesunden Abhängigkeit und Liebe auseinandersetzen. In Band 6 treffen die Leserinnern auf ein Paar, das perfekt zueinander passt, bei dem jedoch ein Partner von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Im letzten Band läuft alles zusammen, es zeigt auf, dass Liebe in allen Formen existiert, unabhängig vom gesellschaftlichen Status.

Broschiert: 352 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. (31. Mai 2019) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3548291112 ISBN-13: 978-3548291116 Originaltitel:Sacred Serenity

In der Regel greife ich eher zu einem Krimi und kann mit New Adult Bücher, die meistens über ein sehr kitschiges Cover verfügen und alle in eine Richtung gehen nichts anfangen aber dann sah ich dieses Buch in der Bücherei und habe spontan und ohne irgendwelche Erwartungen zu haben, mit dem Lesen dieses Buches begonnen. Obwohl es nicht mein Genre ist, hat mich das Buch doch in den Bann gezogen und ich habe es an einem TAg förmlich verschlungen. Dieses Buch gehört zu denen, bei denen man schon am Anfang weiß, wie es ausgeht und es keine große Überraschungen gibt. Ich habe schon einige, hauptsächlich lesbische Bücher gelesen, in denen die Erotik einen großen Raum einnimmt und dachte, dass ich einigermaßen “abgehärtet” wäre aber die Sprache der Autorin ist teilweise schon sehr derb.

Kommen wir nun aber zum Inhalt des Buches. Anfangs lernen wir Amber kennen. Amber ist 22 Jahre alt und studiert Medizin. Im Rahmen ihres Stdiums muss sie sich mit dem Thema meschlicher Sexualität auseinander setzen. Die Sache hat nur einen Haken, obwohl sie bereits 22 Jahre alt ist, ist sie noch Jungfrau. Ihre beste Freundin, die die Hauptperson im 1. Band ist, hilft ihr, dass sie die Assistentin von Dash Alexander wird. Alexander Dash ist eim wahrer Sexgott und gibt einen speziellen Yogakurs.

Kehren wir aber noch mal zu Amber zurück. Ambers Mutterstarb nach ihrer Geburt und somit kennt Amber ihren Vater nicht. Im Zuge ihres Masterstudiums trifft sie auf Dr. O´Brien, dieser stelllt ihr seltsame Fragen zu ihrer Mutter.

Während des Yoga Kurses kommen sich Amber und Dash näher und näher. Während Dash gerne mit ihr schlafen würde, besteht Amber darauf, dass sie erst mit schlafen würde, wenn sie rechtmäßig verheiratet wären. Die Ehe für Dash ist ein Gefängnis, in das er sich nicht begeben würde, da die meisten Ehen geschieden werden würde.

Die Handlung wird abwechselnd aus der perspektive von Amber und Dash erzählt, so konnte ich mich in die Persektive der beiden Protagonisten besser hinein versetzen. Obwohl sich das Buch sehr flüssig liest, fand ich die Wort (“Arsch”, “steifer Penis”….) im Verlauf der Handlung doch sehr derb. Die Autorin verwendet zu oft die gleichen Wörter und das schränkt das Lesevergnügen doch etwas ein.

Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, ist es egal in welcher Reihenfolge man die Bücher liest. Leserinnen, die gerne New Adult Bücher lesen, werden dieses Buch sicher auch mögen. Es ist das ideale Buch für einen Sonntag auf dem Balkon oder im Park.

Stomp, Maya: Wir Wittwen sind ein zähes Volk

Der Tod eines geliebten Menschen verändert alles. Die Welt rückt unfassbar weit weg, sie ist nicht mehr wie zuvor.

Am 7. September 2010 wurde Maya Stomp mit 41 Jahren plötzlich Witwe. Seit diesem Tag lernt sie, was Trauern heißt, was hilft, aber auch was eben nicht hilft, den Verlust eines geliebten Menschen ins eigene Leben zu integrieren. Die Autorin erzählt ihre persönliche Geschichte und stellt auch Erfahrungen anderer Witwen vor.

Ihre Mission ist, dass Trauernde lernen, Mitgefühl mit sich selbst zu entwickeln und sich Raum zu lassen für die harte Arbeit, die das Trauern ist. Denn jeder, der einen schweren Verlust erlitten hat und bleischwere und unsichtbare Trauerarbeit leistet, ist für Maya Stomp ein Held. Obwohl diese Arbeit so mühsam ist, bekommt keiner von ihnen eine Auszeichnung, eine Belohnung oder Applaus. Die wahre Trauerarbeit ist für andere unsichtbar und wird durch dieses Buch sicht- und erlernbar.

Intensiv erzählte Erfahrungen von Liebe und Verlust
Inspirierende Angebote für betroffene Frauen
Ernsthaft und doch leicht im Ton

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Verlag: Gütersloher Verlagshaus (27. April 2020) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3579023969 ISBN-13: 978-3579023960

“Wir Wittwen sind ein zähes Volk” habe ich als Rezensionsexemplar von Randomhouse erhalten, herzlichen Dank dafür. Wie immer bin ich viel zu spät dran, was das Rezensieren des Buchs betrifft. Der Titel hat mich neugierig gemacht, sodass ich mich um ein Exemplar beworben habe. Obwohl ich nicht verwittwet bin, hat mich das Buch emotional berührt. Meine Mutter starb 2013 völlig überraschend und während des Lesens habe ich feststellen müssen, dass ich mich noch nie richtig emotional mit dem Thema auseinader gesetzt habe.

Worum geht es in dem Buch? Die Autorin wurde mit 41 Jahren vollkomme überraschend Wittwe. Sie beschreibt in dem Buch, wie sehr sie der Tod ihres Mannes aus der Bahn geworfen hat. Viele Jahre waren sie ein “wir” und nun musste sie sich schmerzhaft an den Gedanken gewöhnen, dass es kein “wir” geben wird. Im Buch beschäftigt sich die Autorin unter anderen mit den Themen “Verlust hinnehmen”,”Meinen Schmerz spüren”, “Mein Herz spüren” und “mein Leben neugestalten”. Als ich mit dem Lesen des Buches begonnen hatte, dachte ich mir, so ein dünnes und überschaubares Buch soll helfen um den Verlust des Partners leichter ertragen zu können. Da Maya Stomp selbst den Verlust hinnehmen musste, weiß sie aus eigenen Erfahrungen welche Hilfsmittel ihr gut getan haben und welche nicht.

“Wir Wittwen sind ein zähes Volk” muss nicht von vorne nach hinten gelesen werden, sondern man sich aus den Anregungen, die die Autorin ihren Lesern mit auf dem Weg gibt, die heraus suchen, die einem als Hinterbliebenen den Schmerz leichter machen. Dennoch sollte man in dieser schweren Zeit, der Schmerz wird nie vollständig verblassen, auch auf professionelle Hilfe zurück greifen. Maya Stomp, die mittlerweile als Trauercoach arbeitet, vermittelt in ihrem Buch sehr viele wertvolle Tipps, die das Trauern (und dieses Gefühl muss man zulassen können) erleichtern. Sie gibt Tipps wie bestimmte Tage (Todestag, Weihnachten) leichter zu überstehen sind.

“Am 2. Dezember 2014 postete ich auf meiner Facebook Seite “Rouwen hoort bij het leeveb” (Trauern gehört zum Leben dazu diese Zeilen:

Trauern im Dezember

Die Welt feiert

Meine Welt steht still

Diese drei Zeilen haben mich beim Lesen doch sehr mitgenommen und ich musste beim Lesen daran denken, dass mein Sohn im Dezember 2014 zur Welt kam und wir durch einen Atemstill (er konnte glücklicherweise reanimiert werden) kurz nach der Geburt verloren hätten.

Da ich mich bisher noch nie ernsthaft mit diesem Thema auseinander gesetzt habe, kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.

Hilgenberg, Julie: Das Mädchen aus Glas

Berlin, 1913. Elisa leidet unter der seltenen und wenig erforschten Glasknochenkrankheit, weshalb sie ihr wohlbehütetes Zuhause kaum verlässt. Louis ist ein Draufgänger und liebt das Risiko. Die von den Eltern vereinbarte Eheschließung erscheint ihnen zunächst wie eine Bestrafung – zumal Elisa in ihren Arzt Wilhelm verliebt ist. Doch während der Erste Weltkrieg heraufzieht, kommen Elisa und Louis sich näher. Als die beiden Männer an die Front müssen, zeigt sich, wie stark Elisa wirklich ist – und sie erfährt, was es bedeutet, wahrhaftig zu lieben.

Taschenbuch: 512 Seiten

Verlag: Diana Verlag (11. Mai 2020) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453360575 ISBN-13: 978-3453360570

“Das Mädchen aus Glas” wurde mir über Testlesen zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür und ich bin wie immer zu spät dran, was das Rezensieren betrifft. Ich habe dieses Buch ohne große Erwartungen gelesen und es fiel mir anfangs sehr schwer, in die Geschichte eintauchen zu können. Da es aber ein Rezensionsexemplar war, habe ich es zu Ende gelesen und irgendwann hat mich die Geschichte doch noch packen können und ich habe das Buch in einem Rutsch zu Ende gelesen.

Worum geht es in dem Buch? Anfangs lernen wir unsere Protogonistin, Elisa, kennen. Sie ist im heiatsfähigen Alter und ihre Eltern sind der Meinung, sie müsse unter die Haube kommen. Ihren Eltern gehört eine bekannte Schokoladenfirma und mit der Vermählung mit dem Spross einer Bankiers Familie soll den von Treues unter die Arme gegriffen werden. Louis soll Elisas Ehemann werden. Doch Elisa hat einen “Makel”, denn sie hat die Glasknochenkrankheit. Bevor ich mit dem Lesen begonnen hatte, hatte ich gehofft, dass diese Krankheit mehr im Vordergrund stehen würde, da Elisa aber nur eine milde Form hat, wurde die Krankheit nur am Rande erwähnt. Ihr potentieller Ehemann, Louis Vater suchte Elisa nach den gleichen Kriterien aus (ich dachte während des Lesens nur: schau an, die Beiden wuden aus den gleichen Bewegründen für einander ausgesuch), hat einen sehr schlechten Ruf. Loius hat hat den Ruf eines Schürzenjägers und so kommt es wie es kommen muss, Elisa und Louis können sich auf den Tod nicht ausstehen und müssen dennoch heiraten. Während Louis seine Affäre mit Rosalie pflegt, ist Elisa in ihren Arzt, Wilhelm, verliebt. Sie kennt Wilhelm seit sie ein kleines Kind ist. Auf Grund ihrer Krankheit verlässt sie das Haus nur selten.

Am Anfang ihrer Ehe gehen sich die Elisa und Louis mehr oder weniger aus dem Weg aber irgendwann kam der Zeitpunkt an dem sich die Beiden doch ineinander verliebt haben. Ich fand es spannend miterleben zu können, wie sich Elisa und Louis Stück für Stück näher gekommen sind. Immerhin war es Louis, der Elisa die Augen geöffnet hat und ihr gezeigt hat, welchen Verrat ihre Eltern an ihr begangen haben.

Obwohl ich anfangs mit der Geschichte überhaupt nicht warm wurde, konnte mich das Buch gegen Ende doch noch überzeugen, sodasss ich es nicht abgebrochen habe, sonders es bis zum Schluss durch gehalten. Anfangs mochte ich beide Protagonisten überhaupt nicht. Elisas Verhalten fand ich anfangs sehr überheblich. So wie es in Louis Verhalten zu einer Veränderung kam, so hat sich Elisa auch gewandelt. Anfangs wirkte sie auf mich eher schwächlich, doch imer Verlauf der Handlung wurde aus der ängstlichen Elisa eine mutige Persönlichkeit. Auch wenn Louis Tante nur eine Randfigur ist, mochte ich sie von Anfang an. Ich hatte ja erwähnt. dass Elisa sich wandelte und eine solche Wandlung machte Louis ebenfalls durch. Anfangs sah er in Elisa eine Frau mit Behinderung aber er endeckte, dass er kluge Frau zur Seite gestellt bekommen hat, die über mehr Temperant verfügt als er dachte.

Julie Hilgenbergs Schreibtsil ist sehr flüssig, sodass ich das Buch recht flott lesen konnte. Allerdings hätte ich mir mehr Informationen über die Glasknochenkrankheit gewünscht. Im Nachwort erwähnt die Autorin, dass ihre Protagonistin “nur” eine schwache Form der Krankheit hat und bei Elisa fällt sie nicht gar so auf. Da ich das Buch gerne gelesen, kann ich es nur weiter empfehlen.