Abrahamson, Emmy: Wie ich mich auf einer Parkbank in einer bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte

Eine der charmantesten, lustigsten und traurigsten Liebesgeschichten, die Sie je lesen werden!

Die 29-jährige Schwedin Julia lebt mit ihrem Kater Optimus in Wien und gibt ambitionierten Wirtschaftsbossen und Langzeitarbeitslosen Englischunterricht. Sie fühlt sich so einsam, dass sie an Marktforschungsumfragen und kostenlosen Hörtests teilnimmt, nur um die Zeit totzuschlagen. Doch dann passiert das Märchen: Sie verliebt sich. Julias Verehrer entspricht nur ganz und gar nicht dem Ritter in der strahlenden Rüstung. Er lebt in einer Hecke im Stadtpark und benötigt dringend eine Dusche. Aber dafür hat er zwei sehr überzeugende Argumente ‒ nämlich die größten braunen Augen der Welt!

 

parkbank Am Mittwoch hatte ich einen Friseur Termin und da er in der Regel immer recht lange dauert, hatte ich dieses Buch dabei. Da ich eine Schwäche für Bücher mit außergewöhnlichen Titeln habe, hatte ich dieses Buch dabei. Anfangs lernen wir Julia kennen. Um ihrer Liebe eine Chance zu geben, folgt sie ihrem Freund, der sie kurze Zeit später verlässt, nach Wien. Sie unterrichtet als Lehrerin Englisch bei Belitz. Um ihre Zeit herum zu bringen, gibt sie so viele Kurse wie möglich. In ihrer Freizeit trifft sie sich mit ihrer Freundin, Leonore. Die beiden Frauen mögen sich eigentlich nicht und da wird jedes Mal aufs Neue sichtbar.

Als sie auf einer Parkbank Ben trifft, ist sie hin und weg. Ben lebt dort. Obwohl Ben stinkt und barfuß unterwegs ist, hat Julia den Wunsch, dass sie in küssen möchte. Leonore findet es schrecklichNach und nach kommen Ben und Julia sich immer näher, bis Ben bei Julia einzieht. Doch eines Tages, nach einem Streit, ist Ben verschwunden und Julia macht sich auf den Weg nach Kanada um Ben zu suchen. Julia, die sich eher schwer tut Freundschaften zu finden, lernt in Kanada interessante Leute kennen.

“Wie ich mich auf einer Parkbank in einen bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte” ist ein zauberhaftes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Es hat mir meine Zeit beim Friseur versüßt habe. Der Schreibstil ist angenehm flüßig und die Charaktere sind sehr glaubhaft beschrieben. Was mich ein bisschen gestört hat. dass die Chraktere so schnell gefunden haben und Ben sich zu schnell von einem Obdachlosen zu einem Seßhaften zu schnell gewandelt hat. Da ich ein paar nette Lesestunden hatte, mit den beiden Protagonisten recht schnell warm wurde, kann ich das Buch weiterempfehlen, auch wenn es kein Buch ist, welches bei mir lange in Erinnerung bleiben wird. Es ist ein ideales Buch, wenn es draußen kühler wird und man etwas leichtes für zwischen durch lesen mag, ohne dabei großartig nachdenken muss. Der Titel, den ich mir überhaupt nicht merken kann, ist einfach nur toll. Das Lektorat hat sich einen interessanten Titel ausgedacht, Hut ab!

 

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Eschbach, Andreas: NSA

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet …

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

 

  • Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1. Aufl. 2018 (28. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785726252
  • ISBN-13: 978-3785726259

nsa Im Zuge einer Leserunde habe ich NSA gelesen. Nach einer langen Leseflaute, ist es das erste Buch, das mich wirklich in den Bann ziehen konnte. Für war es das erste Buch, das ich vom Autor gelesen habe. Der Autor nimmt seine Leser mit in die schlimmste Zeit unserer Geschichte. Was wäre gewesen, hätte es zu Hitlers Zeiten wirklich soziale Netzwerke gegeben? Erzählt wird die Handlung aus Sicht von Helene Bodenkamp und Eugen Lettke. Helene Bodenkamp wächst sehr behütet als Tochter eines angesehenen Arztes auf, während Eugen Lettke der Sohn eines gefallenen Soldaten ist.

Nach dem Helene Bodenkamp ihr Abitur in der Tasche hat, wird ihr eine Stelle beim NSA angeboten. Seit frühester Jugend interessiert sie sich fürs Programme stricken (wobei ich anfangs über den Begriff “stricken” gestolpert bin). Lange habe ich mich gefragt, wie sich die Wege der beiden Protagonisten kreuzen werden.

Helenes Aufgabe ist, Programme so zu stricken, dass Analysten, wie Eugen Lettke, arbeiten können. An Hand von bestimmten Befehlen, Verknüpfung von einzelnen  Begriffen, kann so heraus gefunden werden, wer wann sein Votel (Volkstelefon) benutzt.

Aus Angst vor Geldwäsche wurde das Bargeld abgeschafft. Alles wird nur noch bargeldlos, entweder mittels Votel oder Bankcard, abgewickelt. Auf einer Party lernt Helene den jungen Arthur kennen. Als dieser die Arme verbotenerweise verlässt, versteckt sie ihn bei ihrer Freundin Marie. Sie und ihr Mann verfügen über ein ausgebautes Versteck. Nun muss Helene aufpassen, dass er nicht entdeckt wird.

Für mich war es das erste Buch, das ich von Andreas Eschbach gelesen habe. Das Thema hat mich von Anfang an fasziniert. Gekonnt verwebt der Autor in seinem Buch historische Fakten mit fiktionalem. Der Schreibstil ist packend und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dennoch hinterlässt das Buch einen faden Beigeschmack. Wie leicht geben wir unsere Daten aus der Hand, ohne uns großartig Gedanken zu machen, was aus unseren Daten geschieht. Sind unsere Daten wirklich so sicher. Anfangs habe ich es noch belächelt, als es hieß, dass Fernseher abgehört werden können. Eine Userin aus der Leserunde fragte mich, ob ich mir da so sicher sein kann.

“NSA” ist ein packendes Buch, das mich so schnell nicht mehr los lässt.