Hart, Sophie: Verliebte Frauen ticken anders

Angeknacksten Beziehungen wieder zu neuem Glück zu verhelfen – das hat sich die hoffnungslose Romantikerin Annie auf die Fahnen geschrieben. Die Therapeutin hilft Nick und Julia, deren Sexleben am unerfüllten Kinderwunsch zu scheitern droht. Sie hilft den frisch Verlobten Zoe und Simon, die sich geschworen haben, sich ihr erstes Mal für ihre Hochzeitsnacht aufzuheben, die Finger aber nicht voneinander lassen können. Und sie hilft Ray und Linda, die zwar seit 30 Jahren eine solide Ehe führen, die Hoffnung auf einen romantischen zweiten Frühling aber fast aufgegeben haben. Während all diese Paare das Glück wiederfinden, geht sie selber in Sachen Liebe leer aus, ihre einzige Gesellschaft sind die Goldfische Harry und Sally. Bis sie eines Tages begreift, dass sie endlich beginnen muss, ihre guten Ratschläge auch selbst zu beherzigen …

 

ticken Ende Dezember 2014 habe ich das Erstlingswerk “Unanständige Frauen lesen und trinken Kafee” gelesen und mir gefiel da mir das Buch damals richtig gut gefallen hat, musste ich dieses Buch auch lesen. Warum lag das Buch nur so lange ungelesen bei mir herum?

Annie arbeitet nach ihrem Studium als selbständige Sexualtherapeutin um Paaren wieder zu einer harmonischen Beziehung zu verhelfen. Sie selber ist Single, seit ihre Ehe in jungen Jahren gescheitert ist. Ihre Schwester will sie verkuppeln aber Mr. Right war nie dabei.

Im Buch geht es hauptsächlich um die drei Paare Julia und Nick, Linda und Ray sowie Zoe und Simon. Nick und Julia versuchen seit geraumer Zeit Eltern zu werden. Durch das ständige GnP ist die Romantik zwischen den beiden abhanden gekommen. Nick wendet sich daher an Annie, damit sie ihnen und ihrer Ehe helfen kann. Julia ist alles andere als begeisterst, als Nick sie zu Annie schleift. Sie kann sich nicht vorstellen, dass sie dort gut aufgehoben sind. Ebenso ergeht es Linda, sie und Ray sind seit seit vielen Jahren verheiratet und Ray wünscht sich mehr Romantik. Zoe und Simon sind dagegen ein frischverliebtes Paar, das kurz vor der Hochzeit steht. Zoes Wunsch ist, dass sie bis zur Eheschließung keinen Sex mehr haben. Allen Paaren gibt Annie individulle Hausaufgaben auf. An einem Paar Samstag treffen alle drei Paare aufeinander und es entstehen neue Freundschaften.  Annies Büro Nachbar, Jamie, scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben.

“Verliebte Frauen” habe ich unheimlich gerne gelesen, da es sich sehr flüssig liest. Es war interessant “mitzuerleben” wie sich die Beziehung der Paare verändert. Ich hatte eine Ahnung, wie sich der Verlauf der Handlung entwickeln könnte, was dann auch eintraf aber das störte mich überhaupt nicht. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und ich hatte einfach nur ein paar schöne Lesestunde. Daher kann ich das Buch auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Einfach ein schönes Buch für den Balkon oder den Strandurlaub.

 

Pirotte, Emmanuelle: Heute leben wir

EIN SS-OFFIZIER RETTET JÜDISCHES MÄDCHEN: Renée ist 6 oder 7, ganz genau weiß sie es nicht. Als elternloses jüdisches Mädchen wird sie im letzten Kriegswinter vor den Deutschen versteckt – bei den Nonnen, dem Pfarrer, den Bauern in den Ardennen. Bis sie dem SS-Offizier Matthias in die Hände fällt. Er verschwindet mit ihr im Wald, um sie zu erschießen, aber plötzlich nimmt alles einen ganz anderen Lauf. Dieses Mädchen mit den dunklen Augen wird Matthias Leben für immer verändern.

 

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (23. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3103972113
  • ISBN-13: 978-3103972115

heute “Heute leben wir” ist ein klassisches Buch, dass ich beim Stöbern entdeckt habe. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich schon einige Bücher gelesen habe, die zu diesem Zeitraum spielen. Es ist kurz vor Kriegsende und es kommt zum Widerstand gegen deutsche Soldaten und der Handlungsort ist meistens Frankreich (Normandie…) oder Italien. Obwohl das Buch keine 300 Seiten stark ist, habe ich länger gebraucht es zu lesen als so manch dickeres Buch. Mit “Heute leben wir”, dass in Frankreich mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, kam ich irgendwie nicht klar.

Erzählt wird die Handlung aus der siebenjährigen Renee, damit sie vor den Nazis in Sicherheit ist, wird sie in ein Kloster gebracht. Als die Nazis dieses Kloster durchsuchen wird sie vom Pater einem vermeintlich amerikanischen Soldaten in die Hand gedrückt. Dieser entpuppt sich recht schnell als deutscher Elitesoldat, doch als Matthias das siebenjährige Mädchen erschießen soll, kann er es nicht. Dabei hat er in seinem Leben schon einige Menschen umgebracht und kennt keine Skrupel. Gemeinsam verstecken sich die beiden in einer Hütte im Wald. Renee ist für Matthias eigentlich ein Klotz am Bein, sodass er das Mädchen auf einem Bauernhof abgibt, wo er sie in Sicherheit währt. Doch schon nach kurzer Zeit vermisst das Mädchen und er macht sich auf den Weg um sie abzuholen. In der Zwischenzeit wurde das Gut von amerikanischen Soldat besetzt. Auf Grund seiner Trapper Vergangenheit gibt sich Matthias als kanadischer Soldaten aus. Immer mit der Gefahr, dass er enttarnt werden könnte.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich mit der Handlung überhaupt nicht warm wurde. Die ganze Handlung wirkte auf mich mehr als  gewollt. Die ganze Charaktere waren alles andere als durchdacht. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ein siebenjähriges Mädchen so tough sein kann, dass es sich mit einem Nazi Offizier “anlegt”. Sie wirkt auf Grund ihrer Beschreibung deutlich älter als sieben Jahre aber auch Matthias ist ein Charakter, böser Nazi der dann zum Gutmensch motiviert, wirkte auf mich alles andere als authentisch. So wird er mit 5 schwerbewaffneten Amerikaner fertig und tötet 12 SS Soldaten quasi im Alleingang…. Die Handlung bzw. Schreibstil wirkte auf mich sehr, sehr schwerfällig. Bis kurz vor Ende plätschert die Handlung eher lustlos vor sich hin, bis es dann zum finalen Höhepunkt kommt.

Daher kann ich das Buch auch nur bedingt weiterempfehlen, von mir bekommt es daher auch nur 2 von 5 Sternen. Es ist kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss.

 

Mal eine kurzes Zwischenfazit

Irgendwie vergeht die Zeit schnelll als man schauen kann und der Monat ist auch schon  wieder zur Hälfte rum. In diesem Monat läuft es lesetechnisch viel runder als im letzten.

Bisher war kein Buch dabei, das mir überhaupt nicht gefallen hätte. Den Nachfolger, bzw. der vierte Band, von “der Schatten des Windes”, konnte mich nicht so überzeugen, sodass ich erst einmal zur Seite gelegt habe. Dafür konnte mich “Das Buch der Spiegel” restlos überzeugen, auch wenn die Kritiken auf Amazon teilweise nicht so gut waren.

Meine bisherigen Bücher:

  1. Dürrenmatt, Friedrich: Der Richter und sein Henker
  2. Hart, Sophie: Verliebte Frauen ticken anders
  3. Sacerdoti, Daniela: Himmel im Herzen
  4. Blondel, Jean-Philippe: Liebeserklärung
  5. Chirovici, O.: Das Buch der Spiegel
  6. Pfister, K.: Die Kunster Dinosaurier zu falten

Want to read:

  1. Pirotte, Emmanuelle: Heute leben wir ( das fehlen mir noch knapp 170 Seiten)
  2. Bernard, Caroline: Rendevous im Cafe des Flore
  3. Bradley, Alan: Mord im Gurkenbeet
  4. Sellano, Luis: Portuiesische Rache ( lese ich aktuell)
  5. demnächst in Tokio
  6. Die Zitronenschwestern

Chirovici, E.O: Das Buch der Spiegel

Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen …

 

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (27. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442314496
  • ISBN-13: 978-3442314492
  • Originaltitel: The Book of Mirrors

spiegel  Um dieses Buch muss es einen regelrechten Hype gegeben haben, der an mir spurlos vorüber gegangen ist. Selbst Denis Scheck muss das Buch in den höchsten Tönen gelobt haben, wobei sein Buchgeschmack nicht immer trifft. Mein Exemplar hatte ich hier aus der Feuerbacher Stadtteilbibliothek. Dort lag es herum und schrie “Nimm mich mit”. Neugierig wie ich war, las ich die ersten Seiten bereits in der Bücherei und auch auf dem Heimweg musste ich während des Gehens weiterlesen und ich kann hier schon mal sagen, dass es eines der interessantesten Thriller war, die ich in den letzten Wochen bzw. Monaten gelesen habe, da der Ansatz anders war, als das was ich bisher kannte und das macht das Buch zu einem kleinen Highlight.

In der Regel werden Literaturagenten nur so von Exposees überschattet, genauso ergeht es auch Peter Katz, dem ein Exposee eingeht. Er liest dieses und kann es kaum noch aus der Hand legen, denn es hört genau an der spannendsten Stelle auf. Richard Flynn, der Autor, erzählt den Mord, an einem der bedeutendsten Psychiatern der Zeit. Dr. Wieder war nicht nur seine Publikationen bekannt, seine Gutachten waren entscheidend, ob jemand für zurechnungsfähig er erklärt werden konnte. Über seine Mitbewohnerin, Laura Baines, bekommt Richard den Auftrag, die Bibliothek des Professors zu katalogisieren. Laura Baines war eine Charaktere, die ich von Anfang nicht mochte… Kurz bevor es zu dem Mord kommt, hört das Exposee auf und Peter Katz, dessen Interesse geweckt wurde, möchte auch den Rest des Manuskripts lesen. Doch der Autor ist schwerkrank und stirbt, bevor Peter mit ihm reden kann.

Peter Katz bittet einen befreundeten Journalisten Licht ins Dunkle zu bringen und heraus zu finden, ob er den Rest des Manuskripts auftreiben kann. Je mehr dieser ermittelt um so undurchsichtiger wird das Ganze. Schlussendlich löst ein ehemaliger Detective den Fall.

In der Regel sind Krimis bez. Thriller so aufgebaut, dass es ein Opfer oder mehrere gibt und es einen Ermittler gibt, der den Täter zur Strecke bringt, was ja auch in der Regel sehr spannend ist.  Dem Autor des Buchs ist es nicht wichtig, dass man als Leser erfährt, wer Professor Wieder umgebracht hat, sondern das Warum und dieser Ansatz machte das Buch so lesenswert und spannend. Der Schreibstil war unheimlich packend und faszinierend, sodass ich das Buch mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen habe. Da mich das Buch so richtig gepackt, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Von mir gibt es daher auch 5/5 Sternen (und ich bin mit einer solchen Bewertung eher zurück haltend).

Freitags-Füller

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1. Es gibt nichts, dass man nicht hin bekommen kann, wenn man es nur will .

2.  Mit guter Laune, Schoki und Espresso geht alles.

3. Wie konnte ich nur ohne meine Nespresso Maschine auskommen ?

4.  Ich besitze  (k)eine Handtaschen weder von Marke x noch y

5.  Mein iPad ist mein Lieblingsspielzeug.

6.  Der Eurovision Song Contest geht an mir spurlos vorüber.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Buch , morgen habe ich geplant, dass ich in den Park und in die ZB gehe und Sonntag möchte ich zu Starbucks !

Letzte Woche war Mr. Fogg im KH, sodass ich am letzten Freitags-Füller nicht teilnehmen konnte. Diese Woche gibt es keinen Grund, dass ich den Freitgs-Füller schwänze.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Lesemonat April

Der April war, was das Lesen betrifft, ein sehr bescheidener Monat. Ich wollte meinen Rückblick eigentlich schon gestern schreiben aber Mr.Fogg ist seit gestern im Krankenhaus und seit Nacht fiebert auch sein kleiner Bruder, Mr. Cohen. Nun, da müssen wir durch.

  1. Kristin, Hannah – die Nachtigall: Irgend habe ich das Gefühl, dass es wieder verstärkt Literatur gibt, die im 2. WK angesiedelt sind. Dieses habe ich gerne gelesen. (4/ 5 Sternen)
  2. Hillenbrand, Tom – Gefährliche Empfehlung: Der 5. Band um den Luxenburger Koch Xavier Kiefer. Obwohl dies ein Krimi ist, spielt eine Zeitebene im 2. WK. Diese Reihe lese ich unheimlich gerne. ( 4/5 Sternen)
  3. Trinkaus, Sabine – Seelenfeindin: Dieses Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Dazu hatte ich eigentlich eine Rezension geschrieben, die mein Laptop aber geschluckt hat. Das war mein Buch des Monats (4,5/ 5 Sternen)
  4. Mataya, Tamara- Manche Tage muss man einfach zuckern: Als bekennende Coverkäuferin musste ich dieses Buch einfach haben und lesen. Obwohl das Buch so ausgegangen ist, wich dachte, war es toll (5/5 Sternen)
  5. Flanagan, Richard – die unbekannte Terroristin : Diese Buch hat mich doch ein ein wenig enttäuscht. Meine Erwartungen waren einfach zu hoch (3/5 Sternen)
  6. Henn, Carsten Sebastian – der letzte Champagner: Die ist mittlerweile der 5. (kann auch der 6.) Band einer Reihe. Es war ganz ok.

Das war mein bescheidener Lesemonat. Ich hege die leise Hoffnung, dass es diesen Monat wieder mehr Bücher werden.

Wie war euer Lesemonat?

Buchdate (oder mein erstes Mal)

Ich hatte schon vor ein paar Wochen erwähnt, dass ich beim Buch Date teilnehmen werde, da ich die Idee einfach klasse finde. Meinem Buch Date hatte ich drei Bücher empfohlen und sie entschied sich für die Hexe von Freiburg. Dies war eines der ersten historischen Bücher, die ich gelesen hatte. Im Gegenzug bekam ich folgende Vorschläge:

  1. Schuld und Sühne
  2. Der Richter und sein Henker
  3. Das Parfum.

Ich muss gestehen, dass mir die Auswahl überhaupt nicht leicht fiel. In der Schule lasen wir “der Besuch der alten Dame” und wie so mit Bücher ist, die man gezwungenermaßen lesen muss, mochte ich das Buch nicht (aber wer liest mit 16 anstrengende Bücher, über die man auch noch Hausaufgaben muss). Im Zuge des Buch Dates hatte ich mir “das Parfum” auf dem Bücherflohmarkt gekauft und hatte mich für dieses Buch entschieden. Doch dann habe ich mich spontan für ” der Richter und sein Henker” entschieden (allerdings die Ausgabe der SZ)

“Der Richter und sein Henker” ist einer seiner berühmtesten Romane – die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des totkranken Komissars Bärlach – die Geschichte einer hintergründigen Pointe.

 

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 120 (1. Juni 1955)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499101505
  • ISBN-13: 978-3499101502

RichterDa ich im April eine kleine Leseflaute hatte, habe ich viel zu spät mit dem Lesen der Lektüre begonnen und ich habe ein paar Kapitel gebraucht um in die Handlung eintauchen zu können.

Mit “der Richter und sein Henker” hat der Schweizer Dramatiker Dürrenmatt das Genre gewechselt und hat damit seinen ersten Kriminalroman vorgelegt. Den er aus finanziellen Gründen geschrieben hat. Der Richter und sein Henker erschien als ersten in acht Folgen in der Schweizerische Beobachter.

An einer Landstraße wird die Leiche des Polizisten, Schmied gefunden. Schmied wurde erschossen  in seinem Wagen auf gefunden. Betrachtet man den Tatort, spricht vieles dafür, dass er seinen seinen Mörder kannte. Clenin, Dorfpolizist, war nach dem Leichenfund deutlich überfordert. Versierte Krimileser schaudert es sicher, wenn sie lesen, wie Clenin mit dem Toten umgeht..

Für den schwerkranken Bärlach steht von Anfang an fest, wer seinen besten Ermittler ermordet hat. Den Verdacht teilt er Tschann nicht. In Schmieds Arbeitszimmer findet er eine Akte, die ihn zu Gastmann führt. Gastmann ist seit 40 Jahren Bärlachs Widersacher. Er und Gastmann versuchen sich seit Jahren zu vernichten und das schürte Bärlachs Hass auf Gastmann ins unermessliche. Währenddessen kann Gastmann ein Verbrechen nach dem anderen begehen, ohne, dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Recht schnell wie Bärlach klar, wer Schmied getötet hat und auch das Warum. Dürrenmatt schafft es, dass seine Leser bis zur letzten Minute im Dunkeln tappen.

Da ich ein absolut schlechtes Namensgedächtnis habe, war ich ehrlich gesagt froh, dass es in “Der Richter und sein Henker” nur wenige Charaktere gibt. Während Bärlach doch recht präsent war, blieb Gastmann doch ein bisschen nebulös. Irgendwie hätte ich gerne mehr über ihn erfahren.

Ich hatte ja erwähnt, dass ich mich an den gleichförmigen Schreibstil, der ohne große Höhen und Tiefen auskommt, erst gewöhnen musste.Doch dann war ich positiv überrascht, wie Dürrenmatt den Fall zu Ende gebracht hatte. Ich hatte ab einem gewissen Punkt eine vage Idee, wer der Täter sein könnte aber mir hat das Wieso gefehlt. Ich war ziemlich überrascht, wie Bärlach seinen Widersacher, den im Vorfeld noch gewarnt hat, er würde ihm seinen Henker auf den Hals hetzen, zu Fall gebracht.

Da ich dieses Buch, im Gegensatz zu Schulzeiten, freiwillig gelesen habe, konnte es mich überzeugen und bekommt daher auch vier von fünf Sternen.

Das Kernthema “Gut gegen Böse” trifft man bei einigen Autoren, insbesondere bei Sherlock Holmes und ich muss gestehen, dass mir Sherlock Holmes eher liegt als dieses Buch. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Buch Date Aktion richtig gut gefallen hat, denn ohne die Aktion würde das Buch immer noch auf meiner Want to Liste stehen.