Janz, Tanja: Strandperlen

Tschüs, St. Peter-Ording – Tante Lilo, nicht mehr ganz frische 70, muss aus Gesundheitsgründen in wärmere Gefilde ziehen. Aber was wird nun aus ihrer geliebten Strandperle? Entschlossen vermacht sie das Unternehmen ihren zwei Nichten Insa und Stephanie. Zwei gestandene Frauen, die sich nur vom Hörensagen kennen … Für Insa ist der Nordseeort eine willkommene Abwechslung zum Schnellimbiss in Gelsenkirchen, für Stephanie die perfekte Fluchtmöglichkeit von ihrem betrügerischen Ehemann in Düsseldorf. Doch kaum erreichen sie ihr Erbe, knirscht der Sand im Getriebe ihrer Hoffnung! Denn statt einer schnuckligen Strandpension hat ihnen Tante Lilo einen heruntergewirtschafteten Campingplatz vermacht. Watt für ein Sommer am Meer …

 

  • Broschiert: 299 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (11. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956491815
  • ISBN-13: 978-3956491818

strandperlen Da ich heute meinen jährlichen Urologen Termin hatte, habe ich mir dieses Buch mitgenommen und es im Wartezimmer gelesen, denn dafür eignet es sich wunderbar. “Strandperlen” habe ich, wie viele andere Bücher auch, beim Stöbern im Online Katalog entdeckt und das blaue Cover hat es mir angetan.

Lilo lebt seit vielen Jahren auf Sylt und betreibt dort den Campingplatz “Strandperle”. Als  ihre Arthritis schlimmer wird, muss sie Sylt auf ärztlichen Rat hinverlassen und sich in wärmere Gefilde zurück ziehen. Damit ihr Erbe weiterlebt, vermacht sie ihre “Strandperle” ihren beiden Nichten, die sich noch nie zurvor begegnet sind. Für Stephanie iest es die beste Möglichkeit um sich von ihrem untreuen Ehemann zu trennen aber auch für Insa kommt diese Chance zum richtigen Zeitpunkt, da sie nach ihrem Studium keine Arbeit findet, muss sie bei ihren Eltern mitarbeiten.

Beide Frauen machen sich auf den Weg nach Sylt um beim Notar vorstellig zu werden. Nun kommt ein kleiner Knackcpunkt: beide unterschreiben freiwillig, dass sie die Strandperle übernehmen wollen und keine der beiden Frauen fragt nach, in welchen Zustand sich die “Strandperle” befindet oder ob die Strandperle verschuldet ist. Als Leserin habe ich in diesem Augenblick nur mit dem Kopf geschüttelt, da die beiden Protagonistinnen einfach zu blauäugig an die Sache heran gegangen sind.

Schnell müssen Insa und Stephanie feststellen, dass auf sie sehr viel Arbeit wartet und kein Geld vorhanden ist. Damit sie über die Runden kommen, müssen sich die Beiden einen Job suchen.

Nicht nur Stephanie hatte Pech mit ihrem untreuen Ehemann, sondern auch Insa hatte so ihr Pech mit den Männern, denn ihr Freund stellte sich als homosexuell heraus.

Da das Geld knapp ist, müssen sie, mit Hilfe von Bjarne und Tigges, ssehen, wie sie an Geld kommen. Guter Rat ist teuer, als ihr Camp, auf Grund von baulichen Mängel, geschlossen werden soll. Richtig chaotisch wird es, als Stephanies zukünftiger Ehemann ins Spiel kommt um ihr das Leben schwer zu machen.

Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass ich es nicht mag, wenn Bücher abrupt enden. Als ich mitten im Lesefluss war, kam auf einmal das Ende und hat mich fragend zurück gelassen. Klar, im Epilog, werden einige Dinge raffend zu Ende erzählt aber der Cut kam mir zu plötzlich und überraschend. Erzählt wie die Handlung abwechselnd aus Stephanies Sicht, sowie Insas Sicht erzählt. Obwohl die beiden sich noch nie in ihrem Leben gesehen haben, sind sind sie sich von Anfang an sympathisch und ist doch ein bisschen unglaubwürdig.  Vom Schreibstil las sich das Buch sehr flüßig und ich konnte mir meine Wartzeit angenehm verkürzen.  Dies ist das ideale Buch für den Urlaub, wen man sich beim Lesen einfach nur entspannen möchte.

Daher bekommt das Buch drei von fünf Sternen.

 

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Berge, Lars: Der Büro-Ninja

Jens Jansen ist ein absoluter Durchschnittsmensch: Er arbeitet in einem mittelständischen Unternehmen, hat ein ansehnliches Jahresgehalt, eine Eigentumswohnung und eine langjährige Freundin. Trotzdem quält ihn eine große innere Leere. Beruflich hat er sich schon längst aufs Nichtstun spezialisiert – auch wenn das niemand bemerkt. Um einer bevorstehenden Beförderung zu entgehen, zieht Jens Jansen lieber radikale Konsequenzen: Er versteckt sich in einem längst vergessenen Abstellraum im labyrinthischen Bürokomplex seiner Firma. Zur Tarnung, falls er doch jemanden treffen sollte, verkleidet er sich als Ninja. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Jens erfährt, dass er nicht der Einzige ist, der sich in einem Büro versteckt hält. Er erfährt von einer heimlichen Organisation, die den ehrgeizigen Plan hat, die Menschen vom Arbeitswahn zu befreien …

Lars Berge hat eine schreiend komische, kluge Satire geschrieben, in der er die moderne Arbeitswelt mit viel schwarzem Humor entlarvt. Mit unbändigem Einfallsreichtum spielt er einen Wunsch durch, der vielen bekannt sein dürfte: angesichts des alltäglichen Bürowahnsinns einfach zu verschwinden.

 

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: carl’s books (12. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570585492
  • ISBN-13: 978-3570585498
  • Originaltitel: Kontorsninja
  • Leseprobe 
  • hier kann ich bestellt werden

lars Auch dieses Buch habe ich beim Stöbern in der Bücherei entdeckt und ausgeliehen. Da das Buch recht dünn ist, die Schrift sehr groß ist, lässt sich das Buch zügig lesen (und das ist wahrscheinlich auch noch das beste am Buch).

Jens Jansen ist der typische, schwedisch Arbeitnehmer. Er arbeitet in einem Unternehmen, das Fahrradhelme herstellt. Bei ihm läuft es weder beruflich noch privat rund. Deshalb beschließt er zu verschwinden und zwar im eignen Unternehmen. Damit alles klappt, bereitet er sich gründlich vor und bestellt sich unter anderem ein Zelt.

Als er eine alt, ausrangierte Telefonanlage findet, kann er die einzelnen Gespräche mithören. So belauscht er einen Arbeitskollegen, der während der Arbeitszeit Telefonsex mit einer Prostituierten hat. Jens nutzt die Chance und redet ebenfalls mit ihr. Ihr erzählt er, dass er aussteigen will. Sie wird es sein, die ihn mit dem “schwarzen Ritter bekannt” macht, der ebenfalls von seinem normalen Alltag die Nase  voll hat.

Laut Klappentext hat der Autor eine schreiend, lustige Satire geschrieben aber lachen war alles andere als das, was ich während des Lesens gemacht habe. Die Handlung wirkte auf mich hahnebüchen und anderen Haaren herbei gezogen. Selten habe ich mich weniger  amüsiert, als beim Lesen dieses Buchs. Sollte Humor so aus, werde ich nur noch ernsthafte Bücher lesen, die nicht zwanghaft komisch sein wollen. Ich war ehrlich gesagt erleichtert, als ich das letzte Kapitel gelesen habe. Vom Thema her, war das Buch sehr interessant. Schade, dass der Autor nicht mehr daraus gemacht hat.

Da mich das Buch so gar nicht überzeugen konnte, gibt es auch nur zwei von fünf Sternen.

 

Köhler, Anne: Ich bin gleich da

Für Elsa ist Kochen viel mehr als nur ihr Beruf oder die bloße Zubereitung einer Mahlzeit. Nur in der Küche gelingt es ihr, ihre Sorgen hinter sich zu lassen. Außerdem hat sich Elsa ein Ziel gesetzt, zumindest die grobe Richtung eines Ziels: Sie will nach Norden, ans Meer. Und damit möglichst weit weg von ihrer Familie in Süddeutschland.

Jahrelang hat Elsa nur für den Augenblick gelebt. Erst als ein neuer Mann in ihrem Leben auftaucht, beginnt sie, über ihre Zukunft nachzudenken. Als die Vergangenheit sie einholt, muss sie sich entscheiden: Flieht sie weiter oder stellt sie sich ihren Gefühlen?

Sensibel und berührend erzählt Anne Köhler in ihrem Debütroman von einer starken Frau, die ihren Weg sucht und findet. ›Ich bin gleich da‹ ist ein Roman über die Sehnsucht nach Familie und Geborgenheit – voller atmosphärischer Koch- und Küchenszenen.

 

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (12. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832197516
  • ISBN-13: 978-3832197513
  • Leseprobe
  • ich

 

 

 

 

 

 

 

 

“Ich bin gleich da” habe ich beim Stöbern in

der Bücherei entdeckt und da ich gerne Erstlingswerke lese, musste ich es mir vorbestellen. In der Regel schaue ich mir keine Danksagungen an aber dieses Mal habe ich eine Ausnahme gemacht. Die Autorin dankt unter anderem Vincent Klink. Da ich in Stuttgart wohne, ist mir der Name ein Begriff (und die Wielandshöhe ist auch nur eine Haltestelle von unserem Tierarzt entfernt).

“Ich bin gleich da” ist ein Buch der leisen Töne, es kommt ohne großes Getue aus. Anfangs lernt der Leser Elli als junges Mädchen kennen, sie muss zusehen, wie ihr Vater an einem Herzinfarkt stirbt. Da sie länger als geplant bei ihren Schulkameraden am Feuer sitzt, kommt sie zu spät zu ihrem Vater. Seitdem plagen sie Schuldgefühle und sie verlässt ihr Elternhaus schon in jungen Jahren um eine Lehre zur Köchin anzutreten.

Nichts hält sie länger als nötig an einem Ort fest. Die Arbeit im xxl Schnitzelparadies fordert sie überhaupt nicht, sodass sie Urlaub macht. Auf dem Rückweg strandet sie in Hamburg und lernt dort Jan kennen. Jan ermuntert sie, dass sie sich eine Stelle in einem Sternerestaurant sucht, dies ist allerdings gar nicht so einfach. Dennoch gibt sie nicht auf und stellt sich auf eigene Faust vor.

Als ihre Mutter einen schweren Unfall hat, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und macht sich, mit Jan, auf den Weg nach Süddeutschland. Daheim muss sie feststellen, dass ihre Mutter, die immer auf ihren Anruf gewartet hat, sich die Mühe gemacht hat und sämtliche Telefonnummern ihrer Tochter heraus zu finden. Ich habe mich bis zum Schluss gefragt, ob aus Elsa und Jan noch ein Paar wird, denn die Beiden scheinen ja grundverschieden zu sein und irgendwie würde  man es Elsa ja gönnen, dass sie endlich ankommt und die Vergangenheit ruhen lassen kann.

Ich musste mich anfangs an den doch etwas spröderen Schreibstil gewöhnen, die Autorin geht sehr sparsam mit Adjektiven um.Dies verdeutlicht aber die innere Zerissenheit der Protagonistin. Nach dem ich mich aber aber an den Schreibtsil gewöhnt hatte, hat mich das Buch richtig gefesselt.

Schon an der Danksagung lässt sich erkennen, dass die Autorin sich intensiv mit der Gastromie beschäftigt hat und das spiegelt sich in der Handlung deutlich wieder. Da ich schon einige kulinarische Krimis gelesen habe, kannte ich Begriffe wie Mise en place, ansomsten hätte ich einige Begriffe nachschlagen müssen. Ohne meine Stammbücherei hätte ich das Buch nie gelesen und dann wäre mir was entgangen, denn es ist ein feines Buch der leisen Tönen. Die Autorin sollte ich im Blickfeld behalten.

Da ich ein paar interessante Lesestunden hatte, bekommt das Buch 4,5 von fünf Sternen und eine klares: Lies mich!

 

Laurain, Antoine: Der Hut des Präsidenten

Die große Liebe finden, ein meisterhaftes Parfüm kreieren, der Chef des eigenen Chefs werden: Wer träumt nicht davon, seinem Leben eine neue Richtung zu geben? Und sind Träume nicht reine Kopfsache?
Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf – und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf, um seine ganz besondere Wirkung zu entfalten. Ein Roman voller Charme und Überraschungen, über große Ziele und glückliche Wendungen – und was man dafür drauf haben muss.

 

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Atlantik (18. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455650228
  • ISBN-13: 978-3455650228

hut Ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen, dass ich das Buch nicht viel, viel früher besprochen habe. Anfang Januar war ich bei einem Bloggertreffen des Atlantik Verlags und dieses hat mir einen unglaublichen Spaß gemacht. Auf der Fahrt nach Hamburg habe ich das Buch gelesen und es hat mir unglaublich gut gefallen. Da ich bereits das erste Buch des Autoren gelesen habe, musste ich auch dieses lesen. Ein Höhepunkt des Bloggertreffen war der Live Chat mit Antoine Laurain, der auf mich sehr sympathisch wirkte.

Nun zum Buch, bereits im ersten Buch ging es um einen Gegenstand, der das Leben von zweier Protagonisten gehörig auf den Kopf gestellt hat.

Wie man dem Titel entnehmen kann, spielt auch in diesem Buch ein Hut ein große Rolle. Ein Hut, der niemanden aufgefallen wären, wäre es nicht der Hut des Präsidenten gewesen. Nach einem anstrengenden Tag gönnt sich Daniel ein besonderes Essen und am Nachbartisch sitzt F. Mitterand und Daniel wünscht sich nichts sehnlicher als  selber am Tisch des Präsidenten zu sitzen. Als dieser das Restaurant verlässt, stellt Daniel fest, dass Mitterand seinen Hut vergessen hat und anstatt ihn abzugeben, behält er ihn und dies wird sein ganzes Leben auf den Kopf stellen. In seiner Firma wird er wenig beachtet, doch der Hut macht aus ihm einen anderen Menschen und er wird befördert. Als er den Hut im Zug vergisst, setzt er alle Hebel in Bewegung um ihn wieder zu bekommen.

Doch der Hut wandert weiter, dieses Mal landet der Hut bei einer jungen Frau, die es eigentlich satt hat, die Geliebte eines verheirateten Mannes zu sein und wieder strahlt der Hut eine Magie aus und es ändert sich ein weiteres Leben und der Hut wandert weiter, dieses Mal landet er bei einem Parfumer, der seit Jahren kein neues Parfum kreiiert hat. Die einzelnen Protagonisten sind, bis auf den Parfumer, sehr sympathisch.

“Der Hut des Präsidenten” wird aus der Perspektive von fünf unterschiedlichen Protagonisten erzählt, auch wenn er nur kurze Zeit bei den einzelnen Personen verweilt, hat es der Autor geschafft, dass sie sich in mein Herz gestohlen haben. Auf den ersten Blick scheint es nur ein einfacher Hut zu sein, dennoch verändert er das Leben der Träger/innen auf eine unglaubliche Art und Weise. “Der Hut des Präsidenten”, dessen Schreibstils mich von der ersten Seite in den Bann gezogen hat, ist ein Buch, das man nicht einfach nur so wegliest. Es ist eines der Bücher, die noch lange nachwirken und ich habe es von der ersten Seite an gerne gelesen und war hinterher ein bisschen traurig, dass ich es so schnell zu Ende gelesen habe und ich freue mich für den Autor, dass er es zu recht auf die Bestsellerliste geschafft hat.

Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung und von fünf von fünf Sternen. Mein Dank geht an den Atlantik Verlag, der es mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich bin schon sehr gespannt, ob und wann es vom Autor ein neues Buch geben wird!

 

Schönau, Fanny: Herzklopfen und Hüttenzauber

Eine Ungerechtigkeit! Während ihre Geschwister bei der vorgezogenen Erbrunde absahnen, wird die alleinerziehende Journalistin Heidi mit einer windschiefen Hütte auf der Sausteigalm abgespeist. Nicht mal ein Verkauf kommt infrage, weil dort die alte Zita, die Großgroßirgendwas-Cousine ihres Vaters haust – auf Lebenszeit. Heidi beschließt, der Erbschaft einen Besuch abzustatten. Der Plan: Zita zum Auszug bewegen und die Hütte verscherbeln – und nebenbei, Plan 2, den so attraktiven wie beziehungsunfähigen Fred zu einem romantischen Bergwochenende überreden. Hat man ja schon gehört, dass die geringe Sauerstoffzufuhr da oben beziehungsstiftend sein kann. Blöd nur, dass sich das Leben nicht an Pläne hält. Schon gar nicht an die von Heidi …

 

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (16. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442481589
  • ISBN-13: 978-3442481583

herzklopfen “Herzklopfen und Hüttenzauber” hat mich auf Grund des doch recht niedlichen Covers angesprochen und da meine Bücherei es im Bestand hat, konnte ich es mir ausleihen. Erst im 2. Anlauf konnte mich das Buch packen aber ich habe das Gefühl, dass ich für dieses Genre einfach zu alt bin oder ich den Humor der Autorin einfach nicht teilen kann.

Die alleinerziehende Heidi findet es einfach nur ungerecht, dass ihre Geschwister, was das Erbe betrifft, viel besser wegkommen als sie. So erbt der Bruder den Hof und ihre Schwester bekommt 30.000 € und sie bekommt eine Hütte auf der Sausteigalm. Kurzer Hand macht sie sich auf den Weg zur Alm, wo eine Verwandte lebt. Die Zita hat ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Heidis Plan ist es, dass sie die Hütte verkauft. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, Zita ist sturer als sie aussieht.

Als Zita einen Unfall hat und nicht im Krankenhaus bleiben will, müssen die beidena Frauen sich zusammen raufen aber auch in der Liebe hat es Heidi (mit dem Namen muss man ja in den Bergen wohnen) nicht leicht. Für Fred ist sie nur ein Betthaserl. Auf der Alm trifft sie auf ihren alten Schulfreund Hannes, doch wer ist der Richtige für Heidi?

istich das Buch nicht ganz überzeugen konnte, bekommt es zwei von fünf Sternen.

Nachdem sich die beiden Frauen doch zusammen gerauft haben, tritt Heidis böse Schwägerin auf den Plan. Sie ist es, die Heidis Bruder darauf aufmerksam macht, dass die Sausteigalm zum Hof gehört und somit nicht an Heidi vermacht werden kann. Nun müssen Heidi und Zita ums Erbe bangen. Zum ersten Mal stellt Heidi fest, dass sie gar nicht verkaufen will.

Vor dem Lesen schaue ich mir ja nur sehr selten Rezensionen an, da ich schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass gehypte Bücher mir überhaupt nicht gefallen, bzw. ich das Gefühl, dass ich ein anderes Buch gelesen habe. Ich wurde mit dem Schreibstil der Autorin überhaupt nicht warm und Heidi hat stellenweise nur noch genervt, Zita dagegen mochte ich vom ersten Augenblick. Es war irgendwie lustig, wenn sie Heidi immer in dritter Person angesprochen hat, ihre Grantigkeit war erfrischend anders.Interessant wurde Zita, nachdem sie Heidi ihre Lebensgeschichte erzählt hat.

Herzklopfen und Hüttenzauber ist ein netter Frauenroman, mit traumhafter Bergkulisse aber halt nur ein Buch für zwischendurch. Es ist ein ideales Urlaubsbuch, wenn man nicht großartig nachdenken will, sondern einfach nur abschalten möchte.

Obwohl der Schreibstil der Autorin recht angenehm zu lesen ist, konnte mich das Buch nicht überzeugen und bekommt daher auch nur zwei von fünf Sternen!

 

Abgebrochen: George, Elizabeth (bedenke, was du tust)

Barbara Havers folgt am liebsten ihrem Instinkt, Regeln und Vorschriften interessieren sie wenig. Nach ihren letzten Alleingängen hat sie aber keinen guten Stand bei ihrer Chefin Isabelle Ardery. Ein falscher Schritt und sie könnte strafversetzt werden. Mit Unterstützung von DI Thomas Lynley will sie ihrer Chefin beweisen, dass sie ein guter Detective ist. Da kommt es ihr gerade gelegen, dass sich in Cambridge ein mysteriöser Todesfall ereignet hat: Die Bestsellerautorin Clare Abbott wurde tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Aber war es überhaupt ein Mord? Clares Freundin und Lektorin Rory Statham glaubt jedenfalls nicht an einen natürlichen Tod. Auch Barbara hat das Gefühl, dass es im Verborgenen einen Gegenspieler gibt, der einem perfiden Plan folgt – ein Gefühl, das bestätigt wird, als sie Rory kurz darauf mit dem Tod ringend in ihrer Wohnung auffindet …

 

  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Gebunden (19. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442313724
  • ISBN-13: 978-3442313723

tust  Ich habe schon seit ein paar Jahren nichts mehr von Elizabeth George gelesen. Da es “bedenke, was du tust” in der Bücherei zum Ausleihen gab, hatte ich es mir ausgeliehen aber nach 256 Seiten habe ich es abgebrochen. Ich wollte wirklich durchhalten aber die Handlung des Buchs ist dermaßen langweilig und belanglos geschildert, dass ich einfach keine Lust mehr hatte, es tatsächlich zu beenden und ich habe mehr als 1/3 durchgehalten.

Die Handlung beginnt 3 Jahre und drei Monate vor dem eigentlich Mord und schon am Beginn hatte ich mich gefragt, ob und wie diese Informationen der notwendig sind. Ich mag Bücher, deren Handlung linear erzählt werden, dies kann auch auf zwei Zeitebenen passieren und dabei kann es auch zum Wechsel einzelner Protagonisten kommen aber E. George springt munter zwischen den Zeiten umher, bis sie endlich in der Gegenwart ankommt. In den früheren Büchern mochte ich Barbara Havers besonders, da sie immer authentisch und nonkonform handelt. Da auf dem Schreibtisch ihrer Vorgesetzten ein Versetzungsantrag liegt, agiert sie so, wie ihre Vorgesetzte es von ihr verlangt. Ihrer Vorgesetzten ist es dabei völlig egal, dass sie keine Leistung mehr bringt. In diesem Buch spielt sie das brave Mäuschen ( zu mindest bis 256).

Da mich die Handlung überhaupt nicht reizen konnte, werde ich keine weitere Lesezeit verschwenden. Da ich das Buch abgebrochen habe, kann ich dem Buch noch nicht mal einen halben Stern geben. Selten habe ich mich durch 256 Seiten so durchgequält wie in diesem Buch und ich hatte noch nicht mal Lust die letzten Seiten des Buchs zu lesen, sodass ich nicht weiß, ob Clares Tod ein Mord war oder nicht.

Bis zum Zeitpunkt des Abbruchs hatte ich nicht das Gefühl, dass ich einen Krimi gelesen habe, dazu war der Schreibstil zu langatmig und die Handlung hätte gut und gerne 50 Seiten kürzer sein können. Für mich war es eher ein Familiendrama.

 

Fitzgerald, Sarah Moore: Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens

Ein wunderbares Buch über das Anderssein, über wahre und falsche Freundschaft und darüber, dass die Rettung manchmal von unerwarteter Seite kommt

Oscar ist Megs bester Freund. Er hat ein besonderes Gespür für seine Mitmenschen und ist mit seinem Apfelkuchen stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Doch als er selbst Hilfe braucht, ist Meg am anderen Ende der Welt. Und auch sonst ist niemand für ihn da. Oscar verschwindet spurlos – und alle befürchten das Schlimmste. Alle, bis auf Meg. Sie ist fest entschlossen, herauszufinden, was wirklich passiert ist …

 

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 2 (20. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3737351961
  • ISBN-13: 978-37373519

wunder Ich habe eine Schwäche für Büchoer mit außergewöhnlichen Buchtitel und dieses Buch hat mein Mann bei Osiander für mich entdeckt. Ich habe mich gefreut, als ich das Buch in der Bücherei ausleihen konnte und da das Buch relativ dünn ist, habe ich es mehr oder weniger an einem Stück durchgelesen.

Oscar ist ein wunderbarer Junge, der erkennt, wenn jemand seine Hilfe braucht. Er kann einen wunderbaren Apfelkuchen backen, der allen schmeckt. Doch dann ist Oscar weg, von einem Tag auf den anderen ist Oscar verschwunden und Meg macht sich Vorwürfe, dass sie nicht für Oscar da war, als er sie am meisten gebraucht hätte. Meg und Oscar sind beste Freunde. Während es Oscar so richtig schlecht geht, ist Meg mit ihren Eltern in Neuseeland. Die Beiden haben sich geschworen, dass sie sich jeden Tag schreiben. Während Meg mit ihren Eltern in Neuseeland ist, hatten sie ihr Haus an Paloma und ihre Mutter vermietet.

Doch die engelsgleiche Palamo hat es faustdick hinter den Ohren. Nachdem Oscar sie hat abblitzen lassen, sinnt sie auf Rache und macht alles, damit Oscar zum Außenseiter wird. Palamo ist es gewohnt, dass sie immer und überall im Mittelpunkt steht.

Durch ein Missverständnis kommt es zum Bruch der Freundschaft zwischen Meg und Oscar. Viel zu spät erkennt Meg, was wirklich wichtig ist. Meg und Oscars Bruder sind die Einzigen, die fest daran glauben, dass Oscar lebt und das es ihm gut geht.

Die Handlung wird einmal aus der Sicht von Meg und auf der anderen Seite von Oscar erzählt. Während der Leser einen gewissen Informationsvorsprung hat, muss Meg bis zum Ende ausharren, damit sie weiß ob Oscar lebt oder nicht.

“Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens” ist eigentlich ein Jugendbuch für Kinder ab 12, dennoch habe ich das Buch ziemlich gerne gelesen. Es ist ein Buch der leisen Tönen und macht deutlich, was wirklich im Leben zählt. Freundschaft ist ein zerbrechliches Gut und muss daher gut gepflegt werden. Das Buch macht deutlich, wie leicht man zum perfekten Mobbing Opfer wird, wenn man anders ist als alle anderen um einen herum. Da ich das Buch richtig gerne gelesen habe, gibt es von mir fünf von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung (egal ob man 12 oder 30 ist)