Beaton, M.C: Agatha Raisin und der tote Richter

»Die deutschen Leser werden M.C. Beatons Krimis lieben.« ANN GRANGER Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds – davon hat Agatha Raisin schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit die Ex-PR-Beraterin aus London allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn: Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben! Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen.

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (19. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404168283
  • ISBN-13: 978-3404168286
  • Originaltitel: Agatha Raisin and the Quiche of Death

Agatha

 

Ich schau ja immer im OPAC, welche Neuerscheinungen es in der Stadtbibliothek gibt und gegebenenfalls bestelle ich mir die Bücher auch gleich vor. Auf diesem Weg habe ich Agatha Raisin entdeckt und da das Buch relativ dünn ist, hatte ich es auch zügig durch gelesen.

Agatha hat ihren großen Traum verwirklicht und sich ein kleines Cottage in den Cotswolds gekauft. Da die Einheimischen sie nicht gerade mit offenen Armen, genau wie im Ländle, empfängt, hat sie eine Idee, wie sich das ändern lässt. Sie nimmt am Quiche Wettbewerb teil. Dummerweise stirbt der Preisrichter und sie sitzt mächtig in der Patsche. Sie muss den Mordverdacht von sich weisen und zugeben, dass sie die Quiche nichts selbst gebacken hat. Nach dem dies geklärt ist, wird die Sache als Unfall abgetan. Doch Agatha ermittelt heimlich, mit ihrem Freund Roy, und gerät dabei in höchste Lebensgefahr.

Mit Agatha hat die Autorin eine Protagonistin ala Miss Marple erschaffen, nur ca. 20 Jahre jünger. Am Anfang wirkte Agatha auf mich etwas hochnäsig, doch mit der Zeit, kam ich immer besser mit ihrer Art und Weise zu recht.  Neben Agatha habe ich die Frau des Vikars in mein Herz geschlossen. Wer gerne ruhige, britische Krimis liest, wird Agatha mögen. Ich habe mir bereits Agatha und der tote Tierarzt in der Bücherei vorbestellt und freue mich schon aufs Lesen.

Daher gibt es von mir vier von fünf Sternen.

Farrant, Natasha: Die Geschwister Gadsby

Bluebells Familie wird täglich verrückter: Die ständig über Wochen abwesenden Eltern; die große Schwester Flora mit dem Hang zum Drama und den ständig wechselnden Haarfarben; Jasmin und Twig mit ihren geliebten Ratten, die sich plötzlich drastisch vermehren (obwohl doch angeblich alle Weibchen waren); der Au-Pair-Student Zoran, der den ganzen Laden mit Würstchen und gesundem Menschenverstand zusammenhält. Dann zieht im Nachbarhaus auch noch Joss ein, und er ist doch netter, als Bluebell zuerst dachte …

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Carlsen (21. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551583110
  • ISBN-13: 978-3551583116
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 – 13 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22,5 x 22,1 x 3,1 cm

Geschwister

Die Geschwister Gadsby habe ich per Zufall bei Hugendubel entdeckt, da mir das Cover so gefiel, musste ich Buch lesen. Die Geschwister machen auf den ersten ersten Blick einen normalen Eindruck. Drei Mädchen, ein Junge, Papa und Mama. Schaut man aber näher hin, merkt man sehr schnell, dass in der Familie nicht alles in Ordnung ist. Die Eltern “gurken” lieber in der Weltgeschichte herum. Um die Kinder kümmert sich Zoran, das Mädchen für alles.

Eigentlich müsste die Familie aus fünf Kindern bestehen, doch Iris verunglückte tödlich und seit diesem Tag ist alles anders als vorher. Jeder unterdrückt seinen Kummer, ohne das darüber gesprochen wird. Die Handlung wird in Tagebuch aus Bluebells Sicht geschildert. Seit Iris Tod wird sie von ihrer besten Freundin ignoriert und schikaniert. Erst als der Nachbarsohn in ihr Leben tritt und für sie eine Entscheidung trifft, ändert sich ihre Position, sie wird in ihrer Klasse wieder wahr genommen.  Am Ende nimmt das Buch noch eine gute Wendung.

Die ganzen Protagonisten wurden einfach nur liebenswürdig geschildert. Am Anfang hatte ich meine Probleme mit Blues Mutter. Sie arbeitet lieber in New York, als sich um ihre Kinder zu kümmern. Nach und nach kommt aber raus, warum die Mutter so handelt und nicht anders. So verarbeitet sie den tragischen Tod einer ihrer Zwillingstöchter.

Mit viel Feingefühl und einer guten Prise Humor erzählt die Autorin die Familiengeschichte. Mich hat das Buch positiv überrascht und an einer Stelle kam ich nicht mehr aus dem Grinsen heraus. Ich würde mich freuen, wenn es noch einen weiteren Band geben würde. Ich habe das Gefühl, dass in der Familie noch Potential für ein weiteres Buch steckt.

Lindgren, Astrid: Ferien auf Saltkrokan

Ferien auf Saltkrokan! Pelle, seine große Schwester Malin und seine beiden Brüder entdecken auf der kleinen Insel die unberührte Natur der schwedischen Schären. Sie baden im Meer, fangen Fische, sammeln Pfifferlinge und feiern Mittsommer. Nichts aber ist schöner für Pelle, als gemeinsam mit Tjorven, dem Inselmädchen, und ihrem großen Bernhardinerhund Bootsmann über die Felsen und durch den Wald zu streifen und dabei von einem Abenteuer ins nächste zu stolpern …

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag; Auflage: 12., Aufl. (Februar 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789141194
  • ISBN-13: 978-3789141195
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

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  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag; Auflage: 16 (Februar 1968)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789122319
  • ISBN-13: 978-3789122316
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 8 Jahre

Und als Bilderbuch: Jule und die Seeräuber (wobei Jule im Film Skrollan heißt, was mir persönlich besser gefällt).

“Pippi Langstrumpf” oder “Emil von Lönneberga”” gehören wohl zu den bekannsten Bücher der Autorin. Vor ca. 12 Jahren wurde ich auf das Buch aufmerksam. In einer Frauenzeitschrift las ich, dass ein Ehepaar ihren Sohn Tjorven nennen wollten und das Standesamt den Namen nicht beurkunden wollte. Daraufhin habe ich das Buch verschlungen und habe ich mich spontan in den Namen “Tjorven” verliebt. Der Name ist im Buch omnipotent vertreten und Tjorven sehr altklug rüber kommt, muss man sie einfach mögen.

Letztes Jahr standen meine Tochter, die das Buch überhaupt nicht mag, auf der Astrid Lindgren Terasse in Stockholm und haben auf Haus geschaut, in dem Astrid Lindgren 60 Jahre lang lebte. Als Bücherjunkie waren wir in allen Buchhandlungen und haben in allen Buchhandlungen “Ferien auf Saltkrokan” in der Hand gehabt. Ich war drauf und dran mir die schwedische Ausgabe zu kaufen, da ich aber kein schwedisch kann, habe ich es nicht gekauft aber immerhin habe ich mal in der Hand gehabt.

Astrid Lindren nimmt ihre Leser mit auf die fiktive Insel Saltkrokan. Wir leser begleiten die Familie Melcherson auf ihrem Sommerurlaub. Die Familie besteht aus Melcher (Autor), den Kindern Malin, Johann, Niklas und Pelle.  Melcher mietete, obwohl er von der Insel noch nie etwas gehört, das Schreinerhaus, da der Name so romantisch klingt. Peller freundet sich auf dem Dampfer mit der kleinen Stina an. Die restliche Familie ist von den Urlaubsplänen ihrer Vaters überhaupt nicht überzeugt.

Auf der Insel angekommen, lernen sie Tjorven, das kleine Inselmädchen, kennen. Diese wird später sehr viel Zeit mit Pelle und Stina verbringen. Johann und Niklas haben die Befürchtung, dass es auf der Insel langweilig werden könne. Doch die beiden Jungs freunden sich mit Tjorvens älteren Schwestern an und haben so eine tolle Zeit auf Saltkrokan (Kräheninsel).

Die vier Kinder erleben, wenn auch getrennt, einen tollen Sommer mit einigen Höhen und Tiefen. Melcher glaubt, dass dies der perfekte Ort für seine Familie ist. Doch das Glück wird getrübt, als das Schreinerhaus verkauft werden soll. Doch die pfiffige Tjorven (ja, mittlerweile kann ich den Namen fehlerfrei schreiben 🙂 ) hat eine Idee wie man das verhindern kann.

Obwohl es in dem Buch um Tjorven, Stina und Pelle geht, liegt der Hauptaugenmerk der Autorin auf Tjorven. Tjorven (unsere Tjorven) ist einfach eine Protagonistin die man lieben muss, Vestermann ist der klassische Antagonist zu Tjorven. Er ist jemand der auf den ersten Blick sofort unsympathisch ist.

Ferien auf Saltkrokan ist ein warmherzig geschriebenes Familienbuch. Es lädt zum Träumen ein, jedes Mal wenn ich das Buch lese oder die Serie anschaue, würde ich am liebsten meine Koffer packen und mich auf den Weg nach Stockholm machen. Astrid Lindgren schafft es immer wieder, dass das Kind in ihren Lesern wieder hervor kommt. Ich hatte während des Lesens alle Schauspieler der Serie vor meinen Augen. A. Lindgrens Schreibstil ist einfach nur flüssig und leicht, man muss einfach weiterlesen.