Sands, Lynsay: Ein Vampir für alle Lebenslagen

Nicole Phillips könnte nicht überraschter sein, als die Haushälterin, die sie einstellen wollte, sich als äußerst attraktiver Mann erweist. Jake Colson kann jedoch nicht nur sündhaft gut kochen, er ist außerdem ein Vampir. In Wahrheit wurde er nämlich von Marguerite Argeneau damit beauftragt, Nicole als Bodyguard zu beschützen. Denn irgendjemand scheint es auf das Leben der jungen Frau abgesehen zu haben.

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (15. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802595327
  • ISBN-13: 978-3802595325

U_9532_1A_LYX_VAMPIR_FUER_ALLE_LEBENSLAGEN_19.IND9 “Ein Vampir für alle Lebenslagen” ist der mittlerweile 19. Band um die kanadische Argeneau Familie und es ist der definitiv schwächste Band aus der Reihe, da ich aber bisher fast alle Bücher gelesen habe, musste ich auch dieses Buch lesen und so wie es aussieht, sind für dieses Jahr noch drei weitere Bände geplant. Obwohl ich die Bücher gerne lesen, könnte die Autorin langsam die Reihe abschließen (irgendwann muss doch jeder aus der Familie seinen passenden Partner gefunden haben)

Dieses Buch wird aus Jake ColsonSicht geschildert. Dieser bekannt als Stephano Notte aus Vampire haben’s auch nicht leicht. Jake wurde gegen seinen Willen gewandelt und daher will er mit der Familie nichts zu tun haben und verlässt das Familienunternehmen um als Bodyguard zu arbeiten. Seine Tante Marguerite Argeneau, die schon einige Paare zusammen gebracht hat, vermittelt ihn als Haushälter an Nicole Phillipps. Das ist seine offizielle Bezeichnung, in Wahrheit ist er für deren Sicherheit zuständig.In ihrem Haus passieren merkwürdige Dinge. Jake gerät böse in Lebensgefahr,nach dem er Niccis Whirlpool betreten hat.

Es kommt wie es kommen muss, Jake kann Nikki nicht lesen und er ist de Meinung, dass sie seine Lebensgefährtin sein kann. Doch bis zu einem möglichen Happy End kommen kann, müssen noch einige Hürden überwunden werden. Am Ende kommt es zur großen Versöhnung zwischen Jake und seiner Familie.

“Ein Vampir für alle Lebenslagen” ist zwar ein Teil einer Reihe, da er aber in sich abgeschlossen ist, kann man das Buch auch lesen, wenn man die anderen Bücher nicht kennt. Die Autorin erklärt, wie in allen vorherigen Bänden, was es mit den Nanos auf sich hat und woher die Unsterblichen abstammen. Die eigentlichen Protagonisten sind sehr blass gewesen, ohne die Zwillinge, Dante und Tomasso, wäre das Buch deutlich langatmiger gewesen. Das Buch lebt von den ganzen sexuellen Handlungen aber bis es zum ersten Matratzensport kommt, ist das Buch schon zu 2/3 vorbei. Ich habe das Gefühl, dass der Autorin nichts Neues mehr einfällt. Die Handlung wirkte sehr schwer fällig, da einfach der Esprit der ersten Bände fehlt. Die Reihe zu lesen ist, als würde man “Nachhause”kommen, da es immer ein Wiedersehen mit alten Bekannten gibt. Marguerite Argeneau ist in jedem Buch vertreten.

Warum müssen alle Vampire immer perfekt sein?

Fazit:

Das Buch eignet sich wirklich nur für Hardcore Fans der Reihe. Von mir gibt es daher auch nur drei von fünf Sternen.

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Zevin, Gabrielle: Die Widerspenstigkeit des Glücks

Amelia ist Verlagsvertreterin und lernt dabei die eigenwilligsten Buchhändler kennen. Genau so einer ist A. J. Fikry. In seinem Herzen haben nur turmhohe Bücherstapel Platz. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Waise Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt sich A. J. des kleinen Mädchens an, das sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt. Und auch Amelia wird er nicht so schnell vergessen können

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (11. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453358627
  • ISBN-13: 978-3453358621
  • Originaltitel: The Storied Life of A. J. Fikry

GlücksDiese Buch habe bei der Buchhändlerin meines Vertrauens entdeckt und hätte es um ein Haar gekauft, doch dann ich es bei Skoobe entdeckt, ausgeliehen und verschlungen. Von Gabrielle Zevin kannte ich bisher nur die New Yorker Schokoladen Trilogie. Nach dem ich mir den liebevoll gestalteten Trailer angeschaut habe, musste ich das Buch lesen.

Obwohl Islands Books nur ein kleiner Buchladen, mit einem kautzigen Inhaber ist, macht sich die Vertreterin, Amelia, auf den Weg nach Alice Island. Dort trifft sie auf einen schlecht gelaunten A.J. der keinerlei Interesse an ihren Büchern zeigt. Amelias Einstieg gelingt alles andere als gut. Anfangs habe ich gedacht, dass das Buch aus Amelias Sicht erzählt wird. Doch nach ihrem verkorksten Start, kommt es zu einem Wechsel und das Buch wird aus A.J.s Sicht beschrieben. Nach dem Amelia seine Buchhandlung verlassen hat, plagt ihn sein schlechtes Gewissen. Es wird nun vier Jahre dauern, sie beiden treffen sich jedes Jahr um die neuen Titel zu besprechen, bis die beiden das erste Mal essen gehen. Vier Jahren, in denen einiges passiert. Eines Tages, nach Ladenschluss. sitzt ein fremdes Mädchen. ca. 25 Monate alt, in seinem Buchladen. Sie ist ganz allein und hat einen Brief in ihrem Rucksack. Mayas Mutter bitter A.J, dass er sich dem Mädchen annimmt. Obwohl er keine Erfahrung hat, nimmt er das Mädchen bei sich auf und übergibt es nicht dem Jugendamt. Sein Wissen holt er sich aus Büchern und über Google, Maya ist völlig fasziniert, wenn sie das Wort Google hört und wiederholt es andächtig (aus ihrem Mund klingt es richtig niedlich). Nebenbei erfährt man, warum A.J. so verbittert ist. Seine Frau, mit der er den Buchladen gekauft hat, starb, als sie schwanger war, bei einem Autounfall.

Ab Seite 92 habe ich mich gefragt, ob und wann Amelia noch mal in der Handlung auftauchen wird und habe ich gefreut, als es vier Seiten so weit war. Obwohl die Beiden nur die Liebe zu Büchern verbindet, werden die beiden ein Paar und heiraten.

In einem Nebenstrang wird die Geschichte von Ismay erzählt. Ismay ist die Frau eines bekannten Autoren, der sie nach Strich und Faden betrügt. Obwohl sie sich sehnlichst ein Baby wünscht, erleidet sie eine Fehlgeburt nach der anderen. Ismay ist die Einzigste, die Mayas Vater kennt.

A.J. ist auf dem besten Wege Alkoholiker zu werden aber die Liebe zu Maya schafft es, dass er ein anderen Mensch wird. Die beiden werden ein tolles Gespann und irgendwie habe ich Maya beneidet. Einen Vater zu haben, der Buchhändler ist und einen immer mit den besten Büchern versorgen kann, das hätte ich als Kind auch gerne gehabt. Normalerweise enden die meisten Bücher mit einem klassischen Happy End aber die Handlung des Buchs entwickelt sich in eine Richtung. die ich so nicht vorher gesehen habe und das macht das Buch so liebenswert. Am Ende musste ich an “die Eleganz des Igels” denken, auch wenn es sonst keine Parallelen gibt

Obwohl das Buch relativ dünn ist, habe ich eine Weile gebraucht, um es vollständig zu lesen. Das lag aber nicht daran, dass es schlecht was. Ganz im Gegenteil, am Anfang jeden Kapitels gibt es für Maya einen Buchtipp von A.J. und da ich furchtbar neugierig bin, musste ich mir die Tipps, von denen ich viele nicht kannte, nachschlagen. Das Buch ist eine einzige Hommage an Bücher und Buchhandlungen, egal wie groß oder klein sie sein mögen. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite beeindruckt und es würde mich freuen, wenn andere das Buch genauso mögen würden wie ich. Daher gibt es eine glasklare Leseempfehlung von mir und fünf von fünf Sternen!

Fazit:

Das Buch konnte mich von der ersten Seite in den Bann ziehen, die Charaktere agieren anders als man denkt und der Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Daher gehört es neben der Schneeleopard zu meinem Monats Highlight (und der Lesemonat war alles andere als berauschend, so wenig habe ich schon lange nicht mehr gelesen)

Steffan, Kristina: Land in Sicht

Lotta hasst Veränderungen. Blöd nur, dass das Leben darauf keine Rücksicht nimmt. Als ihre Oma stirbt, ist sie plötzlich Hausbesitzerin. Auf dem Land. Gemeinsam mit ihrer ungeliebten Schwester. Von nun an kämpft Lotta mit Kühen im Garten, mit den Dorfbewohnern und Handwerkern, die gern auch mal die falsche Wand einreißen. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Graf im Nachbarhaus, der ihre Gefühle ganz schön durcheinanderbringt …

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (12. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453357787
  • ISBN-13: 978-3453357785
  • Leseprobe und hier kann es bestellt werden. Beim lokalen Buchhändler kostet das Buch genauso viel, wie bei Amazon und Co ( aber nur der örtliche Buchhändler kann Buchtipps aussprechen, daher bestellt das Buch bitte bei eurem Buchhändler vor Ort)

Kristina Steffan (Autorin)

Kristina Steffan lebt und arbeitet in Norddeutschland, weshalb das Meer in ihren Büchern oft eine wichtige Rolle spielt. Im Diana Verlag erschienen ihre Romane »Nicht die Bohne!«, »Land in Sicht« und »Ach du Liebesglück« sowie die Erzählung »Meer in Sicht«. Sie veröffentlicht auch unter dem Namen Kristina Günak.

sicht Nach “Nicht die Bohne” war es das zweite Buch, das ich von Kristina Steffan gelesen habe. Als ich mit dem Lesen des Buchs anfing, hatte ich erwartet, dass es sich in eine andere Richtung entwickeln würde und war ein kleines bisschen enttäuscht, dass es nicht so war, wie ich erwartet hatte.

Die Autorin nimmt ihre Leser mit ins fiktive Droggendiel an der Ostseeküste mit, einer Ortschaft an dem sich die Menschen noch helfen und füreinander da sind. So müssen bestimmte Rituale eingehalten werden und das werden Lotta und Lea noch rechtzeitig mitbekommen und am eigenen Leib erfahren.

Nach dem Tod ihrer Grußmutter, Elsa, erben die Schwestern, Lea und Lotta jeweils 50.000 Euro und das Haus ihrer Großmutter. Doch um das Haus ihrer Großmutter erben zu können, müssen die beiden ungleichen Schwestern ein Jahr gemeinsam im Haus wohnen und jeweils 20.000 € vom Erbe in den Umbau investieren. Anfangs hat man als Leser nicht das Gefühl, dass die beiden ins Haus einziehen. Während Lea auf den ersten Blick unbekümmert wirkt, ist es Lotta die sich um alles kümmert. Nach dem  ihr Vater verschwand, ihre Mutter in esoterischen Wolken schwebte, war es Lotta die Essen kochte, Wäsche wusch…

Die beiden raufen sich also zusammen und erstellen Listen, was alles zu tun ist. Im Nachbarhaus, wohnt Erika von Dahlem, der von allen nur der Graf genannt wird. Der Graf hat Elsa versprechen müssen, dass er ihren Mädels bei der Renovierung unterstützend zur Seite stehen wird. Es ist sicher kein Spoiler, wenn ich hier erwähne, dass Lotta, die beruflich Liebesroman übersetzt und der Graf sich mehr als sympathisch finden und man als Leser hofft, dass aus den beiden mehr als nur Nachbarn werden könnte. Der Graf hat und das weiß keiner, einen Promi Status aber das wird gegen Ende aufgeklärt. Während der Erik zu seinen Gefühlen steht, ist Lotta deutlich verschlossener und traut ihren Gefühlen, wieso und weshalb, muss jeder nachlesen.

Ich versuche ja vor dem Lesen, keine Rezensionen zum Buch zu lesen, da meine Erwartungen sonst zu hoch sind und ich enttäuscht werden könnte. Nach dem ich gelesen hatte, dass die beiden ein Jahr im Haus leben müssen, bin ich davon ausgegangen, dass die Handlung so richtig anfängt, wenn die beiden ins Haus einziehen werden und man sie dabei beobachtet, wie sich ordentlich fetzen und wieder vertragen. Doch das Buch ist anders. Man begleitet Lotta und Lea, wie sie das Haus, mit Hilfe eines Bauunternehmers, sanieren und gemeinsam einziehen und plötzlich endet das Buch. Es ist nicht das erste Buch, dass so plötzlich endet und ich mich gefragt habe “und das war es?”: Auf mich wirkt es so, als wollte der Autor/ in zu einem schnellen runden Ende kommen.

Obwohl das Buch sich sehr flüssig lesen liest, hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlt. Die Charaktere sind sehr schablonenhaft gezeichnet, die einzige die nicht ganz so klischeehaft wirkt ist Lea, die sich im Buch weiterentwickelt und so auf mich am authentischten wirkt.

Fazit:

Irgendwie klang alles ein bisschen mäkelig. Trotz aller “Mängel” habe ich das Buch ziemlich gerne gelesen. Es ist ein ideales Buch für einen ruhigen Nachmittag auf dem Balkon oder am Strand. Leserinnen die gerne ruhige Liebesgeschichten ohne große Höhen und Tiefen lesen, werden dieses Buch sicher mögen. Von mir bekommt das Buch drei von fünf Sternen.

Testballon: Nachtzug nach Lissabon

Mitten im Unterricht verlässt ein Lehrer seine Schule und macht sich auf den Weg nach Lissabon, um den Spuren eines geheimnisvollen Autors zu folgen. Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine wundervolle Reise – die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt – aber was er sieht, könnte ihn das Leben kosten …

zug

Dieses Buch liegt schon so lange auf meinem To-read- Stapel  und bisher habe ich mich noch  nicht aufraffen können. es zu lesen. Nun habe ich in einem Brieffreunde Forum einen netten User kennen gelernt, der dieses Buch mi mir lesen wird und ich bin schon sehr gespannt, wie unsere Diskussion enden wird.

@ Mats: Ich würde mich freuen, wenn du dich uns anschließen würdest. Über weitere Mitstreiter würde ich mich freuen. Das Buch ist ja in vierte Abschnitte unterteilt und ich habe die Hälfte des 1. Abschnitts bereits gelesen. Mein bisheriger Eindruck ist sehr positiv. Obwohl der Protagonist ( Lateinlehrer und der Name stammt aus der u Deklination) sehr trocken beschrieben wird, er kann nachts angerufen werden und kann dennoch den Text mühelos übersetzen, scheinen ihn die Schüler zu respektieren. Er gilt als äußerst korrekt und er überrascht alle, in dem er sich in den Zug setzt und nach Lissabon fährt (er hätte ja auch fliegen können). Ich frage mich, ob man von der Frau aus der Eingangsszene noch was erfährt. Die Szene wirkte ein bisschen surreal auf mich aber irgendwie was sie doch stimmig. Nur schade, dass die Frau so schnell wieder weg war. Man erfährt so gar nichts über sie.

Mundus ist ja sehr sprachbegabt aber ich kann es mir nicht vorstellen, dass er portugiesisch so schnell lernen kann, damit er einen so komplexen, philosophischen Text übersetzen kann. So nun lese ich aber weiter, sonst kann es heute Abend zu keiner Diskussion kommen. Wer gerne mitlesen möchte, ist herzlich willkommen!

Gerristsen, Tess: Der Schneeleopard

In der Wildnis lauert das Böse …

Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Afrika zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari förmlich abgeschlachtet wurden. Nur eine Frau entkam dem Massaker und könnte Jane Rizzoli helfen, den Mörder zu identifizieren …

Tess Gerritsen (Autorin)

So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller »Die Chirurgin«, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Tess Gerritsen lebt mit ihrer Familie in Maine.

www.tess-gerritsen.de

  • Originaltitel: Die Again
    Originalverlag: Ballantine, New York
    Aus dem Amerikanischen von Andreas Jäg
  • Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
  • 416 Seiten,13,5 x 21,5 cm
  • ISBN: 978-3-8090-2637-2
  • Leseprobe

Schneeleopard Seit ich gelesen habe, dass es ein neues Buch von Tess Gerritsen geben, habe ich mich auf den 20.4 gefreut. Eigentlich hatte ich mir das Buch als Leseexemplar beim Verlag bestellt, doch dann habe ich es als eBook verschlungen. Der Schneeleopard ist der 11. Fall um Maura Isles und Jane Rizzoli vom Bostoner PD. Auch wenn die Bände in sich abgeschlossen sind, finde ich es für wichtig, dass man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest, da die Autorin häufig auf die Inhalte der voran gegangenen Bücher anspielt und man die Handlung so besser nachvollziehen kann. Man könnte die Bücher auch so lesen aber in der richtigen Reihenfolge macht es mehr Spaß. Ich selber habe erst mit dem dritten Band begonnen.

Dieses Mal wird es so richtig blutig aber von vorne. Das Buch beginnt auf einer Safari in Botswana. Sieben Menschen werden in der Wildnis ausgesetzt und wollen die Landschaft Botswanas kennen lernen. Dieser Handlungsstrang wird aus der Sicht einer der Teilnehmerinnen erzählt. Ihrer Identität wird erst später aufgeklärt. Nach der ersten Nacht wird Clarence, der Fährtenleser, tot aufgefunden. Nach und nach passieren immer Zwischenfälle und alle haben den Guide unter Verdacht, dass er etwas mit den Toten und dem manipulierten Auto zu tun haben könnte.

Kehren wir aber nun in die Gegenwart, sechs Jahre später zurück, in Boston wird die  Leiche von Leon Godt aufgefunden. Er galt als die Choripäe unter den Tierpräparatoren. Kurze Zeit wird die Leiche von Judy Underwood gefunden, die ihm Kontakt zu Leon Godt stand.

Als Leser hat man den großen Vorteil, dass man die zwei Handlungsstränge hat, der eine führt nach Botswana und der andere nach Boston. Ich habe mich während des Lesens gefragt, wie könnte die Verbindung zwischen Boston und Botswana aussehen und wie passen die beiden Handlungen zusammen. Dann habe ich weitergelesen und mitbekommen. in welche Richtung Janes Ermittlungen gehen aber es war nicht Jane, die die richtige Vermutung hatte, sondern Maura und Tam.Bei dem Namen Tam kamen Erinnerungen hoch aber die haben anfangs nicht ausgereicht. Jane hat Gabriels Beziehungen ausgemacht und so Millie gefunden. Jane und ihr Mann machen sich auf den Weg nach Kapstadt, um Millie dazu bewegen, dass sie mit ihnen nach Boston fliegt um ihnen bei der Ermittlung zu helfen. Tja, hier soll nicht verraten werden, wie alles zusammen passt.

Die Autorin hat es geschafft, mich ständig in Verwirrung zu führen. Immer wenn ich dachte, dass könnte passen, das ist der Täter (soll kein Spoiler sein) bringt sie eine neue Wendung und es blieb bis zum Ende spannend.Fast alle offenen Fäden wurden zu einem Runden Ende zusammen geführt.

Rizzoli und Isles gehört zu den Serien, die ich am liebsten lese. Es ist nicht nur ein Thriller, sondern ich verfolge, wie sich Mauras und Janes Freundschaft weiterentwickelt. Mauras hatte es in diesem Buch nicht besonders leicht. Ihre Mutter, eine verurteilte Mörderin, schreibt ihr Briefe, in denen sie schreibt, wie schlecht es ihr geht und auch auf der Arbeit hat sie Schwierigkeiten. Janes Kollegen meiden sie, da sie einen Polizisten hinter Gitter gebracht hat. Die Briefe ihrer Mutter lassen sie an sich zweifeln. Sie hat die Angst, dass sie genauso ein Monster sein könnte wie ihre Mutter. Wie gut, dass sie Jane hat.

“Der Schneeleopard” hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, daher kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Ich habe das Buch ziemlich gerne gelesen und ich würde mich freuen, wenn es nächstes Jahr einen weiteren Fall geben würde.

Mein Dank geht an den Limes Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Nachverlosung vom Apfelbuch

apfel Da sich die Gewinnerin nicht gemeldet hat, werde ich das Buch morgen Abend nachverlosen. Jeder der mir einen Kommentar hinterlässt, hüpft mit in die Lostrommel und morgen Abend, darf mein Mann nochmal Losfee spielen.

Die Glücksfee hat in den Lostopf gegriffen und einen Namen heraus gezogen:

@Kastanies-Leseecke: schreibe mir bitte eine Mail,damit ich das Buch morgen wegschicken kann.

An alle anderen, ich werde demnächst sicher wieder ein Buch verlosen.

Förg, Nicola: Glück ist nichts für Feiglinge

ihr bis nach Island. Wo es lange Schatten zu überspringen gilt. Wo nichts mehr so ist, wie es war. Wo sie etwas findet, wonach sie gar nicht gesucht hat … Sonja ist eher der ängstliche Typ. Im Job überfordert, von den Männern enttäuscht, in ihrem Siedlungshäuschen von der Welt vergessen. Ihr Ein und Alles ist Lady Goggo, eine Katze. Eine ziemlich selbstständige Katze, die sehr neugierig ist und sich dauernd irgendwo einsperren lässt. Sonja verpasst ihr eine Cat-Cam, eine kleine Kamera, die ihr die Kontrolle über Lady Goggos Streunereien verschafft. Nur eines schönen Tages filmt die Katze, wie Nachbar Sven in seinem Haus eine Frau stranguliert! Hat Lady Goggo einen Mord gefilmt? Am Tag darauf verschwindet die Katze. Offenbar ist sie in Svens Bus gestiegen und mit ihm nach Island gefahren. Sonjas geliebte Lady Goggo unterwegs mit einem Frauenmörder?! Todesmutig reist Sonja nach Island. Wo sie sich an Svens Fersen heftet. Und am Ende etwas findet, wonach sie gar nicht gesucht hat …

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Piper Paperback (9. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492060153
  • ISBN-13: 978-3492060158
  • Hier geht es zu Leseprobe, das Buch kann unter anderem hier bestellt werden (Bücher müssen nicht immer beim großen A bestellt werden, unterstützt euren lokalen Buchdealer)

Glück Glück ist nichts für Feiglinge ist das erste Buch, das ich von Nicola Förg gelesen habe. Bisher habe ich mit dem Namen der Autorin ausschließlich Krimis verbucht. Auch nach zwei Tagen bin ich sehr unentschlossen, was ich von dem Buch halten soll.

Sonja ist die klassische Anti Heldin. Mit fast 30 Jahren ist sie alleinstehend und ohne Kinder. Ihre Chefin und ihre Kollgen nutzen ihre Gutmütigkeit aus, da sie wissen, dass ihr das Wohl der Kinder am Herzen liegt. Sie lebt mit ihrer Katze. Lady Goggo im Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Zu ihrer Mutter hat sie keinen Kontakt und sie vermisst sie auch nicht sonderlich. Ihre Katze scheint ein aktiveres Leben zu führen als Sonja selber. Sonja hat ihrer Katze eine sogenannte Catcam am Halsband untergebracht und mit Hilfe der Kamera kann sie ihre Nachbarn wunderbar ausspionieren. Nach dem sie die verborgensten Geheimnisse ihrer Nachbarn kennt, kann sie mit deren Gemeinheiten besser umgehen.

Doch eines Tages (klingt ein bisschen wie der Ärzte Song) verschwindet ihre Katze und ihre Nachbarin gibt ihr den Tipp, dass Lady Goggo in das Auto ihres Nachbarn geschlüpft sein könnte und von einem Freund erfährt sie, dass Sven sich auf Island befindet. Kurz entschlossen bucht Sonja einen Flug (ohne Hotel) nach Island. Von einer Isländerin, Thorunn,bekommt sie das Halsband, allerdings ohne Speicherkarte, zugeschickt. So macht sie sich auf den Weg um ihre Katze zu suchen.

Am Flughafen lernen sie einen netten, älteren Deutschen kennen, der mit seiner isländischen Frau ein Bed and Breakfast betreibt. Dieser bietet ihr ein Bett für die Nacht an. Am nächsten Morgen lernt sie Katla kennen und erzählt ihr die Geschichte von Lady Goggo und dem zugeschickten Halsband. Katla fackelt nicht lange und die beiden wenden sich ans Fernsehen, damit sie Thorunn finden, die ihnen dabei helfen kann, Lady Goggo zu finden.

Über Umwege gerät sie an die Speicherkarte und als sie die Karte in den Laptop schiebt, muss sie feststellen, dass ihr Nachbar Sven scheinbar eine Frau ermordet hat, zur gleichen Zeit wird eine Frauenleiche am Strand gefunden.

Auch wenn zwischen Katla und Sonja die Fetzen fliegen, freunden die beiden Frauen sich an. Die abschließenden Fragen, findet Sonja ihre Katze wieder und ist Sven tatsächlich einen Frauenmörder wird hier natürlich nicht verraten.

Auch wenn das Buch relativ dünn ist, die Schrift sehr groß ist, hatte ich das Gefühl, dass sich das Buch sehr, sehr holprig las. Katla lässt an jeder passenden und unpassende Stelle, die Sagen Islands einfließen, daran erkennt man zwar, dass die Autorin gut recherchiert hat aber mit der Zeit, mochte ich es nicht mehr. Als Krimiautorin hat Nicola Förg auch in diesem Buch einen kriminellen Strang eingebaut und die Protagonistin löst diesen Kriminalfall per Zufall aber nicht alles war schlecht an diesem Buch, schmunzeln musste ich, als Sonja und Sven auf dieser Insel waren, Sonja den wahren Hintergrund (erwürgte Frau) kannte aber ihre Freundin,Katla,noch nicht.  Daher bin ich immer noch zwiegespalten, ob ich das Buch weiterempfehlen kann oder nicht aber ich denken, dass Island Fans auf ihre Kosten kommen werden. Im Großen und Ganzen war es ein solide geschriebenes Buch und von mir gibt es daher drei von fünf Sternen.