Lesemonat Oktober

Da sich der Oktober dem Ende zu neigt, habe ich beschlossen, dass ich jetzt schon auf meinen Lesemonat zurück blicke. Es kommt maximal noch ein Buch dazu, bzw. ich muss noch ca. 140 Seiten lesen und das ist machbar. Im Oktober bin ich ziemlich in den den Zeiten umher gesprungen. Mit Stefan Bollmanns “Frauen und Bücher” habe ich mit Klopstock begonnen um dann mit Edelherb im New York 2083 zu landen. Ich habe im Oktober ziemlich viel Zeit in Amerika und in London verbracht, habe einige gute Bücher gelesen aber auch einige Bücher, die mich überhaupt nicht überzeugen konnten.

1) Ding, Ida: Der Hendlmörder

Dies habe ich aus dem September mitgebracht und war maßlos enttäuscht. Ein deutscher Regionalkrimi mit sympathischen Protagonisten aber nur ein mäßig spannenden Handlung. Daraus soll bitte keine Reihe entstehen! (1 Stern)

2) Riley, Lucinda; das italienische Mädchen

Eines der älteren Bücher der Bestseller Autorin von ” das Orchideenhaus”, ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte, da ich gespannt war, wie sich die Protagonistin weiter entwickeln wird. Bleibt sie bei ihrem untreuen Ehemann oder verlässt sie ihn? ( 4 Sterne)

3) Potter, Alexandra: Ermittlerin in Sachen Liebe

Mit diesem Buch war ich das erste Mal ( zu mindest im Oktober) in London. Auch dieses Buch fand ich nicht schlecht, da mich die Protagonistin, die anfangs sehr steif und korrekt wirkte, mich mit der Zeit überzeugen konnte. Ein typischer Chick-lit von dem man recht schnell weiß, wie es es ausgehen kann (und das muss ja nicht schlecht sein). (3,5 Sterne)

4) Tong Cuong, Valerie: Das Atelier der Wunder

Dazu gibt es eine Rezi und ich muss nichts weiter dazu sagen.

5) Thirkell, Angela: Teatime bei Mrs. Morland

Eine Wiederentdeckung, wurde bereits in den 30 iger Jahren veröffentlicht und irgendwie werde und wurde ich mit diesem Schreibstil nicht warm. Dieses Buch habe ich per Zufall bei einer anderen Bloggerin entdeckt und konnte es mir bei Skoobe ausleihen. (1 Stern)

6) Bondel, Jean-Philippe: 6 Uhr 41

Paris zieht meine Aufmerksamkeit immer an. Der Autor hat aus einer 90 minütigen Zugfahrt einen Roman erschaffen, in dem die beiden Protagonisten unabhängig von einander über ihre lange zurück liegende Beziehung nach denken, es aber sonst zu keinem verbalen Austausch kommt. Über das offene Ende kann sich jeder Leser seine eigenen Gedanken mögen. Der Schreibstil ist eher spröde. (3 Sterne)

7) Seidel, Jana: Mein zauberhaftes Cafe

Schönes Buch für zwischendurch.  Nach dem Verlust ihres Jobs, dem Tod ihrer unbekannten Tante übernimmt die Protagonistin dieses Cafe. Damit die Kuchen gelingen, bekommt sie Unterstützung von ihrer Tante. (4 Sterne)

8) Völler, Eva: Zeitenzauber

Wieder ein Buch, dessen Handlung in London beheimatet ist aber dieses Mal im Jahr 1813. Würdiger Abschluss einer Trilogie.

9) Eggers, Dave: Der Circle

Mein absoluter Monats Flopp. Es fing eigentlich sehr spannend an. Junge Frau bekommt einen interessanten Arbeitsplatz angeboten und geht völlig in der Firmenphilosophie unter. Hat mich einen kompletten Sonntag gekostet. (0,5 Sterne).

10) Jonsberg: Das Blubbern von Glück

Dieses Buch habe ich per Zufall auf Skoobe entdeckt und mochte die schräge, wenn auch unglückliche 12 jährige von Anfang an. Inhaltlich fand ich es nicht so toll aber es war interessant, wie sich das Zusammenspiel der Charaktere verändert hat (3,5 Sterne)

11) Bradley, Allan: Falvia da Luce (tote Vögel singen nicht)

Dazu gibt es auch eine Rezi.

12) Dicker, Joel: Die Wahrheit über……

Endlich habe ich es geschafft, dieses Buch zu lesen. Es wurde letztes Jahr ziemlich hoch gelobt. Dies war das erste Buch im Oktober, das mich restlos überzeugen konnte. Jedes Mal wenn ich dachte, oh, nun ist das Geheimnis gelöst, kommt vom Autor ein neuer Aspekt Ich bin mal gespannt, ob der Autor an diesen Erfolg anknüpfen kann! (5 Sterne)

13) Zevin,Gabriella: Edelherb

Dies ist der 2. Teil einer Trilogie und ich freue mich schon auf den 3. Teil. (4 Sterne)

14) Bollmann, Stefan: Frauen und Bücher

Bis auf das Kapitel über Fanfiction hat mir das Buch richtig gut gefallen. Der Autor schildert gekonnt, wie sich das Leseverhalten verändert hat. (5 Sterne)

15) Foenkinos, David: Zurück auf Los.

Furchtbar, der Protagonist nervte mich von der ersten Seite an. Vom Plot musste ich an das Buch denken, das ich ca. vor einem Jahr gelesen habe. (0,5 Sterne)

16) Shattuck, Shari: Tage wie Salz und Zucker

Zum Glück gibt es auch solche Bücher, die einem zeigen, dass es auch gute Bücher gibt. Tolles Erstlingswerk, bitte weiter so! (5 Sterne)

17) Patterson, James: Der 1. Mord

Der Auftakt zum “Women Murders Club”. Ein typischer Patterson (3Sterne)

18) Morley, Christopher: Das Haus der vergessenen Bücher

Ich bin mehr als einen Monat um das Buch herum geschlichen. Die Handlung spielt in New York im Jahr 1919. Es ist eine wunderbare Hommage an Buchhändler und Bücher. (5 Sterne)

19) Bivald, Katarina: Ein Buchladen zum Verlieben

Eine junge Schwedin macht sich auf den Weg nach Iowa, mit dem Ziel ihre Brieffreundin kennen zu lernen. Vor Ort muss sie feststellen, dass sie heute beerdigt wird. Sie bleibt dennoch vor Ort um einen Buchladen, mit den Büchern der Verstorbenen, zu eröffnen. Noch fehlen mir ca. 140 Seiten aber es ist ein Buch, dass mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat.

Ich habe einen interessanten Lesemonat hinter mi, mit vielen Höhen und Tiefen. Ich würde mich freuen, wenn es von Cristopher Morley weitere Bücher geben würde. Überrascht hat mich das “Salz und Zucker”, mächtig enttäuscht von “Der Circle”

Shattuck, Shari: Tage wie Salz und Zucker

Ein schwerer Fall von Leben. Ellen Homes liebt es, ihre Mitmenschen zu beobachten – sie selbst aber möchte nicht gesehen werden. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos und ihr Gesicht hinter langen Haaren. Nachts putzt sie in einem Riesensupermarkt. Eines Tages trifft Ellen im Bus eine junge Frau: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude, hat keinerlei Berührungsängste. Sie ist der erste Mensch seit langem, der Ellen «sieht». Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist nichts mehr, wie es war. Temerity lockt Ellen gnadenlos aus der Reserve. Zusammen fangen die beiden ungleichen Freundinnen an, sich einzumischen – immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln sie jede Menge Staub auf

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499268671
  • ISBN-13: 978-3499268670
  • Originaltitel: Invisible Ellen

salz

“Tage wie Salz und Zucker” gehört zu den Büchern, die mich in diesem Monat am Meisten überzeugen konnte. Ellens Leben verlief bisher alles andere als rund. Ihre Kindheit verbrachte sie in verschiedenen Heimen und Pflegefamilien. Sie arbeitet als Reinigungskraft in einem Supermarkt. Die meisten Menschen nehmen sie überhaupt nicht wahr. Als die blinde Temerity in ihr Leben tritt, wird ihr Leben plötzlich alles andere als langweilig. Die beiden mischen sich in das Leben ihrer Mitmenschen ein. Ihre Nachbarin, die sie bisher immer nur Heidi nannte, ist schwanger und der Vater des Kindes ist in Afghanistan verstorben. Als bei Ellen versehentlich ein Brief eintrifft, greifen sie in Heidis Leben, die ihr Kind zur Adoption freigeben muss, ein, in dem sie die Tante informieren.

Auf Grund ihres fehlenden Sehvermögens, nimmt Teremity ihre Umwelt anders wahr, zwischen den beiden Frauen entwicktelt sich eine tiefgehende Freundschaft.

“Tage wie Salz und Zucker” hat mich von der ersten Seite in den Bann gezogen, es zeigt, dass Menschen Gutes bewirken können, wenn sie nicht alleine sind. Ellen und Teremity sind zwei Charaktere, die man einfach mögen muss. Normalerweise, so auch bei “Zurück auf Los” bin ich froh, wenn ich das Buch beendet habe. Dieses Buch habe ich wehmütig nach der letzten Seite zugeklappt. Daher gibt es von mir auch 5/5 Sternen.

Bradley, Alan: Flavia da Luce (Tote Vögel singen nicht)

Es ist ein Frühlingsmorgen im Jahr 1951. Flavia de Luce hat sich mit ihrer Familie am Bahnhof von Bishop’s Lacey eingefunden, um die Heimkehr ihrer beim Bergsteigen in Tibet verschollenen Mutter Harriet zu erwarten. Als der Zug einfährt, nähert sich ein großer Fremder der elfjährigen Hobbydetektivin und flüstert ihr eine kryptische Botschaft zu. Einen Augenblick später ist der Mann tot – jemand aus der Menschenmenge hat ihn offenbar vor den Zug gestoßen. Ein neuer Fall für Flavia de Luce, die sich dieses Mal sogar in die Lüfte schwingt, um einen Killer zur Strecke zu bringen, und die endlich die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter erfährt …

Endlich: Die lang ersehnte Enthüllung! Was geschah mit Flavias Mutter?

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (13. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531002
  • ISBN-13: 978-3764531003
  • Originaltitel: The Dead in Their Vaulted Arches

flavia

Ein Jahr ist es nun her, dass das letzte Buch um Flavia auf den Markt kam. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als ich bei Skoobe sah, dass es eine langersehnte Fortsetzung gibt. Seit “Mord im Gurkenbeet” habe ich alle Bücher mehr oder weniger verschlungen.

In diesem Buch geht es vorrangig um das Verschwinden von Flavias Mutter, bisher wurde dieser Handlungsstrang immer nur angerissen aber nie weiter verfolgt. Nach 10 Jahren taucht Harriet wieder auf, leider nicht lebendig. Mit der Überführung ihrer Leiche beginnt dieses Buch, am Bahnhof wird Flavia von einem unbekannten Mann angesprochen, der sie fragt, ob sie auch eine Schwäche für Fasanensandwiches hätte. Kurz darauf wird der Unbekannte vor einen Zug geschubst und verstirbt. Übere längere Zeit verschwindet dieser Mordfall aus dem Visier des Lesers. Im Gegenzug dazu erfährt man als Leser, welche Pläne Flavia verfolgt. Ihr Ziel ist es, ihre verstorbene Mutter zum Leben zu erwecken……

Nach und nach fügen sich die Puzzlesteine zusammen und Flavia erkennt, wer ihre Mutter auf dem Gewissen hat und warum. Durch ihre Tante erfährt sie zu dem, was ihre Eltern während des 2. Weltkriegs erlebt haben. Obwohl sich auch dieses Buch sehr flüssig las, wurde ich mit der Handlung des einfach nicht richtig warm. Der eigentliche Mordfall kam ein bisschen zu kurz und Flavia wirkte deutlich flacher als sonst. Betrachtet man das Ende des Buchs, bleibt bei mir die Frage offen, ob es sich bei diesem Buch um den letzten Band handelt oder ob Flavia ihre Ermittlungen nun an einem anderen Ort weiterführen wird.

Alle, die genau wie ich, die Reihe von Anfang an verfolgt haben, werden dieses Buch sicher auch mögen, da viele offenen Fragen geklärt werden. Von mir gibt es drei von fünf Sternen.

Tong Cuong, Valerie: Das Atelier der Wunder

Mariette ist am Rande des Nervenzusammenbruchs. Permanent kritisiert von ihrem Mann, einem narzisstischen Politiker, lässt sich die Lehrerin eines Tages von einem frechen Schüler provozieren und stößt ihn die Treppe hinunter. Millie, Anfang zwanzig, hangelt sich von einem Gelegenheitsjob zum nächsten. Um der Einsamkeit zu entfliehen, geht sie mit fremden Leuten aus, trinkt zuviel und wacht mitten in der Nacht auf, weil in ihrem Haus Feuer ausgebrochen ist. Zur Flucht ist es zu spät, ihr bleibt nur der Sprung aus dem Fenster der vierten Etage. Mike, der eine erfolgreiche Laufbahn beim Militär aus Gewissensnöten abbrach, ist als Clochard auf der Straße gelandet und hat sich unter einer Brücke eingerichtet. Dummerweise hat er den Gnom und seine Gang unterschätzt und wird brutal zusammengeschlagen. Am Tiefpunkt ihres Lebens kreuzen sich die Wege von Mariette, Millie und Mike auf schicksalhafte Weise mit dem mysteriösen Monsieur Jean, der ihnen verspricht, in vier Wochen ihre Seelen in seinem »Atelier der Wunder« zu »reparieren«. Doch bald schon beginnt das unglückselige Trio zu ahnen, dass Monsieur Jean selbst ein Geheimnis zu verbergen hat …

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Thiele Verlag GmbH (31. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3851792556
  • ISBN-13: 978-3851792553
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3 cm

wunder

Seit ich Nicolas Barreau für mich entdeckt habe, geriet der Thiele Verlag in mein Visier und seit dem lese ich dieser Bücher ziemlich gerne. Doch nach “der erste Kaffee am Morgen” ist es das nächste Buch, das mich so gar nicht überzeugen konnte.

Wenn ich Sätze wie ” Ein Roman, der Wunder möglich macht” ( Le Parisien) oder “Ein Roman über drei einsame Menschen in Paris, der mitten ins Herz trifft, und zugleich ein Buch über das, was Menschen bewirken können, wenn sie sich zusammentun” (Jacques Vidal) lese, frage ich mich, ob ich ein anderes Buch gelesen habe, denn selten hat mich ein Buch so wenig berührt wie dieses. Normalerweise werde ich, wenn ich ein richtig gutes Buch gelesen habe, etwas wehmütig, wenn ich ich es nach dem letzten Satz weglege, doch dieses Mal war ich froh, als ich das Buch beendet hatte. Warum?

Die Autorin nimmt ihre Leser mit nach Paris. Dreh und Angelpunkt der Geschichte sind Monsieur Mike, Millie und Mariettte, aus deren unterschiedlichen Geschichtspunkten die Handlung erzählt wird. Monsieur Mike lebt, nach dem er desertiert ist auf der Straße. Nach dem er von anderen anderen Obdachlosen verprügelt und schwer verletzt wurde, geriet er ins Visier von Jean Hart, der das Atelier der Wunder leitet. Mariette landet im Atelier als sie einen ihrer Schüler schlägt und die dritte im Bunde ist Millie. Millie kam ins Atelier, da alle dachten, sie hätte nach dem Brand ihr Gedächtnis verloren. Das Atelier der Wunder soll bewirken, dass alle drei wieder ihr gewohntes Leben oder in Mikes Fall, ein besseres Leben führen soll.

Die Handlung plätschert mehr oder weniger vor sich hin. Betrachtet man den Klappentext, so könnte man davon ausgehen, dass es zügig Interaktionen zwischen den drei Protagonisten geben wird aber bis dazu kommen wird, hat man ca. 3/ 4 des Buchs gelesen. Zu lesen bekam, dass die meisten Menschen verletzend, berechnend oder fies sind. Die Protagonisten sind für mein Empfinden zu klischeehaft. Monsieur Hart bleibt zu schwammig, sein Verhalten war mir persönlich zu ambivalent und über das “Atelier der Wunder” erfährt man nichts Genaues.Obwohl sich das Buch sehr flüssig und ohne Brüche lesen lässt, war ich vom Buch mehr als enttäuscht. Daher gibt es auch keine Leseempfehlung von mir!