Rowling, J.K.: Harry Potter und der Stein der Weisen

Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Und warum? Weil Harry ein Zauberer ist. Und so wird für Harry das erste Jahr in der Schule das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem Leben. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: Limitierte Taschenbuchausgabe. (23. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551354014
  • ISBN-13: 978-3551354013
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
  • Originaltitel: Harry Potter and the Philosopher’s Stone

steind “Langweilig”, meinte Mann, als ich ihm erzählte,  dass ich zum x-mal “Harry Potter und der Stein der Weisen” lesen würde. Außerdem sagte er, ” wie kannst du das Buch lesen, während dein SuB größer und größer wird”?. Eigentlich hat er vollkommen recht aber ich hatte gestern spontan beschlossen, dass ich unbedingt mal wieder “Harry Potter” lesen müsste. Obwohl ich den ersten Band sicher schon 5 oder 6 mal gelesen haben, wird dieses Buch niemals langweilig. Man kann über Harry Potter denken was man will aber ich finde es immer noch sehr erstaunlich, dass es eine Autorin geschafft hat, dass ihre Bücher quer durch alle Altersgruppen gelesen werden. Als ich auf den Harry Potter Zug aufsprang, kam kurze Zeit später, “Harry Potter und der Orden des Phönix” auf den Markt. Dafür war ich bereit, dass ich um fünf Uhr morgens aufstand um kurze Zeit später vor dem Buchladen in Schorndorf zu stehen.

Ich glaube kaum, dass ich noch etwas über den Inhalt schreiben muss :-). Es gibt sicher kaum noch jemanden, der weder die Bücher noch die Filme gesehen hat. “Harry Potter” lesen ist wie nach Hause kommen. Nach mehrmaligen Lesen kennt man die Handlung fast auswendig, die Figuren kommen einem wie alte Bekannte vor. Obwohl ich das Buch schon so oft gelesen habe und es wird sicher auch nicht das letzte Mal sein,  war ich sofort wieder in die Handlung involviert.  Ich mochte die gleichen Charaktere wie beim ersten Lesen und ich habe die gleichen Figuren gehasst wie immer. Vor allem Snape ist immer noch ein Charakter, dem ich nie eine positive Seite abgewinnen kann. Das Gleiche gilt auch für Draco Malfoy und seinen fiesen Kumpanen.

Viele Leser mögen Hermine, da sie unglaublich schlau ist oder sie mögen Harry, da er seit seiner frühesten Kindheit berühmt ist. Die beiden Charaktere sind nett aber meine Lieblingsfigur ist Neville Longbottom. Nun kann man sich fragen, warum das so ist. Neville Longbottom wirkt auf den ersten und zweiten Blick etwas verpeilt. Im Verlauf von “Harry Potter und der Stein der Weißen” zeigt sich aber, dass er das Herz am richtigen Fleck hat. Er stellt sich Harry, Ron und Hermine in den Weg, damit sie gegen Ende des Buch keinen Unsinn machen können und Gryffindor nicht noch mehr Punkte kosten. Slytherin gewann den Hauspokal sieben Jahre in Folge und das kann so nicht weitergehen. Daher finde ich Neville Longbottom einfach nur bemerkenswert.

In den nächsten Wochen werde ich auch die restlichen Harry Potter lesen. Da ich “Harry Potter und den Stein der Weisen”  schon so oft gelesen  habe, gibt es daher keine klassische Sterne Bewertung. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben (oder auch nicht).

Shemilt, Jane: Am Anfang war die Schuld

Ein fremder Mensch lebt in deinem Haus … Es ist deine Tochter.

Jenny Malcom ist sich sicher, alles im Griff zu haben. Ihren Job als Ärztin, ihre Rolle als Mutter von drei Teenagern und ihre Ehe. Alles läuft perfekt. Bis zu dem Abend, an dem ihre fünfzehnjährige Tochter nicht nach Hause kommt. Bange Stunden des Hoffens folgen, bis klar wird: Naomi ist spurlos verschwunden. Und plötzlich bricht Jennys perfekt organisiertes Leben zusammen. Während die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren laufen, steht die Familie Malcom vor den Trümmern ihres Lebens. Und Jenny beginnt zu ahnen, dass sie ihre Tochter doch nicht so gut kannte, wie sie immer gedacht hat …

  • Paperback, Klappenbroschur,
  • 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
  • ISBN: 978-3-7645-0533-2
  • € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50 *
  • Hier kann es bestellt werden, Leseprobe

Schuld ” Am Anfang war die Schuld” musste ich lesen, da es zu einem ein Erstlingswerk ist und mich das Cover angesprochen hat. In diesem Jahr habe ich schon das eine oder andere Erstlingswerk gelesen aber dieses gehört, leider, zu den Schwächeren. Normalerweise bin ich immer ein bisschen wehmütig, wenn das Ende des Buchs naht. Doch dieses Mal gab es ein Countdown, nur noch 60, 50, 40… Seiten bis das Grauen ein Ende hat. In der Regel gebe ich jeden Buch ca. 100 Seiten, packt mich das Buch nicht, wird es abgebrochen. Mein SuB ist für ein schlechtes Buch einfach zu groß und meine Lesezeit ist mir einfach zu kostbar.

“Am Anfang war die Schuld” ist thematisch gesehen, ziemlich spannend. Erzählt wird die Geschichte der Familie Malcolm. Jenny und ihr Mann, Ted, gehen in ihren Beruf vollkommen auf. Beide arbeiten sie als Ärzte. Ihr Alltag ist vollkommen durchgetaktet und gerät vollkommen aus den Fugen, als ihre Tochter, Naomie, verschwindet. Besonders Jenny macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter und pflegt daher den Kontakt zu Michael. Erzählt wird die Handlung auf zwei Zeitebenen, somit erfährt der Leser, was um den Zeitpunkt (2009) und Monate (2010 Cottage) später passiert. Ted, der als Neurochirurg arbeitet, hat seit geraumer Zeit ein Verhältnis mit einer Krankenschwester, dieses fliegt mit dem Verschwinden seiner Tochter auf. Anfangs schweißt das Verschwinden Jenny und Ted noch zusammen aber mit der Zeit, wird es immer deutlicher, dass es kaum noch Gemeinsamkeiten zwischen Ted und Jenny gibt. Jenny zieht in das Cottage ihrer verstorbenen Mutter, von dort aus ermittelt bzw. sucht sie immer noch weiter.

Auf der ersten Blick scheint es sich bei der Familie Malcolm um eine intakte Familie zu handeln, blickt man aber hinter die Kulissen, erfährt man Leser, dass Ed drogenabhängig ist und seine Eltern dies erst viel zu spät bemerken. Ed fühlt sich vollkommen unverstanden aber auch Naomi scheint ein Doppelleben zu führen, dass nach und nach aufgedeckt wird.

Ich habe das Buch eigentlich nur zu Ende gelesen, da ich wissen wollte, was mit Naomi wirklich geschah, wurde sie wirklich entführt oder verließ sie ihre Familie freiwillig. Für mich war das ehrlich gesagt kein Thriller, dazu war das Erzähltempo einfach viel zu langatmig, es gibt kaum spannende Augenblicke. Dadurch, dass die Zeitebene in jedem Kapitel wechselt, wird das Tempo noch mal verlangsamt. In, fast, jedem Buch gibt es einen Protagonistin, den ich mag oder den ich überhaupt nicht toll finde. In Harry Potter ist es Neville Longbottom, der mein absoluter Lieblingscharakter ist. Doch in diesem Buch gibt es niemanden, den ich ansatzweise mochte. Die meisten Protagonisten handeln absolut schablonenhaft. Betrachten wir zum Beispiel Jennys Ehemann Ted. Er betrügt seine Frau mit einer Krankenschwester und als Jenny ihn vor vollendete Tatsachen stellt, dass seine OP abgesagt wurde, gibt er seinen Seitensprung zu, mit den Worten, dass er das mit den Worten zu, er wüsste nicht, warum es passiert ist aber auch Ed ist ein gutes Beispiel, seine Familie hat keine Zeit für ihn so und so gerät er in die Drogenabhängkeit. Theo scheint die halbwegs normale Person in der Familie zu sein.

Da die Schrift relativ groß ist, lässt sich das Buch recht schnell lesen auch wenn der eigentliche Inhalt nicht besonders prickelnd ist, schafft die Autorin es, dass man sich die Landschaft ums Cottage sehr gut vorstellen kann.

Das Buch hätte deutlich mehr Potential gehabt, das die Autorin leider nicht ausschöpfen konnte! Es ist kein Buch, das man unbedingt lesen muss.

Von mir bekommt das Buch daher auch nur einen von fünf Sternen.

Yeh, Kat: Kirschen im Schnee

Das weltbeste Rezept für Kirschkuchen – viel mehr ist GiGi von ihrer Mutter nicht geblieben. Sie erinnert sich nicht mal an sie, deswegen ist sie froh, dass ihre ältere Schwester DiDi in jeder Lebenslage weiß, was Ma gemacht hätte. Doch seit sie an der neuen Schule ist, kommen GiGi immer wieder Zweifel, ob DiDi wirklich das Erfolgsrezept fürs Leben hat. Und überhaupt, ist sie nicht langsam alt genug, selbst die Zutaten für ihr Glück zu bestimmen? Welche Rolle dabei ausgerechnet Kirschgrütze, ein berühmter Sternenforscher und ein rosaroter Lippenstift spielen, konnte ja keiner ahnen …

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Magellan (20. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734847052
  • ISBN-13: 978-3734847059
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 – 13 Jahre

schnee Als ich das Buch das erste Mal sah, fiel mir als wunderschöne Cover auf. Ich musste das Buch einfach vorbestellen und lesen. “Kirschen im Schnee” gehört zu den wenigen Büchern, die man anfängt zu lesen und man es einfach am Stück durchlesen. Es geht gar nicht anders. “Kirschen im Schnee”, der Titel lehnt sich an einen Lippenstift von Revlon, erzählt die Geschichte zweier Schwestern. GiGi (eigentlich Galileo Galilei) und DiDi (Delta Dawn) ziehen in eine neue Stadt. Anfangs musste ich mich an die doch sehr, sehr albernen Namen der Schwestern gewöhnen. Damit GiGi nicht immer wie eine BH Übergröße genannt wird, beschließt sie, dass sie sich einen neuen Namen zulegt. Sie möchte in Zukunft nur noch Leia genannt werden. An ihrem ersten Schultag rennt sie in den beliebtesten Schüler der ganzen Schule und so findet sie, das erste Mal, einen richtigen Freund in ihrem Leben (und kommt auf diese Weise in seine Clique).

Beginnt man mit dem Lesen des Buchs, fängt das Buch ganz entspannt an. Man lernt die beiden Schwestern kennen und da sie so liebevoll beschrieben sind, dachte ich “Ach, ist das ein nettes Buch für zwischendurch”. Die Autorin lässt ihre Figuren sich langsam ab ihre neue  Heimat gewöhnen und neue Freunde finden. Leia an ihrer Schule (auch wenn es ein Mädchen gibt, dass sie scheinbar nicht mag) und ihre Schwestern an ihrem neuen Arbeitsplatz. Obwohl die beiden Geld haben, wohnen sie sehr bescheiden. Geld, dass am Monatsende übrig bleibt, wird aufs College Konto einbezahlt. DiDi möchte, dass es ihrer Schwester eines Tages besser ergeht als ihr, möchte, dass sie in jeder freien Minute lernt.

Doch zum ersten Mal erlebt Leia, dass sie nun Freunde hat, mit denen sie Spaß haben kann. Ist das Verhältnis der Schwestern anfangs noch entspannt, kommt es im Verlauf der Buchs zu immer mehr Konflikten zwischen den beiden Schwestern.

Der Konflikt hält sich in Grenzen bis Leia etwas findet, dass ihr komplettes Leben von einer Sekunde auf die andere auf den Kopf gestellt wird und sie nicht mehr weiß, wer oder was sie ist. Bisher dachte sie immer, dass ihre Mutter bei einem Brand ums Leben kam. Sie weiß nur, dass ihre Mutter den Lippenstift “Kirschen im Schnee” mochte und sie hat das Backbuch ihrer Mutter, dass ihr in schwierigen Zeiten Trost spendete. Anfangs habe ich mich gefragt, ob ich die Rezepte mitlesen sollte aber genau die Rezepte sind es, die Mutter spricht ihre Leser persönlich an, die dem Buch seinen eigenen Charme verleihen.

Die Kapitel sind sehr recht kurz gehalten, sodass auch Kinder, die bisher noch nicht viel gelesen habe, Spaß an dem Buch haben könnten und die Handlung gewinnt dadurch rasant an Fahrt.

Mich würde es ehrlich interessieren, wie das Buch in dem amerikanischen Medien ankommt, da das Thema Homosexualität ein Stück weit thematisiert, wenn auch nicht ganz so offensichtlich.

“Kirschen  im Schnee” ist ein bezauberndes Buch über Freundschaft, Liebe und Familie.Es ist eines der wenigen Bücher, an die ich mich noch eine Weile erinnern werde. Ich habe es ziemlich gerne gelesen und es das Monats Highlight und ich kann es nur jedem, egal welchen Alters, ans Herz legen. Von mir gibt es daher auch fünf von fünf Sternen.

Oseman, Alice: Soiltaire

Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Eigentlich verkörpert Michael mit seinem Enthusiasmus und der schwarzen Hipster-Brille all das, was Tori verachtet, und dennoch ist sie fasziniert von seiner überschäumenden Lebensfreude und seiner Neugier auf die Welt. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (21. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423761199
  • ISBN-13: 978-3423761192
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
  • Originaltitel: Solitaire

solitaire Anfang September waren mein Mann und ich bei Ossiander und haben uns beraten lassen (und die Beratung war richtig toll), welches Buch wir für unsere Tochter kaufen könnten. Wir hatten uns davor schon ein bisschen umgesehen. Die freundliche Buchhändlerin empfahl uns dann “Solitaire” von Alice Oseman, mit der Begründung, dass das Buch von einer relativ jungen Autorin geschrieben wäre und das man dies am Schreibstil merken würde. Wir haben dann das Buch für unsere Tochter gekauft und sie war den restlichen Nachmittag nicht mehr zu sehen.

Nach dem meine Tochter von diesem Buch so begeistert war, musste ich es auch lesen und wir haben, bis auf Harry Potter, einen komplett anderen Geschmack was Bücher betrifft. Vielleicht sollte ich mal die Bücher von Kiera Cass lesen. Zurück zu Solitaire. Ich habe mit dem Lesen begonnen und ich versuche mir, meistens, vorzustellen, wie ein Charakter aussehen könnte. Hin und wieder klappt das auch. Bei Tori war es eine Mischung aus Thaddäus und Sheldon Cooper. Ich gehöre aber auch nicht in die Altersgruppe, für die das Buch bestimmt ist. Das Buch wird aus der Sicht der Protagonistin Tori Spring erzählt. sie hat nur wenige Freunde und zu ihren Hobbies gehört es Filme anzuschauen und zu bloggen.

Das neue Schuljahr beginnt und Tori hat eigentlich keinen Bock auf Schule. An ihrer Spindtür klebt ein klebt ein rosa Post-it und dann dann folgt sie der Spur der Post-its. Diese Spur führt sie in einen der Computer Räume, auf dem letzten Post-it ist eine Webadresse vermerkt: Solitaire.co.uk. Noch bevor sie Webadresse auf ihrem Smartphone eingeben kann, wird die Tür aufgerissen und jemand, den sie noch nie gesehen hat, ruft laut ihren Namen. So lernt Tori Michael Holden kennen und die Geschichte des Buchs kann beginnen. Michael, der als äußerst gut aussehend beschrieben wird, und Tori öffnen den Blog, der bis dato noch keine Einträge enthält und ich habe mich natürlich gefragt, was es mit dem leeren Blog auf sich hat. Das Buch kann man an der Stelle erst einmal nicht weglegen, sondern man muss dringend weiterlesen.

“Ich hasse das. Es ist eine schlimme Erfindung in der Geschichte der Menschheit, weil absolut nichts passiert, wenn man nichts sagt. Einfach nur zuhören und an den richtigen Stellen reicht nicht. Man muss etwas sagen. Man hat keine andere Wahl. Das Telefon nimmt einem das Recht zu schweigen” (S. 27)

Tori ist niemand, die gerne mit anderen zusammen ist, während sie das obrige denkt,sitzt ihre Mutter an ihrem Laptop und ich hatte das Gefühl, dass sie während des kompletten Buchs immer nur am Loptop sitzt und diese stereotype Beschreibung der Mutter ist eine Schwäche des Buchs. Die Charaktere sind entweder schwarz oder weiße. Tori hasst ihre Freundinnen, besonders Evelyn, deren Kleidungsstil sie nur abartig findet. Da sie aber keine andere Wahl hat, gibt sie sich mit Evelyn und Beccy ab.

Ich liebe Becky, aber manchmal führt sie sich auf, alle könnte sie nicht bis drei zählen. Was mich wahnsinnig ankotzt, weil sie es in die Oberstufe geschafft hat.” (S. 37).

Obwohl Tori alles andere als nett zu Michael ist, sucht der doch beständig ihre Nähe und möchte sich unbedingt mit ihr anfreunden. Das Ganze wird nicht unbedingt leichter, als Tori feststellt, dass Lucas, ihr bester Freund aus der Grundschule, ebenfalls auf  ihre Schule gewechselt hat.

Nun beginnen die ersten Aktion von Solitaire und die ganze Schule fragt sich, wer den der Betreiber des Blogs ist. Irgendwie müssen die Aktionen etwas mit Tori gemeinsam haben.

Heute ist Freitag. Die Leute finden es nicht mehr ganz so witzig, als den ganzen Tage “Material Girl” von Madonna in Dauerschleife aus den Lautsprechern dröhnt. Ich war ziemlich besessen von dem Lied, aber jetzt stehe ich kurz davor, mir mit der Schere die Pulsadern aufzuschlitzen, dabei ist es erst zehn Uhr fünfundvierzig” (S. 52). 

Das ist genau der Grundtenor, der sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht. Lange hatte ich mich gefragt, warum Michael unbedingt Toris Freund sein  möchte, es ist gut aussehend, nett und scheint viel offener zu sein. Blickt man aber hinter die Fassade, merkt man, dass er ebenso keine Freunde hat.

Toris Familie scheint sehr nett zu sein. Blickt man aber hinter die Fassade, merkt man, dass Tori Bruder magersüchtig ist, die Mutter die ganze Zeit nur am Laptop zu sitzen scheint und der Vater enttäuscht ist, dass seine Tochter nicht die gleiche Leidenschaft für Bücher an den Tag legt, wie er selber.

Anfangs, zwischendurch gerät der Blog in Vergessenheit, waren Solitaires Aktionen noch harmlos. Als Toris Bruder, der schwul ist, von einem Mitschüler angegriffen wird, fordert Solitaire die Schüler auf, dass solch ein Verhalten nicht tragbar ist. Ben, der Schwulenhasser, wird daraufhin ordentlich verprügelt. Motto des Blogs: Vergessen ist tödlich. Das war der Zeitpunkt als Tori mehr als nachdenklich wird.

Können Tori und Michael Solitaire aufhalten und das Schlimmste vermeiden?

Ich konnte das Buch zwar nicht mehr aus den Hand legen aber ich bin noch sehr zwiegespalten, ob mir das Buch gefallen hat. Auf der einen Seite konnte ich mich erinnern, wie meine Pubertät war aber auf der anderen Seite war das Verhalten der einzelnen Charaktere zu schwarz-weiß. Das Ende des Buchs kam zu abrupt und hinterließ bei mir ein großes Fragezeichen (und das wars jetzt). Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin unbedingt zum Ende kommen wollte und ihr noch eine passende Idee gefehlt hat. Da meine Tochter vom Alter besser zu Tori passt, hat ihr das Buch deutlich besser gefallen als mir aber durch das Buch habe ich wieder Lust zum Bloggen begonnen. Das Buch hätte deutlich mehr Potential gehabt, dass die Autorin aber nicht ganz umsetzen konnte. Daher ist die das ideale Buch, für Mädchen aber 14 Jahren, die gerade selber mitten in der Pubertät stecken und sich mit den Themen Freundschaft, Liebe.. auseinander setzten. Am Schreibstil lässt sich deutlich erkennen, dass die Autorin noch recht jung ist, sodass die Jugendliche sich mit den Charakteren besser identifizieren können.

Fazit:

Das Buch fing ziemlich spannend an und wurde mit jedem weiteren Kapitel schwächer, das Ende konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Es las sich zwar recht flott durch aber das reichte mir halt leider nicht. Von mir bekommt das Buch daher drei von fünf Sternen.

Meine literarische Heimat

Wir waren gestern auf der Buchmesse und ich finde die Aktion des Börsenvereins toll:

vorsicht1

Wir legen Bücher ans Herz und nicht bloß in den Versandkarton.
Wir sind der Buchhandel.

Als ich mit dem Lesen von Agatha Raisin begonnen habe, fiel mir dieses ins Auge:

“Ein verlagneues Buch kostet in Deutschland und Österreich jeweils überall dasselbe. Damit die kulturelle Vielfalt erhalten und für die Leser bezahlbar, gibt es die gesetzliche Buchpreisbindung. Ob im Internet, in der Großbuchhandlung, beim lokalen Buchhändler, im Dorf oder in der Großstadt- überall bekommen Sie ihre verlagsneuen Bücher zum selben Preis” (dies könnte gerne größer und an einer prominenteren Stelle im Buch stehen!)

Ich bin in den letzten Jahren ein paar Mal umgezogen aber ich hatte vor Ort immer meine Stammbuchhandlung, bei der ich meine Bücher kaufe (wenn ich sie nicht in der Bücherei ausleihe). Zur Zeit ist dies meine literarische Heimat. Daher bestelle ich keine Bücher im Internet!

Beaton, M.C.: Agatha Raisin und die tote Urlauberin

Agatha Raisin ist fassungslos: Ihr Verlobter James hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Nach Zypern. Dorthin, wo sie die Flitterwochen verbringen wollten. Eigentlich. Bevor er die Hochzeit platzen ließ. Doch Agatha wäre nicht Agatha, wenn sie tatenlos zusehen würde, wie ihr Glück den Bach runtergeht. Beherzt packt sie ihre Koffer und reist James hinterher. Doch Agathas Traum von der romantischen Versöhnung unter mediterraner Sonne ist schnell ausgeträumt: Kaum gelandet, muss sie sich mit…

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2015 (8. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340417285X
  • ISBN-13: 978-3404172856
  • Originaltitel: Agatha Raisin and the Terrible Tourist

urlauberin Erst einmal ein kleiner Tusch, denn Agatha Raisin und die tote Urlauberin war mein 120. Buch in diesem Jahr (ok, andere lesen sehr viel mehr als ich aber mit einem Baby ist die Lesezeit manchmal doch sehr begrenz). “Agatha Raisin und die tote Urlauberin” ist mittlerweile das 6. Buch um die Hobby Detektivin Agatha Raisin und das es eine Reihe ist, komme ich daher, leider, nicht ganz ohne Spoiler aus. Am Anfang des voran gegangenen Buchs war Agathas Welt noch in Ordnung. James, der Mann den sie zu lieben glaubte, machte ihr, endlich, den ersehnten Heiratsantrag. Doch kurz vor der Trauung zerbrach der Traum, als Agathas tot geglaubter Ehemann auftauchte und die Hochzeit zum Platzen brachte.

Nach der verpatzten Hochzeit floh James vor Agatha nach Zypern und Agatha wäre nicht Agatha, wenn sie James nicht nach Zypern folgen würde. Schließlich ist er der Mann ihrer Träume und den will sie um jeden Preis wieder bekommen. Agatha packt ihre Koffer und macht sich auf den Weg. Auf Zypern sucht sie sich ein nettes Hotel. Am Strand wird sie von einem Yacht Besitzer angesprochen, der ihre eine Ausflugsfahrt andrehen möchte. Auf der Yacht, trifft sie auf zwei unterschiedliche Dreiergruppen, die sich auf der Straße niemals anschauen würde. Die ungleichen Leute freunden sich an, auch wenn Agatha weder zu einen Dreiergruppe passt. In der Zwischenzeit fand Agatha ihren James.

In einer Disco kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall, die auffällige Rose wird vor allen Augen ermordet und Agatha und James beschließen, dass sie den Tod von Rose aufklären würden. James, der von einem Freund herein gelegt wurde, mietet sich eine Villa, in der Agatha mit einzieht.

Auch in diesem Buch schafft Agatha es, dass sie sich Feine macht und während der Ermittlungen immer wieder in Lebensgefahr gerät. Bis zu diesem Buch mochte ich James eigentlich schon. Doch in diesem Buch zeigt er sein wahres Gesicht. Jedes Mal, wenn Agatha in ein Fettnäpfchen tritt, zieht er sie derb damit auf. Er weiß ganz genau, wie er Agatha bis zur Weißglut reizen kann und nutzt dieses auch aus.

Wie gut, dass es Sir Charles Fraith gibt, der zur gleichen Zeit auf Zypern ist. Leser der Reihe kennen Sir Charles Fraith aus “Agatha Raisin und die Tote im Feld”, in der eine wichtige Rolle spielt. Ich habe mich während des Lesens gefragt, ob James Lacey auf Charles einfach nur eifersüchtig ist, oder ob er einfach nur ein Ekel ist. Nach dem James sich in die Türkei abgesetzt hat, ist es nun Charles, der ihr zur Seite steht. Charles lässt sich übrigens gerne von Agatha zum Essen einladen.

Ich hatte irgendwann die Idee, wer Rose umgebracht haben könnte und ich lag ausnahmsweise richtig. In diesem Buch, wie in allen vorherigen Büchern steht das Verhältnis zwischen Agatha und James im Mittelpunkt. Ich bin mal gespannt, wie es mit Agatha, Charles und James weitergehen wird.”Agatha Raisin und die tote Urlauberin” ist ein solider geschriebener Krimi, mit ein paar Längen, dennoch habe ich das Buch ziemlich gerne gelesen. Schade, dass bisher noch kein weiteres Band angekündigt wurde. Von mir gibt es daher drei von fünf Sternen.

Jana, Stephanie und Kollritsch, Ursula: Das Jahr des Rehs

Nach siebzehn Jahren Funkstille schreibt Bella Becker ihre erste E-Mail an Sabine Born. Früher unzertrennlich, hatten sich die Freundinnen aus den Augen verloren. Bine fühlt sich ihrer alten Freundin sofort verbunden, auch wenn die beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein könnten: Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im Garten. Zwischen Bella und Bine entspinnt sich ein reger E-Mail-Austausch, über ein Jahr hinweg, durch kleine und große Krisen, sonnige Tage und durchtanzte Nächte. Mail für Mail, die mal poetisch und nachdenklich, mal herzerfrischend komisch sind, finden die beiden Freundinnen wieder zueinander.

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (8. Juni 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548612865
  • ISBN-13: 978-3548612867

Rehs Ich schaue regelmäßig in der Bibliothek nach, was so an Neuerscheinungen gibt. Dabei bin ich über “Das Jahr des Rehs” gestolpert. Zu erst konnte ich weder was mit dem Titel, der doch etwas außergewöhnlich ist, anfangen. Doch dann habe ich das Buch im Buchladen gesehen und musste es mir vorbestellen. Da es doch relativ dünn ist, lässt es sich zügig lesen.

Nach langjähriger Funkstille schreibt Bella ihre erste eMail an ihre frühere Freundin Sabine. Die ersten eMails sind noch sehr zögerlich und kurz gehalten. Die beiden tauschen sich über ihre Familien aus. Im Gegensatz zu ihrer Freundin Bella, verließ Sabine ihren Heimatort nicht. Dort hat sie, sehr zum Missfallen ihrer konservativen Mitbürger, ein Haus im Bauhaus Stil gebaut. Bella dagegen lebt mit ihrem Sohn in Berlin.

Je länger die Mail Freundschaft andauert, umso persönlicher werden ihre Mails. Als Leser erfährt so, dass es in Sabine Ehe alles andere als rund läuft. Als Sabine von ihrem Mann verlassen wird, den sie eh nicht mehr liebt, ist es Bella, die Sabine emotional aufbaut aber auch Bella ist mit ihrer Partnerschaft alles andere als zufrieden. Als Greg in Bellas Leben auftaucht, ist es Sabine die ihr Mut zuspricht.

Das Buch wird anwechselnd aus der Sicht von Sabine und Bella erzählt. Dafür ist jede der Autorinnen in die Rolle einer Protagonistin geschlüpft. Der Schreibstil ist sehr angenehm und daher liest sich das Buch in einem Rutsch weg. Da mir das Buch richtig gut gefallen hat, kann ich es auch nur weiterempfehlen. Von mir gibt es daher vier von fünf Sternen.