Gut gegen Nordwind (Film)

Eigentlich hatte Emmi Rothner (Nora Tschirner) bloß ein Zeitungsabonnement abbestellen wollen. Doch weil sie einen Tippfehler in der Adresszeile macht, landet die E-Mail im Postfach von Leo Leike (Alexander Fehling). Der beschäftigt sich gerade beruflich mit der Sprache von E-Mails und schreibt Emmi kurzerhand zurück, überrascht sie damit, was er daraus schließen kann, wie sie ihre E-Mail verfasst hat. Es ist der Beginn eines langen Online-Austauschs.

E-Mail für E-Mail kommen sich Leo und Emmi immer näher. Zuerst zaghaft, dann intensiver berichten sie auch von ihrem Privatleben. Leo hängt immer noch an seiner Ex-Freundin Marlene (Claudia Eisinger), während Emmi mit Bernhard (Ulrich Thomsen) verheiratet ist. Eine Chance auf eine Romanze scheint es zuerst nicht zu geben. Doch Leo und Emmi merken schnell, dass sie auch im Alltag immer öfter an den anderen denken und sich wünschen, wieder eine E-Mail im Postfach vorzufinden.

 

nordwind(Erscheint April 2020 auf DVD).

Ich gehe sehr selten ins Kino und wenn ich ins Kino gehe, suche ich mir die Filme gezielt aus. Am liebsten gehe ich in Stuttgart ins Atelier am Bollwerk oder gehe in die Innenstadtkinos in der Stadt. Cinemaxx, Ufapalast meide ich in der Regel. Seit es die beiden “Giganten” gibt, haben viele Kinos in Stuttgart geschlossen. Da ich mir aber nicht so sicher war, ob mir der Film gefallen wird, war ich bei uns im Stadtteil (Cinemaxx SI Centrum) und habe mir den Film da angeschaut. Das Cinemxx wirbt ja damit, jeder Film kostet 5,99€ (darunter leider aber auch die Filmauswahl). Was mir als Erstes auffiel war, dass das SI Centrum wie ausgestorben wirkte. Es gibt einige Restaurants und alle waren leer. Im Kino ging es dann weiter. Zeitgleich liefen zwei weitere Filme, der Eingansbereich (Kasse, Popcorn…) war aber vollkommen leer. Niemand kontrollierte, ob ich eine gültige Eintrittskarte hatte oder auch nicht. Der Film lief in einem großen Kinosaal, mit mir waren wir ungefähr zu zehnt.

“Gut gegen Nordwind” habe ich sicher schon fünfmal gelesen und ich kann es immer und immer wieder lesen. Der Film konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Die beiden Hauptdarsteller war gut ausgewählt und haben ihre Rollen auch gut umsetzen können. Im Buch haben Emma und Leo sich zwar mit Vornamen angeredet, sich aber bis zum Ende des Buch gesiezt, so war Nähe dennoch da aber auch ein gewisser Respekt. Im Film haben sie sich recht schnell gedutzt und so mit ging schon mal ein gewisser Wortwitz verloren. Die Kernidee des Buches konnte der Film an mich tranportieren aber das, was das Buch ausmacht, ging beim Film leider verloren. Leo wirkt im Buch wesentlich männlicher als im Film. Im Film wirkt er doch sehr weinerlich aber auch Emma wird im Buch deutlich kerniger als im Buch. Emmas Mann, der im Buch eher eine Nebenrolle spielt, kam mir im Film viel zu dominant rüber.

“Gut gegen Norwind” war für mich leider ein absoluter Flop. Daher bin ehrlich gesagt froh, dass ich “nur” 5,99 € Eintritt gezahlt habe und nicht 7,80€ wie in den Innenstadtkino. “Gut gegen Nordwind” sollte man sich nur anschauen, wenn man das Buch NICHT gelesen hat, so ist man geneigt Buch und Film miteinander zu vergleichen, so wie ich es getan habe und wird deshalb enttäuscht. Der Film hatte so viel Potential, das nicht genutzt werden konnte.

Letzte Woche sah ich Downtown Abby (oh, dass war ein toller Film) und da stimmte das ganze Ambiente.

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