Leon, Donna: Ein Sohn ist uns gegeben (Commissario Brunettis 28. Fall)

Gonzalo Rodríguez de Tejeda – ursprünglich aus Spanien stammend – hat im Kunsthandel ein Vermögen gemacht. Nun verbringt er seinen Lebensabend in Venedig. Was kommt dann? Soll die rigide Familie, die mit seinem freizügigen Lebenswandel noch nie einverstanden war, seine Schätze erben? Oder wer ist der Auserwählte? Brunettis Schwiegervater fürchtet, seinem Freund Gonzalo könne Übles zustoßen. Der Commissario soll helfen – und verläuft sich beinahe in den Abgründen des menschlichen Herzens.

 

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (22. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257070608
  • ISBN-13: 978-3257070606
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,5 x 18,8 cm

sohn Ich kann jetzt schon mal sagen, dass dies der schlechteste Brunetti war, den ich je gelesen habe. Seit 1998 habe ich fast alle Bücher um den sympathischen Kommissaren gelesen und sie waren gut und mal weniger gut.  Gestern, bevor ich das Buch beendet hatte, redete ich mit einer ortsansässigen Buchhändlerin über dieses Buch und sie war vom Buch restlos begeistert (aber sie will ja die Bücher verkaufen). Sie war der Meinung, dass man die Bücher nicht mit dem Hintergrund eines Krimis lesen sollte. Diesen Ansatz fand ich doch etwas “albern”,  den Brunetti wird nun mal als Krimi gehandelt.

Am Anfang wird Brunetti von seinem Schwiegervater, der sich nichts aus Klatsch macht, ein Auge auf seinen Freund, Gonzales, werfen. Gonzales, homosexuell, will einen jungen Italiener adoptieren, sodass sein enormes Vermögen erben kann. Brunettis Schwiegervater möchte verhindern, dass sein Freund ins offene Messer rennt. Dieser verbietet sich aber sämtliche Einmischungen in sein Leben. So plätschert die Handlung vor sich hin. Gonzales (ich hoffe, es ist kein Spoiler) an einem natürlichen Tod und als seine beste Freundin nach Venedig kommt, passiert tatsächlich noch ein Mord, mit dem ich schon gar nicht mehr gerechnet habe, wer das Buch bis dahin aufmerksam gelesen hat, wird sicher schon zu diesem Zeitpunkt eine erste Ahnung haben, wer der Täter sein könnte.

Dieser Brunetti war für mich kein Krimi, sondern eher ein Familienroman, in dem zufällig ein Mord geschieht. Es ist aber ein Einblick in das Leben des Komissaren und wie sich seine Familie über die Jahre hinweg entwickelt hat. So ist Chiara mittlerweile Vegetarierin und steht dahinter. Brunettis Frau lehrt an der Uni, kocht nebenbei mehrgängige Menüs zum Essen und spült hinterher auch noch alles ab. Sie bleibt in diesem Buch etwas farblos.

Selbt mit Signora Elletra, deren Hacker-Künste, immer hochgelobt werden, bleibt dieses Mal sehr unscheinbar.

Früher habe ich die Bücher super gerne gelesen und habe mich gefreut, wenn ein neuer Brunetti auf den Buchmarkt gekommen ist aber dieses Buch war einfach nur langweilig und hatte überhaupt keinen Spannungsbogen. Nach 28. Fällen könnte Brunetti so langsam in Rente gehen.

 

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