Leon, Donna: Flüchtiges Begehren (Commisario Brunettis dreißigster Fall)

Samstagabend auf dem Campo Santa Margherita. Nach einem Drink lassen sich zwei Touristinnen von ein paar Einheimischen zu einer Spritztour in die Lagune verführen. In der Dunkelheit rammt das Boot einen Pfahl, und die Amerikanerinnen enden bewusstlos auf dem Steg des Ospedale. Warum alarmierten ihre Begleiter nicht die Notaufnahme, wenn alles nur ein Unfall war? Je hartnäckiger Brunetti ermittelt, desto näher kommt er einem Monstrum, vor dem sich selbst die Mafia fürchtet.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Diogenes; 1. Edition (26. Mai 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 320 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3257071205
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3257071207
  • Originaltitel ‏ : ‎ Transient Desires

Wozu doch google gut ist. Da ich nun nur meinen Mac nutze, musste ich erst mal nachschauen, wie man Bilder kopiert, bzw. hochlädt und als absolute Anti-Nerd habe ich es tatsächlich hinbekommen (musste gestern auch lernen, wie ich Seiten neu laden kann, wenn ich früher die F5 Taste gedrückt habe :-))

Ich hatte immer gedacht, dass die Bücher von Rita Falk zu den schlechtesten Büchern gehören, die ich bisher gelesen habe aber ich musste feststellen, dass es noch schlechter geht. Dabei habe ich keine große Erwartungen, was die Bücher von Donna Leon betrifft. “Flüchtiges Begehren” war mit Abstand, dass schlechteste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und weitere Bücher werde ich sicher nicht mehr lesen.

Warum aber war das so schlecht? Das Buch beginnt sehr behäbig. Brunetti war am Vortag bei einem Klassentreffen und macht sich nun völlig auf den Weg zur Questura. Da er viel zu spät dran ist, tut er so als ob er keinen Empfang gehabt hätte. In der Zeitung liest er, dass zwei Frauen vor der Notaufnahme, verletzt, abgelegt worden wäre und keine weitere Hilfe geleistet worden wären. Brunetti und seine Kollegin, Grissoni, nehmen die Emittlungen auf. Schnell wird klar um welche zwei jungen Männer es sich handelt. Im Laufe der Handlung kommen immer neue Fakten heraus, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hätte.

In meinem Lesekreis haben wir uns über ein Kurzgeschichtenroman von Murakami ausgetauscht und einer der Teilnehmer hat sich beklagt, dass er nicht gewusst hätte, was Murakami ihm mit diesen Geschichten sagen wollte. So erging es mir mit “flüchtiges Begehren”, ich habe mich 300 Seiten lang gefragt, was für eine Message die Autorin mit dem Buch rüber bringen wollte. In vielen anderen Krimis prangert Donna Leon an, wie korrupt Italiener wären. “Flüchtiges Begehren” war für mich kein klassischer Krimi, dafür war mir das Buch, bis aufs Ende, zu handlungsarm. Es gab kaum Spannungselemente und ich fand es sehr anstrengend, dieses Buch überhaupt zu Ende zu lesen. In einem guten Krimi muss jemand umgebracht werden, denn ohne Mord ist es für mich einfach kein Krimi. Wobei es Agatha Christie in “Ruhe unsanft” geschafft, Spannung zu erzeugen, ohne, dass wir als Leser wussten, gibt es eine Leiche oder nicht. Agatha Christie war aber auch ein ganz anderes Kaliber als Donna Leon.

Bisher mochte ich immer das Setting aber irgendwann ist auch dieses völlig ausgelutscht. Dieses Buch zeigt sehr deutlich, dass die Spiegel Bestsellerliste nicht sehr aussagekräftig ist und ich bin überzeugt, dass noch nicht mal Hardcore Fans der Autorin auf ihre Kosten kommen werden. Commissarion Brunetti kann gerne seinen letzten Fall antreten aber ich befürchte, so lange es Käufer geben wird, die Reihe weitergeführt wird. Ich habe mir eben meine Rezension vom 28. Band angeschaut und damals geschrieben, dass es das schlechteste Buch gewesen wäre, war es aber nicht, denn “Flüchtiges Begehren” toppt das Ganze noch mal. Ich ärgere mich, dass ich dieses Buch überhaupt gelesen habe. Kaufen würde ich sie mir definitiv nicht.

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