Zevin, Gabrielle: Die Widerspenstigkeit des Glücks

Amelia ist Verlagsvertreterin und lernt dabei die eigenwilligsten Buchhändler kennen. Genau so einer ist A. J. Fikry. In seinem Herzen haben nur turmhohe Bücherstapel Platz. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Waise Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt sich A. J. des kleinen Mädchens an, das sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt. Und auch Amelia wird er nicht so schnell vergessen können

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (11. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453358627
  • ISBN-13: 978-3453358621
  • Originaltitel: The Storied Life of A. J. Fikry

GlücksDiese Buch habe bei der Buchhändlerin meines Vertrauens entdeckt und hätte es um ein Haar gekauft, doch dann ich es bei Skoobe entdeckt, ausgeliehen und verschlungen. Von Gabrielle Zevin kannte ich bisher nur die New Yorker Schokoladen Trilogie. Nach dem ich mir den liebevoll gestalteten Trailer angeschaut habe, musste ich das Buch lesen.

Obwohl Islands Books nur ein kleiner Buchladen, mit einem kautzigen Inhaber ist, macht sich die Vertreterin, Amelia, auf den Weg nach Alice Island. Dort trifft sie auf einen schlecht gelaunten A.J. der keinerlei Interesse an ihren Büchern zeigt. Amelias Einstieg gelingt alles andere als gut. Anfangs habe ich gedacht, dass das Buch aus Amelias Sicht erzählt wird. Doch nach ihrem verkorksten Start, kommt es zu einem Wechsel und das Buch wird aus A.J.s Sicht beschrieben. Nach dem Amelia seine Buchhandlung verlassen hat, plagt ihn sein schlechtes Gewissen. Es wird nun vier Jahre dauern, sie beiden treffen sich jedes Jahr um die neuen Titel zu besprechen, bis die beiden das erste Mal essen gehen. Vier Jahren, in denen einiges passiert. Eines Tages, nach Ladenschluss. sitzt ein fremdes Mädchen. ca. 25 Monate alt, in seinem Buchladen. Sie ist ganz allein und hat einen Brief in ihrem Rucksack. Mayas Mutter bitter A.J, dass er sich dem Mädchen annimmt. Obwohl er keine Erfahrung hat, nimmt er das Mädchen bei sich auf und übergibt es nicht dem Jugendamt. Sein Wissen holt er sich aus Büchern und über Google, Maya ist völlig fasziniert, wenn sie das Wort Google hört und wiederholt es andächtig (aus ihrem Mund klingt es richtig niedlich). Nebenbei erfährt man, warum A.J. so verbittert ist. Seine Frau, mit der er den Buchladen gekauft hat, starb, als sie schwanger war, bei einem Autounfall.

Ab Seite 92 habe ich mich gefragt, ob und wann Amelia noch mal in der Handlung auftauchen wird und habe ich gefreut, als es vier Seiten so weit war. Obwohl die Beiden nur die Liebe zu Büchern verbindet, werden die beiden ein Paar und heiraten.

In einem Nebenstrang wird die Geschichte von Ismay erzählt. Ismay ist die Frau eines bekannten Autoren, der sie nach Strich und Faden betrügt. Obwohl sie sich sehnlichst ein Baby wünscht, erleidet sie eine Fehlgeburt nach der anderen. Ismay ist die Einzigste, die Mayas Vater kennt.

A.J. ist auf dem besten Wege Alkoholiker zu werden aber die Liebe zu Maya schafft es, dass er ein anderen Mensch wird. Die beiden werden ein tolles Gespann und irgendwie habe ich Maya beneidet. Einen Vater zu haben, der Buchhändler ist und einen immer mit den besten Büchern versorgen kann, das hätte ich als Kind auch gerne gehabt. Normalerweise enden die meisten Bücher mit einem klassischen Happy End aber die Handlung des Buchs entwickelt sich in eine Richtung. die ich so nicht vorher gesehen habe und das macht das Buch so liebenswert. Am Ende musste ich an “die Eleganz des Igels” denken, auch wenn es sonst keine Parallelen gibt

Obwohl das Buch relativ dünn ist, habe ich eine Weile gebraucht, um es vollständig zu lesen. Das lag aber nicht daran, dass es schlecht was. Ganz im Gegenteil, am Anfang jeden Kapitels gibt es für Maya einen Buchtipp von A.J. und da ich furchtbar neugierig bin, musste ich mir die Tipps, von denen ich viele nicht kannte, nachschlagen. Das Buch ist eine einzige Hommage an Bücher und Buchhandlungen, egal wie groß oder klein sie sein mögen. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite beeindruckt und es würde mich freuen, wenn andere das Buch genauso mögen würden wie ich. Daher gibt es eine glasklare Leseempfehlung von mir und fünf von fünf Sternen!

Fazit:

Das Buch konnte mich von der ersten Seite in den Bann ziehen, die Charaktere agieren anders als man denkt und der Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Daher gehört es neben der Schneeleopard zu meinem Monats Highlight (und der Lesemonat war alles andere als berauschend, so wenig habe ich schon lange nicht mehr gelesen)

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