Christie, Agatha: Die vergessliche Mörderin

Wie löst man einen Fall, wenn die Mörderin sich an nichts erinnern kann?

Norma Restarick ist felsenfest davon überzeugt, eine Mörderin zu sein. Das Problem ist jedoch, dass sie sich nicht daran erinnern kann, wen sie umgebracht hat und auch nicht wie sie es getan haben soll. Hercule Poirot und seine gute Freundin Ariadne Oliver erklären sich dennoch bereit, in diesem durch und durch sonderbaren Fall zu ermitteln. Lediglich ein Selbstmord hat sich in Norman Restaricks Apartmenthaus zugetragen. Könnte das der Mord sein, den die junge Frau meint begangen zu haben?

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Atlantik; Auflage: 1 (4. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455008704
  • ISBN-13: 978-3455008708

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Mit “die vergessliche Mörderin” habe ich ein weiteres ebook gelesen, welches ich von Netgalley.de zur Verfügung gestellt bekommen habe und es werde noch weitere Bücher folgen. In den letzten Wochen habe ich vermehrt ebooks gelesen und das hätte ich mir vor zehn Jahren gar nicht vorstellen können. Nach “dreizehn bei Tisch” und “Mord im Orientexpress” habe ich nun ein weiteres Poiret Buch gelesen. Ich habe fast alle Miss Marple Bücher gelesen und finde ihre Art der Ermittlung immer frisch. So nutzt sie ihre Alter aus um an Informationen zu kommen, die jemand Jüngeres wahrscheinlich bekommen hätte und sie nutzt ihren Erfahrungsschatz immer aus (dies Ereignis erinnert mich an jemanden, den ich vor vielen Jahren gekannt habe) und findet auf diesem Weg immer den Täter. Nun aber zurück zu Poiret. “Die vergessliche Mörderin” ist der 57. Krimi von Agatha Christie der 1966 unter dem Titel “the third girl” erschien. Es ist Poirets 30. Fall und Ariadne Olivers 5. Fall, wobei ich sagen muss, dass Ariadne Oliver, die in diesem als Deux ex machina Auftritt, noch nie über den Weg gelaufen ist. Sie sollte ich ich im Auge behalten, denn sie scheint als Krimiautorin den richigen Riecher zu haben.

Kommen wir aber zum Buch. Poirot sitzt mit einer heißen Tasse Kakao am Frühstückstisch, als ihm zugetragen wird, dass eine junge Frau ihn sprechen will. Poirot ist alles anders als begeistert und lässt sie warten. Nach dem er fertig ist, lässt er sie zu sich kommen als ihn die junge Dame, die der Meinung ist, dass sie einen Mord begangen hat aber nichts mehr davon weiß, sieht, flüchtet sie vor ihm, mit den Worten, er wäre zu alt. Poirot war völlig perplex darüber aber die Sache geht nicht aus seinem Kopf.

Poirot erzählt Ariadne von diesem Vorfall und sie erinnert sich, nach mehrmaligen Nachdenken, dass ihr die junge Frau bekannt vorkommen würden. Nach einem Telefonat kennt sie auch den Namen der jungen Frau, Norma Restarick. Norma Restarick wohnt mit zwei anderen Frauen in den Borodene Mansions (Wohnung 67). Während sich Poirot auf den Weg zu Normas Vater und Stiefmutter macht, besucht Ariadne Claudia Reece-Holland  und Frances Cary. Norma ist weder bei ihren Eltern, der Vater lebte viele Jahre im Ausland und wurde von einem entfernten Verwandten in dessen Haus aufgenommen, noch in der Londoner Wohnung anzutreffen. Da Poirot Mitleid mit Norma hatte, nimmt er die Ermittlungen auf. Das Verhältins zwischen Norma und ihrer Stiefmutter, Mary, ist zerrüttet, ja sie hasst ihre Stiefmutter förmlich. Als diese mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus kommt, ist Norma der Meinung, sie hätte ihre Stiefmutter vergiftet.

Während Miss Marple eher die unscheinbare ältere Dame ist, ist Poirot sehr von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt. Er ist der Meinung, er habe sich einen gewissen Ruf erarbeitet und alle Leute müssten ihn, den kleinen Belgier mit dem auffälligen Schnurrbart kennen. Poirot ärgert sich, wenn es Leute gibt, die ihn nicht kennen. Im vorliegenden Buch verdächtigt er alle Personen um dann nach Indizien zu suchen. Obwohl dieses Buch von der Dicke her recht überschaubar ist, hat sich die Handlung in die Länge gezogen und ich wurde mit der Handlung überhaupt nicht warm. Die Auflösung des Falls war auf der einen Seite logisch und nachvollziehbar aber auch völlig konfus. Poirot als Heiratsvermittler, mit wem er Norma verkuppelt hat, soll hier nicht erwähnt werden, fand ich überzogen. Für mich war es leider das schlechteste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Da mich “Ariadne Oliver” aber neugierig gemacht hat und ich gerne wissen will, wie Poirot sie kennen gelernt, werde ich sicher noch weitere Bücher um Poirot lesen.

Mein Dank geht an den Verlag, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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