Bradley, Alan: Todeskuss mit Zuckerguss

Ein Mord in aller Tortenstille …

Die zwölfjährige Chemikerin und Spürnase Flavia de Luce hat gemeinsam mit Dogger, dem treuen Diener der Familie, ein Detektivbüro gegründet. Doch rechnen die beiden nicht damit, dass ihr erster Fall ausgerechnet auf der Hochzeit von Flavias Schwester Feely auf sie wartet. Nach einer turbulenten Zeremonie mit einem vermissten Trauzeugen soll das Anschneiden der riesigen, wunderschön verzierten Torte einer der Höhepunkte der Feier werden. Doch kaum hat die Braut das Messer angesetzt, erklingt ein markerschütternder Schrei – denn aus dem ersten Tortenstück ragt ein abgetrennter Finger …

 

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (24. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531150
  • ISBN-13: 978-3764531157
  • Originaltitel: The Golden Tresses of the Dead

flavia Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich an einem regnerischen Nachmittag “Mord im Gurkenbeet” gesehen haben und wusste, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ein kleine Warnung, wer dieses Reihe kennt, sollte bitte nicht weiter lesen, da ich wahrscheinlich nicht spoilerfrei bleiben kann. Die Bücher sind in sich abgeschlossen, sollten aber in der chronlogischen Reihenfolge gelesen werden. Damals habe ich mich riesig gefreut, als ich den ersten Band lesen konnte, die Idee war neu. In “Mord im Gurkenbeet” lernen wir Flavia kennen. Flavia wächst mit zwei Schwestern als Halbwaise auf. Das Schicksal ihrer Mutter ist lange Zeit unbekannt, wird aber in einer Bücher aufgeklärt. Ihr Vater interessiert sich mehr für seine Briefmarken als für seine Töchter. Flavia hat es mit ihren Schwestern nicht leicht, woran sie aber auch nicht ganz unschuldig ist. An Hand wie sie ihr Fahrrad, Gladys, antroporhisiert, ist zu erkennen, dass sie ein einsamer Mensch sein muss (zu mindest hat sie keine nennenswerte Freunde, nur in Dogger hat sie so etwas wie einen Verbündeten). Nach dem das Schicksal der Mutter aufgeklärt ist, stirbt auch ihr Vater (im vorletzten Buch) und sie wächst als Vollwaise auf. Immerhin lebt Undine in ihrem Haushalt aber Flavia kann mit ihr nichts anfangen.

Nun aber zum 10. Fall. Diesen Band zu lesen, fiel mir nicht gerade leicht und ich war mehrmals geneigt, dieses Buch abzubrechen. In meinen Augen ist dies nämlich der schwächste Band, den ich bisher gelesen habe. Band 11. und 9. fehlen mir noch. Im vorliegenden Buch haben Flavia und Dogger ihre eigene Privatdektei gegründet. Flavias Schwester heiratet ihren Verlobten und auf der Hochzeitsfeier kommt es zum Eklat. In einem unbeobachteten Moment vergrub jemand einen Finger in der Torte. Flavia und Dogger fanden recht schnell heraus, wessen Finger es war. Bevor sie aber weiter ermitteln konnten, bekamen sie ihren ersten richtigen Fall, sie sollen “verschwundene” Briefe wieder finden. Bevor sie ihre Mandatin zur Rechenschaft ziehen können, finden sie diese tot. Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie das Erbrochene nicht chemisch untersuchen würde. Zeitgleich ziehen zwei Missionarinnen auf Buckshaw ein. Flavia und Dogger ermitteln gemeinsam

In diesem Buch fehlte mir der rote Faden, lange Zeit habe ich mich gefragt, was der Finger mit der Handlung zu tun haben könnte, dies wird schlussendlich, mit der Lösung des Mordes, mit aufgklärt. In den vorherigen Bücher war es so, dass Flavia die Klügere war und nun zeigt ihr Dogger, dass er mehr auf dem Kasten hat als sie. Die Handlung war sehr wirr erzählt und teilweise sehr,sehr langatmig und der Autor spielt mit gängigen Klischees, pflanzliche Heilmittel würden eh nichts taugen. Dieses Buch war, was die Auflösung betrifft, sehr an den Haaren herbei gezogen. War Flavia in “Mord in Gurkenbeet” noch das nette Mädchen, so nervt mich ihre Überheblichkeit immer mehr. So wie ihre Schwestern sie behandelt haben, so behandelt sie auch Undine, sie ist die Ältere und weiß daher auch mehr als sie. Zum Glück eifert Undine ihr nach und ist nicht auf den Mund gefallen.

Obwohl mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen konnte, werden mir den nächsten Band wieder in unserem Bücherknast ausleihen. Vorher werde ich wohl noch Band 9 lesen müssen

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s