Röhrig, Dorothee: Aus und vorbei!

Kaum ein Mensch ist Frauen wichtiger als die beste Freundin: Sie ist Vertraute und Beraterin, Kummerkasten und Komplizin. Umso schmerzlicher empfinden wir es, wenn die Freundschaft schleichend oder unerwartet in die Brüche geht. Wie kann es sein, dass uns die vermeintliche Soul Sister plötzlich fremd wird oder verrät? Dorothee Röhrig hat viele Fallgeschichten über gescheiterte Frauenfreundschaften gesammelt und die Expertise von Psychologen eingeholt. Ihr Fazit: Wenn man anerkennt, was an der Freundschaft gut war und dass zur Weiterentwicklung auch das Loslassen gehört, kann man nach dem Ende der gemeinsamen Wegstrecke positiv und gestärkt weiterleben.

 

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Kailash; Auflage: Originalausgabe (11. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3424631876
  • ISBN-13: 978-3424631876

aus Ich habe in dem Jahr schon ein paar Bücher gelesen aber das ist das erste Buch, das ich rezensiere. Über die Testleser Plattform von Random House fand das Buch den Weg zu mir. Ich hatte mich für dieses Buch beworben und als ich es dann tatsächlich zugeschickt bekommen habe, war ich angenehm überrascht. Dieses Buch hat zur richtigen Zeit den Weg zu mir gefunden und es hat mich während des Lesens sehr zum Nachdenken angeregt, denn nichts ist so fragil wie eine Frauenfreundschaft. Wir leben in einem Zeitalter, in dem es immer mehr Plattformen, wie z.B bestefreundingesucht.de, auf der Frau ihre bessere Hälfte finden kann (gerade bei unter 20 jährigen finde ich es interessant, dass sie sich auf solchen Plattformen anmelden). Obwohl das Ende einer Frauenfreundschaft das zentrale Thema des Buches ist, soll dieses Buch ein Plädoyer für eine erwachsenene Form der Frauenfreundschaft sein. Um dieses Buch schreiben zu können, führte die Autorin sehr viele Interviews mit Frauen, deren Freundschaft in die Brüche gegangen ist.

Frauen lassen sich eher von ihren Männern scheiden, als das Ende einer Frauenfreundschaft akzeptieren zu können. So unterdrücken Frauen ihre Bedürfnisse als ohne ihre beste Freundin zu sein. So werden Kränkungen hingenommen und erst, wenn es gar nicht mehr geht, Freundschaften im Sand verlaufen oder mit einem großen Knall enden.

Die Autorin zeigt, wie Freundschaft gelingen können und welche Schwierigkeiten eine Frauenfreundschaft zum Kippen bringen kann. So zeigt sie, dass sich Frauenfreundschaften von Männerfreundschaften unterscheiden.

Für mich war es ja das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und es hat mich, überraschenderweise von der ersten Seite, fasziniert. Mir hat es klar gemacht, dass Freundschaften, die eigentlich schon vertrocknet sind, nicht lohnt, sie wieder aufleben zu lassen. Es macht Mut Freundschaften auf ehrliche Weise beeneden zu können  aber es macht Mut, sich mit seiner besten Freundin auseinander zu setzen und ehrlich miteinander umzugehen, so dass die Freundschaft nicht zerbricht. Mut seine eigenen Bedürfnisse anzusprechen ohne anzuecken. Da mich das Buch überzeugen konnte, kann ich es mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Sollte jemand an dem Buch interessiert sein, würde ich mein Buch gerne weiter reichen. Mein Dank geht an den Verlag, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

 

 

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