Premierenlesung: Bettina Storks las aus “Leas Spuren”

»Was für ein Roman! Bettina Storks hat mich absolut begeistert!« Maria Nikolai

Paris 2016. Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.

Dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend – mit großer Erzählkunst verwebt Bettina Storks reale Begebenheiten und Fiktion.

leas

Ich war gestern nach längerer Zeit wieder bei einer Lesung und genauer gesagt einer Premierenlesung. Die Lesung fand in einer Stadtteilbücherei unseres Büchereiknastes statt. Im Vorfeld bekam ich vom Verlag eine Information, herzlichen Dank dafür, denn sonst hätte ich von der Lesung nichts mitbekommen, da sie in einer Stadtteilbücherei statt fand, die nicht so in meinem Einzugsbereich liegt. Bisher habe ich noch keine Bücher der Autorin gelesen aber das werde ich nun nach holen, da die Autorin sehr sympathisch wirkt und sie kann, und das können nicht viele Autoren, toll lesen.

lea1 Alle Bilder, die ich zeige, habe ich mit dem Einverständnis der Autorin, dich ich im Vorfeld gefragt hatte, aufgenommen. Die Begrüßung wurde durch die Leiterin der Stadtteilbibliothek vorgenommen. Es war schade, dass zur Lesung nur so wenig gewillte Zuhörer gekommen sind. Im Gegensatz zu anderen Bestsellerautoren war die Lesung mit 2,50 € auch recht günstig. Die Autorin kam in Begleitung mit ihrer charmanten Lektorin und beide waren ein eingespieltes Team. Bevor Bettina Storks mit dem Lesen begann, erzählte ihre Lektorin was das Besondere an den Büchern der Autorin wäre. Sie erwähnte dabei den besonderen Schreibstil der Autorin, so wie deren Liebe zu Frankreich. Damit die Anwesenden sich besser auf die Lesung konzentrieren konnten, umriss die Lektorin den Inhalt des Buchs. Als Einstieg ins Buch wurden Bilder zur Zeit der Deutschen Besetzung in Paris gezeigt.

lea2 Bettina Storks las vier Passagen aus ihrem “Leas Spuren”, wobei sie in Paris der Gegenwart (2016) startete und in Stuttgart (1947) endete. Ihre beiden Protagonisten (Marie und Nicolas) erben gemeinsam eine Wohnung, das Erbe können sie allerdings nur dann antreten, wenn sie ein verschwundenes Gemälde auftreiben können und es den eigentlichen Besitzern zurückgeben können. Dieses Thema: Die Nazis und der Kunstraub, das in dem Buch doch eine zentrale Rolle spielt, ist heute immer noch ein aktuelles Thema. Den die Provenienz ist immer eine spannende Sache, denn auch lange nach Kriegsende ist noch nicht bekannt, was mit all der Entarteten Kunst geschah, die Göhring und Co großzügig verkauft und vertauscht haben.  Das Gemälde, in dem es in dem Buch geht ist (Spoiler!) fiktiv und ändert seinen Namen im Laufe des Buches (es wird der Handlung angepasst). Noch heute, laut Autorin, machen viele Museen dicht, wenn es um die Provenienz von Bildern geht. Im Zug der Lesung erwähnte die Autorin Rose Valland, die eine der bekanntesten Widerstandskämpferin war.

Die Lesung, die leider recht kurz war, endete mit der obligatorischen Fragerunde. Im Abschluss konnten Bücher erworben und signiert werden. Mich hat das Buch angesprochen und ich werde es bald lesen und sicher auch weitere Bücher der Autorin.

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