Ceci, Jean-Marc: Herr Origami

Ein junger Japaner reist auf der Suche nach seiner großen Liebe nach Italien. Als er sie nicht finden kann, wählt er ein Leben in Abgeschiedenheit. In der Toskana widmet er sich ganz der Meditation und der Herstellung von Washi, traditionellem japanischem Papier, das zum Falten von Origami benötigt wird. Jahrzehnte später besucht ihn ein junger Uhrmacher. Der Mann arbeitet an einer hochkomplizierten Uhr, die sämtliche Zeitmessungen abbilden soll. Die Begegnung gibt dem Leben beider Männer eine völlig neue Richtung. Ein verzaubernder, poetischer Roman, so klar und formvollendet wie ein Origami.

 

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH (12. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455001513
  • ISBN-13: 978-3455001518

origigami “Herr Origami” war ein Zufallsfund bei Ossiander. Ich hatte eigentlich nur den Klappentext gelesen und musste mir das Buch in der Bücherei vorbestellen. Als ich das Buch in der Bücherei abholen konnte, blätterte ich das Buch durch und war doch ein wenig enttäuscht, als ich sah, wie übersichtlich der Text des Buchs war. Doch dann fing ich an zu lesen und habe das Buch, es hat ja auch nicht besonders viele Seite, in einem Rutsch durchgelesen.

Wir lernen einen jungen Japaner kennen, der der Liebe wegen nach Italien ausgewandert ist, um dort in einer verfallenen Ruine zu leben. Er wohnt dort so lange, bis der wahre Besitzer kommt und sein Eigentum zu bewohnen. Im Gepäck hat er nichts als drei Setzlinge, die er liebevoll hegt und pflegt. In der Zwischenzeit faltet er Origami. Als seine Setzlinge groß genug sind, macht er aus der Rinde Papier, wobei er die schönsten Blätter behält und die anderen verkauft.

Viele Jahre später kommt ein junger Mann zu ihm, der bei ihm leben möchte. Der junge Mann möchte eine komplizierte Uhr bauen, doch Herr Origami bringt ihn zum Nachdenken.

Zwei Sätze sind mir besonders hängen geblieben.

“Alles Schöne hat seine Schattenseite” und “Was nützt einem alles Haben, wenn es am Sein fehlt”. Die beiden Sätze, es gibt aber noch mehr poetisch, schöne Sätze lassen ihre Leser zum Nachdenken anregen. Der Autor ist, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, Belgier aber sein Schreibstil mutet sehe japanisch an. Ich hatte ja geschrieben, dass ich anfangs ein bisschen enttäuscht war, dass das Buch so übersichtlich anmutet aber dann hat mich der poetisch, schöne Schreibstil doch in den Bann ziehen können, sodass ich das Buch sehr gerne gelesen habe. Da mich das Buch überzeugen konnte, gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

Mein Lesemonat April kommt auch noch.

 

2 thoughts on “Ceci, Jean-Marc: Herr Origami

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