Vassena, Mascha: Das Mitternachtsversprechen

Turin 1948. Die drei Schwestern Teresa, Lidia und Aurora haben das im Krieg zerstörte »Caffè Molinari« ihrer Eltern wieder aufgebaut und führen es dank des geheimen Familienrezepts für Giandujapralinen zu neuem Glanz. Doch als die Journalistin Vera beinahe siebzig Jahre später nach Turin reist, um mehr über das Leben ihrer Großmutter Teresa zu erfahren, stößt sie hinter der traditionsreichen Fassade des Kaffeehauses auf ein schreckliches Geheimnis. Stück für Stück enthüllt sie das Rätsel um die Familie Molinari, bis sie zu dessen bitteren Kern vordringt …

 

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (1. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492309348
  • ISBN-13: 978-3492309349

mitternacht Nach zig Verlängerungen habe ich es endlich geschafft, dieses Buch zu lesen. Vor ca. 3 Jahren las ich “Das verschlossene Zimmer” der Autorin und wenn ich mich recht erinnere, fand ich das Buch damals gar nicht mal so schlecht. Der Handlungsort von “das verschlossene Zimmer” war Venedig und da Venedig zu einer schönsten Städte, wenn auch mit einem maroden Charme, gehört, musste ich das Buch damals lesen. Nun aber zurück zu “das Mitternachtsversprechen”.

Nach dem Tod ihrer Großmutter findet ihre Mutter einen alten Koffer, der Andenken enthält. So findet Vera in dem Koffer eine alte Fotografie der drei Molinari Schwestern (Teresa, Lidia und Aurora). Nonna Teresa starb an Krebs,als Vera und ihre Zwillingsschwester fünf Jahre alt waren. Da Nonna Teresa eine interessante Frau war, plant Vera ein Spezial über sie zu machen. Während ihr Sohn bei seinem Vater ist, macht sich Vera auf den Weg nach Turin um Einzelheiten über Aurora heraus zu finden. Während ihrer Recherche kann sie im Haus ihrer Familie übernachten. Lidia ist alles andere als angetan, als Vera in der Vergangenheit zu fühlen. Gemeinsam mit Mattia, einem Journalisten, macht sich Vera auf die Spurensuche.

Erzählt wird die Handlung auf zwei Zeitebenen. Die Autorin nimmt ihre Leser/innen mit in das Jahr 1948, der Krieg ist nun ein paar Jahre vorbei und die drei Molinari Schwestern haben das Cafe wieder eröffnet. Die Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein. Aurora ist die Jüngste der drei Schwestern, flirtet gerne, was von Lidia überhaupt nicht gerne gesehen wird, da sie einen ruf zu verteidigen hat. Lidia ist die Strengste der Schwestern und als Älteste ist sie der Vormund ihrer jüngeren Geschwister. Teresa ist die einzigste der drei Schwestern, die ich mochte. Sie fertigt die berühmten Gianduja- Pralinen an.

Am Tag von Lidias Verlobung verschwindet Aurora und seit diesem Tag wurde sie nich mehr gesehen. Schnell steht der Täter fest aber ist er es wirklich.

Fast 70 Jahre später macht sich Vera auf den Weg. Sie ist alleinerziehende Mutter eines Jungen, wobei sich der Vater auch rührend um seinen Sohn kümmert. Nach einem Streit verschwindet ihre Zwillingsschwester spurlos, alles Suchen bleibt vergeblich. Durch dieses Ereignis entwickeln sich ihre Eltern zu richtigen Helicopter Eltern, denen es schwerfällt, sie nicht zu beschützen.

“Das Mitternachtsversprechen” zeigt was passiert, wenn man den, den man liebt um jeden Preis beschützen will und die Konsequenzen, wenn man dabei übertreibt. Manchmal geschehen Dinge, die man nicht planen kann. Da mich das Buch überzeugen konnte, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Wobei ich sagen muss, dass ich den Handlungsstrang, der 1948 spielte, deutlich spannender fand als die Gegenwart aber ich lese auch gerne Krimis. Sprachlich las sich das Buch sehr flüssig. Wer gerne Familiengeschichten liest, wird dieses Buch sicher auch mögen.

Ich habe eben nachgeschaut, wann  ich das Buch gelesen haben. Es war August 2015 und es war damals sogar eines meiner Lieblingsbücher aus dem Monat. 🙂

 

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