Hartlieb, Petra: Wenn es Frühling wird in Wien

Wien, 1912. Marie ist erst seit wenigen Monaten Kindermädchen im Haushalt des berühmten Dichters Arthur Schnitzler. Als sie für ihren Dienstherren ein bestelltes Buch abholt, lernt sie eine völlig neue Welt kennen: die Welt des Lesens. Und Oskar, den ebenso charmanten wie mittellosen Buchhändler …

Die Fortsetzung des Erfolgsbandes ›Ein Winter in Wien‹

 

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (20. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832198482
  • ISBN-13: 978-3832198480

fruehling Im Zuge einer Leserunde, auf WLD, konnte ich das Buch lesen. Bisher kannte ich nur ihr, in dem sie beschreibt, wie sie Inhaberin eines Buchladens wurde. Dieser spielt auch im vorliegenden Buch eine Rolle. Es ist der bereits der zweite Teil einer Serie, wobei ich den ersten Band (noch) nicht gelesen habe.

Die Autorin nimmt ihre Leser mit ins Jahre 1912 mit. Marie ist das Kindermädchen von Arthur Schnitzlers Kinder Heini und Marie. Zu Weihnachten bekommt Marie Karten fürs Theater geschenkt. Sie nimmt Oskar, eine jungen Buchhändler, mit ins Theater. Marie  von dem Glamour des Theaters völlig überwältigt. Selbst Oskar, der schon häufiger im Theater war, ist völlig überwältigt, von den Plätzen.

Marie ist ja das Kindermädchen des berühmten Arthur Schnitzlers, allerdings hätte das Buch auch in jedem anderen, gehobenen Haushalts spielen können. Für mich blieb Arthur Schnitzler einfach zu blass, bzw. er tritt nur am Rande des Geschehens auf.

Oskar, der seine Eltern früh verstorben sind sind, wird von seinem Ziehvater, der ihn aus dem Heim geholt hat, macht ihn im Verlauf des Buchs zum Teilhaber. Allerdings versucht er ihn mit Fanni Gold zu verkuppeln. Fannis Eltern haben ein  gutgehenden Buchladen am Kohlmarkt und Fanni ist das einzige Kind des Ehepaar Golds. Fanni lädt Oskar in die Oper und ins Sacher ein. Dort gesteht sie Oskar, dass sie an Männern gar nicht interessiert ist und sie Frauen deutlich interessierter ist. Schade, dass ihre Eltern davon so gar nichts wissen. 1912 ist das Jahr, in dem die Titanic untergehen wird und Fanni ist an Board. Ich fand es erschreckend, wie die Österreichische Presse über das Ereignis berichtet.

Marie stammt von einem Bauernhof, von dem sie geflüchtet ist, da ihr Vater recht gewalttätig sein kann und von ihrer Familie vermisst sie auch nur die Großmutter. Oskars Verhalten, bzgl Maries Familie, fand ich ein bisschen übergriffig.

“Frühling in Wien” ist nach “ein Winter in Wien” das zweite Buch um die Protagonistin Marie. Auch wenn ich das Buch als Leserundenbuch bekommen habe, finde ich das Buch mit seinen knapp 180 Seiten recht teuer. 18 € ist für so ein schmales Büchlein doch relativ teuer. Der Schreibstil ist recht flüssig und es liest sich daher auch recht zügig weg. Allerdings ist die Handlung relativ vorhersehbar und ich hatte erwartet, mehr über Arthur Schnitzler (wenn auch auch nur am Rande) zu erfahren. Petra Hartlieb schafft es, den Flair der Österreichischen Boheme einzufangen. Es war ein nettes Buch für zwischendurch aber kein Buch, das mir länger in Erinnerung bleiben wird. Da ich neugierig bin, was im ersten Band passiert ist, habe ich mir das Buch in der Bücherei vorbestellt. Wer die Epoche mag, wird auch dieses Buch mögen. Von mir bekommt es solide 3 von 5 Sternen.

Sollte jemand Interesse an dem Buch haben, einfach “hier” rufen.

 

Lesemonat Februar/ Was will ich im März lesen

So langsam lese ich wieder mehr Bücher als in den letzten Monaten. Es macht auch wieder mehr Spaß, zu mal ich auch wieder ein Händchen bei meiner Buchauswahl hatte.

Meine gelesenen Bücher:

  1. Winter, Claudia – Glückssterne: Dieses Buch habe ich bereits rezensiert.
  2. Ishiguro, Kazuo- Was vom Tage übrig blieb. Auch dieses Buch habe ich bereits rezensiert. Obwohl das Buch recht dünn ist, hat es mich sehr, sehr viel Lesezeit gekostet und ich war drauf und dran es abzubrechen.
  3. Sutherland, Krystal- Unsere verlorenen Herzen. Dieses war ein absolutes Überraschungsbuch. Ich hatte es als ebook über Jellybooks bekommen. Ich habe mit dem Lesen begonnen und konnte es kaum noch weglegen. Allerdings habe ich es auf meinem iPhone gelesen und hatte das Gefühl einen richtigen “Wälzer” gelesen zu haben. Das war mein Monats Highlight
  4. Christie, Agatha- Mord im Orientexpress. Hin und wieder muss ich mal einen Klassiker lesen. Da die heutigen Krimi in einem viel schnelleren Tempo erzählt werden, musste ich mich an das “langsamere” Tempo erst einmal gewöhnen. Ich finde es ziemlich entspannend, Bücher zu lesen, in denen die Protagonisten nicht nach Informationen im Internet suchen, sondern noch richtige Bücher in die Hand nehmen müssen.
  5. Gerritsen, Tess – Blutzeuge. Diesen Buch musste ich einfach lesen, da ich bis auf die ersten beiden Bände alle Bücher gelesen habe. Dieser Band war spannender als das letzte Buch.
  6. Wolf, Klaus-Peter – Totenstille im Watt. Der Auftakt einer neuen Reihe. So richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht. Am 21.6 erscheint “Totentanz am Strand”.  Auf meinem Sub liegt noch der “Ostfriesen Killer”
  7. Grabenstein, Chris- Flucht aus Mr. Banancellos Bibliothek. Das Buch habe ich per Zufall in der Bibliothek entdeckt. Eigentlich wollte ich mir nur ein Hörbuch ausleihen aber dann stolperte ich förmlich über das Buch. Es war super spannend. Ich kenne mich mit der Dewey Decimal Classification nur sehr wenig aus auch wenn ich es im Studium hatte. Ich schwanke noch, ob ich es rezensieren soll oder nicht. Lohnen würde es sich schon, auch wenn ich beim Lesen immer an “Charlie und die Schokoladenfabrik” denken musste.
  8. Hartlieb, Petra – Frühling in Wien. Dieses Buch sollte ich auf alle Fälle rezensieren. Dieses Buch habe ich als Leserundenexemplar bekommen. So richtig warm wurde ich mit dem Buch überhaupt nicht.

Hörbücher:

Sherlock Holmes

Nachtzug nach Lissabon

Buch des Monats:

bibliothek Den Verlag sagte mir überhaupt nichts aber als ich das Impressum las, stellte ich fest, dass es ein Stuttgarter Verlag ist und ich im Sommer daran vorbei gelaufen bin. So wie ich vermutet habe, von der Lage des Verlags, ist ein anthroposophischer Verlag.

Meine Leseliste für den Monat März:

  1. Bach, Dagmar-  Zimt (1)- dieses Buch habe ich auf dem Weg nach München gelesen und soll hier nur am Rande erwähnt werden
  2. Murakami, Haruki-  Die Ermordung des Commendatore (Bd 1: eine Idee erscheint). Hier habe ich die ersten 70 Seiten gelesen und ich kann jetzt schon sagen, dass es ein tolles Buch ist.
  3.  Harris, Robert- München. Das Buch lese ich im Bett und so richtig überzeugen kann es es mich noch nicht. Nach 1/4 frage mich, ob noch irgendwas passieren wird.  Bisher ist es sehr langatmig.
  4. Bonne, Mirko – Lichter als der Tag
  5. Woolf, Marah – Bookless Bd. 2 (Bd. 3 habe ich schon daheim)

Diese Bücher will ich auf alle Fälle lesen, zu mal 2 und 3 wieder in die Bücherei zurück müssen, da sie bereits vorbestellt sind. Ansonsten schaue ich, was noch auf meiner Leseliste landen wird.

 

Unser Wochenende

muenchen München ist meine Lieblingsstadt und ich freue mich immer, wenn wir mal nach München fahren. Wobei ich zwar Fußball Fan bin aber kein Bayern München Fan (das ist wäre ja auch viel zu einfach). Ich schaue hin und wieder mal, was die Münchner Löwen auf die Reihe bringen… Es gibt angenehmeres aber man ist ja leidensfähig. Wie sehe, schweife ich ab. Das letzte Mal waren wir Anfang September in München und unser ältester Sohn war mit der Party (wir haben ihm den Anreiz gegeben, dass wir mit ihm einen Bayern Fan Shop besuchen würden- er war alles andere als glücklich, als er mit in den 60 iger Fan Shop musste…)

Hier in Stuttgart gehe ich nie frühstücken aber wenn ich in München bin, finde ich nett, wenn ich in mein Lieblingscafe gehen kann. Im September waren wir im Cafe Lotti.

lotti (Quelle: Homepage)

Das Lotti ist das typische Frauencafe, wobei Männer auch gerne gesehen werden:-). Um am Wochenende einen Platz zu bekommen, empfiehlt es sich rechtzeitig zu reservieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Cafes kommen auch Veganer auf ihre Kosten.

Gestern allerdings waren wir nicht im Lotti. Beim Stöbern auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung haben wir das Cafe Jasmin entdeckt. Das Cafe Jasmin ist im gleichen Stadtteil wie das Lotti. Allerdings kann man hier nicht reservieren und das Cafe war recht gut besucht.

cafe-jasmin-1( Quelle: Homepage)

Im Cafe Jasmin ist an das Angebot an veganem Frühstück noch umfangreicher. Das Lotti ist allerdings auf Mütter mit kleinen Kindern eingerichtet. Es Hochstühle und eine Wickelkommode. Beides habe ich im Cafe Jasmin schmerzlich vermisst. Mr. Cohen hatte die Windel voll und es war ein bisschen umständlich, den Klopdeckel habe ich vorher mit Desinfektionsmittel abgewischt, ihn auf dem Klodeckel zu wickeln. Das Cafe war sehr urig und gemütlich aber keine Hochstühle zu haben oder zu mindest einen, ist einfach ein absoluter No-Go. Während wir da waren, kam ein Frau mittleren Alters. Dieses muss mit der Bardame (oder neudeutsch Barista) befreundet sein. Die beiden fliegen, in den nächsten Tagen, gemeinsam in den Urlaub und es war sehr amüsant, das Gespräch (was sie prophylaktisch mitnehmen) zu belauschen.

Da es gestern doch recht frisch war, waren wir nur kurz am Marien Platz. Ich war in meinem Lieblings Hugendubel und ich habe es geschafft, Hugendubel zu verlassen, ohne ein Buch gekauft zu haben.

Heute waren Mr. Fogg und ich in der Wilhelma. Da wir in diesem Jahr noch häufiger in die Wilhelma gehen werden, haben wir uns eine Jahreskarte geleistet. Das spart einfach nur Geld.

phileas Mr. Fogg auf dem Weg zu den Tigern, Schneeleoparden und Löwen. Am liebsten schaut er sich die Elefanten, Giraffen, Tiger, Kühe und Schweine an. Am liebsten ist er allerdings bei den Schlangen und den Schmetterlingen. Wir könnten die überwiegende Zeit bei den Schlangen verbringen. Irgend werden meine anderen Bilder nicht angenommen….

schlange

elefant Als ich klein war, gab es mehr als zwei Elefanten.. Die Elefanten sollen aber in naher Zukunft ein neues Zuhause bekommen, dafür muss aber leider der Schaubauernhof weichen. Das ist finde ich schade, viele städtische Kinder haben noch nie eine Kuh oder ein Schwein gesehen. Es gibt übrigens acht kleine Ferkel.

tiger Mr. Fogg möchte immer zu den Tigern gehen aber mein Tiger Bild ist leider zu unscharf geworden, sodass ich auf dieses zurück greifen musste. Wir waren gestern das dritte Mal, in diesem Jahr, in der Wilhelma. Gestern war das Wetter so richtig gut. Beim ersten Mal hatten wir die Wilhelma mehr oder weniger für uns allein. Gestern war sie gut besucht. Da wir nur 2 1/2 Stunden dort waren, hatten wir kaum was zu Essen dabei. Es war erstaunlich, wie viel Essen die Leute dabei hatten. Schön beschriftet Tupper Dosen…. Der Löwe tigerte rastlos zwischen zwei Gehegen hin und her.

Die Wilhelma Bilder wurden alle auf meinem iPhone aufgenommen.

Nachmittags war ich dann mit Mr. Cohen noch im Killesberg spazieren. Es war voll.

Das war unser Wochenende. Was habt ihr schönes gemacht??