Chirovici, E.O: Das Buch der Spiegel

Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen …

 

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (27. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442314496
  • ISBN-13: 978-3442314492
  • Originaltitel: The Book of Mirrors

spiegel  Um dieses Buch muss es einen regelrechten Hype gegeben haben, der an mir spurlos vorüber gegangen ist. Selbst Denis Scheck muss das Buch in den höchsten Tönen gelobt haben, wobei sein Buchgeschmack nicht immer trifft. Mein Exemplar hatte ich hier aus der Feuerbacher Stadtteilbibliothek. Dort lag es herum und schrie “Nimm mich mit”. Neugierig wie ich war, las ich die ersten Seiten bereits in der Bücherei und auch auf dem Heimweg musste ich während des Gehens weiterlesen und ich kann hier schon mal sagen, dass es eines der interessantesten Thriller war, die ich in den letzten Wochen bzw. Monaten gelesen habe, da der Ansatz anders war, als das was ich bisher kannte und das macht das Buch zu einem kleinen Highlight.

In der Regel werden Literaturagenten nur so von Exposees überschattet, genauso ergeht es auch Peter Katz, dem ein Exposee eingeht. Er liest dieses und kann es kaum noch aus der Hand legen, denn es hört genau an der spannendsten Stelle auf. Richard Flynn, der Autor, erzählt den Mord, an einem der bedeutendsten Psychiatern der Zeit. Dr. Wieder war nicht nur seine Publikationen bekannt, seine Gutachten waren entscheidend, ob jemand für zurechnungsfähig er erklärt werden konnte. Über seine Mitbewohnerin, Laura Baines, bekommt Richard den Auftrag, die Bibliothek des Professors zu katalogisieren. Laura Baines war eine Charaktere, die ich von Anfang nicht mochte… Kurz bevor es zu dem Mord kommt, hört das Exposee auf und Peter Katz, dessen Interesse geweckt wurde, möchte auch den Rest des Manuskripts lesen. Doch der Autor ist schwerkrank und stirbt, bevor Peter mit ihm reden kann.

Peter Katz bittet einen befreundeten Journalisten Licht ins Dunkle zu bringen und heraus zu finden, ob er den Rest des Manuskripts auftreiben kann. Je mehr dieser ermittelt um so undurchsichtiger wird das Ganze. Schlussendlich löst ein ehemaliger Detective den Fall.

In der Regel sind Krimis bez. Thriller so aufgebaut, dass es ein Opfer oder mehrere gibt und es einen Ermittler gibt, der den Täter zur Strecke bringt, was ja auch in der Regel sehr spannend ist.  Dem Autor des Buchs ist es nicht wichtig, dass man als Leser erfährt, wer Professor Wieder umgebracht hat, sondern das Warum und dieser Ansatz machte das Buch so lesenswert und spannend. Der Schreibstil war unheimlich packend und faszinierend, sodass ich das Buch mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen habe. Da mich das Buch so richtig gepackt, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Von mir gibt es daher auch 5/5 Sternen (und ich bin mit einer solchen Bewertung eher zurück haltend).

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