Buchdate (oder mein erstes Mal)

Ich hatte schon vor ein paar Wochen erwähnt, dass ich beim Buch Date teilnehmen werde, da ich die Idee einfach klasse finde. Meinem Buch Date hatte ich drei Bücher empfohlen und sie entschied sich für die Hexe von Freiburg. Dies war eines der ersten historischen Bücher, die ich gelesen hatte. Im Gegenzug bekam ich folgende Vorschläge:

  1. Schuld und Sühne
  2. Der Richter und sein Henker
  3. Das Parfum.

Ich muss gestehen, dass mir die Auswahl überhaupt nicht leicht fiel. In der Schule lasen wir “der Besuch der alten Dame” und wie so mit Bücher ist, die man gezwungenermaßen lesen muss, mochte ich das Buch nicht (aber wer liest mit 16 anstrengende Bücher, über die man auch noch Hausaufgaben muss). Im Zuge des Buch Dates hatte ich mir “das Parfum” auf dem Bücherflohmarkt gekauft und hatte mich für dieses Buch entschieden. Doch dann habe ich mich spontan für ” der Richter und sein Henker” entschieden (allerdings die Ausgabe der SZ)

“Der Richter und sein Henker” ist einer seiner berühmtesten Romane – die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des totkranken Komissars Bärlach – die Geschichte einer hintergründigen Pointe.

 

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 120 (1. Juni 1955)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499101505
  • ISBN-13: 978-3499101502

RichterDa ich im April eine kleine Leseflaute hatte, habe ich viel zu spät mit dem Lesen der Lektüre begonnen und ich habe ein paar Kapitel gebraucht um in die Handlung eintauchen zu können.

Mit “der Richter und sein Henker” hat der Schweizer Dramatiker Dürrenmatt das Genre gewechselt und hat damit seinen ersten Kriminalroman vorgelegt. Den er aus finanziellen Gründen geschrieben hat. Der Richter und sein Henker erschien als ersten in acht Folgen in der Schweizerische Beobachter.

An einer Landstraße wird die Leiche des Polizisten, Schmied gefunden. Schmied wurde erschossen  in seinem Wagen auf gefunden. Betrachtet man den Tatort, spricht vieles dafür, dass er seinen seinen Mörder kannte. Clenin, Dorfpolizist, war nach dem Leichenfund deutlich überfordert. Versierte Krimileser schaudert es sicher, wenn sie lesen, wie Clenin mit dem Toten umgeht..

Für den schwerkranken Bärlach steht von Anfang an fest, wer seinen besten Ermittler ermordet hat. Den Verdacht teilt er Tschann nicht. In Schmieds Arbeitszimmer findet er eine Akte, die ihn zu Gastmann führt. Gastmann ist seit 40 Jahren Bärlachs Widersacher. Er und Gastmann versuchen sich seit Jahren zu vernichten und das schürte Bärlachs Hass auf Gastmann ins unermessliche. Währenddessen kann Gastmann ein Verbrechen nach dem anderen begehen, ohne, dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Recht schnell wie Bärlach klar, wer Schmied getötet hat und auch das Warum. Dürrenmatt schafft es, dass seine Leser bis zur letzten Minute im Dunkeln tappen.

Da ich ein absolut schlechtes Namensgedächtnis habe, war ich ehrlich gesagt froh, dass es in “Der Richter und sein Henker” nur wenige Charaktere gibt. Während Bärlach doch recht präsent war, blieb Gastmann doch ein bisschen nebulös. Irgendwie hätte ich gerne mehr über ihn erfahren.

Ich hatte ja erwähnt, dass ich mich an den gleichförmigen Schreibstil, der ohne große Höhen und Tiefen auskommt, erst gewöhnen musste.Doch dann war ich positiv überrascht, wie Dürrenmatt den Fall zu Ende gebracht hatte. Ich hatte ab einem gewissen Punkt eine vage Idee, wer der Täter sein könnte aber mir hat das Wieso gefehlt. Ich war ziemlich überrascht, wie Bärlach seinen Widersacher, den im Vorfeld noch gewarnt hat, er würde ihm seinen Henker auf den Hals hetzen, zu Fall gebracht.

Da ich dieses Buch, im Gegensatz zu Schulzeiten, freiwillig gelesen habe, konnte es mich überzeugen und bekommt daher auch vier von fünf Sternen.

Das Kernthema “Gut gegen Böse” trifft man bei einigen Autoren, insbesondere bei Sherlock Holmes und ich muss gestehen, dass mir Sherlock Holmes eher liegt als dieses Buch. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Buch Date Aktion richtig gut gefallen hat, denn ohne die Aktion würde das Buch immer noch auf meiner Want to Liste stehen.

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