Eisenhardt, Uta: Vier Zimmer Küche Boot (eine Familie zieht aufs Wasser)

Das Leben auf einem Hausboot ist zweifellos Kult und ein geheimer Traum unzähliger Menschen. So auch von Uta Eisenhardt, die mehr oder minder aus Zufall zur Hausbootbesitzerin wurde . In „Vier Küche, Zimmer, Boot“ erzählt Sie, wie sie auf ihrem Hausboot „Helene“ – mitten in Berlin – heimisch wurde.

Wer ein Hausboot kauft, muss Mut mitbringen. Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen und Mut, für seine Wohnform nicht nur beneidet, sondern auch belächelt oder gar bekämpft zu werden. So sah sich auch Uta Eisenhardt plötzlich mit Problemen konfrontiert, die sie vorher nie hatte, denen sie aber samt und sonders mit einer großen Portion Humor und Pragmatismus zu Leibe rückte.

Uta Eisenhardt lernt schnell, warum ein Supermagnet zum wichtigsten Gegenstand auf dem Boot wird (hilfreich gegen Schlüsselverlust direkt vor der Haustür), wie wichtig die richtige Gummizusammensetzung bei Schläuchen sein kann (wer mag schon feststellen, dass seine Wohnung unbeabsichtigt zur Klärgrube wird?) und welche Macht die friedliche Szene der Wohnbootbesitzer auf ein Stadtviertel haben kann (so viel, dass eine verrufene Neonazi-Gegend zum beliebten Stadtviertel wird).

„Vier Zimmer, Küche, Hausboot“ erzählt vom Spannungsfeld zwischen einem eigentlich normalen Alltagsleben mit Mann und zwei Kindern und den Besonderheiten des Lebens auf einem Hausboot . Daneben gibt das Buch auch Antworten auf zahlreiche praktische Fragen:

• Wie kommt man auf die Idee, auf einem Schiff zu leben?
• Ist ein Leben auf einem Hausboot im Winter nicht zu kalt?
• Gibt es auf Hausbooten auch Ratten?
• Schaukelt das Hausboot nicht zu stark?
• Kann man mit einem Hausboot auch fahren?

Für alle, die selbst mit der Idee spielen, auf einem Hausboot zu leben, ist dieses Buch nicht nur ein reichhaltiger Erfahrungsschatz – im Anhang gibt Uta Eisenhardt zudem Tipps und Antworten vom Finden eines Hausbootes bis hin zur energieautarken Ausstattung.

 

  • Broschiert: 244 Seiten
  • Verlag: Delius Klasing (25. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3667104251
  • ISBN-13: 978-3667104250

vier Das war das erste Buch, das ich nach langer Abstinenz bei Vorablesen gewonnen habe. Bevor ich das Buch gelesen habe, dachte ich mir, auf einem Hausboot zu leben, müsste sehr romantisch sein. Man wird vom samtem Plätschern des Wassers in den Schlaf gewiegt und man wohnt im Grünen. Nachden ich das Buch gelesen habe, bin ich nun doch etwas ernüchtert.

Im Winter 2003 beschlossen Uta und Felix, dass sie ihren normalen Wohnsitz auf ein Hausboot verlegen möchten. Mit viel Elan machten sie sich auf die Suche und wurden mit “WS 3543” fündig. Doch bevor sie “Helene” ihr Eigen nennen konnten, mussten sie die anderen Bieter überbieten. Nachdem Kauf des Schiffs musste dies erst gründlich renoviert werden, um diese finanziell zu bewerkstelligen, haben sie ihr Hausboot fürs Fernsehen freigeben und der Sender filmte die Renovierung.

Ich bin davon ausgegangen, dass es gar nicht so schwierig sein dürfte, den passenden Stellplatz zu finden aber Familie Eisenhardt (und noch viele andere Hausbootbesitzer) hatten eine lange Odysee hinter sich, denn es fühlte sich keine Behörde dafür zuständig. Übergangsweise konnte ihr Hausboot in einem stillgelegten Hafen stehen, doch als dieser verkauft wurde, mussten sie sich nach einem neuen Standort umsehen.

Vieles was für uns selbstverständlich ist, stellt Hausbootbesitzer vor große Herausforderungen. Wir können ganz normal an den Computer gehen und Strom benutzen aber nicht an jedem Liegeplatz gibt es die Möglichkeit Strom zu nutzen aber die Not mach erfinderisch. Auf “Helene” werden Solaranlagen gebaut, dennoch überlegt die Familie gründlich, wie sie ihren Strom am sinnvollsten nutzen.

Wasser ist ebenfalls ein Thema, über das ich mir im Alltag keine großen Gedanken mache. Doch auf einem Hausboot muss Wasser sparsam genutzt werden.

“Vier Zimmer Küche Bad” hat mir die rosarote Brille vom Kopf gezogen. Auf einem Hausboot zu leben, ist alles andere als idyllisch und vorallem nicht unbedingt billiger als an Land. Im Anschluss des Buchs gibt nützliche Tipps, unter anderem wie man den richtigen Liegeplatz findet, Schiffs TÜV und vieles mehr.

Ute Neidhardt berichtet nicht nur, wie sie mit unliebsamen Besuchern umgehen, sondern sie verweist auch auf befreundete Hausbootbesitzer (und über deren Problem mit Behörden etc.). Schonunglso erzählt die Autorin, mit welchem Problemen sie zu käpmfen hatten. Für die Familie scheint es dennoch zu passen, denn sie wohnen immer noch auf dem Hausboot und die Kinder lernten schon früh, was es heißt Müll zu trennen und die natürlichen Ressourcen zu nützen!

Da mir der Schreibstil der Autorin richtig gut gefallen, habe ich das Buch gerne gelesen und es regte mich an, darüber nachzudenken was ich an Komsumgütern ich überhaupt brauche. Ich kann das Buch daher nur weiterempfehlen und es bekommt vier von fünf Sternen.

Mein Dank geht an Vorablesen, die mir das Buch zur Verfüngung gestellt haben.

 

#jdtb 2: Kate Riordan

London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte – und einen schlimmen Verrat …

 

  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. Dezember 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453417992
  • ISBN-13: 978-3453417991

Kate

Um dieses Buch bin schon eine ganze Weile herum geschlichen. Im Zug der Aktion #jdtb2016 habe ich es mir endlich doch gekauft und ich freue mich schon aufs Lesen!

 

Plecher, Bettina: Isarlauf

Tod an der Ziellinie
München im Herbst, die Stadt ist im Marathonfieber. Als ein Läufer im Olympiapark zusammenbricht und stirbt, deutet alles auf Herzversagen hin. Toxikologe Quirin Quast und seine junge Kollegin Frieda May aber finden im Blut des renommierten Psychiaters einen ganz und gar tödlichen Medikamenten-Mix. Wer hätte Grund gehabt, dem Mann nach dem Leben zu trachten?
Dann tauchen im Nachlass des Toten Fotos schlafender Frauen auf. Viele Fotos. Hat sich der Psychiater bei der Behandlung seiner Patientinnen krimineller Methoden bedient? Auf der Suche nach einer Antwort finden Quirin und Frieda heraus, dass der Tote nicht der einzige Mediziner in der Stadt war, der unorthodox arbeitete …

 

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (22. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499270676
  • ISBN-13: 978-3499270673
  • Leseprobe

Isar Da München zu meinen absoluten Lieblingsstädten gehört (das Beste an München ist ja bekannterweise die Autobahn nach Stuttgart), musste ich das Buch lesen. “Isarlauf” ist bereits der 2. Band um die Münchner Ärzte Quast und May. Da die Büchern in sich abgeschlossen sind, kann man sie unabhängig voneinander lesen (zu mindest hatte ich nicht das Gefühl, dass mir irgendwas gefehlt hätte).

Die Handlung beginnt mit dem München Marathon, an dessen Ende ein Läufer zusammenbricht und später verstirbt. Frieda und Quirin bekommen hautnah alles mit. Während Quirin sich zurückhält, will Frieda eingreifen.

Frieda kennt den Verstorbenen, denn er ist der Bruder einer Bekannten. Gemeisam mit dessen Schwester betritt sie die Wohnung des Psychiaters und müssem dort einen unheimlichen Fund machen, denn sie finden die Photos von schlafenden Frauen und es sieht nicht so aus, als hätten diese ihr Einverständnis dazu gegeben.

Quirin, der als Toxikologe an der Eisbachklinik arbeitet, findet heraus, an was der Psychiater verstorben ist und alles auf Mord heraus läuft. Widerwillig machen sich die Beiden an die Ermittlungen. Hat der Psychiater wirklich unortohodox gearbeitet?

Ich hatte bis zum Ende keine Ahung, wer der Mörder war. Erst kurz vor Schluss kam der “Ah” Augenblick, an dem ich das erste Mal eine Ahnung hatte, wer es sein könnte. Die Autorin hat es geschafft, dass ich Vermutungen hatte aber mit diesem immer daneben lag.

“Isarlauf” ist eher ein Krimi der leisen Töne, der ohne großes Blutvergiessen auskommt, dafür aber mit unglaublich sympathischen Protagonisten glänzen kann. Die Autorin hat es geschafft, dass sie den Spannungsbogen konstant oben lässt, sodass ich das Buch mehr oder weniger an einem Stück gelesen habe.

Wer gerne ruhige Krimis ala Agatha Krimi liest, wird dieses Buch sicher auch gerne lesen. Alle anderen, die eher actionreichere Bücher lesen, könnten “Isarlauf” eher langatmig finden. Mich konnte der Schreibstil vom ersten Kapitel überzeugen. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und vier von fünf Sternen.

Mein Dank geht an den Rowohlt Verlag, der mir das Buch freunlicherweise zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

 

Hillenbrand, Tom: Tödliche Oliven

»Schlitzohr in Kochschürze – Xavier Kieffer hat es faustdick unter der Kochmütze.« Saarländischer Rundfunk
Einmal im Jahr gönnt sich der Koch und Gourmet Xavier Kieffer einen Ausflug nach Italien. Gemeinsam mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, fährt er in die Toskana, unternimmt Weinproben und fährt einige Tage darauf mit einem Laster voller Wein und Öl zurück nach Luxemburg.
Diesmal geht der Trip allerdings gehörig schief. Sein Freund versetzt ihn und Kieffer findet heraus, dass Alessandro bereits Tage zuvor ohne ihn nach Italien aufgebrochen ist – und seither hat niemand etwas von ihm gehört. Der Koch macht sich auf die Suche. Aber statt Alessandro findet er eine verlassene Mühle, Tanks voll seltsam riechenden Olivenöls und bewaffnete Männer, die gerade Öl in einen Lastwagen pumpen. Hat der Ölhändler krumme Geschäfte getätigt? Kann Kieffer seinen Freund finden, bevor es zu spät ist?

 

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: KiWi-Taschenbuch (6. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462046950
  • ISBN-13: 978-3462046953

olive “Tödliche Oliven” schlummerte seit dem Erscheinen auf meinem SuB und kam ich dazu und habe diese SuB “Leiche” gelesen. “Tödliche Oliven” ist mittlerweile der vierte kulinarische Krimi um den Luxemburger Koch, Xavier Kieffer.

Einmal im Jahr macht sich Xavier mit seinem früheren Schulfreund auf den Weg in die Toskana um dort Olivenöl und Wein für sein Restaurant zu kaufen. Sie fahren jedes Jahr um die gleiche Uhrzeit fest. An diesem Morgen verschläft Xavier und kommt zu spät zum Treffpunkt. Sein Freund ist nicht mehr da und seine Frau meinte, er wäre vor ein paar Tagen Hals über Kopf nach Italien gefahren. Seine Frau bittet ihn, dass er vor Ort nachschauen soll, ob Alessandro da ist.

In Italien angekommen, muss er feststellen, dass sein Freund in dubiose Machenschafen verstrickt ist. Xavier kann es nicht lassen und ermittelt auf eigene Faust und gerät mehr als nur einmal in Lebensgefahr. Xaviers Ermittlungen führen ihn unter anderem nach Bologna, Mailand und Bari. Ganz nebenbei erfährt man einiges übers Ölpantschen, bzw. “Veredelung” von schlechtem Olivenöl zu “gutem” Öl. Das Buch weckte in mir die Lust Luxemburg zu erkunden, denn der Autor beschreibt die Örtlichkeiten in Luxemburg sehr detailliert.

“Tödliche Oliven” ist eher ein Krimi der ruhigren Töne und kommt, wenn man von ein paar Szenen absieht, ohne großes Blutvergiessen aus. Die Handlung lebt von einem sympathischen Protagonisten, der zwar ein bisschen zu viel raucht, der micht locker lässt es, bis er alle notwendigen Informationen zusammen hat.

Ich habe das Buch, dessen Schreibstil sehr angenehm ist, gerne gelesen. Da die Bücher in sicher abgeschlossen sind, kann man “tödliche Oliven” auch dann lesen, wenn man die ersten Bücher nicht gelesen hat. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung und vier von fünf Sternen!