Berge, Lars: Der Büro-Ninja

Jens Jansen ist ein absoluter Durchschnittsmensch: Er arbeitet in einem mittelständischen Unternehmen, hat ein ansehnliches Jahresgehalt, eine Eigentumswohnung und eine langjährige Freundin. Trotzdem quält ihn eine große innere Leere. Beruflich hat er sich schon längst aufs Nichtstun spezialisiert – auch wenn das niemand bemerkt. Um einer bevorstehenden Beförderung zu entgehen, zieht Jens Jansen lieber radikale Konsequenzen: Er versteckt sich in einem längst vergessenen Abstellraum im labyrinthischen Bürokomplex seiner Firma. Zur Tarnung, falls er doch jemanden treffen sollte, verkleidet er sich als Ninja. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Jens erfährt, dass er nicht der Einzige ist, der sich in einem Büro versteckt hält. Er erfährt von einer heimlichen Organisation, die den ehrgeizigen Plan hat, die Menschen vom Arbeitswahn zu befreien …

Lars Berge hat eine schreiend komische, kluge Satire geschrieben, in der er die moderne Arbeitswelt mit viel schwarzem Humor entlarvt. Mit unbändigem Einfallsreichtum spielt er einen Wunsch durch, der vielen bekannt sein dürfte: angesichts des alltäglichen Bürowahnsinns einfach zu verschwinden.

 

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: carl’s books (12. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570585492
  • ISBN-13: 978-3570585498
  • Originaltitel: Kontorsninja
  • Leseprobe 
  • hier kann ich bestellt werden

lars Auch dieses Buch habe ich beim Stöbern in der Bücherei entdeckt und ausgeliehen. Da das Buch recht dünn ist, die Schrift sehr groß ist, lässt sich das Buch zügig lesen (und das ist wahrscheinlich auch noch das beste am Buch).

Jens Jansen ist der typische, schwedisch Arbeitnehmer. Er arbeitet in einem Unternehmen, das Fahrradhelme herstellt. Bei ihm läuft es weder beruflich noch privat rund. Deshalb beschließt er zu verschwinden und zwar im eignen Unternehmen. Damit alles klappt, bereitet er sich gründlich vor und bestellt sich unter anderem ein Zelt.

Als er eine alt, ausrangierte Telefonanlage findet, kann er die einzelnen Gespräche mithören. So belauscht er einen Arbeitskollegen, der während der Arbeitszeit Telefonsex mit einer Prostituierten hat. Jens nutzt die Chance und redet ebenfalls mit ihr. Ihr erzählt er, dass er aussteigen will. Sie wird es sein, die ihn mit dem “schwarzen Ritter bekannt” macht, der ebenfalls von seinem normalen Alltag die Nase  voll hat.

Laut Klappentext hat der Autor eine schreiend, lustige Satire geschrieben aber lachen war alles andere als das, was ich während des Lesens gemacht habe. Die Handlung wirkte auf mich hahnebüchen und anderen Haaren herbei gezogen. Selten habe ich mich weniger  amüsiert, als beim Lesen dieses Buchs. Sollte Humor so aus, werde ich nur noch ernsthafte Bücher lesen, die nicht zwanghaft komisch sein wollen. Ich war ehrlich gesagt erleichtert, als ich das letzte Kapitel gelesen habe. Vom Thema her, war das Buch sehr interessant. Schade, dass der Autor nicht mehr daraus gemacht hat.

Da mich das Buch so gar nicht überzeugen konnte, gibt es auch nur zwei von fünf Sternen.

 

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