Flanagan, Richard: Der schmale Pfad durchs Hinterland

»Ein tiefgründiges und bewegendes Meisterwerk über einen verzweifelten jungen Mann in Zeiten des Krieges«, urteilt der Observer. Preisgekrönt entfachte Richard Flanagans Roman weltweit einhellige Begeisterung: Sein Held ist Dorrigo Evans, ein begabter Chirurg, dem eine glänzende Zukunft bevorsteht. Als der Zweite Weltkrieg auch Australien erreicht, meldet er sich zum Militär. Doch der Krieg macht keine Unterschiede, und während Dorrigo in einem japanischen Gefangenenlager mit seinen Männern gegen Hunger, Cholera und die Grausamkeit des Lagerleiters kämpft, quält ihn die Erinnerung an die Liebe zu der Frau seines Onkels. Bis er einen Brief erhält, der seinem Leben eine endgültige Wendung gibt. Richard Flanagans schmerzvoll poetischer Roman erzählt von den unterschiedlichen Formen der Liebe und des Todes, von Wahrheit, Krieg und der tiefen Erkenntnis eines existentiellen Verlusts.

 

pfad  Ich habe mir lange überlegt, ob ich zu diesem Buch eine Rezension schreiben soll oder nicht. Während des Lesens habe ich einige Post-its im Buch angebracht. Doch dann war das Buch wieder in der Bücherei vorbestellt und ich musste es wieder abgegeben. Bevor ich das Buch las, ich hatte es mir in der Bücherei vorbestellt- ohne das ich den Inhalt kannte- wollte ich mir “The Railway Man” im Kino anschauen. Doch dann sah ich den Trailer und ich konnte die Brutalität des Themas nicht ertragen, dabei gehört zu Colin Firt zu den Schauspieler, deren Filme ich mir gerne im Kino anschaue. Der Titel basiert auf dem Reisetage von Matsuo Basho.

Eigentlich wollte ich dieses Buch nur anlesen um zu sehen, ob ich es lesen will oder nicht. Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, dachte ich nur “Oh, nicht schon wieder ein Kriegsroman” aber nach ein paar Seiten hat mich das Buch richtig gepackt. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, dass der Autor überhaupt keine “..” bei wörtlicher Reder benutzt. Des Weiteren fand ich und das hat mich am meisten gesört, dass der Autor die Geschichte nicht linear erzählt, sondern in den Zeiten umher springt. Man muss beim Lesen ganz schön aufpassen, aus welcher Sicht das Buch gerade erzählt wird.

Die Hauptperson des Buch ist der Chirurg, Dorrigo Evans, dem eine großartige Karriere bevor steht aber als Protagonist fand ich ihn nicht mehr sehr sympathisch. Anfangs spielt die Handlung des Buch noch in Australien (noch bevor der 2. Weltkrieg statt fand). Er meldet sich freiwillig und landet als Kriegsgefangener in Japan. In Japan, wie überall auf der Welt, geht man nicht gerade ziemperlich mit Kriegsgefangen um. Als Leser/in erfährt man schonungslos, was für bestialische Zustände im Lager geherrscht werden müssen. Obwohl alle Gefangene mehr oder weniger der Tod geweiht sind, müssen im Akkord arbeiten. Nur allein die Briefe, die ihm seine Geliebte schreibt, halten ihn am Lesen.

“Der schmale Pfad durchs Hinterland” hat mich während des Lesens ganz schön, emotional, gefordert und ich war mehr als einmal drauf und dran, dieses Buch abzubrechen aber irgendwie bin ich froh, dass ich es nicht getan habe.

Es gabe eine Szene die mich besonders erschüttert hat. Ein Kamerad wurde, vor all seinen Kameraden, öffentlich gefoltert und alle schauen zu. Jeder driftet in seine eigene Welt ab und toleriert so still schweigend, dass einer von ihnen dieses Schicksal erleiden muss.

Interessant fand ich aber auch, dass die einzelnen Lebensläufe bis zum Tod des Charakters erzählt werden.

Da mich das Buch überzeugen konnte, bekommt es eine klare Leseempfehlung und vier von fünf Sternen! Dennoch ist es kein Buch, das man einfach so in einem Rutsch lesen kann. Ich konnte es nur “Häppchenweise” lesen.

 

 

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