Sansom, Ian: Bücher auf Rädern

Der Traum vom irischen Lebensglück: fröhliche Menschen, grüne Wiesen, dunkel glänzendes Guinness. In freudiger Erwartung sieht Israel Armstrong, Londons engagiertester Nachwuchsbibliothekar, dem Antritt seiner ersten Arbeitsstelle in der nordirischen Provinz entgegen − wo ihn die Wirklichkeit in Form eines klapprigen alten Bücherbusses kalt erwischt … Schräg, komisch und herzerwärmend irisch!

Irland  Mit “Büchern auf Rädern” habe ich eine “uralt” SuB Leiche befreit. Ich habe mich lange gesträubt, dieses Buch zu lesen. Vor ein paar Jahren hatte ich den 2. Band gelesen und der war alles andere als spannend. Nun fiel mir das Buch in die Hände und es war die richtige Zeit es zu lesen. Israel der mit seiner beruflichen Zukunft alles andere als zufrieden ist, nimmt eine Stelle in Tundrum an. Dort soll er der Leiter der örtlichen Bücherei werden. Sein Anfang ist alles andere als positiv. Erst bekommt er ein Veilchen verfasst, um dann festzustellen, dass er in einem ehemaligen Hühnerstall untergebracht wurde. Israels größte Sorge war bisher immer, dass sein Lesestoff ausgehen könnte und diese Angst kommt mir sehr bekannt vor. Israel muss am nächsten Tag feststellen, dass nicht nur die Bücher geschlossen hat, nein noch viel schlimmer, er soll die Fahrbibliothek leiten. Als er den Bestand anschauen will, sind alle Bücher verschwunden.  Eigentlich will er sofort kündigen aber Linda entlässt ihn nicht aus seinem Vertrag und so machen sich Israel und Ted auf die Suche nach den verschwundenen Bücher.

Auch wenn erst seit ein paar Tagen in Tundrum ist, scheint ihn alle Leute zu können und alles scheinen auch ziemlich hilfsbereit zu sein aber schicken ihn gerne in die Irre, wenn er nach dem Weg fragt. Einen Stadtplan scheint es in der Bibliothek zu geben aber der Bestand ist bekanntlicherweise verschwunden. Da nur zwei Leute einen Schlüssel gehabt haben, steht für Israel der Täter schnell fest.

Genau wie Bridegt Jones hat Israel das Talent, dass gerne in jedes Fettnäpfchen tritt und das lässt ihn sehr sympathisch wirken. Äußerlich ist er ja alles andere als ein Adonis (aber es muss ja auch nicht jeder ein Hollister Model sein)

“Bücher auf Rädern” besticht mit seinem Wortwitz. Der Autor hat ein paar skurrile Charaktere geschaffen, die man einfach gern haben muss. Am meisten mochte ich neben Israel Reverend England Robertson, der ebenfalls ein Reingeschmeckter ist. Die Auflösung des Falls, was die verschwundenen Bücher betrifft, kam zu überraschend. Dennoch hat mir dieses Buch ein paar nette Lesestunden bereitet. Da es mich im Gegensatz zum 2. Band überzeugen konnte, bekommt es drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung. Dies ist das ideale Buch für Leser, die gerne Urlaub in der irischen Provinz machen und für alle Bibliothekare

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