Shemilt, Jane: Am Anfang war die Schuld

Ein fremder Mensch lebt in deinem Haus … Es ist deine Tochter.

Jenny Malcom ist sich sicher, alles im Griff zu haben. Ihren Job als Ärztin, ihre Rolle als Mutter von drei Teenagern und ihre Ehe. Alles läuft perfekt. Bis zu dem Abend, an dem ihre fünfzehnjährige Tochter nicht nach Hause kommt. Bange Stunden des Hoffens folgen, bis klar wird: Naomi ist spurlos verschwunden. Und plötzlich bricht Jennys perfekt organisiertes Leben zusammen. Während die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren laufen, steht die Familie Malcom vor den Trümmern ihres Lebens. Und Jenny beginnt zu ahnen, dass sie ihre Tochter doch nicht so gut kannte, wie sie immer gedacht hat …

  • Paperback, Klappenbroschur,
  • 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
  • ISBN: 978-3-7645-0533-2
  • € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50 *
  • Hier kann es bestellt werden, Leseprobe

Schuld ” Am Anfang war die Schuld” musste ich lesen, da es zu einem ein Erstlingswerk ist und mich das Cover angesprochen hat. In diesem Jahr habe ich schon das eine oder andere Erstlingswerk gelesen aber dieses gehört, leider, zu den Schwächeren. Normalerweise bin ich immer ein bisschen wehmütig, wenn das Ende des Buchs naht. Doch dieses Mal gab es ein Countdown, nur noch 60, 50, 40… Seiten bis das Grauen ein Ende hat. In der Regel gebe ich jeden Buch ca. 100 Seiten, packt mich das Buch nicht, wird es abgebrochen. Mein SuB ist für ein schlechtes Buch einfach zu groß und meine Lesezeit ist mir einfach zu kostbar.

“Am Anfang war die Schuld” ist thematisch gesehen, ziemlich spannend. Erzählt wird die Geschichte der Familie Malcolm. Jenny und ihr Mann, Ted, gehen in ihren Beruf vollkommen auf. Beide arbeiten sie als Ärzte. Ihr Alltag ist vollkommen durchgetaktet und gerät vollkommen aus den Fugen, als ihre Tochter, Naomie, verschwindet. Besonders Jenny macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter und pflegt daher den Kontakt zu Michael. Erzählt wird die Handlung auf zwei Zeitebenen, somit erfährt der Leser, was um den Zeitpunkt (2009) und Monate (2010 Cottage) später passiert. Ted, der als Neurochirurg arbeitet, hat seit geraumer Zeit ein Verhältnis mit einer Krankenschwester, dieses fliegt mit dem Verschwinden seiner Tochter auf. Anfangs schweißt das Verschwinden Jenny und Ted noch zusammen aber mit der Zeit, wird es immer deutlicher, dass es kaum noch Gemeinsamkeiten zwischen Ted und Jenny gibt. Jenny zieht in das Cottage ihrer verstorbenen Mutter, von dort aus ermittelt bzw. sucht sie immer noch weiter.

Auf der ersten Blick scheint es sich bei der Familie Malcolm um eine intakte Familie zu handeln, blickt man aber hinter die Kulissen, erfährt man Leser, dass Ed drogenabhängig ist und seine Eltern dies erst viel zu spät bemerken. Ed fühlt sich vollkommen unverstanden aber auch Naomi scheint ein Doppelleben zu führen, dass nach und nach aufgedeckt wird.

Ich habe das Buch eigentlich nur zu Ende gelesen, da ich wissen wollte, was mit Naomi wirklich geschah, wurde sie wirklich entführt oder verließ sie ihre Familie freiwillig. Für mich war das ehrlich gesagt kein Thriller, dazu war das Erzähltempo einfach viel zu langatmig, es gibt kaum spannende Augenblicke. Dadurch, dass die Zeitebene in jedem Kapitel wechselt, wird das Tempo noch mal verlangsamt. In, fast, jedem Buch gibt es einen Protagonistin, den ich mag oder den ich überhaupt nicht toll finde. In Harry Potter ist es Neville Longbottom, der mein absoluter Lieblingscharakter ist. Doch in diesem Buch gibt es niemanden, den ich ansatzweise mochte. Die meisten Protagonisten handeln absolut schablonenhaft. Betrachten wir zum Beispiel Jennys Ehemann Ted. Er betrügt seine Frau mit einer Krankenschwester und als Jenny ihn vor vollendete Tatsachen stellt, dass seine OP abgesagt wurde, gibt er seinen Seitensprung zu, mit den Worten, dass er das mit den Worten zu, er wüsste nicht, warum es passiert ist aber auch Ed ist ein gutes Beispiel, seine Familie hat keine Zeit für ihn so und so gerät er in die Drogenabhängkeit. Theo scheint die halbwegs normale Person in der Familie zu sein.

Da die Schrift relativ groß ist, lässt sich das Buch recht schnell lesen auch wenn der eigentliche Inhalt nicht besonders prickelnd ist, schafft die Autorin es, dass man sich die Landschaft ums Cottage sehr gut vorstellen kann.

Das Buch hätte deutlich mehr Potential gehabt, das die Autorin leider nicht ausschöpfen konnte! Es ist kein Buch, das man unbedingt lesen muss.

Von mir bekommt das Buch daher auch nur einen von fünf Sternen.

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2 thoughts on “Shemilt, Jane: Am Anfang war die Schuld

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