Falk, Rita: Zwetschgendatschikomplott

Der Rudi zieht ins Schlachthofviertel und staunt, als ihm eine riesige Krähe einen abgetrennten Frauenfinger zu Füßen legt. In ihrem sechsten Fall ermitteln der Eberhofer und der Rudi im Münchner Rotlichtmilieu – denn der Finger gehörte einer ermordeten Prostituierten. Während der Wiesn sterben weitere Frauen durch eine rätselhafte Mordwaffe …

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423260440
  • ISBN-13: 978-3423260442

Falk Ich habe schon mit der Buchhändlerin meines Vertrauens über das Buch geredet und sie ist kein großer Fan der Autorin, was aber auch sehr gut nachvollziehbar ist. Da ich das Buch in Zuffenhausen, nicht im Büchnerknast, entdeckt habe, musste ich es mir ausleihen. Warnung, es ist der größte Schmarrn, den ich im Julie gelesen habe und ich habe mich mehr als einmal gefragt, warum ich mir diesem Humbug antue und was will mir die Autorin erzählen! Das Beste am Buch war das Nachwort, in der die Autorin erzählt, wie sie zum Schreiben gekommen ist und wie glücklich sie doch war, als sie für ihr erstes Buch einen Verlag gefunden hat.

Ich habe schon beim Vorgänger geschrieben, dass dieses Buch mit einem Cliffhanger aufhört und ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass dieser Cliffhanger aufgelöst. Vorsicht Spoiler: Am Ende des letzten Buchs wollte der Franz seine Susi endlich ehelichen, doch der Franz hat seine eigene Hochzeit verschlafen und die Susi ist auf und davon. Eigentlich erfährt man nur, dass die Susi mit einem anderen Mann weggefahren ist.

Dieses Buch, kann man den Schmarrn ein Buch nennen (?) lässt sich in drei Handlungsstränge unterteilen, Der Rudi zieht ins Münchner Schlachthofviertel, dort soll es voll trendig sein, eines morgens hinterlässt ein Rabe einen menschlichen Finger auf seinem Balkon und da der Franz ihm nicht zu hört, macht der Rudi sich alleine auf die Suche nach dem Rest des Körpers und findet eine weibliche Leiche im Müll. Im Lauf der Woche werden bei Bauarbeiten zwei weitere Leichen gefunden und alle tragen ein Dirndl und waren asiatischer Herkunft. Die Ermittlungen weisen Rudi und Franz den Weg ins Rotlichtmilieu. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, dass dieser Handlungsstrang viel zu nebensächlich behandelt wird und die beiden nebenbei ermitteln.

Der 2. Handlungsstrang dreht sich um die Susi, die den Franz wütend und zu recht abserviert hat und immer wenn der Franz betrunken ist, ruft er die Susi an. Gegen Ende erfährt man, dass die Susi schwanger ist und das es Komplikationen gegeben hat, von diesen erfährt der Franz immer aus 2. und 3. Hand. Auch wenn das Buch so grottenschlecht war, bin ich auf einen weiteren Band gespannt, da ich irgendwie doch neugierig bin, ob der Franz der Vater des Kindes ist.

Im 3. Handlungsstrang geht es um Franz Heimatort. Der Bürgermeister und der Simmerl wollen unbedingt, dass in NKK ein Hotel gebaut wird. Doch die Mehrheit ist gegen dieses Bauvorhabens und es entsteht ein mächtiger Streit zwischen den Bewohnern des Ortes, kann Franz den Dirndlmörder finden und für Ruhe und Ordnung in NKK sorgen? Wie geht es mit Franz und Susi weiter? Ich habe das Buch eigentlich nur gelesen, da ich wissen wollte, wie die Handlungsstränge zu einem runden Ende zusammen geführt werden aber mit einem geht es ja im nächsten Buch wohl weiter. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen aber man sollte sie dennoch in der richtigen Reihenfolge lesen.

Ich habe mich ja wirklich gezwungen dieses Buch bis zum bitteren Ende zu lesen und ich komme zu dem Schluss, dass man dieses Buch einfach nicht ernst nehmen kann, Die ganzen Charaktere handeln zu unglaubwürdig. Vor allem der Franz dessen Aufgabe es ist für Ruhe und Ordnung zu sorgen, nimmt sich Freiheiten heraus, die nicht immer gesetzestreu sind, so droht er dem Wirt, dass er sein Regal umstößt, wenn dieser ihm nicht die gewünschten Informationen liefert oder er ballert wie wild in der Luft herum, damit ihn die Leute wahrnehmen. Ermittelt wird zwischen zwei Brotmahlzeiten und ich habe mir alle Stellen markiert, in denen der Franz isst und trinkt. Es sind einige Stellen geworden. Sprachlich ist sehr einfach gehalten,sodass es sich sehr flüssig liest. Es ist sehr dialektisch geprägt aber man kann es auch als nicht Bayer lesen. Ich musste allerdings nachschlagen, was eine resche Brezn ist aber Dank “Tante Google” war das kein Problem. Das ganze Buch wirkte auf mich sehr humorig, ein einziger Schenkelklatscher. Ein paar Dinge waren witzig aber irgendwann kippte es und war danach alles andere als witzig.

Für mich ist es kein Krimi, sondern ein Roman mit ein paar Leichen und einer Mordermittlung. Daher eignet sich das Buch auch nur für Hardcore Fans der Autorin, alle anderen, die gerne anspruchsvolle Krimis lesen, sollten lieber zu einem anderen Buch greifen. Dieses Buch zu lesen, ist mehr als überflüssig. Von mir gibt es daher auch nur 0,5 von fünf Sternen!

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