Masson, Julie: Ein Commissaire geht baden

Farbige Wimpel flattern im Wind. In Hossegor an der französischen Atlantikküste ist internationales Publikum versammelt, jeder feuert sein Team der Surfweltmeisterschaft an. Der Jubel verwandelt sich in Entsetzen, als einer der Lokalmatadoren plötzlich über Schwindel klagt und wenig später tot im Sand liegt.
Commisaire Lefevre glaubt nicht an einen Zufall und beginnt zu ermitteln. In der Hippie-Welt der Surfer, die von der ulrimativen Welle träumen, und der Arena des Leistungssports, wo Wettbetrügereien, Doping und Sponsoring die kriminellsten Blüten treiben.
Lefevre ahnt bald, dass er noch einige Gläser Pastis trinken muss, bis er wirklich alle Fäden dieses Falles in der Hand hält.

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: rororo (24. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499269651
  • ISBN-13: 978-3499269653

baden  Diesen Monat habe ich ein besseres Händchen für Krimis, nach “Der Prinzessinnenmörder” habe ich mit Julie Massons Krimi den 2. Band um Kommissar Lefevre gelesen, da dieses Buch vorbestellt ist, musste ich ihn vorziehen aber der 1. Band “Pastis für den Commissaire” liegt bereits auf meinem SuB.

Der Autor nimmt seinen Leser mit nach Südfrankreich, bereits im 1. Band konnte Lefevre einen Fall in Lit-et-Mixe positiv abschließen und nun freut er sich, dass er wieder an seinen geliebten Schreibtisch in Bordeaux darf. Nach dem Tod eines Kollegen hat er sich vom Außendienst in den Innendienst versetzen lassen aber sein Vorgesetzter ist da anderer Meinung und setzt ihm mehr oder weniger die Pistole auf die Brust, entweder er geht zurück oder er hätte keine Verwendung mehr für. Zähneknirschend macht sich Lefevre auf den Weg. Da sein Haus alles andere als bezugsfertig ist, stürzt er böse und verletzt sich böse am Knöchel und diese Verletzung, den Armen treiben die Schmerzen schier in den Wahnsinn, zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. In jedem Kapitel ächzt und stöhnt Lefevre.

Vor Ort angekommen, muss er feststellen, dass sich nichts geändert hat, immer noch die gleichen Verkehrsdelikte und auch bei der geringen Arbeitsmoral seiner Kollegen hat sich nichts geändert. Als im Nachbarort Surfwettkämpfe ausgetragen werden, lässt sich von seinem Kollegen überreden, dass sie sich die Wettkämpfe anschauen. Sein Kollege, Francois (mein schlechtes Namensgedächtnis hat mich böse im Stich gelassen) ist ein leidenschaftlicher Surfer und er kennt sich in der Surfer Szene ziemlich gut aus. Kaum angekommen, werden die beiden Favoriten der Wettkämpfe, Pierre und Kenny, umgebracht. Der zuständige Teamarzt möchte am liebsten sofort die Totenscheine ausstellen und bestätigen, dass die beiden eines natürlichen Todes gestorben sind aber Lucien durchkreuzt die Pläne und lässt die beiden Toten obduzieren.

Während Lucien den offiziellen Weg der Ermittlungen geht und alle Verdächtigen befragt, mischt sich Franscois unter die Surfer um sich dort umzuhören.

Schon recht früh, fällt Xaviens Name und der seiner Schwester. Xavien war ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent aber er verunglückte als er nachts surfen war. Seit dem Zeitpunkt sitzt er im Rollstuhl und seine Schwester sorgt sich um ihn, konnte auf Grund des Unfalls nicht wie geplant ihr Jura Studium an der Sorbonne aufnehmen. Nun könnte man sich fragen, was hat der Tod der beiden Surfer mit Xaviens Unfall zu tun? Welche Rolle spielt der Teamchef LeClerk?

“Ein Commissaire geht baden” konnte mich tatsächlich von der ersten Seite an überzeugen. Lucien ist im Gegensatz zu vielen anderen Ermittlern ein Kommissar mit Ecken und Kanten. Einer der auch mal um die Ecke denken kann. Lucien käpmft ständig gegen seine Nikotinsucht und das lässt ihn menschlich wirken. Auch wenn er keine wichtige Rolle spielt, mochte ich den Pathologen, immer wenn er ins Spiel kam, musste ich vor mich grinsen. Sein Sinn für Humor ist einfach nur göttlich, so schickt er Lucien ein Bild einer Raucherlunge.

Das Buch konnte mich auch überzeugen, da ich lange Zeit nicht wusste wer der Täter sein könnte. Da ich ein paar nette Lesestunden hatte, bekommt das Buch vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung. Ich würde mich freuen, wenn es einen dritten Band um den sympathischen Kommissar geben wird!

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