Föhr, Andreas: Der Prinzessinnenmörder

Auf dem Heimweg von einer Zechtour macht Polizeiobermeister Kreuthner an einem kalten Januarmorgen einen grauenvollen Fund. Unter dem Eis des zugefrorenen Spitzingsees entdeckt er die Leiche einer 15-Jährigen. Sie wurde durch einen Stich mitten ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten Eins findet, ahnen der ewig grantelnde Polizeimeister Kreuthner und sein Chef, Kommissar Wallner, dass dies nur der Anfang einer grauenvollen Mordserie ist.
Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis für das beste Debüt!

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (12. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426504855
  • ISBN-13: 978-3426504857

519MKaG11OL._SX327_BO1,204,203,200_ “Der Prinzessinnenmörder” schlummert seit seinem Erscheinen auf meinem SuB. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich das Buch angefangen hatte zu lesen aber es dann abgebrochen habe. Warum weiß ich leider gar nicht mehr. Nach dem es in den letzten Tage so heiß war, habe ich beschlossen, dass ich mich literarisch abkühlen will und wie geht das besser als mit diesem Buch? Im Buch hat es teilweise Temperaturen, die unter den Gefrierpunkt klettern.

Nach einem durchzechten Abend macht sich Kreuthner auf den Weg an den Spitzingsee. Eigentlich wollte er nur anschauen, ob der See zum Eisstockschießen geeignet wäre. Obwohl Kreuthner seinen schlechten Ruf weg hatte, mochte ich ihn irgendwie und ich dachte nur als er den richtigen Riecher hatte und dem Täter sehr nahe gekommen war: “Mist, warum muss er den Täter nur laufen lassen” Tja aber in diesem Moment fehlten ihm wichtige Informationen

Doch dann macht er einen grausamen Fund. Unter der Wasseroberfläche treibt die Leiche eines jungen Mädchens, die erst vor kurzem ermordet wurde. Damit die Polizei es leichter hat, hinterließ der Täter (wie immer ist das kein Hinweis auf das Geschlecht, sondern es für mich einfacher Täter zu schreiben, daher verzichte ich immer auf den weiblichen Zusatz) hat er auf einem Marterl den Namen des Mädchens hinterlassen. Pia Eltwanger ist das erste Opfer eines potentiellen Serienmörders.

Kurze Zeit später wird die eine weitere Mädchenleiche gefunden. In dem der Mörder die Leiche auf Kommissar Wallners Dach ablegt, geht er ein ganz schönes Risiko ein. In kleinen Ortschaften, vor allem in ländlichen Gegenden ist es üblich, dass die Nachbarn sich kennen und Fremde ziemlich schnell auffallen. Wallner und seine Kollegen versuchen einen Zusammenhang zwischen den beiden ermordeten Mädchen herzustellen. Auf den ersten Blick haben die Mädchen, außer der gleichen Todesursache nichts gemeinsam.Jedes Mädchen hat in ihrem Mund einen Gegenstand, der für die Ermittlungen eine wichtige Rolle spielen wird.

Pia Eltwanger kommt aus einem gut betuchten Elternhaus, während Getraud die Tochter von Landwirten ist.

im zweiten Erzählstrang wird die Geschichte von Peter und Lisa erzählt. Peter und Lisa sind in den Faschingsferien in Bayern und planen einen Skiausflug. Doch Peter, ein geübter Skifahrer unterschätzt die Schneelage, sodass das Mädchen abstürzt und den sicheren Tod findet.

Während der Ermittlungen trifft Wallner, der ständig am Frieren ist, auf einen evangelischen Pfarrer, der ihm die traurige Geschichte eines Mannes erzählt, dessen Tochter tragisch ums Leben gekommen ist…. Ich habe mir darauf hin die Frage gestellt, was für eine Verbindung es zwischen all dem gibt.

Doch dann geschieht ein weiterer Mord, mit dem gleichen Operandus Modi, das Opfer, dieses Mal männlich, wird ebenso mit einem Stilett erstochen aufgefunden. Doch dieser Mord geschieht in nicht in Bayern sondern in Dortmund. Kann Wallner einen weiteren Mord vermeiden und wie passt der Dortmunder Mord ins Konzept?

“Der Prinzessinnenmörder” habe ich hauptsächlich nachts gelesen, in Momenten in denen mein Sohn beschlossen hatte, dass er keine Lust hat zu schlafen. Ich bin keine geübte Krimileserin, die schon recht früh weiß, wer der Täter ist und warum gemordert wurde aber in diesem Fall hatte ich aber Seite 177 eine wage Vermutung, wie das Ganze abgelaufen sein könnte und mit jeder weiteren gelesenen Seite wurde meine Vermutung bestätigt. “Der Prinzessinnenmörder” ist ein solider geschriebener Krimi, mit einem Kommissar der mehr Ecken und Kanten gebrauchen könnten. ´Vom Schreibstil her ist es sehr flüssig geschrieben. Aus meiner Sicht ist es ein gelungenes Erstlingswerk und von mir gibt es daher auch vier von fünf Sternen.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s