Martin-Lugand, Agnes: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

Seitdem ihr Mann Colin und ihre Tochter Clara bei einem Unfall starben, lebt Diane zurückgezogen. Der Einzige, den sie in ihre Wohnung lässt, ist ihr Freund Félix, mit dem sie bis vor einem Jahr ein Literaturcafé betrieben hat. Eines Tages jedoch beschließt sie Hals über Kopf, Paris zu verlassen und nach Irland zu ziehen, was ursprünglich einmal Colins Traum war. Ihr Ziel heißt: Mulranny. In dem kleinen Dorf am Meer hofft sie ein neues Leben aufbauen zu können – an einem Ort, an dem Claras Lachen nie erklang. Sie hätte aber nie erwartet, dass es ausgerechnet im regnerischsten Kaff der Welt jemanden gibt, der wieder Licht in ihr Leben bringt …

menschen Glückliche Menschen ist der Debutroman der Französin Agnes Martin-Lugand. Dieses Buch habe ich mir auf Grund des Titels in der Bücherei vorbestellt. Die Grundidee des Romans ist nicht neu, zu mindest für mich, In Nathalie küsst haben wir es ebenfalls mit einer Pariserin zu tun, die ihren Mann durch einen Unfall verloren hat.

Das Buch wird aus der Sicht der 32 jährigen Diane erzählt, Dianes Mann, Colin und ihre Tochter kamen bei einem Autounfall ums Leben. Ein Jahr lebt sie vollkommen zurück gezogen und ihr Freund und Mitbesitzer des Lireaturcafe “Glückliche Menschen” steht ihr bei. Doch Felix will, dass sie sich endlich dem Alltag stellt und wieder ins Cafe kommt. Doch Diane ist in ihrer Trauer gefangen, dass sie nichts machen kann. Bevor Felix eine Reise buchen kann, beschließt sie, dass sie für eine Weile nach Irland ziehen will, Colin wollte immer in Urlaub machen. Als Dianes Eltern von ihrem Vorhaben erfahren, sind sie alles andere als begeistert. Sie werfen ihr vor, dass sie eh nichts alleine auf die Reihe bringt und ständig auf Felix Hilfe angewiesen wäre.

Doch Diane zieht es durch, packt ihre Koffer und fliegt nach Irland, dort wird sie von ihrer Vermieterin herzlich aufgenommen. Doch deren Neffe und diese Feindseligkeit ist mehr als deutlich zu spüren, ist alles andere als begeistert, dass er ausgerechnet sie als Nachbarin zu bekommen. Es kommt wie es kommen muss, die Fetzen fliegen und das nicht zu knapp. Getreu dem Motto: Was sich liebt, das neckt sich.

Eigentlich liest sich die ganze Handlung ganz nett aber ich wurde mit beiden Hauptfiguren überhaupt nicht warm. Wir haben auf der einen Seite die trauernde Witwe und auf der anderen Seite einen Mann, der niemand vertrauen kann. Als Leser spürt man, dass die beiden sich emotional näher kommen um dann sofort wieder Abstand zu nehmen, dieses Hickhack zieht sich durchs Buch wie ein roter Faden.

Obwohl das Buch nur 206 Seiten stark ist, kommt gegen Ende des Buchs noch Edwards Exfreundin ins Spiel und versucht ihr Unwesen zu treiben und für mich war das ehrlich gesagt zu viel und überfrachtet die Handlung.

Fazit:

“Glückliche Menschen” liest sich sehr flott weg aber es ist kein Buch, das einem lange im Gedächtnis haften wird. Es ist zwar ganz nett aber leider nicht mehr. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich das Buch in der Bibliothek ausgeliehen habe. Hätte ich mir das Buch für 14,99 € gekauft, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. So kann ich dem Buch leider auch nur zwei von fünf Sternen geben.

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