Magnusson, Kristof: Arztroman

Anita Cornelius ist Notärztin an einem großen Berliner Krankenhaus und liebt ihren Beruf. Sich auf unerwartete Situationen einzustellen, entspricht ihrem Temperament. Auch wenn es bei ihren Einsätzen nicht immer so aufregend zugeht, wie man sich das vorstellt. Anita ist das recht. Sie kann helfen. Und ab und zu sogar jemandem etwas Gutes tun. Adrian, ihr Exmann, ist Arzt am selben Krankenhaus. Sie haben sich erst vor kurzem in bestem Einvernehmen getrennt, und Lukas, ihr vierzehnjähriger Sohn, lebt bei seinem Vater und dessen neuer Freundin Heidi. Hätte Anita Adrian nicht zufällig bewusstlos auf der Krankenhaustoilette gefunden, zugedröhnt mit einem Narkosemittel, und hätte Heidi nicht dauernd diese flotten Sprüche losgelassen, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass Arme und Kranke oft genug selbst an ihrem Zustand schuld sind, dann könnte sich Anita weiter vormachen: alles ist in bester Ordnung. Ist es aber nicht. Weder privat noch beruflich. Kristof Magnusson erzählt mit großer Kenntnis aus dem Alltag einer Notärztin und gleichzeitig aus dem Alltag ihrer Patienten. Vor allem aber erzählt er witzig und unterhaltend aus dem Leben einer Frau Anfang vierzig, die mehr will als Routine und ‘schöner Wohnen’.

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 1 (20. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888979668
  • ISBN-13: 978-3888979668

arzt

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Sein Debütroman »Zuhause« (2005) wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Roman »Das war ich nicht« war ein Bestseller. Die Verfilmung seiner Komödie »Männerhort« (mit Christoph Maria Herbst, Detlev Buck und Elyas M Barek) kommt im Oktober 2014 in die Kinos.

Als ich sah, dass es ein neues Buch von Kristof Magnuson gibt, habe ich mich wirklich gefreut, da ich seinen anderen Büchern ziemlich mochte. Doch dann begann ich mit dem Lesen und wurde bitter enttäuscht. Der Schreibstil und die Handlung, wenn man überhaupt von einer Handlung sprechen kann, waren langweilig und witzlos. Es fehlte der Charme der vorherigen Bücher.

Als Leser begleitet man Anita und Maik auf ihren Rettungseinsätzen in Berlin. Anita ist eine Frau in ihren besten Jahren. die sich von Mann und Kind getrennt, vom letzteren eher unfreiwillig aber es war die bester Lösung für alle. Ihr Exmann hat eine neue Frau, Heidi (geht es noch klischeehafter), die eine größere Wohnung hat und vor allem Zeit aber Lukas kann zwischen beiden Elternteilen pendeln. Die Einsätze werden zum Teil sehr detailliert beschrieben und für einen, der nichts mit Medizin am Hut hat, können die vielen medizinischen Begriffe und Abkürzungen sicher verwirren. In ihrer Freizeit fühlt sich die Protagonistin häufig alleine und denkt über ihre verkorkste Ehe nach. Als sie ihren Exmann bewusstlos auf der Toilette findet kommt es zum Eklat. Im Gegensatz zu Anita nutzt Heidi ihre Chance um ans Ziel zu kommen.

Obwohl sich das Buch sehr flüssig liest, kommt keine Spannung auf, Dazu wirkte die Handlung auf mich zu konstruiert, da ist der arme Patient, der an COPD leidet aber keine adäquate Hilfe bekommt, da er starker Raucher ist oder Anitas homosexueller Kollege. Bist zum Epilog habe ich das Buch gelesen und den Epilog habe ich anschließend nur noch überflogen, um zu schauen, ob am Ende des Buchs noch irgendwas spannendes passiert, tut es aber nicht. Daher war ich gegen Ende echt froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft habe, sondern es nach dem Lesen wieder in der Bücherei abgegeben konnte. Es ist ein teurer Abklatsch von den Groschenheftchen, die ich früher hin und wieder gelesen habe. Daher gibt es auch keine Leseempfehlung von mir.

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