Tong Cuong, Valerie: Das Atelier der Wunder

Mariette ist am Rande des Nervenzusammenbruchs. Permanent kritisiert von ihrem Mann, einem narzisstischen Politiker, lässt sich die Lehrerin eines Tages von einem frechen Schüler provozieren und stößt ihn die Treppe hinunter. Millie, Anfang zwanzig, hangelt sich von einem Gelegenheitsjob zum nächsten. Um der Einsamkeit zu entfliehen, geht sie mit fremden Leuten aus, trinkt zuviel und wacht mitten in der Nacht auf, weil in ihrem Haus Feuer ausgebrochen ist. Zur Flucht ist es zu spät, ihr bleibt nur der Sprung aus dem Fenster der vierten Etage. Mike, der eine erfolgreiche Laufbahn beim Militär aus Gewissensnöten abbrach, ist als Clochard auf der Straße gelandet und hat sich unter einer Brücke eingerichtet. Dummerweise hat er den Gnom und seine Gang unterschätzt und wird brutal zusammengeschlagen. Am Tiefpunkt ihres Lebens kreuzen sich die Wege von Mariette, Millie und Mike auf schicksalhafte Weise mit dem mysteriösen Monsieur Jean, der ihnen verspricht, in vier Wochen ihre Seelen in seinem »Atelier der Wunder« zu »reparieren«. Doch bald schon beginnt das unglückselige Trio zu ahnen, dass Monsieur Jean selbst ein Geheimnis zu verbergen hat …

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Thiele Verlag GmbH (31. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3851792556
  • ISBN-13: 978-3851792553
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3 cm

wunder

Seit ich Nicolas Barreau für mich entdeckt habe, geriet der Thiele Verlag in mein Visier und seit dem lese ich dieser Bücher ziemlich gerne. Doch nach “der erste Kaffee am Morgen” ist es das nächste Buch, das mich so gar nicht überzeugen konnte.

Wenn ich Sätze wie ” Ein Roman, der Wunder möglich macht” ( Le Parisien) oder “Ein Roman über drei einsame Menschen in Paris, der mitten ins Herz trifft, und zugleich ein Buch über das, was Menschen bewirken können, wenn sie sich zusammentun” (Jacques Vidal) lese, frage ich mich, ob ich ein anderes Buch gelesen habe, denn selten hat mich ein Buch so wenig berührt wie dieses. Normalerweise werde ich, wenn ich ein richtig gutes Buch gelesen habe, etwas wehmütig, wenn ich ich es nach dem letzten Satz weglege, doch dieses Mal war ich froh, als ich das Buch beendet hatte. Warum?

Die Autorin nimmt ihre Leser mit nach Paris. Dreh und Angelpunkt der Geschichte sind Monsieur Mike, Millie und Mariettte, aus deren unterschiedlichen Geschichtspunkten die Handlung erzählt wird. Monsieur Mike lebt, nach dem er desertiert ist auf der Straße. Nach dem er von anderen anderen Obdachlosen verprügelt und schwer verletzt wurde, geriet er ins Visier von Jean Hart, der das Atelier der Wunder leitet. Mariette landet im Atelier als sie einen ihrer Schüler schlägt und die dritte im Bunde ist Millie. Millie kam ins Atelier, da alle dachten, sie hätte nach dem Brand ihr Gedächtnis verloren. Das Atelier der Wunder soll bewirken, dass alle drei wieder ihr gewohntes Leben oder in Mikes Fall, ein besseres Leben führen soll.

Die Handlung plätschert mehr oder weniger vor sich hin. Betrachtet man den Klappentext, so könnte man davon ausgehen, dass es zügig Interaktionen zwischen den drei Protagonisten geben wird aber bis dazu kommen wird, hat man ca. 3/ 4 des Buchs gelesen. Zu lesen bekam, dass die meisten Menschen verletzend, berechnend oder fies sind. Die Protagonisten sind für mein Empfinden zu klischeehaft. Monsieur Hart bleibt zu schwammig, sein Verhalten war mir persönlich zu ambivalent und über das “Atelier der Wunder” erfährt man nichts Genaues.Obwohl sich das Buch sehr flüssig und ohne Brüche lesen lässt, war ich vom Buch mehr als enttäuscht. Daher gibt es auch keine Leseempfehlung von mir!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s