Backman, Frederik: Ein Mann namen Ove

Ove ist der Nachbar aus der Hölle: Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde, schreibt Falschparker auf, räumt Fahrräder an ihren Platz und prüft die Mülltrennung. Aber hinter seinem Gegrummel verbergen sich ein großes Herz und eine berührende Geschichte. Seit Oves geliebte Frau Sonja gestorben ist und man ihn vorzeitig in Rente geschickt hat, sieht er keinen Sinn mehr und trifft praktische Vorbereitungen zum Sterben. Doch dann zieht im Reihenhaus nebenan eine junge Familie ein, die als Erstes mal Oves Briefkasten umnietet …

Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, das richtige Werkzeug und was sonst noch wirklich zählt im Leben.

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 2 (18. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810504807
  • ISBN-13: 978-3810504807
  • Originaltitel: En man som heter Ove

Ove

Ich schaue ja immer, was meine Stammbücherei an Neuerscheinungen hat. Als ich den Titel sah, rutschte er erst einmal durch mein Raster, da ich mit dem Titel und Inhalt nichts anfangen konnte. Doch dann habe ich das erste Kapitel gelesen und es hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und somit wurde das Buch zu meinem persönlichen Monats Highlight.

Eigentlich ist der Schwede Ove der klassische Anti-Held. Ove ist 59 Jahre alt, von seiner Firma wurde er von heute auf morgen auf die Straße gesetzt, seine Frau, mit der er fast 40 Jahre verheiratet war, starb qualvoll an Krebs. Seine Nachbarn mögen Ove nicht, da er penibel Regeln einhält. So läuft er jeden Morgen seine Runde, um zu schauen, ob auf dem Besucherparkplatz auch niemand steht, der da nicht parken darf oder er kontrolliert den Müllraum. Ove hat deshalb nur noch einen Wunsch, er mag zu seiner geliebten Sonja, bis eines Tages eine neue Familie ins Nachbarhaus zieht. Ab da wird Ove Leben komplett auf den Kopf gestellt. Seine schwangere Nachbarin bringt Ove dazu, dass er anderen hilft, obwohl er keine Lust dazu hat. Parallel versucht er seinem Leben ein Ende zu setzen und jedes Mal, wenn er sich penibel auf seinen Freitod vorbereitet, kommt etwas dazwischen. Als Leserin dachte ich nur, Gott sei Dank hat es wieder nicht geklappt. Normalerweise lese ich den Schluss nie zu erst oder zwischendurch aber hier musste ich während des Lesens einen Blick in den Epilog werfen und musste dabei ein paar Tränchen verdrücken als ich die letzten Seiten gelesen habe. Obwohl Ove auf den ersten Blick sehr unsympathisch ist, mochte ich ihn vom ersten Augenblick. Er brachte mich zum Lachen und zum Weinen.

Die Handlung wird auf zwei Zeitebnen erzählt. In Rückblenden erfährt man als Leser einiges über Oves Lebenslauf. Schon früh, wurde er Vollwaise und musste die Schule ohne Abschluss verlassen, man erfährt, wie Ove seine Frau kennen und lieben gelernt und noch vieles mehr.

“Ein Mann namens Ove” ist wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe und Treue.  Ein Buch, das man einfach mögen muss, da sich das Buch einfach nur wunderbar flüssig lesen liest und die Protagonisten einfach nur liebenswert sind aber es auch Charaktere gibt, die einfach nur unsympathisch sind. Ein Buch, das einem zeigt, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als alleine. Denn als Oves ehemaliger Freund, die Freundschaft zerbrach am Kauf eines BMWs, ins Heim kommen soll, weckt Oves Nachbarin Oves Kampfgeist. Daher kann ich dem Buch auch nur fünf von fünf Sternen geben.

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