Ziemann, Ulla: Der Tag, an dem meine Wohnung abbrannte und ich bei meiner kroatischen Putzfrau einzog

Niemals hätte Eva zugegeben, dass sie sich ihr Apartment und ihre Shopping-Exzesse gar nicht leisten kann. Aber als ihr Haus abbrennt, ist mit dem Luxus ein für allemal Schluss: Sie zieht in die WG ihrer kroatischen Putzfrau Danka, der alten Ljudmila aus Tschetschenien und der Nigerianerin Adila. Irgendwie gelingt es Eva, sich mit ihrem neuen Leben anzufreunden – zumindest bis die Vergangenheit sie einholt und sie das Schicksal der gesamten illustren WG aufs Spiel setzt …

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (10. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492302548
  • ISBN-13: 978-3492302548

Autorin:

Ulla Ziemann wurde 1969 in München geboren. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Freie Übersetzerin. Danach leitete sie die Drehbuchabteilung bei Greenlight Media und entwickelte zahlreiche Filmprojekte. »Der Tag, an dem meine Wohnung abbrannte und ich bei meiner kroatischen Putzfrau einzog« ist ihr erster Roman.

 

 

Putzfrau

Dieses Buch fiel nur auf Grund des außergewöhnlichen Titels auf. Ich lese ja gerne Bücher mit interessant gestalteten Covern und Bücher deren Titel sich von der Masse der anderen Bücher hervor heben (und beides ist in diesem Fall gegeben).

Die 34 jährige Eva wohnt in im schicken Glockenbach Viertel und lebt weit über ihre Verhältnisse, als durch ihre eigne Schuld ihre Wohnung ausbrennt, kommt sie in der kroatischen WG ihrer Putzfrau unter. In der WG leben neben Danka, eine Nigerianerin plus Sohn und die Deutsch-Russin Ljudmilla. Da Eva kein Geld hat, nimmt Danke sie zum Putzen mit, damit sie sich an den Lebenshaltungskosten den WG beteiligen kann. Diese “Heile-Welt” geht ein paar Monate gut. Doch dann nimmt sie ein Hostessen Angebot an, ihr erster Kunder versucht sie zu vergewaltigen. Nach dem die Polizeibeamten ihre Daten aufgenommen haben, wird ihre nigerianische Freundin, die keine gültige Aufenthaltsgenehmigung hat, festgenommen und der Sohn vom Jugendamt in Obhut genommen.

Nun beschließt Eva ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie meldet Privatinsolvenz an, die sie bis dahin komplett verdrängt hat. Ab diesem Zeitpunkt wird die ganze Handlung unglaubwürdig. Obwohl Eva keine eigene Wohnung mehr hat, und bei ihrer Mutter, die in einer kleinen Wohnung wohnt, stimmt das Jugendamt zu, dass sie Gogo zu sich nehmen darf. Es hat auch weiter keine gesetzlichen Konsequenzen, dass sie die Insolvenz verzögert hat.

Als ich den Titel des Buchs las, ging ich davon aus, dass es chaotisch und ein bisschen lustig zu geht aber die Autorin bedient zu viele Klischees, schneidet ein ernstes Thema an ohne dieses weiterzuverfolgen. Obwohl das Buch nur ca. 280 S. stark ist, hatte ich das Gefühl, dass ich wesentlich mehr gelesen habe. Es zog sich stellenweise einfach nur wie Kaugummi. Daher gibt es von mir auch keine Leseempfehlung!

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