Fiess, Martina: Tod in der Markthalle

Bea Pelzer traut ihren Augen nicht, als Agenturchef Hohlberg seinen neuen Geschäftspartner vorstellt: Es ist ihr Vater Peter Herzog, der die Familie vor über zwanzig Jahren verlassen hat. Doch viel Zeit für Persönliches bleibt nicht, denn beim Jubiläumsevent der Markthalle geschieht ein Mord – und der Verdacht fällt auf Beas Vater. Auf der Suche nach dem wahren Täter kommt Bea einem verhängnisvollen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr.

Autorin:

Die geborene Badenerin Martina Fiess lebt seit über 25 Jahren im »schwäbischen Exil« in Stuttgart, wo auch ihre Krimis spielen. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Politikwissenschaft suchte sie als Journalistin nach der Wahrheit, trennte als Sachbuchlektorin Fiktion von Fakten und manipulierte als Werbetexterin den schönen Schein. Seit sie 2001 einen Krimi-Wettbewerb gewann, hat Martina Fiess vier Romane und über 20 Kurzkrimis veröffentlicht sowie zwei Anthologien mit Weinkrimis mit herausgegeben

Martina Fiess

Tod in der Markthalle

Stuttgart Krimi

 Broschur

13,5 x 20,5

224 Seiten

ISBN 978-3-95451-255-3

Bild

“Sie weiß zu viel. Mir blieb keine andere Wahl, als sie zum Schweigen zu bringen. Unauffällig trat er einen Schritt näher zu der jungen Frau im schwarzen Kleid. Sie stand dicht an der Bahnsteigkante und blickte hinunter auf die Schienen der Stadtbahn. Laut der elektronischen Anzeige dauerte es noch drei Minuten, bis die U6 (nach Gerlingen) einfuhr. Drei Minuten bis zu ihrem Tod.” (Prolog, S.7)

Während ich diese ersten drei Sätze las, saß ich auf einem Bank und wartete auf die U6, die auch auf dem Weg nach Gerlingen war. Gespannt schaute ich auf die elektronische Anzeigentafel und musste feststellen, dass meine U Bahn erst in sechs Minuten kommen sollte, die Haltestelle Bopser hatte die Bahn schon hinter sich gebracht.

Da ich in Stuttgart wohne, musste ich mir das Buch in der Bibliothek am Mailänder Platz vorbestellen und auch sofort lesen. Es ist in ein neuer Fall für Bea, die in einer Stuttgarter Agentur arbeitet.

 Beas Chef bekam den Auftrag, die 100 Jahrfeier der Markthalle Stuttgart zu bewerben, kurz davor gerät Beas Leben ziemlich aus den Fugen. Ihr Vater den sie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, wird der Geschäftspartner ihres Chefs. Ihr Chef plante als Event ein großes Live Cooking, dessen Ende er allerdings nicht mehr mitbekommen sollte, denn er war der Tote in der Markthalle. Kaum einer wusste, dass er allergisch auf Nüsse war.

Markthalle1 Tatort Nr. 1 (Quelle:  http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2Fthumb%2F1%2F19%2FStuttgart_Markthalle01.JPG%2F220px-Stuttgart_Markthalle01.JPG&imgrefurl=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FMarkthalle_Stuttgart&h=165&w=220&tbnid=ciAS1rf9p6dxrM%3A&zoom=1&docid=tPjWgSSemX_emM&ei=jFCjU8y3BMSp4gSouYDwDg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=885&page=1&start=0&ndsp=17&ved=0CDEQrQMwBQ )

Für die Kripo gibt es nur einen Hauptverdächtigen und dieser heißt Peter Herzog. Beas kann es nicht glauben, dass ihr Vater der Täter sein soll. Gemeinsam mit ihrer Freudin, Jenatte, beginnt sie zu ermitteln und gerät dabei, als sie dem Mörder zu nah kommt, mehr als nur einmal in Lebensgefahr.

Lange habe ich mich gefragt, wer das Opfer aus dem Prolog war und wie diese mit dem Toten aus der Markthalle in Verbindung stand. Die Autorin lässt ihre Leser sehr lange im Dunkeln, erst nach der Hälfte erfährt man, wer das Opfer ist und welche Person mit ihr als Letztes gesprochen hat.

Bopser Tatort Nr. 2: Bopser mit Blick auf die U 6 nach Gerlingen (Quelle: http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fimg380.imageshack.us%2Fimg380%2F7363%2Fwebeingescanntesbild2dn9.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fforum.gtvier.de%2FmyBB%2Farchive%2Findex.php%2Fthread-532-3.html&h=414&w=600&tbnid=P1JWNFVdD4sysM%3A&zoom=1&docid=_3TTePsUYhG0CM&ei=4lGjU7zmAonnywPh8YD4Aw&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=285&page=1&start=0&ndsp=20&ved=0CDIQrQMwBg)

Nach all den Jahren erfährt Bea endlich die Wahrheit, wie es dazu kommen konnte, dass ihr Vater die Familie verlassen hat und welche Rolle ihre Mutter dabei gespielt hat.

Von diesem Buch war ich mehr als enttäuscht, ich hatte einen spannenden Krimi erwartet und bekam etwas sehr Langweiliges zu lesen. Hätte es sich bei dem Buch nicht um einen Krimi gehandelt, dessen Handlungsort Stuttgart ist, hätte ich das Buch nach nur wenigen Seiten zur Seite gelegt. Nach anfänglicher Spannung, ließ der Handlungsbogen immer mehr nach. Der Fokus lag auf der Rahmenhandlung und nicht auf dem eigentlichen Geschehen. Ich hatte kein Interesse mehr daran, wohin Bea die Kunden ihrer Agentur führte.

Da ich die meisten Strecken, egal ob sie mit der Stadtbahn oder dem Auto zurück gelegt wurden, kannte, konnte ich in Gedanken mitfahren. Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Dabei habe ich “Tod in Degerloch” ziemlich gerne gelesen.

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