Farrant, Natasha: Die Geschwister Gadsby

Bluebells Familie wird täglich verrückter: Die ständig über Wochen abwesenden Eltern; die große Schwester Flora mit dem Hang zum Drama und den ständig wechselnden Haarfarben; Jasmin und Twig mit ihren geliebten Ratten, die sich plötzlich drastisch vermehren (obwohl doch angeblich alle Weibchen waren); der Au-Pair-Student Zoran, der den ganzen Laden mit Würstchen und gesundem Menschenverstand zusammenhält. Dann zieht im Nachbarhaus auch noch Joss ein, und er ist doch netter, als Bluebell zuerst dachte …

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Carlsen (21. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551583110
  • ISBN-13: 978-3551583116
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 – 13 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22,5 x 22,1 x 3,1 cm

Geschwister

Die Geschwister Gadsby habe ich per Zufall bei Hugendubel entdeckt, da mir das Cover so gefiel, musste ich Buch lesen. Die Geschwister machen auf den ersten ersten Blick einen normalen Eindruck. Drei Mädchen, ein Junge, Papa und Mama. Schaut man aber näher hin, merkt man sehr schnell, dass in der Familie nicht alles in Ordnung ist. Die Eltern “gurken” lieber in der Weltgeschichte herum. Um die Kinder kümmert sich Zoran, das Mädchen für alles.

Eigentlich müsste die Familie aus fünf Kindern bestehen, doch Iris verunglückte tödlich und seit diesem Tag ist alles anders als vorher. Jeder unterdrückt seinen Kummer, ohne das darüber gesprochen wird. Die Handlung wird in Tagebuch aus Bluebells Sicht geschildert. Seit Iris Tod wird sie von ihrer besten Freundin ignoriert und schikaniert. Erst als der Nachbarsohn in ihr Leben tritt und für sie eine Entscheidung trifft, ändert sich ihre Position, sie wird in ihrer Klasse wieder wahr genommen.  Am Ende nimmt das Buch noch eine gute Wendung.

Die ganzen Protagonisten wurden einfach nur liebenswürdig geschildert. Am Anfang hatte ich meine Probleme mit Blues Mutter. Sie arbeitet lieber in New York, als sich um ihre Kinder zu kümmern. Nach und nach kommt aber raus, warum die Mutter so handelt und nicht anders. So verarbeitet sie den tragischen Tod einer ihrer Zwillingstöchter.

Mit viel Feingefühl und einer guten Prise Humor erzählt die Autorin die Familiengeschichte. Mich hat das Buch positiv überrascht und an einer Stelle kam ich nicht mehr aus dem Grinsen heraus. Ich würde mich freuen, wenn es noch einen weiteren Band geben würde. Ich habe das Gefühl, dass in der Familie noch Potential für ein weiteres Buch steckt.

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One thought on “Farrant, Natasha: Die Geschwister Gadsby

  1. Klingt verrückt und scheint dabei trotzdem einen tiefgründigen Hintergrund zu haben- solche Bücher liebe ich.
    Aufgefallen ist es mir wegen des Covers tatsächlich auch schon 😉
    Einen schönen Ostermontag und liebe Grüße!

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