Hans Rath: Und Gott sprach wir müssen reden

Inhalt:

«Vor Ihnen sitzt der liebe Gott höchstpersönlich», erklärt mein Gegenüber und wischt sich die Lachtränen aus dem Gesicht.
Wir schweigen.
«Witzig», sage ich nach einer Weile und gebe mich unbeeindruckt. «Ich hab Sie mir immer anders vorgestellt.»
Baumann hebt den Zeigefinger und sagt mit gespielter Strenge: «Das ist verboten. Man darf sich kein Bild von mir machen.»
«Na, immerhin scheint Gott Humor zu haben», sage ich.
Baumann nickt. «Es bleibt Gott nichts anderes übrig, als die Dinge mit Humor zu nehmen.» Sein Lächeln verwandelt sich in einen Anflug von Melancholie. Nachdenklich schaut er zu Boden. «Es ist die Wahrheit, Dr. Jakobi. Ich bin es wirklich.» Er beugt sich vor und sieht mir nun direkt in die Augen. «Ich bin Gott. Und ich bin, unter uns gesagt, ziemlich im Arsch. Es wäre also schön, wenn Sie mir helfen könnten, Doktor.»

Autor:

Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt in Berlin, wo er sein Geld unter anderem als Drehbuchautor verdient. Mit seiner Romantrilogie um den Anfangvierziger Paul und sein Liebesleid (“Man tut, was man kann”, “Da muss man durch” und “Was will man mehr”) hat Rath sich eine große Fangemeinde geschaffen.

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Wunderlich; Auflage: 5 (9. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805250444
  • ISBN-13: 978-3805250443
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,4 x 2,2 cm

Und Gott sprach: wir müssen reden ist das neue Buch von Hans Rath. Die Handlung des Buches wird aus der Perspektive Dr. Jakob Jakobi (was für ein Name erzählt). Unser Protagonist ist auf allen Ebenen glücklos. Seine Ehe wurde geschieden, er hat kaum Patienten (bzw. gar keine) und er wohnt in einem schäbigen Einzimmerwohnung. Als ihm der eifersüchtige Partner seiner Exfrau die Nase  anbricht trifft er im Krankenhaus auf Abel Baumam. Abel Baumann scheint auf den ersten Blick ein harmloser Clown zu sein, der auf Jakobs Hilfe angewiesen ist. Jakob hält Abel anfangs einen Spinner, da dieser sich für Gott hält. Völlig unbedarft habe ich mit dem Lesen des Buches begonnen, vor dem Lesen halte ich mich von Buchbesprechungen fern (um eine unverfälschte Meinung haben zu können). Obwohl das Buch nur 268 Seiten stark ist, habe ich eine Weile gebraucht um der Handlung folgen zu können. Auch wenn ich nicht besonders gläubig bin, konnte ich es mir nicht vorstellen, dass Gott von einem Körper in den nächsten switchen kann. Genau wie Jakob habe ich nach dem ultimativen Gottesbeweis gesucht. Doch je mehr die Handlung fortschritt umso mehr wuchsen mir die Charaktere ans Herz und ich wollte sie nicht mehr loslassen, viel zu schnell kam das Ende herbei.

Auf Grund des einfachen Schreibstils lässt sich das Buch angenehm flüssig lesen. Das Cover passt wunderbar zum Buch und Leser, die das Buch bereits gelesen haben, erkennen eine Szene des Buches wieder. Da mir das Buch doch noch gut gefallen hat, gibt es vier von fünf Sternen von mir.

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